Leider ein enttäuschendes Finale
Auris. Puls der AngstIm sechsten und letzten Teil über die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge geht es in deren Leben drunter und drüber. Nicht nur, dass ihre Mutter doch keine Demenz hat, nein - ihr gesamtes Leben entpuppt ...
Im sechsten und letzten Teil über die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge geht es in deren Leben drunter und drüber. Nicht nur, dass ihre Mutter doch keine Demenz hat, nein - ihr gesamtes Leben entpuppt sich als Lüge. Doch Zeit zum Verarbeiten bleibt ihr nicht, da Terroristen ihre Familie und Freunde bedrohen.
Das Cover passt gut zum Look der Reihe und bietet Wiedererkennungswert.
Der Schreibstil ist flüssig und der Thriller lässt sich sehr schnell lesen. Der mit Andeutungen gespickte Prolog lässt die Frage aufkommen, wieso Jula das alles getan haben soll und verleitet zum Weiterlesen. Zu Beginn jedoch ist die Erzählweise äußerst wiederholend, es werden Details fast wortwörtlich nochmals wiedergegeben, was sehr nervig ist. Die verschiedenen Sichtweisen sind interessant und bieten Abwechslung. Dennoch konnte mich diese Geschichte nicht wirklich überzeugen, schon gar nicht als Finale. Ich hatte schon Schwierigkeiten mit den Vorgängern und habe gehofft, dass jetzt zumindest das Ende wieder etwas besser wird. Jedoch kommt einfach zu wenig Auris vor, die Phonetik ist eigentlich gar nicht präsent und vieles ist vorhersehbar. Bereits der Klappentext lässt so eine Ahnung erwachen, die sich später bewahrheitet, und die wenigen Seiten des Buches wirken irgendwie so, als hätte man schnell zu einem Ende kommen wollen.
Wenn man ein sauberes Ende für die Reihe möchte, kann man den Thriller wohl irgendwo ausleihen, aber kaufen würde ich mir das Buch nicht. Von mir leider nur 1,5 Sterne.