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Veröffentlicht am 01.02.2019

Der Ball spielende Hund

Der Ball spielende Hund
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Der Ballspielende Hund von Agatha Christie ist der Vorletzte Fall für ihren Meisterdetektiv Hercules Poirot. Dieser Krimi ist etwas anders als alle anderen, da er neben der Spannung auch eine witzige Komponente ...

Der Ballspielende Hund von Agatha Christie ist der Vorletzte Fall für ihren Meisterdetektiv Hercules Poirot. Dieser Krimi ist etwas anders als alle anderen, da er neben der Spannung auch eine witzige Komponente hat was diesen Roman zu etwas besonderen macht. Jeder der Agatha Christie kennt weiß das sie eine Meisterin ihres Fachs ist und alle anderen sollten sich davon selbst überzeugen.

Hercule Poirot hat es diesmal nicht leicht in seinem Fall. Er bekommt einen Brief zugeschickt der schon zwei Monate alt ist was verwunderlich ist und sofort seine Neugier weckt. Als er zu der Verfasserin Emily Arundell reist muss er feststellen das die alte Dame verstorben ist. Er erfährt von einem Unfall der Dame, der sich kurz vor ihrem tot ereignet hat. Miss Arundell fiel über den Ball ihres Terriers Bob die Treppe runter. Da sie ziemlich vermögend war und sie selbst Zweifel an ihrem Unfall, fühlt Hercules Poirot sich verpflichtet dies aufzuklären.

Der Schreibstil war gewohnt leicht und flüssig. Ich bin gut und schnell in die Geschichte reingekommen. Gerade da es aus der Sicht von Captain Hastings geschildert ist, ist der Leser bei allem mittendrin.

Agatha Christie legt geschickt Spuren die dem Leser auf die falsche Fährte locken. Durch die verschiedenen Zeugenaussagen und Befragungen kommen immer wieder neue Details ans Tageslicht. Manchmal scheinen sie sich zu widersprechen, manchmal führen sie in eine ganz andere Richtung. Genau das macht für mich aber einen guten Krimi aus. Der Leser guckt nicht nur von außen zu sondern ist mittendrin und ermittelt und rätselt mit.

Was mir nicht so besonders gefallen hat waren die Dialoge mit dem Hund. Dadurch wird das Buch zwar aufgelockert und bringt eine gewisse humoristische Komponente mit ein. Ist für mich aber nicht notwendig gewesen und störte mich auch etwas. Diese Vermenschlichung von Tieren ist unnötig und brachte für den Fall nichts.

Ich kann das Buch nur empfehlen. Da ich eh ein Fan der Autorin bin ist es auch nicht verwunderlich. Aber ich mag einfach ihre klugen Schachzüge und ihren Ermittler Hercules Poirot.

Veröffentlicht am 31.01.2019

Rosi und Mücke eine Käferfreunschaft

Rosi & Mücke - Eine Käferfreundschaft
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Rosi & Mücke eine Käferfreundschaft ist ein sehr liebevoll Illustriertes Kinderbuch, mit kurzen Kapiteln die sich gut zum Vorlesen aber auch selber lesen eignen. Zudem lernen die Kinder noch einiges aus ...

Rosi & Mücke eine Käferfreundschaft ist ein sehr liebevoll Illustriertes Kinderbuch, mit kurzen Kapiteln die sich gut zum Vorlesen aber auch selber lesen eignen. Zudem lernen die Kinder noch einiges aus der heimischen Natur und das ganz nebenbei. Es ist nicht zu kompliziert oder lehrhaft geschrieben. 

Rosi und Mücke sind zwei kleine Käfer die auf der Suche nach Abenteuer sind. Sie packen ihren kleinen Wagen und machen sich auf den Weg. Ihre erste Reise führt sie an die verschiedensten Orte, wo sie andere Insekten kennen lernen aber auch Bäume. 

Ich habe das Buch mit meinen 5 Jährigen Sohn gemeinsam gelesen und er fand Rosi und Mücke toll. Da er sowieso ein sehr wissbegieriges Kind ist, war dieses Buch perfekt für ihn. So hat er einiges aus der Natur lernen können, was er noch nicht wusste und das in einfacher kindgerechter Sprache. 

Auch die Illustrationen sind bei ihm gut angekommen, da sie oft die Dinge nochmal bildlich erklärten. Auch das Glossar am Ende wurde lange angeguckt und finde ich sehr schön. Hier werden die Insekten und Bäume nochmal in echt Abgebildet und benannt. So wird der nächste Waldspaziergang bestimmt eine Erkundungsreise für uns.

Was uns nicht so gut gefallen hat, war die Schriftgröße. Die war mir persönlich etwas zu klein ausgefallen. Gerade für Leseanfänger finde ich die Größe schwierig. Ich kann mir vorstellen das Kinder das Buch dann nicht gerne selbst lesen mögen. Was dann natürlich für das Vorlesen spricht was heute ja leider oft zu kurz kommt. Und ein zweiter Punkt ist, das ich mir etwas mehr Spannung in der Geschichte gewünscht hätte. Das Buch soll ja für 6-8 Jährige Kinder sein, da darf und muss es meiner Meinung nach spannend sein und nicht nur lehrreich. 

Wenn man aber über die zwei kleinen Kritikpunkte wegsieht ist es ein sehr schönes Kinderbuch, was ich nur empfehlen kann. 

Veröffentlicht am 29.01.2019

Ostseefeuer

Ostseefeuer
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Ostseefeuer ist der elfte Fall für Pia Korittki aus der Feder von Eva Almstädt. Dieser Regional Krimi der an der Ostsee spielt hat eine sympathische Ermittlerin mit privaten Sorgen und einen undurchsichtigen ...

Ostseefeuer ist der elfte Fall für Pia Korittki aus der Feder von Eva Almstädt. Dieser Regional Krimi der an der Ostsee spielt hat eine sympathische Ermittlerin mit privaten Sorgen und einen undurchsichtigen Fall. Wie alle Teile lässt sich auch dieser wieder gut alleine lesen ohne die Reihe zu kennen. Alles wichtige wird nochmal wiederholte und angesprochen. Ich kann die Reihe aber jedem nur ans Herz legen der gerne Regionale Krimis liest.

In einem kleinen Ort an der Ostsee wird der Dorfpfarrer tot aufgefunden, er wurde ermordet. Pia Korittki wird an den Tatort gerufen und beginnt mit ihrem Team zu ermitteln. Was leichter gesagt ist als getan, denn der Pfarrer hat scheinbar keine Feinde. Die Dorfbewohner geben bereitwillig Auskunft doch Pia merkt schnell das ihr nicht alles gesagt wird. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf einen weiteren Todesfall, dieser hat sich noch vor dem Tod des Pfarrers ereignet nur hat er auch was mit dem toten Pfarrer zu tun?

Ich habe mich hier wieder für die Hörbuchvariante entschieden, da mir die Stimme von Anne Moll zugesagt hat. Das Hörbuch hat sich, dank des leichten Schreibstils und der guten Lesung, wieder gut hören lassen. Ich bin schnell in die Geschichtebrein gekommen und war auch wieder mitten drin. Der Fall selbst war diesmal nicht ganz so spannend wie die anderen. Was auch daran lag das es kein echtes Motiv gab und Pias Privatleben auch sehr dominiert hat. Es wurde aber sehr gut in den Fall integriert so das man mit Pia mitgefühlt hat aber auch mit ihr mitermittelte.

Die Charaktere waren alle sehr lebendig und authentisch beschrieben. Auch das Dorfleben an sich war sehr gut skizziert. Da ich selber auf einem Dorf lebe, habe ich mich hier gleich wohl gefühlt und war mittendrin im Dorfgeschehen. Auch die verschiedenen Orte an denen Ermittelt wurde, wurden sehr gut beschrieben. Da wir jedes Jahr Urlaub an der Ostsee machen und wir die Orte Heiligenhafen und Lübeck sehr gut kennen, war es für mich wie nach Hause kommen.

Mir persönlich hat diesmal die Spannung etwas gefehlt. Es plätscherte alles dahin, aber es gab nichts wirklich greifbares. Das Ende war für mich nicht ganz so überraschend, aber schlüssig und passte schlussendlich auch ganz gut.

Es war wieder en Hörvergnügen diesen Teil der Reihe zu folge. Es war aber nicht der beste Teil. Für alle die der Reihe folgen ist es ein muss auch dieses Buch zu lesen/hören, für alle anderen nicht unbedingt.

Veröffentlicht am 22.01.2019

Ein Affe an der Angel

Ein Affe an der Angel
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Ein Affe an de Angel ist ein fantasievolles Buch für Kinder ab 6 Jahren. Es hat drei Geschichten die sehr schön Illustriert sind, mit kindgerechter Sprache und einem Jungen mit viel Fantasie.

Jedes Kind ...

Ein Affe an de Angel ist ein fantasievolles Buch für Kinder ab 6 Jahren. Es hat drei Geschichten die sehr schön Illustriert sind, mit kindgerechter Sprache und einem Jungen mit viel Fantasie.

Jedes Kind kennt es die Langeweile. Auch Darko ergeht es oft so, egal ob bei Regenwetter, im Stau oder wenn man das Zimmer aufräumen soll, es kommt Langeweile auf. Aber Darko findet überall Abenteuer. Er ist Tierforscher und erlebt so die spannendsten Dinge und findet tierische Freunde.

Die Sprache finde ich sehr kindgerecht. Ich habe das Buch meinem fünf jährigen Sohn vorgelesen und er findet es toll. Er hat alles gut verstanden und fand die Bilder sehr schön, auch haben wir an manchen Stellen sehr gelacht. Es werden viele Tiere vorgestellt und man lernt diese näher kennen und bekommt zusätzliche Informationen. Da mein Sohn Tiere sehr gerne hat, war es eine Freude ihm das Buch vorzulesen.

Allerdings finde ich es persönlich nicht so schön wenn in einem Kinderbuch gefährliche Dinge geschildert werden. So hat mein Sohn es nicht ganz verstanden, dass die Geschichten nur der Fantasie von Darko entsprungen sind. Ich musste ihm erklären das man nicht aus dem Fenster im achten Stock Angelt. Diese Gefahr sehen Kinder nicht und das muss man ihnen beim Lesen oder danach erklären. Was ich schwer finde wenn es Kinder selbstständig lesen, fragen sie nicht nach oder versuchen es eventuell mal selbst aus.

Als Fazit kann ich sagen das es ein nettes altersentsprechendes Kinderbuch ist, was für mich aber Gefahren birgt.

Veröffentlicht am 18.01.2019

Die Lebenden und die Toten

Die Lebenden und die Toten (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 7)
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Die Lebenden und die Toten ist der siebte Fall für Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein aus der Feder von Nele Neuhaus. Ich habe die sieben Bücher der Reihe nacheinander gelesen und sie gefallen mir ...

Die Lebenden und die Toten ist der siebte Fall für Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein aus der Feder von Nele Neuhaus. Ich habe die sieben Bücher der Reihe nacheinander gelesen und sie gefallen mir sehr gut. Jedes Buch hat sein eigenes Thema was die Autorin behandelt. In dem vorliegenden Buch wird Organtransplantation näher beleuchtet. Alle Bücher sind in sich abgeschlossen und auch gut als einzelnes Buch lesbar. Alles wichtige wird nochmal angesprochen.

Pia hat ihren Lebensgefährte heimlich geheiratet und bereitet sich auf ihre Flitterwochen vor, als sie zu einem Tatort gerufen wird. Eine ältere Dame wurde aus dem Hinterhalt erschossen. Es gibt kein Motiv und keine Zeugen. Während die Ermittlungen anlaufen wird eine zweite Frau in ihrer Küche erschossen, mit der selben Waffe. Beide Frauen hatten keine Feinde und es scheint kein Zusammenhang zwischen ihnen zu bestehen. Warum mussten sie sterben? Tötet der Täter wahllos oder verfolgt er ein Ziel?

Der Schreibstil war wieder gewohnt flüssig und leicht. Ich bin gut und schnell in die Geschichte rein gekommen. Wie in jedem Roman von Nele Neuhaus gibt es eine große Anzahl an Protagonisten und möglichen Tätern, was das rätseln und mitermitteln so spannend und aufregend macht. Durch die verschiedenen Perspektiven und Zeitwechsel die es in dem Buch gibt, wird der Spannungsbogen immer hoch gehalten. Es ist temporeich, düster und doch auch sehr informativ.

Gerade die Thematik der Organspende die hier mit eingewoben wurde fand ich sehr interessant. Es bringt dem Leser zum nachdenken. Man sollte sich auf jeden Fall mit diesem Thema einmal beschäftigt haben. Es werden hier Punkte angeführt auf die jeder achten sollte, denn für die Hinterbliebenen ist so eine Entscheidung oft schwer zu treffen.

Nele Neuhaus ist eine Garantie für spannende, komplexe und unerwartete Lesestunden. Ich lese ihre Bücher sehr gerne und kann sie nur weiterempfehlen.