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Veröffentlicht am 29.05.2024

Das Rachespiel

Das Rachespiel
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Das Rachespiel von Arno Strobel konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen und gehört und fand diese auch immer gut. Doch bei „Das Rachespiel“ wirkte es sehr ...

Das Rachespiel von Arno Strobel konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen und gehört und fand diese auch immer gut. Doch bei „Das Rachespiel“ wirkte es sehr konstruiert und unrealistisch.

Frank bekommt einen Umschlag mit einem USB Stick. Er wird aufgefordert an einem Spiel teilzunehmen. Schnell muss er feststellen das es dabei um Leben und Tod geht.

Das Hörbuch wurde wieder sehr gekonnt von Sascha Rotermund eingelesen. Ich mag seine sympathische Stimme und wie er versucht die Gefühle, Situationen zu transportieren. Er spielt mit der Tonlage und Tonhöhe. Auch bekommt jeder Charakter seine eigene Stimmfarbe.

Die Geschichte an sich versprach viel Spannung und vielversprechende Wendungen. Es fing auch spannend an und man fragte sich warum die vier ehemaligen Freunde für dieses perfide Spiel ausgewählt wurden. Auch rätselt man wer dahinter stecken könnte. Doch der gesamte Aufbau war mir zu platt und konstruiert. Es wirkte alles sehr unecht. Auch waren mir die Charaktere eher unsympathisch. Ich bin mit keinem wirklich warm geworden.

Arno Strobel versucht zwar durch Verwicklungen, Zweifel und Manipulation den Leser zu verwirren und die Geschichte spannend zu halten. Doch dadurch wird die Geschichte für mich unnötig in die Länge gezogen.

Das Ende kam sehr plötzlich und ließ mich etwas unbefriedigt zurück. Es war vorhersehbar und nicht überraschend. Auch ging alles plötzlich recht schnell.

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Veröffentlicht am 15.05.2024

Fischbrötchen und Eiskaffee

Fischbrötchen und Eiskaffee
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Fischbrötchen und Eiskaffee von Jane Hell ist Band 6 ihrer Förde Liebe Reihe. Die Bücher sind alle in sich abgeschlossen und können gut separat gelesen werden. Mit dieser Reihe hat die Autorin eine echte ...

Fischbrötchen und Eiskaffee von Jane Hell ist Band 6 ihrer Förde Liebe Reihe. Die Bücher sind alle in sich abgeschlossen und können gut separat gelesen werden. Mit dieser Reihe hat die Autorin eine echte Wohlfühlromanreihe geschaffen die Sehnsucht an die Ostsee fördert und Lust auf Fischbrötchen macht.

Jule weiß nach ihrem Studium noch nicht so wirklich wie es weiter gehen soll. Sie beschließt erstmal eine Auszeit am Meer zu machen. Dazu reist sie für drei Wochen nach Eckernförde. Dort arbeitet sie als Rettungsschwimmerin und dort lebt auch ihre Freundin und ehemalige Mitbewohnerin Anni. Als sie ihren neuen Kollegen Hauke kennen lernt, tritt ihre beruflichen Sorgen in den Hintergrund. Als dieser ihr von einem Problem mit seinen Eltern erzählt, beschließt Jule spontan ihm zu helfen. Doch war es eine gute und kluge Entscheidung seine Fake Freundin zu spielen?

Das Buch lässt sich angenehm lesen. Der Schreibstil ist leicht, locker, sehr bildhaft und humorvoll. Ich war wieder sofort mitten in der Geschichte. Die Autorin schafft es die Personen, Orte und Geschehnisse so echt zu schildern das man sich fühlt als wäre man dabei. Man kann das Salz der Ostsee und die Sonnenmilch riechen, die Sonne und den Wind spüren und das Fischbrötchen und den Eiskaffee quasi schmecken.

Die Protagonisten sind alle sehr authentisch und lebendig beschreiben. So konnte ich mir Jule und Hauke gut vorstellen. Jule war mir sofort sympathisch. Bei Hauke hatte ich erst meine Zweifel. Er verhält sich oft sehr widersprüchlich. Ich kann Jules Zweifel verstehen.

Sehr schön fand ich die Wahl der Thematik das jeder Ängste hat. Jeder hat auf seine Art Angst vor was, sei es vor der Zukunft oder Eltern gegenüber ehrlich zu sein. Damit haben beide Protagonisten ihre Probleme und Sorgen. Obwohl sie Ende 20 sind, wollen sie ihre Eltern nicht enttäuschen und dadurch gibt es oft Missverständnisse. Das ist wichtig immer ein offenes Gespräch auf Augenhöhe zu suchen. Das wird in dem Buch auf eine leichte und schöne Art transportiert.

Ein tolles Sommer Wohlfühlbuch. Es weckt Sehnsucht zur Ostsee, für Fischbrötchen und Eiskaffee.

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Veröffentlicht am 14.05.2024

Miss Austen ermittelt

Miss Austen ermittelt. Die glücklose Hutmacherin
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Miss Austen ermittelt. Die glücklose Hutmacherin von Jessica Bull ist ein cosy history Krimi der in der Regency Zeit spielt. Hier hat die Autorin gleich mehrere Dinge die ich gerne mag miteinander verbunden. ...

Miss Austen ermittelt. Die glücklose Hutmacherin von Jessica Bull ist ein cosy history Krimi der in der Regency Zeit spielt. Hier hat die Autorin gleich mehrere Dinge die ich gerne mag miteinander verbunden. Ich mag sowohl historische Romane als auch Krimis und ich bin ein Fan von Jane Austen. Ich mag ihre Werke aber auch die Zeit in der sie lebte finde ich recht interessant. Daher freute ich mich auf dieses Buch.

Auf einem Ball im Dean House will Jane eigentlich den jungen Tom Lefroy dazu bewegen ihr einen Heiratsantrag zu machen. Doch als plötzlich in einer Wäschekammer eine junge tote Frau gefunden wird sind alle in hellster Aufregung. Niemand scheint die junge Frau zu kennen, doch Jane meint in ihr die Hutmacherin zu erkennen. Doch was hatte sie mit Dean House zu suchen und wo ist ihre Kette? Als die Kette bei Janes geistig Eingeschränkten Bruder gefunden wird, will sie unbedingt den wahren Täter finden um ihren Bruder zu retten. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Das Hörbuch hat sich gut und schnell hören lassen. Ich war sofort in der Geschichte drin und konnte ihr gut folgen. Die Sprache ist leicht verständlich obwohl sie auch etwas an die damalige Zeit angelehnt ist. Sie bringt das Flair des 18. Jahrhunderts gekonnt rüber und behält es die ganze Zeit über bei.
Sehr schön fand ich, dass die Autorin das Leben von Jane Austen und die verschiedenen Gesellschaftsschichten recherchiert hat. So baut sie wahre Dinge mit ein und verknüpft so Fakten mit Fiktion.

Auch ermittelt Jane nicht wirklich, sondern stellt viele Vermutungen an tritt so dem ein oder anderen auf die Füße. Dadurch wirkt die Geschichte etwas authentischer, wirkt aber stellenweise langatmig und zäh. Es gibt die ein oder andere Wiederholung die nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Der Aufbau und die Umsetzung hat mir aber recht gut gefallen.

Es ist ein leichter Krimi mit subtiler Spannung, dem gewissen Regency Flair, einer sympathischen Ermittlerin und einem Fall der viele Fragen aufwirft und so einige dunkle Geheimnisse zu Tage fördert.

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Veröffentlicht am 09.05.2024

Passagier 23

Passagier 23
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Passagier 23 von Sebastian Fitzek ist ein gelungener, spannender Thriller mit einigen Wendungen und interessanten bis komplexen Charakteren. Als Warnung sei gesagt, dieses Buch behandelt Themen wie Kindesmissbrauch. ...

Passagier 23 von Sebastian Fitzek ist ein gelungener, spannender Thriller mit einigen Wendungen und interessanten bis komplexen Charakteren. Als Warnung sei gesagt, dieses Buch behandelt Themen wie Kindesmissbrauch. Wer also zartbesaitet ist sollte gut Abwegen ob er es lesen möchte.

Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen, aber genauso liegen auch noch einige auf meinem SuB. So war es auch mit Passagier 23, den ich nun vom SuB befreite.

Martin Schwartz arbeitet als verdeckter Ermittler. Seit er seine Frau und seinen Sohn vor 5 Jahren bei einer Kreuzfahrt verloren hat ist er ein psychisches Wrack. Nun wird er von einer älteren Frau angerufen und genötigt auf das Kreuzfahrtschiff zu kommen auf dem seine Familie verschwand. Eigentlich wollte Martin nie einen Fuß auf die Sultan setzten. Doch die ältere Dame will Beweise haben was seiner Familie passiert ist. Denn vor Wochen verschwand wieder eine Mutter und ihr Kind. Nur tauchte das Kind nun wieder auf und hatte den Teddy von Martins Sohn dabei.

Der Schreibstil ist flüssig und rasant. Die Kapitel recht kurz und immer aus verschiedenen Perspektiven. So lässt sich das Buch schnell und einfach lesen. Ich bin gut in die Geschichte rein gekommen. ich fand die Idee das Buch auch einem Kreuzfahrtschiff spielen zu lassen sehr interessant. Man vergisst oft das es sich hierbei um kleine schwimmende Städte handelt ohne Gerichtsbarkeit. Auch das jedes Jahr viele Menschen auf solchen Reisen verschwinden ist keine Seltenheit.

Der Thriller ist gut aufgebaut und bietet viel Raum für Spekulationen und eigenen Gedankengänge. Es gibt verschiedene Spuren und Entwicklungen die sich erst nach und nach aufklären. Das Ende kam mir allerdings etwas plötzlich und gewollt. Das hätte ich mir etwas mehr Finesse gewünscht.

Ein spannender Thriller der sich gut lesen lässt.

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Veröffentlicht am 08.05.2024

Kirschfieber

Kirschfieber
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Kirschfieber von Madita Tietgen ist der siebte Teil ihrer Irland – Von Cider bis Liebe Reihe. Alle Bücher sind in sich abgeschlossen und haben ihre eigene Handlung, können also gut separat gelesen werden. ...

Kirschfieber von Madita Tietgen ist der siebte Teil ihrer Irland – Von Cider bis Liebe Reihe. Alle Bücher sind in sich abgeschlossen und haben ihre eigene Handlung, können also gut separat gelesen werden. Ich kenne zum Beispiel auch nur Apfelfieber aus der Reihe. Für mich sind es einzelne Bücher die aber alle in Irland spielen.

Cherry ist eine ambitionierte und erfolgreiche Musikerin. Es könnte nicht besser laufen, sie spielt die erste Geige in der renommierten Academy of Irish Dance und steht vor ihrem ersten Plattenvertrag. Als es zu einem tragischen Unfall kommt steht nicht nur Cherrys Karriere auf dem Spiel…

Die Autorin entführ den Leser mit ihrer bildhaften und leichten Sprache nach Irland. Zudem würzt sie das ganzen noch mit Italienischen Temperament. Die Beschreibungen von den Orten, Ländern, Personen sind sehr detailliert und authentisch. So kann man sich alles gut vorstellen und es entsteht ein Kopfkino. Teilweise war mir die Geschichte etwas zäh und langatmig. An manchen Stellen zog sie sich einfach.

Auch die Protagonisten waren anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Vor allem Cherry. Sie ist extrem ehrgeizig, dickköpfig und lebt für ihre Karriere. Mit der Zeit wurde ich mit ihr warm und konnte ihren Ehrgeiz verstehen. Sie ist alles andere als eine typische Hauptprotagonistin in einem leichten Wohlfühlroman. Was ich persönlich sehr schön fand. Warum muss es immer die gleichen Charaktere in Büchern geben? Auch im echten Leben sind wir alle unterschiedlich.

Es ist zwar ein Wohlfühlroman hat aber auch sehr tiefsinnige Ansatzpunkte. Behandelt wichtige Themen und spielt die Probleme die Menschen haben können nicht herunter. Die Autorin schafft es einen Balanceakt zwischen leichter Lektüre und tiefsinnigen Themen zu meistern.

Es ist ein vielschichtiger Wohlfühlroman wie der Kirschbaum. Süß wie die Früchte, fragil und schön wie die Blüten, hart, edel und schimmernd wie das Holz.

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