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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2023

Spannende Fortsetzung

Die Affäre Alaska Sanders
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Nun also endlich die Fortsetzung von ‚Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert‘. Wobei man dieses Buch durchaus lesen kann ohne den Vorgänger zu kennen. Am Anfang des Buches bringt der Autor einige Wiederholungen ...

Nun also endlich die Fortsetzung von ‚Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert‘. Wobei man dieses Buch durchaus lesen kann ohne den Vorgänger zu kennen. Am Anfang des Buches bringt der Autor einige Wiederholungen zum besseren Verständnis. Wir befinden uns im Jahre 2010. Sergeant Perry Gahalawood und Marcus Goldman, der Schriftsteller, nehmen erneut zusammen Ermittlungen auf. Dieses Mal dreht es sich um einen alten Fall aus dem Jahre 1999. In einem kleinen Dorf an der amerikanischen Ostküste wurde Alaska Sanders ermordet. Der Schuldige bzw. die Schuldigen scheinen schnell gefunden. Elf Jahre später ergeben sich neue Anhaltspunkte.
Das Duo Gahalawood und Goldman funktioniert sehr gut. Es macht Spaß sie bei ihren Ermittlungen zu begleiten und mit zu rätseln, was damals wirklich geschah.
Das Spiel mit dem Wechsel zwischen verschiedenen Zeitebenen beherrscht Joël Dicker wirklich gut. Der Fall ist spannend und auch die Auflösung bringt alle Handlungsstränge zusammen.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und fühlte mich gut unterhalten. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass weniger hier mehr gewesen wäre. Der Handlungsstrang Harry Quebert wirkte für mich unglaubwürdig und einige Wendungen waren eher zu viel.
Nichtsdestotrotz gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 31.05.2023

Gewaltexzesse in Montana

Angst um Alafair
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Der 20. Band der Dave-Robicheaux-Krimireihe spielt in Montana. Dort befinden sich Clete, seine Tochter Gretchen, Dave, Molly und Alafair. Alles beginnt mit einem Pfeil, der auf Alafair geschossen wird ...

Der 20. Band der Dave-Robicheaux-Krimireihe spielt in Montana. Dort befinden sich Clete, seine Tochter Gretchen, Dave, Molly und Alafair. Alles beginnt mit einem Pfeil, der auf Alafair geschossen wird und sie nur haarscharf verfehlt. Dave macht sich auf die Suche nach dem Bogenschützen. Alafair beschleicht das Gefühl, dass es sich um den Serienmörder Asa Surrette handeln könnte, über den sie anstachelnde Artikel veröffentlicht hatte, als er im Gefängnis saß. Angeblich kam er bei einem Gefangenentransport ums Leben, aber ist das wirklich wahr?
Zur gleichen Zeit wird die Enkelin des milliardenschweren Unternehmers Love Younger gefunden und ein Polizist auf grausame Art und Weise ermordet. Hängen diese Morde und der Anschlag auf Alafair zusammen und wie viel Dreck hat eigentlich die Familie Younger am Stecken?
Auf mehr als 660 Seiten begleiten wir Dave, Clete und deren beiden Töchter beim Ermitteln.
Der Krimi ist trotz seiner Länge spannend und James Lee Burke kann wirklich richtig gut schreiben. Vor allem seine Naturbeobachtungen finde ich absolut gelungen. Dies ist auch nicht mein erster Band dieser Reihe, den ich gelesen habe und daher weiß ich, dass es hier etwas rauer und brutaler zugeht. Dieser Band übertrifft aber die Vorgänger. Leider auf eine negative Art und Weise. Gewalt, Selbstjustiz, sexueller Missbrauch, Folter, Abartigkeiten, Alkohol fast auf jeder Seite. Dazu derbe Sprüche und fragwürdige Rechtfertigungen für all die Brutalität. Das war mir definitiv zu viel des Bösen. Weniger ist manchmal mehr. Ich hoffe, dass sich die Spirale beim nächsten Band nicht noch weiterdreht, denn wie gesagt: schreiben kann der Autor hervorragend. Schweren Herzens kann ich hier nur 3,5 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 31.05.2023

Meister der Ironie

Meine kleine Welt
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Ich habe bereits mehrere Romane von Ewald Arenz gelesen und war auf die kurzen Familiengeschichten sehr gespannt. Ich mag einfach seine Art zu erzählen. Ganz besonders liebe ich diese ironische Art. Die ...

Ich habe bereits mehrere Romane von Ewald Arenz gelesen und war auf die kurzen Familiengeschichten sehr gespannt. Ich mag einfach seine Art zu erzählen. Ganz besonders liebe ich diese ironische Art. Die Geschichten aus dem Familienalltag und die kleinen Katastrophen sind alle mit einem Augenzwinkern versehen. Sehr sympathisch und gut zu lesen. Mir hat das Buch richtig Spaß gemacht und ich habe es auch in einem Rutsch durchgelesen. Am Ende hätte ich gerne noch mehr davon gehabt.

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Veröffentlicht am 25.05.2023

Eine ganzheitliche Betrachtung

Die Sache mit dem Wald
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Sven Herzog wirft einen umfassenden Blick auf das Thema Wald. Er beginnt mit der Vergangenheit unserer Wälder, blickt auf den gegenwärtigen Zustand und richtet dann den Blick in eine mögliche Zukunft. ...

Sven Herzog wirft einen umfassenden Blick auf das Thema Wald. Er beginnt mit der Vergangenheit unserer Wälder, blickt auf den gegenwärtigen Zustand und richtet dann den Blick in eine mögliche Zukunft. Wie es denn mit unserem Wald weitergehen könnte. Dieser Blick ist kritisch und umfassend.
Ich habe wirklich viele neue Fakten und auch Sichtweisen durch dieses Buch erfahren, u.a. dass es verschiedene Interessengruppen und Herangehensweisen gibt, wie den ökonomischen Aspekt, der oft nicht deckungsgleich mit den Vorstellungen von Naturschützern und dem ökologischen Aspekt ist. Aber auch die gesellschaftlichen Bedürfnisse und die Freizeitaktivitäten werden beleuchtet, genauso der Blickwinkel von Jägern und Förstern.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist das Aufgreifen und Hinterfragen von alten Konzepten und Glaubenssätzen. Der Autor stellt sie auf den Prüfstand und bringt neue Perspektiven ins Spiel.
Ich konnte das Buch nicht in einem Rutsch durchlesen, da es doch auch mit vielen Informationen, Daten und Fakten aufwartet. Diese werden allerdings sehr gut und verständlich dargebracht.
Zwischendurch gibt es diverse Bilder von Wäldern, die das Sachbuch auflockern.
Ich denke, dass ich das ein oder andere nochmal nachlesen werde. Ein wirklich interessantes Sachbuch, das mich zum Nachdenken angeregt hat. Eine klare Leseempfehlung von meiner Seite.

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Veröffentlicht am 19.05.2023

Inspirierend, motivierend und einfach sehr gut

Dein Kompass bist du
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Kerstin Heine bietet in ihrem Selbsthilfebuch ‚dein Kompass bist du‘ 36 Impulse für ein Selbstcoaching an. Sie nimmt alles rund um eine Wanderung als Metapher, um zu einem selbstbestimmten Leben zu gelangen. ...

Kerstin Heine bietet in ihrem Selbsthilfebuch ‚dein Kompass bist du‘ 36 Impulse für ein Selbstcoaching an. Sie nimmt alles rund um eine Wanderung als Metapher, um zu einem selbstbestimmten Leben zu gelangen. Die Metapher zieht sich durch alle Kapitel und ist für mich stimmig und passend.
Der Aufbau des Buches gefällt mir wirklich gut und für mich macht es durchaus Sinn, den einzelnen Kapiteln chronologisch zu folgen. Zuerst steht die Veränderung im Fokus, danach das Planen, später wirft man einen Blick auf das was man mitnehmen könnte auf so eine Wanderung zu sich selbst, dabei dürfen die Hürden und Schwierigkeiten nicht außer Acht gelassen werden, um am Ende noch zu entscheiden, ob man lieber mit oder ohne Wegbegleitung unterwegs sein möchte.
Es ist übrigens durchaus möglich, sich einzelne Kapitel herauszupicken und mit ihnen zu arbeiten. Man muss also nicht der Reihe nach vorgehen.
Innerhalb der Kapitel finden wir Zitate, die uns zum jeweiligen Thema hinführen und auch zum Nachdenken anregen, weiterhin eine Geschichte, die oft von der Autorin selbst so erlebt wurde und die ich als besonders hilfreich empfunden habe. Außerdem werden Impulsfragen, Betrachtungen des Themas durch die Autorin und Anregungen bzw. Übungen zur Verfügung gestellt.
Was macht dieses Buch so besonders? Ich fühlte mich verstanden und abgeholt. Ich hatte das Gefühl, da schreibt jemand, der schon viel erlebt hat, einfach nur menschlich und verständnisvoll ist und zudem einen großen beruflichen Erfahrungsschatz hat, sehr kompetent ist und ein Füllhorn an Ideen und Übungen im Gepäck mit sich führt.
Ich schätze es sehr, dass hier nie mit strengen Vorgaben und zementierten Aussagen agiert wird, sondern die Anregungen als Möglichkeiten dargeboten werden.
Genial sind für mich die Fragen. Sie haben viel bei mir in Gang gesetzt. Die Autorin lenkt den Fokus auf Ressourcen und Lösungen, weg von den Defiziten.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und es wird alles verständlich und nachvollziehbar erklärt.
Ich kann dieses bereichernde Buch uneingeschränkt empfehlen. Es eignet sich für Menschen, die aktuell in einer Krise stecken, aber auch für Menschen, die sich selbst besser kennenlernen und selbstbestimmt durchs Leben gehen möchten.

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