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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2024

Hat mich insgesamt schon gut unterhalten, hat aber definitiv einige Schwächen

The Extraordinaries – Die Außergewöhnlichen
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Das Buch zu rezensieren fällt mir nicht ganz leicht, da es zwar insgesamt schon unterhaltsam war, aber auch sehr speziell. Fangen wir zunächst mit dem Schreibstil an. Die Geschichte ließ sich wirklich ...

Das Buch zu rezensieren fällt mir nicht ganz leicht, da es zwar insgesamt schon unterhaltsam war, aber auch sehr speziell. Fangen wir zunächst mit dem Schreibstil an. Die Geschichte ließ sich wirklich sehr gut weglesen und man hat keinerlei Probleme ihr zu folgen. Teilweise hätte ich sie mir allerdings doch etwas anspruchsvoller gewünscht. Sie war schon sehr leicht und auch seicht. Dadurch würde ich sie eher als Geschichte für Zwischendurch klassifizieren und nicht als etwas, das lange im Kopf bleiben wird. Nichtsdestotrotz ist sie witzig, süß und auch interessant genug, um ihr weiter folgen zu wollen.

Den Humoranteil im Buch fand ich sehr gut. Einige Male musste ich über die Absurdität wirklich lachen/schmunzeln. An dieser Stelle muss ich aber auch darauf hinweisen, dass alles oft sehr überspitzt ist. Die Dialoge wirken oft sehr konstruiert und nicht natürlich. Dennoch waren sie unterhaltsam.

Der Hauptprotagonist Nick hat mich ehrlich gesagt zuerst in den Wahnsinn getrieben. Das Wort naiv wurde quasi nur für ihn erfunden. Er checkt wirklich gar nichts, selbst die auffälligsten Sachen. Das hat mich anfangs wirklich extrem gestört. Über die Zeit hinweg habe ich aber irgendwie gelernt es mit einem Augenzwinkern zu sehen und auch ein bisschen auf seine ADHS zu schieben, durch die seine Gedanken immer im Kreis wirbeln. Er ist grundsätzlich kein schlechter Protagonist, aber ja, für mich war er etwas gewöhnungsbedürftig, am Ende mochte ich ihn aber. Richtig toll fand ich seine Freunde Seth, Jazz und Gibby. Die drei sind wirklich super und ich mochte sie sehr.

Es gibt im Buch (anders als ich es erwartet hatte) wirklich einige Plottwists. Leider baut Klune vor der Enthüllung so viele Hinweise ein, dass es wirklich jeder kommen sieht. Na ja außer Nick vielleicht. Irgendwie wäre es ohne die Hinweise schöner gewesen, weil man es dann vielleicht nicht schon gewusst hätte und so richtig überrascht gewesen wäre. Ich persönlich liebe solche unerwarteten Wendungen nämlich sehr. Zumindest im Epilog konnte mich dann eine Sache überraschen. Alles in allem fand ich die Geschichte wirklich solide ausgearbeitet und hatte beim Lesen auch Spaß. Ein paar mehr Infos zu den Außergewöhnlichen hätte ich mir noch gewünscht, aber es gibt ja immerhin auch noch zwei Bände!

Man darf hier einfach keinen bahnbrechenden neuen und umwerfenden Urban-Fantasyroman erwarten. Ich denke die Geschichte hat ihre Stärken, aber auch ganz klare Schwächen. Ich werde die Trilogie aber weiter verfolgen und bin gespannt auf den zweiten Teil!

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Veröffentlicht am 31.07.2024

Recht langatmig und konnte mich nicht mitreißen

When The Moon Hatched
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Das Buchcover finde ich nach wie vor wunderschön, leider wird dem Cover der Inhalt nicht gerecht.

When the moon hatched ist wieder ein klassisches Beispiel für einen Tiktok-Hype, den ich ungerechtfertigt ...

Das Buchcover finde ich nach wie vor wunderschön, leider wird dem Cover der Inhalt nicht gerecht.

When the moon hatched ist wieder ein klassisches Beispiel für einen Tiktok-Hype, den ich ungerechtfertigt finde. Das Buch ist grundsätzlich nicht super schlecht. Es lässt sich wirklich flüssig und gut lesen und auch die Idee fand ich toll, allerdings hapert es in der Umsetzung doch sehr. Die Geschichte zieht sich und zieht sich und zieeeeeeht sich unglaublich in die Länge. Ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal weshalb, denn in die Charaktere wurde auch nicht so viel Zeit und Liebe gesteckt, meiner Meinung nach. Für mich muss der Plot nicht extrem umwerfend sein, wenn die Charaktere richtig toll sind und die Geschichte charakterbasiert ausgerichtet ist bin ich damit auch völlig fein. Das war hier aber auch nicht der Fall. Raeve und Kaan sind nicht unsympathisch, aber irgendwie doch eher die Basic-Charaktere und recht austauschbar für mich. So ein bisschen die Standard Romantasy-Charaktere eben.

Den Weltenaufbau und das Setting fand ich gut, daraus hätte man echt etwas machen können! Die Plottwists hat man auch alle kommen sehen und so musste ich mich leider echt oft zum Lesen zwingen. Mich hat es einfach nicht abgeholt. Weder die Geschichte, noch die Charaktere. Es war okay, aber ich lese Bücher nicht gern, wenn sie okay sind. Ich brauche mitreißende Geschichten und authentische, tolle Charaktere mit denen ich mitfiebere. Hier war mir irgendwie alles einfach egal.

Ich weiß wirklich nicht was so viele an dem Buch so super finden. Die Drachen? Mr. groß-stark-gutaussehend? Der Plot kann es jedenfalls nicht sein. Ich kann das Buch nicht empfehlen, es gibt so viele tolle Bücher die stattdessen auf euch warten :)

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Veröffentlicht am 19.07.2024

Bis auf das lieblose Ende sehr schön!

Ruthless Vows
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Divine Rivals war eines meiner absoluten Lesehighlights in diesem Jahr und ich habe mich unglaublich auf Ruthless Vows gefreut. Leider konnte der zweite Teil nicht mit Divine Rivals mithalten. Insgesamt ...

Divine Rivals war eines meiner absoluten Lesehighlights in diesem Jahr und ich habe mich unglaublich auf Ruthless Vows gefreut. Leider konnte der zweite Teil nicht mit Divine Rivals mithalten. Insgesamt hat mich vor allem das Ende extrem gestört, weil einiges offen blieb (Dinge wurden angeteasert und sind dann einfach ins Leere ausgelaufen) und es irgendwie recht lieblos beendet wurde. Ich hatte das Gefühl, dass es extrem gekürzt wurde oder die Autorin einfach nur noch fertig werden wollte, was ich absolut nicht nachvollziehen kann. Ich bin niemand, der ein Happy End mit 10 Hochzeiten und Kindern braucht - im Gegenteil. Zu kitschig und rosarot stört mich eher. Hier hat man aber einfach nicht genug erfahren. Von manchen Nebencharakteren wie Marisol hat man gar nichts mehr gehört. Teilweise wurden Dinge in zwei Sätzen abgetan, was es im ersten Band überhaupt nicht gab und was ich auch nicht schön finde. Ich brauche einfach einen richtigen Abschluss und irgendwie auch eine Art von Wertschätzung für die Geschichte und die Charaktere. Das gab es hier nicht und das hat mich sehr gestört.

Der Schreibstil war abgesehen vom Ende wieder sehr schön, dennoch nicht ganz so magisch wie im Vorgängerband. Der Briefaustausch zwischen Iris und Roman ist ebenfalls nicht ganz so schön und poetisch. Das Buch hat so seine Momente, die richtig toll sind, aber irgendwie hatte ich mir da doch mehr erhofft. Vielleicht war meine Erwartungshaltung (in diesem Punkt) nach dem ersten Band (den ich wirklich perfekt fand) auch einfach zu hoch? Bei den Briefen kann ich das noch gelten lassen, beim Ende hingegen nicht, das war einfach nichts.

Die Handlung ist allerdings spannend und an keiner Stelle langatmig. Es gibt den ein oder anderen Plottwist. Nichts, was einen total vom Hocker haut, aber schon interessant und ich wollte definitiv wissen, wie es weitergeht. Ich war mit dem Spannungsaufbau hier also sehr zufrieden.

Ich bringe es trotzdem nicht übers Herz nur 3 Sterne zu geben, weil ich die Welt und vor allem Iris und Roman wirklich geliebt habe. Deshalb gibt es von mir 4 schwache Sterne.

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Veröffentlicht am 13.07.2024

Nicht ihr bestes Buch, aber durchaus lesenswert

Der Vertraute
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Von Leigh Bardugo habe ich fast jedes Buch gelesen und ungeschlagen ist natürlich die Six of Crows Dilogie. Aber "Der Vertraute" hat mir auch sehr Spaß gemacht und es ist ein solides Standalone Buch. Wer ...

Von Leigh Bardugo habe ich fast jedes Buch gelesen und ungeschlagen ist natürlich die Six of Crows Dilogie. Aber "Der Vertraute" hat mir auch sehr Spaß gemacht und es ist ein solides Standalone Buch. Wer die Autorin und ihren Schreibstil also erst einmal in einem Buch kennenlernen möchte, ohne in die Welt der Grisha einzutauchen, ist hier richtig.

Luzia ist ein Charakter, mit dem ich durchaus mitfiebern konnte und sympathisiert habe. Sie wird nicht mein Lieblingscharakter aller Zeiten, aber ich mochte sie. Ebenso Santangel, welcher anfangs etwas gruselig wirkt. Mir war allerdings schnell klar, dass er nicht der ist, für den er gehalten wird. Alle anderen Charaktere sind mehr oder weniger relativ unsympathisch, haben ab und an so ihre sympathischen Momente, sind grundsätzlich aber nicht die nettesten.

Luzia entwickelt sich meiner Meinung nach wirklich gut weiter. Von der etwas grauen Maus und eingeschüchterten Dienerin hin zu einer Magierin, die ihre Macht einschätzen kann und nicht mehr vor anderen kuscht. Das hat mir echt gut gefallen. Die Handlung ist nun nicht komplett unvorhersehbar, dennoch habe ich das Buch nicht als langatmig oder langweilig empfunden.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr gut und so ließ sich das Buch flüssig und leicht lesen. Wie gesagt ist es nicht mein Lieblingsbuch der Autorin, aber mir hat das Lesen Spaß gemacht und ich mochte die Geschichte sehr, vor allem auch durch das tolle Setting. Deshalb kann ich das Buch weiterempfehlen :)

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Veröffentlicht am 13.07.2024

Ein bisschen von allem: Humor, Herzschmerz und Freundschaft

Ein Mann zum Vergraben
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Das Buch lässt sich sehr leicht und gut lesen und der Schreibstil ist angenehm. Es hat eine gute Länge und ich fand die Geschichte nicht langatmig oder in irgendeiner Form langweilig. Es geht um Familie ...

Das Buch lässt sich sehr leicht und gut lesen und der Schreibstil ist angenehm. Es hat eine gute Länge und ich fand die Geschichte nicht langatmig oder in irgendeiner Form langweilig. Es geht um Familie und Freundschaft und darum, wozu ein Mensch fähig ist, wenn er zu weit geht, um die zu schützen, die er liebt, und um sie zu bewahren. Ich mochte vor allem auch das freundschaftliche Band, welches zwischen den Frauen entstand.

Was mir nicht so gut gefallen hat ist, dass es mit mehreren POV's anfing, was mir echt gefallen hat, dann aber schnell nur zu einem POV zurückgerudert ist. Dadurch ging so viel Tiefe und potenzieller Humor verloren. Außerdem wirkte die Hauptfigur Sally etwas aufdringlich, weil wir nie sehen, wie sich ihre Handlungen auf die anderen auswirken. Hier hätte ich die Sicht der anderen wirklich gern auch noch gelesen. Nichtsdestotrotz hat das Buch die richtige Balance zwischen Herzschmerz und Humor gefunden und die Anmerkung der Autorin ist augenöffnend und erschreckend.

Ich kann das Buch empfehlen, man darf aber nicht auf jeder Seite einen Lacher erwarten, es werden auch ernste Themen bedient.

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