Cover-Bild Quiet Girl (deutsche Hardcover-Ausgabe)
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Loewe
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 184
  • Ersterscheinung: 12.01.2022
  • ISBN: 9783743210790
Debbie Tung

Quiet Girl (deutsche Hardcover-Ausgabe)

Geschichten einer Introvertierten - Tiefgründiges und einfühlsames Comic-Buch mit subtilem Humor
Katharina Hartwell (Übersetzer), Debbie Tung (Illustrator)

*** Graphic Novel-Bestseller des buchreports ***

Leises Mädchen – Laute Welt

Debbie geht nicht gerne unter Leute. Sie schreibt lieber Textnachrichten als zu telefonieren und steht auf Partys immer abseits. Ein perfekter Tag ist für Debbie, wenn es draußen regnet und sie mit einer Tasse Tee und einem Buch auf dem Sofa liegen kann. Natürlich fragt sie sich, ob etwas mit ihr nicht stimmt. Aber sie ist eben einfach glücklich mit sich selbst. Und mit Jason, der sie so akzeptiert, wie sie ist. Auch ohne viele Worte. Was soll daran verkehrt sein?

Quiet Girl erzählt in warmherzigen Dialogen und mit ausdrucksstarken Bildern eine einfühlsame Geschichte für alle, die einfach mal die Welt leise drehen wollen.

Jetzt neu von Loewe: außergewöhnliche Comic-Bücher für dich!
Wer eher schüchtern und introvertiert ist, passt nicht recht in eine Zeit, in der Kommunikationsstärke und Extrovertiertheit angesagt sind. Quiet Girl ist ein einfühsames Comic-Buch über den achtsamen Umgang mit sich selbst und kommunikatives Detox für die Seele.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2022

Das gebe ich nie wieder her!

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Quiet Girl wollte ich lesen, seit ich vom englischsprachigen Original erfahren hatte. Dann habe ich es irgendwie aus dem Augen verloren. Und nun ist es auf Deutsch erschienen, im neuen Imprint vom Loewe ...

Quiet Girl wollte ich lesen, seit ich vom englischsprachigen Original erfahren hatte. Dann habe ich es irgendwie aus dem Augen verloren. Und nun ist es auf Deutsch erschienen, im neuen Imprint vom Loewe Verlag, Loewe Graphix, wo ab jetzt Graphic Novels und Comics für Kinder und Jugendliche erscheinen sollen. Keine Frage, da musste ich zugreifen!

Schlicht, aber eindrucksvoll: Quiet Girl

Als erstes muss ich den Illustrationsstil loben: die in Grautönen gemalten Bilder drücken sehr klar die Gefühle der einzelnen Comics aus. Sie sind schlicht und einfach und dabei doch ausdrucksstark! Die Geschichten können auf vielen Panelen über eine Doppelseite erzählt werden, manche brauchen aber auch nur zwei Bilder, ein paar brauchen nur ein einziges ganzseitiges Bild.

Auch das handliche Format des leichten Buches gefällt mir gut. Besonders gut passt das zur jungen Zielgruppe von Loewe Graphix, aber auch zur Comic-Sparte generell. Obwohl Quiet Girl ein Hardcover ist, ist es leicht genug, um überall mit hingenommen zu werden.

Einen Minuspunkt bekommt die deutsche Ausgabe für die gewählte Schriftart. Das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau und vielen von euch wahrscheinlich viel zu pingelig, aber ich hatte öfter den Eindruck, dass die Schrift und der Stil der Comics nicht recht zueinanderpassen wollen: im Original mit dem tollen Titel Quiet Girl in a noisy world stehen die Buchstaben (laut Leseprobe auf Amazon) etwas “wackelig” in ihren Zeilen, während die deutsche Version schnurgerade Linien zieht. Das wirkt auf mich zu stabil, zu steril für diese emotionalen Geschichten.

Inhaltlich hat Quiet Girl einen hohen Identifikationswert für mich. Der Untertitel Geschichten einer Introvertierten trifft für mich den Nagel auf den Kopf. Ich musste erst zum Studieren quer durch Deutschland ziehen und aus Langeweile nachts um 3 einen Persönlichkeitstest machen, um zu erkennen, dass eben die Charaktereigenschaften, die mich in der Schulzeit von allen abgesondert haben, total normal sind und dass Introvertierte Menschen eben so sind/sein können. Dieses Etikett zu finden hat mir eine große Last genommen. Ich wünsche mir, dass viele junge Menschen, die lieber allein oder in kleinen, bekannten Gruppen sind, dieses Buch in die Finge bekommen. Damit sie früher als ich lernen können, dass sie total okay sind!

Ich habe mich in der Protagonistin sehr oft selbst erkannt: darin, sofort nach der Begrüßung die Namen von Leuten zu vergessen; darin, glücklicher Single zu sein; darin, an Wochenenden “nichts, absolut gar nichts” vorzuhaben und mich auf genau dieses Nichts total zu freuen; darin, es nicht zu mögen, wenn andere Leute meine Sorgen kleinreden; darin, meine sozialen Batterien allein aufzuladen und durch die winzigste Kleinigkeit wieder von vorn anfangen zu müssen; darin, nie den “richtigen Moment” für wichtige Dinge zu finden – und sie deshalb einfach gar nicht zu tun. Dieses ich-erkenne-mich-in-dem-Buch-wieder-Gefühl ist einfach total wichtig und ich hoffe, dass viele Lesende das selbst erfahren können!

Ich bin sehr neugierig, was das neue Imprint Loewe Graphix in Zukunft noch bringen wird. Mit Quiet Girl als Einstieg legt der Verlag jedenfalls einen super Start hin!

Fazit

Ein tolles Buch mit wichtiger Message, besonders für Jugendliche und junge Erwachsene auf der Suche nach sich selbst. Ich habe mich in den erzählten Geschichten sehr oft selbst wiedergefunden und werde Quiet Girl nie wieder hergeben!

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Veröffentlicht am 15.04.2022

Nicht gesellschaftsfähig?

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Debbie ist so ein Schatz - und für die Welt der Gegenwart nicht gemacht. Zu laut, zu gesellig, zu viel Großraumbüro, Parties noch und nöcher. Und dann noch Heiratsanträge, die fast so eine Party erfordern ...

Debbie ist so ein Schatz - und für die Welt der Gegenwart nicht gemacht. Zu laut, zu gesellig, zu viel Großraumbüro, Parties noch und nöcher. Und dann noch Heiratsanträge, die fast so eine Party erfordern wie die Hochzeit selbst.

Denn es gibt tatsächlich jemanden, der sie liebt, der sie heiraten will: Jason. Und macht ihr - nachdem er ihr von Beginn an ein Buch nach dem anderen geschenkt hat - den Heiratsantrag ihrer Träume. Ein Kniefall mitten im Wald. Sie beide ganz allein. Besser könnte es nicht kommen! Und das, obwohl Jason zwar nicht unbedingt eine Rampensau, aber durchaus extrovertiert ist und Menschen um sich braucht. Aber er liebt seine introvertierte Debbie und will sie nicht ändern: und dafür liebt sie ihn.

Oh, Debbie! Auch wenn mein eigener Mann ebenfalls introvertiert ist - in den meisten Situationen geht es mir genau wie Dir! Und ich bin sicher, dass Du Freundinnen findest, die nicht so sein müssen wie Du, aber Dich verstehen und mit denen Du über alles, was Dir wichtig ist, sprechen kannst. Denn Du bist genau richtig, so wie Du bist. Ebenso wie Deine Autobiographie im Graphic Novel-Format!

Veröffentlicht am 29.03.2022

Klare Empfehlung!

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Ein muss für Introvertierte so wie auch für Extrovertierte!

Ein muss für Introvertierte so wie auch für Extrovertierte!

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Veröffentlicht am 17.03.2022

Wichtige Graphic Novelle

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Diese Graphic Novelle hat mich nicht nur mit ihrem Cover angesprochen, sondern auch mit dem Titel. "Quiet Girl" ein Mädchen das sich lieber zurückzieht und mit Menschen nicht so gut umgehen kann. Da fühlte ...

Diese Graphic Novelle hat mich nicht nur mit ihrem Cover angesprochen, sondern auch mit dem Titel. "Quiet Girl" ein Mädchen das sich lieber zurückzieht und mit Menschen nicht so gut umgehen kann. Da fühlte ich mich sofort angesprochen. Für Außenstehende kann es oft sehr schwer sein, sich in sehr introvertierte Menschen hineinzuversetzen und überhaupt nachzuvollziehen, warum sie sich in der Gegenwart vieler und/oder bestimmter Menschen ängstigen.

Debbie ist eben so ein introvertiertes Mädchen und erzählt ihre Probleme mit ihrer Umwelt im Comic Stil. Der Zeichenstil ist schlicht und sehr verständlich, auch ohne große Worte. Fast auf jeder Seite habe ich mich wiedererkannt und dachte wirklich die Autorin hat meine eigene Geschichte gezeichnet. Ich konnte lachen und wurde zum nachdenken angeregt. Ich konnte mich in jede Situation hineinfühlen und denke mit diesem Buch könnten es auch unbetroffene Menschen leichter haben die Schwierigkeiten eines Introvertierten Menschen zu verstehen.



Für mich persönlich war diese Graphic Novelle definitiv ein Highlight und wird mit Sicherheit noch das ein oder andere mal gelesen werden, wenn mal wieder einer dieser Tiefpunkte des introvertiert seins gekommen ist. Ich bin wirklich sehr gespannt, welche tollen aussagekräftigen Titel noch im neuen "LoeweGraphix" Programm erscheinen werden.

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Veröffentlicht am 19.01.2022

Authentisch, bewegend, emotional

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Inhalt:

Im Vorlesesaal wählt Debbie gerne den Platz ganz weit hinten. Dort, wo sie am wenigsten gesehen wird, dort, wo sie unauffällig dem Vortrag des Dozenten lauschen kann. Auf dem Pausenhof sucht sie ...

Inhalt:

Im Vorlesesaal wählt Debbie gerne den Platz ganz weit hinten. Dort, wo sie am wenigsten gesehen wird, dort, wo sie unauffällig dem Vortrag des Dozenten lauschen kann. Auf dem Pausenhof sucht sie sich ein Plätzchen, weitab von den anderen. Sie packt dann ihre Bücher aus und hört Musik.

Debbie ist eine aufmerksame Schülerin, sie ist klug und lernt gerne. Doch wenn sie eine Frage beschäftigt, dann ist es für sie schwer, diese laut zu stellen. Lieber sucht sie den Dozenten im Nachgang zur Vorlesung auf. Schließlich könnte man über sie lachen. Was ist, wenn ihre Frage albern wirkt, und sie die Antwort hätte wissen müssen?

Während Debbie sich nach der Schule danach sehnt, sich zurückzuziehen, möchten ihre Mitschüler nichts lieber, als auf Partys zu gehen oder bei einem geselligen Zusammensein über das Erlebte zu plaudern.

Debbie wird oft eingeladen, doch für sie sind solche Treffen große Herausforderungen. Sie ist kein Freund von Smalltalk. Sie weiß nicht, was sie erzählen soll. Ihren Gefühlen in großen Reden Ausdruck zu verleihen, das fällt ihr schwer. Lieber schreibt sie in ihr Tagebuch oder schaut einen Film alleine zu Hause. Dort gelingt es ihr, das eigene Selbst emotional zu lenken.

Debbies Umfeld scheint nicht viel davon mitzubekommen, dass das schweigsame Mädchen bei jedem Treffen einen kleinen Kampf mit sich selbst zu kämpfen hat. Alle mögen Debbie. Doch Debbie selbst fragt sich, ob mit ihr etwas nicht in Ordnung ist. Wieso wirken alle so unbeschwert? Warum fühlt sie sich unter Fremden und in großen Gruppen so unwohl?

Eines Tages trifft Debbie auf den Neuen an der Schule: Jason. Jason ist das genaue Gegenteil von ihr. Ihm scheint alles leicht zu fallen. Auf Feierlichkeiten integriert er sich in Gruppen, mit Leichtigkeit. Er tut dies und das, und es ist alles unbeschwert, einfach und gleichsam unverbindlich.

Als beide sich näher kommen, funkt es sofort. Jason scheint Debbie zu verstehen. Er akzeptiert es, wenn sie keine Lust auf andere hat. In seiner Gegenwart scheint alles so viel einfacher. Jason nimmt Debbie die Konversation in großen Runden ab, er kocht ihr Tee oder schenkt ihr ein gutes Buch, wenn es ihr nicht gut geht. Mit Jason kann Debbie zusammen und zugleich auch für sich alleine sein. Und wenn Debbie mal ein wenig Zeit für sich braucht, dann fragt Jason nicht nach, sondern lässt ihr ihren Freiraum.



Meinung:

„Quiet Girl – Geschichten einer Introvertierten“ ist ein Comicbuch mit einfühlsamen Schwarz-Weißzeichnungen, die vom Stil her dem Motiv auf dem Cover gleichen. Die Autorin und Illustratorin erzählt hier die Geschichte eines Mädchens, das auf den ersten Blick unscheinbar und sympathisch wirkt. Debbie ist zu jedem nett, sie trägt immer ein Lächeln auf den Lippen und kann unglaublich gut zuhören. Jeder mag sie. In der Schule und später auch im neuen Job wird sie von allen gern gesehen und auch zu Freizeittreffen eingeladen. Debbie möchte einerseits dazugehören und sie möchte es auch allen recht machen. Doch immer wieder merkt sie, dass sie anders fühlt. In Gesellschaft bleibt sie örtlich wie psychisch unbehaust.

Debbie sehnt sich nicht nach Aufmerksamkeit. Sie muss nicht über alles mit jedem reden. Sie möchte gar nicht den ganzen Tag feiern. Spaß bedeutet für sie, zu Hause zu sein. Alleine mit sich selbst, mit ihren Büchern, einem guten Film, der Kuscheldecke und einer Tasse Lieblingstee. Sie liebt es, dem Regen zu lauschen, wenn er gegen das Fenster schlägt. Dann muss man kein schlechtes Gewissen haben, dass man einfach nur tut, wonach einem ist.

Immer dann, wenn Debbie sich am wohlsten fühlt, macht sie sich jedoch auch Vorwürfe. Was erwarten andere von ihr? Ist es okay, wenn sie nicht ans Telefon geht? Kann sie eine Absage aussprechen, ohne, dass ihr Gegenüber enttäuscht oder schlimmstenfalls sauer wird?

Irgendwann liest Debbie von introvertierten Menschen. Stichworte wie einfühlsam, zwanghaft ängstlich und besorgt, hochsensibel und scheu prasseln auf sie nieder. Die schonungslose Selbstdiagnose und das Misstrauen gegenüber den eigenen Beurteilungen sind schnell zur Hand.
Doch letztlich fühlt sie sich erleichtert, dass sie eben nicht alleine ist, sondern dass es da draußen Menschen gibt, die das gleiche Schicksal teilen.

Mit Jason findet Debbie einen Freund, der sie akzeptiert, wie sie ist. Jason ist völlig anders als Debbie und dennoch scheint er sie in so vielen Lebenslagen zu verstehen. Mit ihm ist das Leben ein Stück weit leichter. Mit ihm kann man zu zweit alleine sein. Ein Gefühl, dass Debbie bei anderen Menschen nicht verspürt.

Debbie Tung gelingt es, immer wieder Platz für menschelnde, humorvolle und sensible Momente zu schaffen. Das gelingt u.a. durch die Darstellung einer sympathischen Protagonistin, die, wenn sie alleine ist, ihren Gefühlen freien Lauf lässt und dabei einfach so herrlich authentisch wirkt. Aber auch der Zeichenstil der Autorin trägt sehr witzige Elemente in sich. So gibt es z.B. eine Seite „Survival Kit für Introvertierte“ oder „Fashion-Tipps für Introvertierte, um spontane soziale Begegnungen zu vermeiden“.



Fazit:

„Quiet Girl – Geschichten einer Introvertierten“ ist authentisch, bewegend und emotional, hat aber nichts menschelnd-anbiederndes an sich. Debbie Tung spürt vielmehr gekonnt den Seelenregungen ihrer Figuren nach. Das Buch ist so inklusiv wie humorvoll und herzerwärmend.

Die Autorin vermittelt dem Leser hier eine sehr schöne Botschaft: Tolle Menschen müssen nicht gesellschaftsfähig sein. Es reicht, autark im Einklang mit sich zu leben.

Debbie Tung ist eine Fürsprecherin für stille Menschen. Wer diese kennenlernen möchte, muss dieses wichtige Buch lesen.

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