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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.12.2021

Sehr gelungenes Jugendbuch

You Will Be the Death of Me
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Für mich war dies das erste Buch der Autorin und definitiv nicht das letzte, denn die Geschichte mitzuverfolgen war spannend und hat gleichzeitig Spaß gemacht. Ich habe das Hörbuch gehört, welches ich ...

Für mich war dies das erste Buch der Autorin und definitiv nicht das letzte, denn die Geschichte mitzuverfolgen war spannend und hat gleichzeitig Spaß gemacht. Ich habe das Hörbuch gehört, welches ich aufgrund der tollen Sprecher:innen besonders weiterempfehlen kann. Das Buch wird aus Sicht der drei Hauptcharaktere Ivy, Mateo und Cal erzählt. Für jeden der drei Hauptcharaktere gibt es einen eigenen Sprecher bzw. eine Sprecherin, was das Zuhören sehr angenehm und abwechslungsreich gestaltet hat. Die Stimmen sind alle sehr angenehm und lesen mit einer tollen Betonung vor, sodass man gut folgen kann. Aber auch, wenn man das Buch selbst liest ist es schön, die unterschiedlichen Sichtweisen und Gefühle der drei mitzuverfolgen. Dadurch empfand ich die Bindung, welche man zu den Charakteren aufbaut, als sehr viel stärker. Vom Charakter her sind die drei sehr unterschiedlich ... Ivy möchte immer die Beste sein, ihr fliegt aber nichts zu und sie arbeitet sehr hart dafür und ist auch von familiärer Seite einen gewissen Druck gewöhnt; Mateo ist recht beliebt, hat aber ein anstrengendes und forderndes Leben, weil er mit für den Unterhalt aufkommen muss und Cal ist trotz seines extravaganten Stils eher unscheinbar und hat keine richtigen Freunde, außerdem ist er ein begeisterter Zeichner. Alle drei haben ihre Ecken und Kanten, aber ich mochte sie gerade deshalb sehr gern. Mein Favorit war allerdings Mateo, dessen rücksichtsvolle und umsichtige Art ich sehr mochte.

Während der Geschichte erfahren wir viel über die Freundschaft, die die drei in der Vergangenheit geteilt haben und weshalb sie in die Brüche gegangen ist. Selbstverständlich haben sie nun mit ganz anderen Dingen zu kämpfen, seit sie den Mord an einem Mitschüler mitbekommen haben. Ich fand es spannend, wie immer mehr Puzzleteile aufgedeckt wurden und wie auch immer mehr aus der Vergangenheit ans Licht kommt. Der Spannungsbogen ist sehr gut aufgebaut und ab einem gewissen Zeitpunkt konnte ich mit dem Hörbuch gar nicht mehr aufhören, weil ich die Auflösung einfach ganz dringend erfahren wollte. Der Schreibstil ist hier sehr locker und passend gehalten, oftmals gibt es Anlass zum Spekulieren und Mitfiebern, allerdings habe ich persönlich das Ende nicht kommen sehen, was ein großer Pluspunkt für mich war.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Geschichte am Ende doch ziemlich konstruiert und etwas erzwungen rund gewirkt hat. Es ist schwer das ohne Spoiler zu erklären, aber für mich hätte die Verbindung nicht SO stark zusammen hängen müssen. Eben das, was mir dann zu konstruiert gewirkt hat. Dazu muss ich aber nochmals sagen, dass dies nur ein kleiner Kritikpunkt ist und ich die Geschichte wirklich sehr unterhaltsam und auch spannend fand. Deshalb gibt es von mir eine klare Lese- bzw. Hörempfehlung und gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.12.2021

Sehr starker Debüt-Roman mit toller Protagonistin

Ich, Ariadne
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Die griechische Mythologie finde ich schon seit langem sehr spannend, weshalb ich mir die Geschichte von Ariadne nicht entgehen lassen konnte. Ariadne wächst als Tochter des Königs Minos auf Kreta auf ...

Die griechische Mythologie finde ich schon seit langem sehr spannend, weshalb ich mir die Geschichte von Ariadne nicht entgehen lassen konnte. Ariadne wächst als Tochter des Königs Minos auf Kreta auf und muss mit ansehen, wie ihre Mutter als Vergeltung für ihren Zorn auf den König von den Göttern gequält wird. Ariadne schwört sich, niemals ein Spielball der Götter oder der sterblichen Menschen zu sein. Doch wird sie angesichts der schrecklichen Gräueltaten, die unter König Minos geschehen, den Mut haben, das Richtige zu tun und endlich ihr Schicksal zu akzeptieren?

Ich liebe Geschichten über starke weibliche Charaktere und empfand Ariadne sofort als fesselnde Heldin. Ihr Charakter ist in all seiner Komplexität, seinem Triumph und seinem Herzschmerz gut ausgearbeitet. Sie zeigt Stärke und Unverwüstlichkeit im Angesicht von Widrigkeiten, und es hat Spaß gemacht, ihr zu folgen und mit ihr mitzufiebern. Auch ihre Beziehung zu ihrer Schwester Phaedra fand ich herzerwärmend zu lesen und bildet eine starke Komponente.

Was ich als etwas ungleichmäßig empfunden habe, war das Tempo der Geschichte. Das erste Viertel startet direkt total stark und man wird förmlich in die Geschichte gezogen und mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Danach flacht die Spannung deutlich ab, was aber nicht heißt, dass ich die Geschichte nicht mehr gern gelesen habe. Allerdings gibt es in diesem Teil eher Hintergrundinformationen über die Mythologie. Besonders gefesselt hat mich dann aber wieder das letzte Viertel und der Schluss. Generell mochte ich die Geschichte sehr, für den Mittelteil hätte ich mir aber noch etwas mehr spannende Elemente gewünscht. Das Ende war für mich sehr zufriedenstellend und ein würdiger Abschluss.

Sehr angenehm fand ich auch den Schreibstil der Autorin. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen und mochte Ariadne auf Anhieb, was den Einstieg noch zusätzlich erleichtert hat. Die Schauplätze und Charaktere werden sehr gut beschrieben, sodass ich mir von allem ein gutes Bild machen konnte.

Vor allem für einen Debüt-Roman ist das Buch wirklich stark und ich bin gespannt und freue mich darauf, in der Zukunft mehr von der Autorin lesen zu können! Von mir gibt es sehr gute 4 Sterne und eine klare Empfehlung

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Veröffentlicht am 13.12.2021

Sehr viel Fiktion, aber Janes Charakter ist toll

Jane Austen und die Kunst der Worte
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Als großer Jane Austen Fan habe ich mich sehr gefreut, in diesem Buch noch mehr über die Frau hinter den genialen Büchern zu erfahren und ihr Leben mitzuverfolgen. Leider blieb nicht viel von Janes Leben ...

Als großer Jane Austen Fan habe ich mich sehr gefreut, in diesem Buch noch mehr über die Frau hinter den genialen Büchern zu erfahren und ihr Leben mitzuverfolgen. Leider blieb nicht viel von Janes Leben und ihrem Wesen erhalten, weshalb das Buch zum größten Teil fiktiv ist. Dafür kann man der Autorin natürlich keinen Vorwurf machen, ein bisschen fragt man sich aber doch, ob das Buch dann überhaupt mit diesen Beschreibungen angepriesen werden sollte.

Janes Charakter im Buch (ob sie nun wirklich so war oder nicht lasse ich mal außen vor) fand ich einfach wunderbar. Sie ist recht rebellisch für die damalige Zeit und möchte mehr erreichen, als nur Hausfrau und Mutter zu sein. Heiraten kommt für sie zunächst überhaupt nicht in Frage. Natürlich hat auch sie kein Herz aus Stein und ist vor Gefühlen nicht sicher. Wer sich allerdings eine flammende Liebesgeschichte erhofft, ist hier fehl am Platz. Im Buch lernt man vor allem kennen, was es bedeutet hat im 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts eine Frau zu sein. Wie schwer man es hatte etwas zu veröffentlichen, egal wie viel Talent man aufwies. Das wirkte sich natürlich sehr auf Jane aus und wir durchleben ihre Probleme und Schaffenskrisen. Vor allem Janes unerschrockene und mutige Art habe ich beim Lesen sehr geliebt. Sie macht das undenkbare möglich und ist ebenso scharfsinnig, wie liebenswert.

Zum Schreibstil der Autorin möchte ich mich natürlich auch noch äußern. Ich fand ihn etwas schwierig. Es ließ sich alles sehr gut lesen, aber mir sind immer wieder Formulierungen ins Auge gefallen, die einfach gar nicht in die Zeit gepasst haben. "Jane angelte sich einen Bagel." oder eine andere Szene in der Jane als "flirtwilliger Schmetterling" bezeichnet wird. Ich glaube kaum, dass im 18 Jahrhundert solche Begriffe benutzt wurden. Das hat mich immer wieder aus Szenen heraus gerissen und ziemlich gestört. Bis auf die Ausreißer war der Schreibstil nämlich angenehm.

Ich kann das Buch also nur bedingt weiterempfehlen. Viel über Janes wahres Leben erfährt man nicht und der Schreibstil passt nicht immer, ihr Charakter macht aber einfach Spaß. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen und bin ein kleines bisschen enttäuscht, weil ich mir doch mehr erhofft hatte.

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Veröffentlicht am 13.12.2021

Langsame und tiefgründige, weihnachtliche Liebesgeschichte

Weihnachtsglück in Willowbrook
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Wer eine weihnachtliche Liebesgeschichte mit tollen Protagonisten sucht, wird bei diesem Buch auf jeden Fall fündig! Im Buch begegnen wir Evie und Jake, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Evie ist ...

Wer eine weihnachtliche Liebesgeschichte mit tollen Protagonisten sucht, wird bei diesem Buch auf jeden Fall fündig! Im Buch begegnen wir Evie und Jake, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Evie ist ein tollpatschiger Sonnenschein. Fast immer gut drauf, optimistisch und sie versucht stets das Gute in allem zu finden. Jake hingegen ist ein richtiger Griesgram, was allerdings auch seine Gründe hat, die ich durchaus nachvollziehbar fand. Dennoch merkt man schnell, dass er durch seinen Kummer wie gelähmt ist. Nur Evie vermag es, ihm auch mal ein kleines Lächeln abzuringen. Doch Jake taut nach und nach auf und wird immer sympathischer. Auch Evie hat mit einigem zu kämpfen, allerdings geht sie anders damit um. Beide Charaktere fand ich trotzdem wirklich sympathisch und es hat Spaß gemacht von ihnen zu lesen.

Auch der Schreibstil der Autorin ist ein Pluspunkt. Das Buch liest sich sehr flüssig und es gibt die ein oder andere traurige Stelle, aber auch einiges zum Schmunzeln. Die Geschichte selbst ist leider total vorhersehbar, was für mich das größte Kritikpunkt ist. Dadurch war es für mich ein weihnachtliches Buch zum "nebenbei" lesen, aber nicht wirklich spannend. Das Setting war richtig schön winterlich, besonders schön fand ich den kleinen, malerischen Ort Willowbrook und Evies Geschäft.

Das Thema der Trauerbewältigung spielt in diesem Buch eine große Rolle. Generell fand ich es gut, wie die Autorin damit umgeht und zwei sehr gegensätzliche Menschen damit konfrontiert.

Alles in allem gebe ich dem Buch 3,5 Sterne und eine Leseempfehlung für Leser:innen, die eine gemütliche, aber vorhersehbare Geschichte, mit sympathischen Charakteren und schönem Setting, zu schätzen wissen.

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Veröffentlicht am 07.12.2021

Ergreifender Kriegsroman mit spannenden historischen Elementen

Die Klänge der Freiheit
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Bei diesem Roman handelt es sich nicht um einen lockeren Liebesroman, wie man ihn von der Autorin kennt, sondern um einen Kriegsroman, der nichts beschönigt und viele spannende historische Elemente aufgreift. ...

Bei diesem Roman handelt es sich nicht um einen lockeren Liebesroman, wie man ihn von der Autorin kennt, sondern um einen Kriegsroman, der nichts beschönigt und viele spannende historische Elemente aufgreift. Für sehr zart besaitete ist dieser Roman deshalb wahrscheinlich nichts, ich hingegen mochte ihn sehr, gerade weil er so authentisch ist!

Der Schreibstil der Autorin ist für die damalige Zeit angemessen gewählt und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die Beschreibungen der Umgebung und des Settings sind genau im richtigen Umfang gewählt. Man bekommt einen guten Überblick, wie es damals ablief und wie schrecklich es im Krieg zu ging. Gerade das nichts ausgelassen wurde oder anders dargestellt, hat mir sehr gefallen. Natürlich waren die Ereignisse grausam, aber es ist nun einmal wie es ist und dabei sollte man auch nichts auslassen. Extrem spannend waren für mich die Ereignisse rund um die Abtei Montecassino. Denn alles, was im Buch rund um die Abtei passiert, fand auch genau so statt. Dabei merkt man die gute Recherche und die Liebe fürs Detail. Auch wenn nicht alles rosig ist, macht es Spaß mehr über historische Ereignisse zu erfahren. Vor allem weil die Abtei wirklich eine besondere Rolle spielt, die mir vorher gar nicht bewusst war. Ein kleines bisschen mehr Input zu der Abtei hätte ich mir noch gewünscht, weil ich sie wirklich mit am spannendsten fand, aber das ist eigentlich Meckern auf hohem Niveau.

Die Hauptprotagonistin Inge macht über die Geschichte hinweg eine sehr starke Entwicklung durch. In welche Richtung möchte ich hierbei nicht vorwegnehmen, aber ich fand auch ihre Denk- und Handlungsweise sehr authentisch. Aber auch für die Nebencharaktere hat die Autorin sich einiges einfallen lassen. Zwar haben mich nicht alles begeistert, aber auch das ist in Büchern völlig normal. Die Liebesgeschichte im Buch hätte ich persönlich gar nicht gebraucht. Ich fand die Ereignisse des Krieges wesentlich spannender und eindrücklicher. Allerdings gönnt man Inge auch das kleine bisschen Glück in diesen harten Zeiten.

Die Geschichte selbst hätte gern noch die ein oder andere Überraschung bereit halten können, vieles konnte ich schon im voraus erahnen. Generell bietet das Buch aber ein breites Spektrum an Emotionen: man fiebert mit, ist schockiert oder entsetzt, traurig oder freut sich mit den Protagonisten. Auch das Ende mochte ich sehr und fand es nicht zu rosarot und damit definitiv realistisch.

Der Roman wird bei mir bestimmt noch einige Zeit nachhallen und ich freue mich sehr auf mehr Werke dieser Art! Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und gute 4 von 5 Sternen!

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