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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2025

Kommt nicht an die Vorgänger ran

Die Blutbestie (Tom-Bachmann-Serie 5)
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Seelenleser Tom Bachmann wird bei seinem neusten Fall mit grausam verstümmelten Leichen konfrontiert. Diese wurden in einer abgelegenen Fledermaushöhle im Hohen Venn ohne Herzen aufgefunden, mal mehr, ...

Seelenleser Tom Bachmann wird bei seinem neusten Fall mit grausam verstümmelten Leichen konfrontiert. Diese wurden in einer abgelegenen Fledermaushöhle im Hohen Venn ohne Herzen aufgefunden, mal mehr, mal weniger verwest - ein Hinweis auf einen Serienkiller. Und der ist bereits auf der Jagd nach einem neuen Opfer...

Das Cover finde ich richtig cool, die weiße Fledermaus ist mal was anderes als immer nur dunkle und düstere Farben.

Chris Meyers Schreibstil ist auch bei diesem Thriller wieder schön flüssig und man kommt gut durch die kurzen Kapitel. Die verschiedenen Perspektiven bieten nicht nur einen tieferen Einblick ins Geschehen, sondern steigern auch die Spannung. Die blutigen Schilderungen sind ebenfalls eindrücklich und gut vorstellbar, hier hatte ich mir jedoch mehr Szenen erhofft. Die Ermittlungsarbeit ist anfangs authentisch und fesselnd beschrieben, doch wieso hat man dem Killer nicht einfach eine Falle bei der Höhle gestellt? Dann wäre das Buch zwar vielleicht schneller vorbei, aber solch eine erfolgreiche Ermittlertruppe müsste schon auf diese Lösung kommen. Auch den Vorfall am Ende finde ich unnötig, so naiv dürften sich die beiden Ermittler einfach nicht anstellen, das hat mich richtig aufgeregt. Spannung und überraschende Wendungen kann man auch ohne unlogisches Verhalten erzeugen.

Von mir gibt es dieses mal nur 3 Sterne, ein guter Thriller für zwischendurch, aber auch nicht mehr. Trotzdem bin ich gespannt auf weitere Fälle des Teams.

Veröffentlicht am 27.08.2025

Unheimlicher Thriller

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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Die Winklers haben es geschafft: Endlich können sie in ihr eigenes Haus in einer ruhigen Siedlung einziehen. Auch die Nachbarn scheinen sympathisch zu sein. Doch das gute Gefühl schwindet schnell, als ...

Die Winklers haben es geschafft: Endlich können sie in ihr eigenes Haus in einer ruhigen Siedlung einziehen. Auch die Nachbarn scheinen sympathisch zu sein. Doch das gute Gefühl schwindet schnell, als Ines sich nachts nicht nur beobachtet fühlt, sondern im noch unbewohnten Haus nebenan einen Schatten herumschleichen sieht. Ihr Bemühen, sich selbst gut zuzureden, ist vergebens, denn am nächsten Tag findet man in ebenjenem Haus eine Leiche. Wer treibt hier sein Unwesen?

Das Cover ist cool gestaltet, es hätte meiner Meinung nach jedoch gerne grusliger sein können.

Arno Strobels Schreibstil ist wie immer flüssig und anschaulich, ich hatte das Buch innerhalb weniger Stunden fertig. Die Figuren sind mal mehr, mal weniger sympathisch, also eine gute, bunte Mischung. Die Stimmung ist gut rübergebracht, die Vorstellung, selbst im eigenen Haus nicht sicher zu sein, ist einfach erschreckend. Verschiedene Sichtweisen bringen nicht nur Abwechslung in die Geschichte, sondern sorgen auch für einige falsche Fährten, was mir immer gut gefällt. Man kann nie so richtig sagen, welchem der Nachbarn man trauen kann. Polizei und Charaktere hätten aber auch viel früher auf die Methode des Täters kommen können, spätestens nach einem Hinweis ist klar, wie diesse in die Häuser gelangen konnte. Manche Gespräche habe ich als etwas holprig empfunden und das Motiv des Täters finde ich teilweise ein bisschen unglaubwürdig.

Nichtsdestotrotz ist der neue Strobel ein guter Thriller für zwischendurch und ich bin gespannt, was uns wohl beim nächsten erwartet. 3,5 Sterne

Veröffentlicht am 22.08.2025

Goldener Käfig mal anders

Der Tower
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Novas Leben scheint gerade komplett zu zerbrechen, erst ist Schluss mit ihrem Freund, dann verliert sie auch noch Job und Wohnung. Die Suche gestaltet sich schwierig und Nova verzweifelt so langsam. Da ...

Novas Leben scheint gerade komplett zu zerbrechen, erst ist Schluss mit ihrem Freund, dann verliert sie auch noch Job und Wohnung. Die Suche gestaltet sich schwierig und Nova verzweifelt so langsam. Da kommt ein Anruf wie gerufen: Nova bekommt die Chance, ein Jahr lang kostenfrei in einem Luxustower zu wohnen. Anfangs noch überwältigt und glücklich, beginnt ihr gutes Gefühl zu schwinden. Die Nachbarn sind komisch, es gibt seltsame Regeln und niemand will ihr verraten, wieso ihre Wohnung frei geworden ist. Nova ahnt nicht, in welcher Gefahr sie schwebt...

Das pinke Cover zieht die Aufmerksamkeit auf sich und die erst auf den zweiten Blick erkennbaren Blutspuren machen Hoffnung auf einen düsteren Inhalt.

Ivar Leon Mengers Schreibstil ist auch bei dieser Geschichte wieder schön bildhaft und flüssig, dass Buch war innerhalb weniger Stunden durchgesuchtet. Die beklommene Atmosphäre ist gut rübergebracht und um keinen Preis der Welt würde ich in so einem Haus wohnen wollen, coole und echt hilfreiche Annehmlichkeiten hin oder her. Mehr möchte ich zur Wohnsituation gar nicht dazu sagen - ich finde es gut, dass nichts davon im Klappentext zu lesen ist, so bleibt es eine kleine Überraschung. Nova ist mir manchmal ein bisschen zu naiv und lässt sich zu schnell ablenken beziehungsweise vom Luxus regelrecht blenden. Manche Situationen sind ein wenig überzogen, aber das gehört irgendwie zu Mengers Büchern dazu. Es gibt etliche falsche Fährten und es macht Spaß, mitzurätseln. Das Ende finde ich gelungen und lässt mich zufrieden zurück.

Ich kann diesen neuen Thriller nur empfehlen und hoffe, dass die Zeit bis zum nächsten schnell vergeht. 4,5 Sterne

Veröffentlicht am 07.08.2025

Nichts ist, wie es scheint

Todeskälte
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Sheriff Cohen kommt an seine Grenzen, als in Acacia Pines der Schüler Lucas entführt wird. Er schafft es zwar, ihn aus den Klauen des Täters zu befreien und Schlimmeres zu verhindern, doch was danach geschieht, ...

Sheriff Cohen kommt an seine Grenzen, als in Acacia Pines der Schüler Lucas entführt wird. Er schafft es zwar, ihn aus den Klauen des Täters zu befreien und Schlimmeres zu verhindern, doch was danach geschieht, konnte er nicht ahnen.

Der knallige Schriftzug auf dem Cover zieht die Blicke auf sich und der mit Blut bespritzte Spind macht neugierig.

Paul Cleaves Erzählstil ist wie gewohnt flüssig und man kann sich alles gut vorstellen. Carsten Wilhelms Stimme ist mir schon bekannt und auch hier wieder angenehm, man kann der lebendig gesprochenen Geschichte gut folgen. Es ist spannend zu erleben, wie sich die ersten Annahmen als falsch erweisen und sich noch weitere Personen als verdorben entpuppen. An manchen Stellen geht es ein wenig schleppend voran, dafür treiben die überraschenden Twists das Spannungslevel wieder nach oben. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, manche ihrer Taten kann man gut nachvollziehen, manche wiederum nicht. Die Auflösung ist schlüssig und es bleiben keine Fragen offen.

Ich empfehle den neuen Thriller von Paul Cleave gerne und freue mich auf weitere Bücher des Autors. 3,5 Sterne

Veröffentlicht am 05.08.2025

Spannender Auftakt einer neuen Reihe

Dunkle Sühne
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North Falls ist eine beschauliche, kleine Stadt, in der man einander kennt. Doch die Idylle wird gestört, als zwei Teenie-Mädchen gleichzeitig wie vom Boden verschluckt sind. Polizistin Emmy setzt alles ...

North Falls ist eine beschauliche, kleine Stadt, in der man einander kennt. Doch die Idylle wird gestört, als zwei Teenie-Mädchen gleichzeitig wie vom Boden verschluckt sind. Polizistin Emmy setzt alles daran, die beiden wiederzufinden. Außerdem ist eine der Vermissten die Tochter ihrer besten Freundin, was die Sache noch emotionaler macht. Mit ihrem Team entdeckt sie, dass die beiden gefährliche Geheimnisse hatten. War es tatsächlich jemand aus der Gemeinschaft von North Falls?

Das Cover ist schön bedrohlich und blutig, es passt zur Atmosphäre des Buches.

Karin Slaughters Erzählstil ist wie immer fesselnd und anschaulich, die Handlung spielt sich wie ein Film vor dem inneren Auge ab. Die Geschichte sowie die Charaktere stehen denen der anderen Bücher überhaupt nicht nach und eignen sich perfekt für eine neue spannende Reihe. Man fieber richtig mit Emmy und der Polizei mit, je weiter die Ermittlungen fortschreiten, desto mehr Geheimnisse kommen ans Licht. Manches habe ich beim Lesen zwar schon geahnt, jedoch gibt es genügend überraschende Twists. Die Auflösung ist logisch und lässt einen zufrieden zurück. Manchmal geht es ein wenig schleppend voran, da hätte der Lesefluss von 100 Seiten weniger profitiert.

Den Thriller kann ich nur empfehlen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung- ich bin gespannt, in welche Abgründe Karin Slaughter uns dann wieder entführt. 4,5 Sterne