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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2024

Noch sehr ausbaufähig

Die unendliche Reise der Aubry Tourvel
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Für ein Debüt fand ich die Art von Geschichte unglaublich ehrgeizig und ich weiß nicht, ob es diesem Anspruch gerecht wurde. Für mich passierte so viel und gleichzeitig nichts, was kein besonders gutes ...

Für ein Debüt fand ich die Art von Geschichte unglaublich ehrgeizig und ich weiß nicht, ob es diesem Anspruch gerecht wurde. Für mich passierte so viel und gleichzeitig nichts, was kein besonders gutes Zeichen ist. Das Tempo fühlte sich seltsam an, ebenso die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wurde, machte manchmal Sinn und passte zu den Charakteren, ein anderes Mal wirkte sie zusammenhanglos und riss mich aus dem Buch heraus.

Wenn ein weiblicher Charakter von einem Mann geschrieben wird fällt mir manchmal auf, dass es bestimmte Merkmale einer Frau gibt, die ausgelassen werden und die für ihre Geschichte aber wichtig gewesen wären. So ging es mir auch hier und daher fiel es mir schwer, mich mit der Hauptfigur zu identifizieren, die so sehr von ihrem Charakteren geprägt ist.

Ich dachte, dies wäre ein Buch über Menschlichkeit mit der Hauptfigur als Katalysator, aber stattdessen fand ich ein Buch über eine Reihe von Männern, die versuchten, eine Jungfrau in Not zu retten, während die Frauen der Geschichte die eigentliche Arbeit im Hintergrund erledigten, um die Hauptfigur vor dem völligen Zusammenbruch zu bewahren. Viele lose Enden, aber das ist zu erwarten bei einem Buch, das so sehr vom magischen Realismus durchdrungen ist und keine Erklärung bereit hält, was der Schlüssel zur Magie ist.

Das Buch war einfach zu lesen und ich würde es als leichte Lektüre einordnen. Empfehlen kann ich es leider nicht.

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Veröffentlicht am 13.07.2024

Verständlich geschrieben und gut strukturiert

Zimmerpflanzenliebe
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Als Pflanzenliebhaberin war ich sehr gespannt auf dieses Buch, vor allem weil ich in dem Bereich definitiv einiges lernen kann. Das Buch startet mit dem Grundwissen, was ich als Struktur sehr sinnvoll ...

Als Pflanzenliebhaberin war ich sehr gespannt auf dieses Buch, vor allem weil ich in dem Bereich definitiv einiges lernen kann. Das Buch startet mit dem Grundwissen, was ich als Struktur sehr sinnvoll empfunden habe. Man bekommt also Infos zum Standort (wie viel Licht, wo sollte die Pflanze am besten stehen, welche Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind passend). Danach gibt es noch ein Kapitel zu Rankhilfen und hängenden Gärten.

Nun kommen die verschiedensten Zimmerpflanzen, wo bestimmt jeder Pflanzenliebhaber einige findet, die er in seinem Zuhause möchte. Die Tipps und Pflegehinweise zu den einzelnen Pflanzen sind sehr hilfreich. Natürlich könnte das alles noch viel weitreichender sein, aber für den Anfang ist es auf jeden Fall sehr hilfreich. Über Umtopfen und Düngen ist auch alles dabei.

Teilweise hätten die Fotos im Buch etwas schöner sein können und die Bereiche etwas schlüssiger gegliedert vom Layout her. Teilweise muss man ganz schön suchen, wenn man eigentlich nur eine Kleinigkeit nochmal nachlesen möchte.

Von mir gibt es 3,5 bzw. 4 Sterne für das Buch. Preislich finde ich es für nicht einmal 200 Seiten etwas sehr hoch angesetzt.

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Veröffentlicht am 20.06.2024

Wenig originell und nicht sehr spannend

To Gaze Upon Wicked Gods – Falsche Götter
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Asiatische Fantasybücher sind ja gerade ein kleiner Trend und ich muss sagen, dass ich die Welten und den Einblick in Kultur und Mythologie auch sehr mag. Leider war dieses Buch für mich definitiv eines ...

Asiatische Fantasybücher sind ja gerade ein kleiner Trend und ich muss sagen, dass ich die Welten und den Einblick in Kultur und Mythologie auch sehr mag. Leider war dieses Buch für mich definitiv eines der schwächsten, die ich bisher gelesen habe.

Mein Problem hier ist vor allem die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird und wie die Welt aufgebaut ist. Es wird uns so viel erzählt, ca. 90% der Zeit verbringen wir im Kopf der Protagonistin. Wir erfahren keine Details und werden auch nicht Zeuge der Ehrfurcht und Angst der "Götter". Wir bekommen wirklich alles von der Erzählerin erzählt, und das schwächt meiner Meinung nach die Kraft dieser Geschichte. Hier wäre der Grundsatz: Show don't tell sinnvoll gewesen!

Auch wenn ich Ruyings Charakter grundsätzlich mochte, hat es hier einfach nicht gereicht. Der Schreibstil und der Plot waren für mich nicht spannend genug. An Ruying mochte ich aber ihre menschliche und authentische Art, um mal etwas positiv hervorzuheben.

Was mich auch noch sehr gestört hat war die erzwungene Romanze. Nicht jedes Buch braucht eine Romanze, oder zumindest sollte sie sich eher langsam entwickeln. Hier war es aber total forciert und künstlich. Vor allem in einer Buchreihe hat man doch Zeit eine Chemie entstehen zu lassen. Zudem bin ich der Meinung, dass gute Bücher nicht zwangsläufig eine Lovestory brauchen! Ich bitte die Verlage, Autoren (und vor allem Debütanten) nicht länger zu diesen unglaublich erzwungenen romantischen Paarungen zu drängen, bei denen die Chemie nicht stimmt. Nicht jedes Buch muss in dieselbe kleine Schachtel passen und man möchte doch auch nicht immer wieder dasselbe lesen.

Insgesamt war das Buch also für mich leider ein Flop und sollte es fortgesetzt werden, würde ich es auch nicht weiterlesen.

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Veröffentlicht am 20.06.2024

Absolutes Wohlfühlbuch

Bücher und Barbaren
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Ich wusste vorher nicht so richtig, ob das Buch mir gefallen wird, weil der Plotanteil bei Cozy Fantasy ja meist nicht so hoch ist. Schlussendlich mochte ich das Buch aber unglaublich gern!

Eine besondere ...

Ich wusste vorher nicht so richtig, ob das Buch mir gefallen wird, weil der Plotanteil bei Cozy Fantasy ja meist nicht so hoch ist. Schlussendlich mochte ich das Buch aber unglaublich gern!

Eine besondere Stärke sind hier auf jeden Fall die Charaktere. Ein Ork als Hauptprotagonistin ist definitiv etwas besonderes und auch die anderen Charaktere, wie z. B. die Rättin Fern, waren einfach nur toll. Fern war tatsächlich sogar mein liebster Charaktere, auch wenn ich Viv ebenfalls sehr mochte. Die Handlung fand ich trotz ihrer Gemütlichkeit nicht langweilig. Ich mochte es einfach sehr beim Lesen so abschalten zu können und mich in die Welt zu träumen! Zur Geschichte selbst kann ich gar nicht viel sagen, ohne etwas vorweg zu nehmen. Man sollte hier nicht mit krassen Plottwists rechnen, dann wird man auch nicht enttäuscht.

Wer charakterbasierte Bücher und gemütliche Geschichten mag, sollte dem Buch definitiv eine Chance geben. Ich für meinen Teil möchte nun auf jeden Fall auch den chronologisch zweiten Teil lesen!

Noch ein Hinweis an den Verlag: Das Cover gefällt mir sehr, aber der Verlag sollte sich mal etwas besser mit seinen Büchern auseinandersetzen. Im Untertitel des Buches heißt es: Von Kriegerinnen, Knochen und Kartoffeln; Kartoffeln spielen in dem Buch aber keine Rolle. Was Viv auf dem Cover in der Hand hält ist Gebäck, welches im Buch durchaus auch eine Rolle hat. Bitte informiert euch doch wenigstens über eure Bücher oder lasst den Untertitel halt weg!

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Veröffentlicht am 15.06.2024

Achtung: kann Spuren von Humor enthalten!

Hetero-Haxe
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Das einzigartige Kochbuch von Uwe Krauser ist nicht das erste seiner Art, sondern quasi die Fortsetzung zu Tuntentoast. Damit auch die Heteros nichts zu meckern haben, haben wir nun unser eigenes humorvolles ...

Das einzigartige Kochbuch von Uwe Krauser ist nicht das erste seiner Art, sondern quasi die Fortsetzung zu Tuntentoast. Damit auch die Heteros nichts zu meckern haben, haben wir nun unser eigenes humorvolles Kochbuch bekommen. Vorab sei erwähnt, dass man, sollte man der Typ Mensch sein, der zum Lachen bisweilen in die untersten Räume des Hauses geht, wohl nicht zu dieser Lektüre greifen sollte. Allen anderen empfehle ich das Buch aber von ganzem Herzen weiter!

Uwe beweist mit Heterohaxe erneut, dass es sich durchaus lohnen kann, wieder einmal ein Kochbuch zu lesen und sich nicht nur Rezepte aus dem Internet zu ziehen. Neben einer vielfältigen Auswahl an tollen Rezepten bekommt man hier nämlich noch Einblicke in den Hotelalltag und die Ankunft von ihm und Oliver im beschaulichen Ort Bodenmais. Und dieser Einblick hat es in sich! Ich musste wieder sehr oft über die vielen spannenden Geschichten lachen, die Uwe zu berichten hat. Ob es nun die teilweise sehr skurrilen Dorfbewohner sind, die zwei Marmeladengläser mit Teelichtern darin als Innenraumbeleuchtung für das Auto nutzen oder die Hotelgäste, die eine ganz besondere Sammlung an vergnüglichen „Gummiartikeln” im Hotel vergessen. Der Spaß beim Lesen ist auf jeden Fall vorprogrammiert!

Zudem sind auch die Rezepte mit Humor gespickt und die Anleitungen super geschrieben, so macht das Kochen gleich doppelt Spaß. Die Rezepte sind sehr unterschiedlich, aber alle recht einfach nachzukochen. Zudem ist die Zusammenstellung sehr vielfältig und abwechslungsreich.

Das sympathischste am Buch ist aber, wie der Autor sich selbst aufs Korn nimmt und sich nicht zu schade ist, den ein oder anderen Witz auf die eigenen Kosten zu machen. Ich hatte wieder super viel Spaß und kann euch dieses ganz besondere Kochbuch nur empfehlen!

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