Die Housesitterin
Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?Die Housesitterin - Ein Traum von einem Job. Oder? von Emily Rudolf ist eine Mischung aus closed circle und locked room Thriller. Mich konnte das Buch nicht ganz überzeugen.
Cecilia arbeitet als Housesitterin ...
Die Housesitterin - Ein Traum von einem Job. Oder? von Emily Rudolf ist eine Mischung aus closed circle und locked room Thriller. Mich konnte das Buch nicht ganz überzeugen.
Cecilia arbeitet als Housesitterin und hangelt sich von einem Job zum nächsten. Seit dem Tod ihrer Mutter hat sie keinen festen Halt mehr im Leben. Ihr aktueller Auftraggeber ist auch ihr Freund, dieser hat eine Villa auf einer einsamen Insel in der Ostsee. Diese soll Cecilia für ein Wochenende einhüten. Doch dieses Wochenende wird alles für immer verändern.
Die Grundidee des Buches ist spannend und solide. Eine einsame Insel von der man nicht einfach weg kommt, eine begrenzte Anzahl von Menschen, viele Lügen, Intrigen, Geheimnisse und auch Mord. Eigentlich hat das Buch alles was es braucht und doch hapert es an der Umsetzung. Am Anfang spürt man eine gewisse Spannung. Es gibt die ein oder andere grusselige Szene mit einer düsteren Ahnung. Doch dies nimmt relativ schnell ab. Zudem wirkt alles sehr konstruiert und unnahbar. Alle Protagonisten waren mir unsympathisch und ich habe zu keinem einen echten Zugang gefunden.
Das Buch ist in fünf Teile unterteilt. Die Kapitel sind immer aus der Sicht einer anderen Person geschildert und wechseln zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Dies und der recht einfache Schreibstil lassen einen das Buch schnell lesen. Ich bin gut in das Buch rein gekommen und hatte viele Fragen im Kopf. Doch diese haben sich sehr schnell gelöst. Von meiner ersten Ahnung bis zum Ende des Buches gab es nichts mehr was mich überrascht hat. Außer vielleicht das für mich moralisch und menschlich nicht ganz einwandfreie Ende.
Zudem störte mich die oft sehr saloppe und vulgäre Sprache und die sehr detaillierten und langatmigen Sexszenen. Diese haben nur unnötig Seiten gefüllt ohne einen Beitrag zur Story zu haben. Diese Szenen hätte man deutlich kürzer und in einer angemesseneren Sprache halten können.
Ein Thriller den man lesen kann aber nicht unbedingt lesen muss. Es gab ein paar spannende Momente aber im Großen und Ganzen plätschert die Geschichte vor sich hin.