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Veröffentlicht am 06.01.2025

Sehnsuchtsort Hofgut Hafnerleiten

Hofgut
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Das Hofgut Hafnerleiten wird seit 1999 von Anja Horn-Rückerl und Erwin Rückerl geführt. Damals war es die erste Kochschule Niederbayerns. Seit einigen Jahren gibt es dort Übernachtungsmöglichkeiten, die ...

Das Hofgut Hafnerleiten wird seit 1999 von Anja Horn-Rückerl und Erwin Rückerl geführt. Damals war es die erste Kochschule Niederbayerns. Seit einigen Jahren gibt es dort Übernachtungsmöglichkeiten, die sukzessive ausgebaut wurden. Jetzt ist das familiengeführte Hofgut ein Ort für Erwachsene zum Entspannen und Verweilen, von dem die Gäste mit einer ländlich mediterranen Küche verwöhnt werden. Dabei werden frische, regionale und saisonale sowie hauptsächlich pflanzliche Zutaten verwendet. Der Fokus liegt hier auf Nachhaltigkeit - Reste und übrig gebliebene Zutaten werden verwertet anstatt sie wegzuwerfen.

Nach einer Einführung in die Kräuter-, Gemüse- und Salatkunde sowie in verschiedene Schneidetechniken und Küchen-Essentials werden vielseitige Rezepte vorgestellt, die sich für verschiedene Anlässe und für eine unterschiedliche Personenzahl eignen.
Von der Vorspeise wie Kartoffelcarpacchio oder Gegrillte Nektarinen über Hauptspeisen wie z.B. Gefüllte Tortellini mit Rucola Pesto, Parmigiani di Melanzane oder Polenta Peperonata bin hin zu leckeren Dessert wie Crema Catalana oder Geeiste Mascarpone-Torte ist sicher für jeden etwas dabei.

Die Rezepte sind detailliert und verständlich beschrieben und werden durch ansprechende Fotos ergänzt. Das Buch enthält viele weitere Fotos, die einen tollen Eindruck über das Hofgut Hafnerleiten vermitteln und große Lust auf einen Erholungsurlaub machen. Ich hoffe, dass ich irgendwann mit Mann und Hund dort ein paar schöne Tage verbringen kann. Bis dahin werde ich sicher das ein oder andere Rezept ausprobieren.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Spannender Thriller mit unerwarteten Wendungen

Die Frau des Serienkillers
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"Kennen wir einen anderen Menschen je wirklich? Geht das überhaupt? [...] können wir jemals alles über einen anderen wissen? Was in den finstersten Ecken seines Verstandes geschieht?" (S. 220)

Beth und ...

"Kennen wir einen anderen Menschen je wirklich? Geht das überhaupt? [...] können wir jemals alles über einen anderen wissen? Was in den finstersten Ecken seines Verstandes geschieht?" (S. 220)

Beth und Tom Hardcastle leben mit ihrer kleinen Tochter Poppy in einem beschaulichen Ort in der Nähe von London und führen scheinbar ein perfektes Familienleben. Tom arbeitet bei einer Bank in London und Beth führt ein Keramikcafé im Ort. Beide leben eher zurückgezogen, alles was sie brauchen, ist ihre kleine Familie.
Doch als eines abends die Polizei vor der Tür steht und Tom für eine Befragung mit aufs Revier nimmt und später auch wegen Mordverdacht an seiner früheren Freundin Katie Williams anklagt, scheint das Familienglück zu bröckeln.

Wir erfahren überwiegend aus der Sicht von Beth, wie die weiteren Ermittlungen verlaufen, was hinter den Anschuldigungen steckt, welche Auswirkungen diese auf Beths und Poppys Leben haben und wie die Bewohner des kleinen Ortes mit den Ereignissen umgehen.
Die Gedanken und Gefühle von Beth werden verständlich und nachvollziehbar dargestellt. Ab und zu empfand ich ihr Verhalten als etwas konfus, aber ich habe auch noch nie in einer solchen Situation gesteckt. Dennoch gab es ein paar Längen. Die Einblicke, die wir durch Toms und Katies Gedanken und Gefühle z.T. aus der Vergangenheit erhalten, hätten ggf. mehr Raum einnehmen können, um die Längen zu vermeiden.

Der Schreibstil und die Kapitellängen sind angemessen und haben dafür gesorgt, dass meine Neugier bis zum Schluss bestehen blieb. Die Wendung am Ende habe ich so nicht erwartet und hat nochmal für eine Überraschung gesorgt.

Ich lese ja selten Thriller, aber dieses Buch hat mich wirklich gut unterhalten. Eine Triggerwarnung bzgl. sexualisierter Gewalt hätte ich gut gefunden.

"Die Frau des Serienkillers" ist ein gelungener Auftakt der Trilogie.

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Tortenzauber

Stelzendorfer Tortenzauber
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Wenn es nach mir ginge, würde ich am liebsten jeden Tag Kuchen backen und essen, ABER das geht figurtechnisch leider nicht. Und so werden meist nur sonntags die Rührstäbe geschwungen, Mehl und Butter abgewogen ...

Wenn es nach mir ginge, würde ich am liebsten jeden Tag Kuchen backen und essen, ABER das geht figurtechnisch leider nicht. Und so werden meist nur sonntags die Rührstäbe geschwungen, Mehl und Butter abgewogen und der Backofen angeschmissen. Ich liebe es, wenn Kuchenduft durch unser Heim zieht.

Doreen Bergmann vereint in diesem Backbuch 70 fantasievolle Tortenrezepte. Dabei regt sie vor allem zum Mut bei der Kreativität an. Dies spiegelt sich in ihren Torten und Kuchen wider, die sicher auch auf der Tageskarte in ihrem Café Patisserie Bergmann in dem kleinen thüringischen Ort Stelzendorf stehen.
Von Tartes und Torten mit Sahne oder Buttercrème, Torten mit Quark oder Frischkäse über Blech- und Rührkuchen bis hin zu Gugelhupfe und anderen (kleinen) Köstlichkeiten deckt dieses Buch jeden Geschmack, besonderen Anlass und Jahreszeit ab.

Zum Geburtstag unseres Sohnes habe ich die Kirsch-Bananen-Torte gebacken, weil er gern KiBa trinkt. Mit einer Bananenganache aus weißer Schokolade und Bananennektar überzogen, die z.T. in die KiBa-Mousse gesickert ist. Ein Traum!
Den fruchtigen Zitronenkuchen habe ich zum monatlichen Nähabend bei einer Freundin mitgebracht. Sehr lecker - fluffig und zitronig.
Da ich ein großer Mohn-Fan bin habe ich noch den Zitronen-Mohn-Gugelhupf ausprobiert. Der Zucker-Zitronen-Sirup, mit dem der Kuchen nach dem Backen übergossen wird, sorgt für ein leicht klitschiges Innenleben.

Ich werde auf jeden Fall noch weitere Rezepte ausprobieren, z.B. die Tarte Blaubeer à la Provence (mit Lavendelsirup) oder Rosmarin schmückt Beeren (mit selbstgemachter Rote Grütze und mit Rosmarin verfeinertem Tarteboden) oder die Sahnetorte Birne küsst Milchreis. Die Fotos sehen alle sehr appetitlich aus.

Die Zutaten und Zubereitung sind übersichtlich und verständlich beschrieben. Bei einigen Rezepten gibt es von der Autorin Tipps zum Austausch von und Wissenswertes über Zutaten etc. Zudem befindet sich am Ende des Buches ein kleines Back-ABC, so dass eigentlich gar nichts mehr schief gehen kann.

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Neue Frühstücksideen

Stelzendorfer Lieblingsfrühstück
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Für mich ist Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages. Umso erfreuter war ich, als ich das Buch Stelzendorfer Lieblingsfrühstück - Einfache Rezepte für Frühstück und Brunch der Patisserie Bergmann entdeckt ...

Für mich ist Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages. Umso erfreuter war ich, als ich das Buch Stelzendorfer Lieblingsfrühstück - Einfache Rezepte für Frühstück und Brunch der Patisserie Bergmann entdeckt habe.

In ihrem Café bietet Doreen Bergmann kulinarische Meisterwerke an, die in liebevoller Handarbeit hergestellt werden. Und wer mal eben nicht zum Frühstücken nach Stelzendorf (einem kleinen Ort in Thüringen) fahren kann, hat jetzt die Möglichkeit, all die Leckereien selbst für sich und seine Lieben zuzubereiten. Hierbei liegt der Fokus auf Abwechslung - Gesundes und weniger Gesundes darf es sein. Die Mischung macht es.

Und so finden sich z.B. in den Kategorien Der körnige Morgen, Süßer Tagesstart, Kräftig zugelangt, Ei feel Good, Herzhaft aufgestrichen, Die Banane muss weg (Mein Lieblingskategorie!), Die Sattmacher, Nie ohne Vitamine und Für Tasse und Glas 80 gesunde und köstliche Rezepte für jedermann.

Zu jedem Rezept werden die Zutaten übersichtlich aufgeführt und die Zubereitung verständlich beschrieben. Der ein oder andere Tipp von Doreen Bergmann macht die Rezepte gelingsicher. Ergänzt werden sie durch ansprechende Fotos, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Ich habe auf jeden Fall viele neue Anregungen erhalten, die ich unbedingt umsetzen werde. Ich bin gespannt, wie meine Familie darauf reagiert.

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Veröffentlicht am 24.11.2024

Ruhig und doch kraftvoll

Zwei Leben
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Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme mit dem Sprachstil, aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, war ich mitten drin im Geschehen. Dieses ist zuerst recht unscheinbar. Wir erfahren, wie sich Robertas ...

Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme mit dem Sprachstil, aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, war ich mitten drin im Geschehen. Dieses ist zuerst recht unscheinbar. Wir erfahren, wie sich Robertas Leben nach ihrer Rückkehr aus der Stadt auf den elterlichen Hof verändert; wie ihr Alltag durch die z.T. körperlich sehr anstrengenden Tätigkeiten vorgegeben wird. Auch wenn Roberta die geborene Bäuerin ist, träumt sie doch insgeheim von einem Leben in der Stadt und einer Karriere im Modegeschäft. Aber sie fühlt sich verpflichtet, den Hof der Eltern weiterzuführen, wenn diese es nicht mehr können.

Durch Robertas Leben fegt frischer Wind, als sie sich in den Pfarrerssohn Wilhelm verliebt. Fortan verbringen sie ihre wenige freie Zeit miteinander.

"Wie schön es war, nirgends sein zu müssen. Einen Nachmittag ganz für sich zu haben, ohne dass irgendjemand wusste, wo sie war. Mit wem sie war. Es war so selten, dass einem die Zeit allein gehörte." (S. 127)

Wilhelm hat ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Mutter Gertrud, die sich auf dem Dorf aber wie ein Vogel im Käfig fühlt. Sie hat es noch nie gemocht, in dem zugigen Pfarrhaus zu leben und hat auch ihre Probleme sich in die Dorfgemeinschaft zu integrieren, weil dieses Leben immer nur eine Zwischenstation für sie war.

Als ein Schicksalsschlag das Leben der beiden Frauen durcheinanderbringt, müssen sie sich entscheiden, wie sie ihr Leben weiterführen wollen; so wie bisher fremdbestimmt oder nach ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen.

Obwohl der Roman sehr ruhig geschrieben ist, hat mich die Geschichte von Anfang an gepackt. Die Gefühlslagen von Roberta, Wilhelm und Gertrud sind sehr einfühlsam und nachvollziehbar beschrieben.
Roberta und Wilhelm mochte ich auf Anhieb. Roberta ist eine junge Frau, die weiß was sie will, sie kann sich durchsetzen und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Ihre Eltern spielen nur am Rande eine Rolle; eine emotionale Bindung scheinen sie nicht zueinander zu haben. Vor allem die Mutter empfand ich als sehr gefühlskalt; ihr liegt nur der Hof am Herzen.
Richtig schön fand ich, wie sich die Beziehung von Roberta zu ihrem Opa entwickelt hat. Sie hat so vieles über ihn und seine Vergangenheit erfahren und im Laufe der Zeit ist er zu Robertas größten Unterstützer in der Familie geworden.
Wilhelm ist ein ruhiger und freundlicher Geselle, das mochte ich sehr an ihm. Auch die liebevolle Beziehung zu seiner Mutter wird schön dargestellt.
Mit Gertrud hatte ich anfangs ein paar Probleme; hatte ich sie mir gedanklich irgendwie viel älter vorgestellt. Aber ihre Sorgen konnte ich dann doch sehr gut nachvollziehen.

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