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Veröffentlicht am 19.04.2026

So schmeckt das Glück!

Das Glück schmeckt nach Meer: Die Bonbonkocherei
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Birte Stährmann hat mich mit ihrem  herzerwärmenden und mutmachenden Roman ,, Das  Glück schmeckt nach Meer-Die Bonbonkocherei "  in die schöne Schleiregion und die süße Magie der besonderen Bonbons oder ...

Birte Stährmann hat mich mit ihrem  herzerwärmenden und mutmachenden Roman ,, Das  Glück schmeckt nach Meer-Die Bonbonkocherei "  in die schöne Schleiregion und die süße Magie der besonderen Bonbons oder  Bonscher , wie man hier in Schleswig-Holstein  sagt,  entführt.  

Bei der PR- und Eventmanagerin Annika,  die vor vielen Jahren ihre norddeutsche Heimat gen Stuttgart verließ,  steht die Welt plötzlich Kopf. Erst die Kündigung ihres Jobs  wegen Insolvenz,  dann auch noch der Verlust ihrer schönen,  bezahlbaren Wohnung wegen Eigenbedarf.  Genau zu diesem Zeitpunkt erbt sie  unerwartet  von ihrer Tante Wiebke , die sie nie persönlich kennengelernt hat, ein   Haus und  die Bonbonkocherei in Maasholm an der Schlei,  die einst ihrem Großvater Krischan gehörte.  Prompt tauchen bei ihr längst vergessene  Erinnerungen auf, wie sie als 8jährige  mit ihm kurz vor seinem Tod Bonbons hergestellt hat.  Bei der Testamentseröffnung in Kiel erfährt sie ,daß das Erbe an die Bedingung geknüpft ist, im Haus  zu wohnen und das ,, Bonscherhuus "  zu betreiben.  Das geht  nicht, oder doch? Was wird ihre 16jährige Tochter Lena dazu sagen?  Als Annika in Maasholm das Haus betritt,  spürt sie ,wie sehr sie diese Gegend im Norden vermisst hat und daß es womöglich DIE Chance auf einen Neubeginn ist. Wissend, daß Lena bei ihrem Vater , Annikas Exmann, und seiner Familie gut aufgehoben ist, wagt sie den Schritt.  In Maasholm steht ihr der alte Seebär  Lars, der bereits mit Tante Wiebke zusammen gearbeitet hat, helfend zur Seite und  weist sie in die Arbeit  der Bonbonkocherei ein.  Mit ihrer sympathischen Art und Weise auf Menschen zuzugehen,  findet Annika  Anschluss an die Dorfgemeinschaft.  Ihren  Spürsinn und eine besondere Gabe lässt sie besondere Bonbons  herstellen.  Wird ihr Mut eines Neuanfangs  belohnt und findet sie mit Mitte  40 neues Lebensglück?  Wird Annika dabei auch erfahren,  warum sich ihre Mutter mit ihrer Schwester  zerstritten hat , so daß sie deshalb ihre Tante nie kennenlernte? 

Von der ersten Seite an , hat Birte Stährmann mich mit ihrem leicht zu lesenden und hervorragend bildhaften Erzählstil gefesselt.  Die Beschreibungen der Handlungsorte sind so detailliert,  daß sofort Bilder vor meinen Augen entstehen,  ich die Orte , die hübschen Häuser,  die Schlei direkt vor mir sehe.  Wenn ich mit Annika,,de Maas rund " entlang spaziere, spüre ich den Wind , den Regen oder die Sonne auf der Haut.   Die sympathischen Charaktere sind liebevoll, lebendig und absolut authentisch ausgearbeitet.  So wie wir Norddeutschen häufig sind : offen und ehrlich,  manchmal eher  zurückhaltend, bis man sich etwas besser kennt. Wenn es darauf ankommt,  hält die Dorfgemeinschaft zusammen .  

Eindrucksvoll und detailliert wird dem Leser  das Herstellen der Bonbons  beschrieben.  Ein wunderbares Handwerk,  welches in der Eckernförder Bonbonkocherei,  die als Vorbild dient, hautnah miterlebt werden kann.  Man riecht förmlich die Düfte und schmeckt die Süße,  während die verschiedenen Sorten in Gläsern auf den Regalen auf Genießer warten.  

Die vielfältigen und abwechslungsreichen zwischenmenschlichen Beziehungen  finden unaufdringlich ihren Platz in dieser wunderschönen Geschichte,  die Mut macht,  über einen Neuanfang nachzudenken  und manchmal über den eigenen Schatten zu springen.   Eine großartige , emotionale und berührende  Wohlfühlgeschichte , die mich begeistert hat. 

Ihre Autorin hat ihre eigenen Lebensstationen und ihre Liebe zur Region in diese Geschichte  einfließen lassen.  Diese  Zuneigung spürt man durchgehend und wer noch nicht hier war, bekommt bestimmt Lust , sich  die Region anzuschauen und die besondere Atmosphäre zu spüren.  

Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Teil ,, Die Kaffeerösterei " , mit der Birte Stährmann  den Leser im Herbst nach Flensburg  entführt. 

Von ganzem Herzen eine absolute Leseempfehlung  für diese wunderschöne  süße Glücksgeschichte 


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Veröffentlicht am 18.04.2026

Ein absolutes Lesehighlight

Die Verlorene
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Eine hervorragend erzählte Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Absolutes Lesehighlight!
Schon die ,,,Nordwind- Saga ",  die Dilogie ,,Das Tor zur Welt " und die Hansetische Familiensaga ,,,Elbleuchten" ...

Eine hervorragend erzählte Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Absolutes Lesehighlight!
Schon die ,,,Nordwind- Saga ",  die Dilogie ,,Das Tor zur Welt " und die Hansetische Familiensaga ,,,Elbleuchten" und ,, Elbstürme"  von Miriam Georg haben mich begeistert, so daß ich ganz gespannt war, was mich in ihrem Roman ,, Die Verlorene " erwartet. 

Diesmal geht es in die Gegenwart und die letzten Kriegsjahre. Als  Ellen's Mutter  Änne über 90jährig stirbt,  findet ihre Enkelin Laura   in ihrem Haus  ein Bild , Dokumente und ein Foto,  welches Fragen aufwirft.  Was haben  diese Dinge zu bedeuten? Liegt darin ein Grund, warum Änne nie über ihre Vergangenheit,  ihre erlebte Kindheit und Jugend in Schlesien erzählt hat ?  Um etwas darüber herauszufinden,  macht sich Laura auf den Weg aus Franfurt nach Polen , um den ehemaligen Gutshof ,, Pappelhof " der Familie zu suchen  und vielleicht etwas Licht in die Familiengeschichte zu bringen.  Glücklicherwweise findet Laura tatsächlich den Gutshof , auf dem ihre Großmutter und ihre Familie aufgewachsen ist. Mit Ellen als Kleinkind  ist sie von dort nach Kriegsende  weggegangen, um im westlichen Deutschland zu leben.  

Mit  den zwei  perfekt miteinander verwobenen  Zeitebebenen    bin ich auf absolut packende Weise in diese hochemotionale   Familiengeschichte eingetaucht.  Das harte Leben auf dem Gutshof und die Umgebung  ist so anschaulich beschrieben, daß ich die Weite des Landes,  die Wälder und den Fluss,  in dem die Pferde baden , deutlich vor mir sehen konnte.   Auch  wenn der Krieg nicht unmittelbar dort stattfand,  gab es harte Einschnitte.  Verluste von Familienmitgliedern  und Tieren , die die Wehrmacht für sich beanspruchte oder später die Russen,  die sich einquartierten. 

Auch die Atmosphäre des Romans ist außergewöhnlich dicht und eindrucksvoll beschrieben. Man spürt förmlich die Zeit und die Umstände, in denen die Geschichte spielt, und wird regelrecht in diese Welt hineingezogen. In den glücklichen Momenten habe ich mich  mit den Protagonisten  gefreut, habe die Leichtigkeit der Liebe und der Verbundenheit gespürt,  aber genauso gehofft und geweint,  wenn es schwieriger oder aussichtslos wurde. 

Der lebendige Schreibstil, macht es leicht , schnell und vollkommen in die Handlung einzutauchen. Die Personen sind vielschichtig und authentisch gezeichnet, sodass man ihre Gedanken und Gefühle intensiv miterlebt. Ich konnte mich sowohl in Laura und Ellen als auch in Änne, Karl  und die weiteren Charaktere auf dem Hof hineinversetzen. Ihre Schicksale  haben mich tief berührt  und regen zum Nachdenken an.  

Die Verlorene“ von Miriam Georg ist ein absolut fesselnder und bewegender Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Die Autorin schafft es auf beeindruckende Weise, eine tiefgründige Geschichte voller Emotionen, Spannung und Menschlichkeit zu erzählen. Die Spannung ist  durchgehend so hoch, daß ich mich nicht von dem Buch lösen konnte, bevor ich das , für  mich völlig überraschende,  Ende gelesen habe. 

Im Nachwort geht die Autorin auf ihre eigene Familiengeschichte ein, die sie zu diesem sehr  persönlichen Roman  bewegt hat.  Eine Geschichte über Verlust,  Vertreibung  und der damit entstandenen Traumata,  über die in der Nachkriegszeit so gut wie nie gesprochen hat. Auch heute  

„Die Verlorene“ ist ein großartiger Roman, der lange nachwirkt und definitiv zu den Büchern gehört, die man nicht so schnell vergisst. Eine klare Leseempfehlung und absolut verdiente 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐ für dieses grandiose Lesehighlight.  

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Toller Wohlfühlroman mit Tiefgang

Sommer mit Seeblick
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Mit ihrem   Roman ,, Sommer mit Seeblick "  nimmt die Autorin Kaja Konrad den Leser mit an den idyllischen Plöner See in der Holsteinischen Schweiz.  Wer schon einmal in dieser  wunderschönen  Gegend  in ...

Mit ihrem   Roman ,, Sommer mit Seeblick "  nimmt die Autorin Kaja Konrad den Leser mit an den idyllischen Plöner See in der Holsteinischen Schweiz.  Wer schon einmal in dieser  wunderschönen  Gegend  in Schleswig-Holstein war, oder wie ich,  nicht weit davon entfernt lebt,  wird vieles wiedererkennen  oder  Lust auf eine Reise dorthin bekommen.   Die bildhaften Beschreibungen der Umgebung sind absolut authentisch  und lassen den Somner am See lebendig werden.  

Jule macht  sich ,nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund  Fabian  alleine mit ihrer Tochter Lana   auf den Weg aus Berlin  an den Plöner See. Dort  wird sie ihren lange geplanten Urlaub in der ,  Pension Seeblick "  verbringen,  die ihre beste Freundin Malin  seit einem Jahr mit ihrem Freund Torben  dort betreibt. Das letzte Jahr war nicht einfach für Jule, so daß sie nicht nur die Ruhe und die Zeit mit Lana  und Malin genießen möchte,  sondern  auch über ihre Zukunft mit Fabian nachdenken  kann.  In der Pension fühlen sie sich gleich wohl,  die schweigsame und zurückhaltende Lana blüht besonders bei den Kaninchen  von Christa auf , einer älteren alleinstehenden Dorfbewohnerin.  Für Wirbel und ( Gefühls-) Chaos sorgen weitere Gäste  , wie eine Familie mit etwas wilden Jungs,  der Musiker Hendrik oder ein gestrandeter Radwanderer, und so manche Scherben müssen beseitigt werden.   

Die sympathischen Charaktere sind liebevoll , detailliert und vielschichtig ausgearbeitet,  dabei immer nah am echten Leben, welches eben nicht immer und bei jedem geradlinig verläuft,  sondern mit  Komplikationen,  Kurven und Abzweigungen , die Entscheidungen  verlangen.    Gerade das ist der Autorin hervorragend gelungen. Kaja Konrad hat eine gefühlvolle  und romantisch Geschichte erschaffen,  die den Leser mit ihrem Tiefgang zum Nachdenken anregt  und vielleicht inspiriert  über sich , seine  Mitmenschen und Umwelt  und womöglich über einen Neuanfang nachzudenken, wenn man in einer Sackgasse gelandet ist,  egal ob beruflich oder privat.  

Diese  gefühlvolle Erzählung ist leicht zu lesen,  die Komplikationen und Wendungen halten die Spannung hoch.  Mich hat sie von der ersten Seite an so in den Bann gezogen,  daß ich das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen habe und nicht aus der Hand legen konnte.  Bei  so mancher Szene hat mein Herz geklopft  und die humorvollen Momente habe ich lachend genossen.  

Ich bin absolut begeistert von dieser  gefühlvollen, romantischen , humorvollen  und abwechslungsreichen Geschichte  über Mut und Neuanfänge. Daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung f0r diese Lese- Auszeit  an den Plöner See. Vielleicht sehen wir uns dann in der ,, Pension Seeblick " .


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Veröffentlicht am 30.03.2026

Unerwartete Toskana-Liebe

Sommerwind in der Toskana
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Mit diesem wunderbaren Wohlfühlroman nimmt die Autorin Karin Seemayer den Leser  mit auf eine herzerwärmende Reise in die Toskana. 

Als Kind und Jugendliche hat Laura jede Sommerferien  mit ihren Eltern ...

Mit diesem wunderbaren Wohlfühlroman nimmt die Autorin Karin Seemayer den Leser  mit auf eine herzerwärmende Reise in die Toskana. 

Als Kind und Jugendliche hat Laura jede Sommerferien  mit ihren Eltern  bei  ihrem Onkel und Tante in der  Toskana verbracht.   Während  sie es als Kind noch spannend fand, mit den Nachbarskindern zu spielen, wurde es als Jugendliche nur noch langweilig,  den ganzen Tag auf dem Land oder am Strand zu verbringen.  Als sie einen Anruf bekommt, daß ihr Onkel verstarb und sie das Haus erbt , steht für sie daher fest, daß sie es auf jeden Fall und schnellstmöglich verkaufen wird.   Frisch von ihrem Freund Marcel getrennt , nutzt sie  den  bereits geplanten Urlaub,  um  vor Ort in Castagneto Carducci alles Nötige in die Wege zu leiten .  Als sie dort ankommt,  wird sie sehr  herzlich von der benachbarten Familie Morelli begrüßt. Auch  Luca , für den sie als Jugendliche geschwärmt hat, lebt noch dort.  Mit ihm und seiner Familie lernt sie dieses Fleckchen Erde ganz neu kennen, alte Erinnerungen werden wieder geweckt.  Er träumt von einem Agritourismo mit Feriengästen und selbst angebauter Verpflegung.  Sehr schnell ist ein Käufer für Haus und Grundstück gefunden.  Wird sie  wie geplant das äußerst großzügige Angebot des Interessenten für ihr Grundstück annehmen  ? 

Karin Seemayer hat mich mit ihrem hervorragend zu lesenden Erzählstil  und den wunderschönen bildhaften Beschreibungen der Landschaft sofort in die Toskana entführt.  Mit Laura und Luca  bin ich durch die Gegend gestreift,  habe die wunderschöne Landschaft mit den Olivenbäumen,  Pinienwald  und den Weinreben direkt vor mir gesehen,  habe den Sand am Strand unter den Füßen gespürt , den Duft der Aprikosen  bei der Ernte gerochen  und ein tolles Fest in Castagneto Carducci besucht.  Mit  jedem Kapitel habe ich mich ein wenig mehr in die Gegend verliebt.  Dazu  kommt noch das  absolut authentisch beschriebene  Leben in der italienischen Familie,  das Kochen mit Nonna Maria.  Zu gerne hätte ich mit in der Küche gewerkelt und noch lieber die Köstlichkeiten genossen.  Einmal mit dem Lesen angefangen,  konnte ich  nicht wieder aufhören.  Selbst nach der letzten Seite bin ich in Gedanken noch länger in der Geschichte  geblieben und  mir die Zukunft der Protagonisten ausgemalt.  

Die Charaktere sind  liebevoll und lebendig ausgearbeitet. Bis auf Ausnahmen habe ich sie ganz schnell liebgewonnen Durch die abwechselnden Erzählperspektiven von Laura und Luca  konnte ich mich hervorragend in ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzen.  Besonders  nahbar werden sie durch ihre Träume , Wünsche, aber  Zweifel und Ängste.  Mit  Anfang 30 überdenkt man so manche Entscheidung eben  zweimal.  Oder ist das Herz  stärker als der Kopf? 

Sehr gut stellt die Autorin dar, wie manche Menschen aus Profitgier zu unlauteren Mitteln greifen  und mit  ihrem Handeln für ( unschöne) Veränderungen  einer ganzen Region verantwortlich sind. 

In  dieser herzerwärmenden Geschichte  spürt man deutlich die Liebe der Autorin zu dieser Region und zur italienischen Lebensweise. Persönliche Erlebnisse und Erinnerungen der Autorin machen  die Erzählung noch authentischer . Durch eingestreute Worte und Sätze auf italienisch, fühlt man sich noch mehr direkt vor Ort.  Den Blick von der Pergola kann man nur so beschreiben,  wenn man ihn selbst so  genießen durfte. Oder die leuchtenden Glühwürmchen in  den Hecke,  die auch das Herz zum Leuchten bringen.  

Von ganzem Herzen danke ich Karin Seemayer für diese zauberhafte Reise mit Laura in die wunderschöne Toskana , abseits der Touristenströme.  Ein Wohlfühlroman für Italien-Liebhaber, eine Geschichte fürs Herz  , die Mut macht , über einen Neuanfang nachzudenken.  Eine ganz klare Leseempfehlung und viele Sternchen.  Vielleicht ist auch eine Sternschnuppe dabei.  



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Veröffentlicht am 13.03.2026

Grandioses Lesehighlight!

Das Haus in Charlottenburg
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Mit ihrem historischem Roman,, Das Haus in Charlottenburg " nimmt die Autorin Beate Sauer den Leser mit auf eine spannende Zeitreise Ende des 19. Jahrhunderts nach Berlin.  Mitten in die so schnell gewachsene ...

Mit ihrem historischem Roman,, Das Haus in Charlottenburg " nimmt die Autorin Beate Sauer den Leser mit auf eine spannende Zeitreise Ende des 19. Jahrhunderts nach Berlin.  Mitten in die so schnell gewachsene Stadt,  daß Wohnraum nicht nur äußerst knapp , sondern auch noch von den kargen Einkünften kaum bezahlbar ist. So leben viele Menschen auf kleinstem Raum und  unter oft erbärmlichen Umständen.  Zudem sind die Mieter der Willkür der geldgierigen  Vermieter ausgeliefert , werden die Mieten grundlos erhöht oder  man muß von heute auf morgen ausziehen,  auch wenn der Vertrag eigentlich noch gültig wäre. Selbst wenn  man ein eigenes kleines Grundstück sein  eigen nennt, ist man nicht sicher,  wenn ein Immobilienspekulant genau  dort eine Mietskaserne für viele Menschen  bauen will.  So erging es auch Elise und ihrer Familie,  als ihr Vater bei einem Unglück ums Leben kam.  Seitdem  wohnt sie mit ihrer Mutter und den zwei jüngeren Geschwistern Willy und Marie  beengt in einem Mietshaus.  Ihr  Lohn als gelernte Schneiderin  reicht so gerade für das Nötigste.  Ihr großer Traum ist es , eines Tages bei einem renommierten Modeatelier zu arbeiten. Bis dahin ist sie der Schikane und Ausbeutung ihrer Chefin ausgesetzt. 

Auch der Architekt Johann kommt mit seinen Aufträgen nur so gerade eben über die Runden.  Als er einen lukrativen Auftrag erhalten kann, lehnt er ihn ab. Denn eine Mietskaserne zu bauen,  kann er mit seinem Gewissen nicht vereinbaren.  Mit seinem Freund , dem Professor Louis D'Arnaud , der an der Charité tätig ist, hat er  stattdessen  ein genossenschaftliches Wohnprojekt.  Mit potentiellen Geldgebern und den eigenen Anteilen der zukünftigen Bewohnern möchten  sie bezahlbares , komfortables  und sicheres Wohnen möglich machen.  Das will Baronin  Leonora von Rienäcker,  Louis Mutter, aus eigenem Interesse auf jeden Fall verhindern und dafür ist ihr jeder Weg recht. 

Nachdem Elise  und Johann mehrmals zufällig aufeinander treffen,  entwickeln sich nicht nur  zarte Gefühle,  sondern auch eine wunderbare Freundschaft mit Louis, auch wenn sie aus so unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen.  Das Wohnprojekt  fasziniert Elise  von Beginn an, da sie nie wieder in ihrem Leben ihr Zuhause verlieren möchte. Mit Eifer und Elan  lassen  sich die Freunde auch bei  Rückschlägen nicht von dieser Vision abbringen. Wird ihr Traum vom Genossenschaftlichen Wohnen in Erfüllung gehen und damit den Menschen sicheren und zugleich  bezahlbaren Wohnraum bescheren ? 

Beate Sauer hat mich mit dieser Geschichte und ihrem hervorragend bildhaften Schreibstil von der ersten Seite an in den Bann gezogen.  Die abwechslungsreichen Erzählperspektiven von Elise, Johann und auch Leonore von Rienäcker ließen mich tief in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten eintauchen.  Die Spannung wie es weitergeht  steigerte sich mit jedem weiteren Kapitel,  so daß ich das Buch gar nicht mehr aus dem Hand legen konnte.  Es war wie ein Rausch, die Verstrickungen , Intrigen und unerwarteten Wendungen ließen mein Herz vor Aufregung klopfen. Bei einigen Situationen konnte ich die Tränen nicht zurück halten oder musste vor Freude lächeln . Die Charaktere sind liebevoll,  detailliert und realistisch ausgearbeitet,  mit allen Facetten  von sympathisch, herzlich  und liebenswert bis unheimlich und skrupellos. 

Eindrucksvoll und erschreckend  realistisch sind die Lebensumstände der ärmeren Bevölkerung in Berlin dargestellt,  der Willkür von  Vermietern und Arbeitgebern ausgesetzt.  Wer sich zur Wehr setzt,  hat mit dramatischen Konsequenzen zu rechnen.  Im Gegensatz zur gehobenen Gesellschaftsschicht, in der auch der Adel eine große Role einnimmt, die in prächtigen Villen ihr sorgloses Leben genießen . Auch wenn  der ein oder andere als Gönner  darstellt, ist es doch  meist mit Hintergedanken und  dient zum eigenen Vorteil.  Hervorragende recherchiert  zeichnet Beate Sauer ein  absolut authentisches und lebendiges Bild der Zeit.  So wird Geschichte lebendig und beim Lesen lerne ich immer noch etwas dazu.  Im Nachwort geht die Autorin nochmals auf die historischen Fakten ein, was ich zusätzlich immer sehr spannend finde. 

Beate Sauer hat mich mit dieser großartigen Geschichte auf eine spannende und gefühlvolle Zeitreise nach Berlin entführt,  mich in die Gefühle,  Träume und Visionen aber auch in die tiefen Abgründe , Intrigen und Verbrechen der Personen gezogen . Ein absolutes Lesehighlight,  welches ich von ganzem Herzen empfehle.  






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