„30 Tage Carsharing“ erzählt die Geschichte von Hannah und Amal, die Nachbarinnen sind und durch einen Zufall - oder war es nicht doch eher Schicksal - zum richtigen Zeitpunkt aufeinandertreffen und einen ...
„30 Tage Carsharing“ erzählt die Geschichte von Hannah und Amal, die Nachbarinnen sind und durch einen Zufall - oder war es nicht doch eher Schicksal - zum richtigen Zeitpunkt aufeinandertreffen und einen Deal ausmachen: Hannah fährt Amal 30 Tage lang in die Moschee, dafür darf Hannah Amals Auto nutzen, da ihres kurz zuvor kaputt gegangen ist.
Hannah ist in einer schwierigen Phase, kurz nach dem Abi und Amal und ihr Leben ist für sie die perfekte Ablenkung. Sie erlebt mit, wie in der Moschee gebetet wird und lernt verschiedene Leute, aus Amals Leben kennen. Denn Amal leitet ein Boxstudio und hilft Kindern und Menschen in Notlagen.
Amal ist in der Geschichte überwiegend ein kleines Geheimnis, aber man weiß: in ihr schlummert was.
Hannah hingegen hat besonders mit ihrer Zukunft zu kämpfen. Aber auch mit Erinnerungsblitzen aus der Vergangenheit ⚡️
Es ist eine bezaubernde Geschichte, die Praktiken und Rituale des Ramadans auf einfache Weise erklären und zeigt, dass sich immer eine Türe öffnet, wenn sich eine andere schließt. 🔏
Hier und da fand ich manche Sachen am Ende zu perfekt, aber das tut der Geschichte nichts an.
Es ist bereits das zweite Buch der Autorin und ich freue mich auf weitere Geschichten, die wir von ihr lesen dürfen!
„30 Tage Carsharing“ ist wirklich eine Empfehlung für jedermann und wer Katzen in Geschichten mag, wird auch nicht zu kurz kommen 🐈
Höre ich den Namen „Sophie Kinsella“, erwarte ich einen leichten und lockeren Roman mit Liebe, ein wenig Verrücktheit und ein wenig Übertreibung. Ein Buch, das perfekt für den Urlaub und zum Abschalten ...
Höre ich den Namen „Sophie Kinsella“, erwarte ich einen leichten und lockeren Roman mit Liebe, ein wenig Verrücktheit und ein wenig Übertreibung. Ein Buch, das perfekt für den Urlaub und zum Abschalten ist.
Und um es kurz zu machen: Genau das bekommt man auch, ABER auch noch mehr:
Es wird ein, für die Autorin, sehr ernstes Thema angesprochen und auf eine schöne und leichte Weise besprochen. Nicht wenige LeserInnen werden diese oder ähnliche Situationen kennen und es zeigt: Arbeit ist nicht alles bzw. sollte nicht alles sein.
Die Protagonistin ist sympathisch und man hat von Beginn an Lust weiterzulesen.
Zwischendurch gibt es (leider typische) Misskommunikation, was ich an sich gar nicht mag, doch in dieser Geschichte fand ich es in so weit in Ordnung, dass es zur Entwicklung der Geschichte und der Protagonistin beigetragen hat,
In dem Buch war alles dabei, von lustig und verrückt, über süß und emotional bis hin zu ein paar traurigen Momenten. Ein paar Seiten weniger hätten nicht geschadet, dann wäre das Leseerlebnis noch abgerundeter gewesen.
Fazit
Für mich ein tolles Sommerbuch von Sophie Kinsella, die weiß, wie sie Humor, Liebe und ernste Themen kombinieren kann.
„Wir sehen nicht aus wie irgendjemand in diesen Büchern. Und niemand sieht aus wie wir.“
- Daphne Palasi Andreades
„Brown Girls“ habe ich durch viele (coole) Accounts auf Instagram entdeckt und war dann ...
„Wir sehen nicht aus wie irgendjemand in diesen Büchern. Und niemand sieht aus wie wir.“
- Daphne Palasi Andreades
„Brown Girls“ habe ich durch viele (coole) Accounts auf Instagram entdeckt und war dann so neugierig, dass ich die Deutsche Ausgabe unbedingt lesen wollte.
Eins sei gleich gesagt: „Brown Girls“ ist kein Roman und keine Erzählung von einer Freundinnnen- Gruppe, viel mehr ist es eine kollektive Erzählung, stückweise poetisch geschriebene Texte, über ein Leben von Brown Girls in New York/ Queens von der späten Kindheit, über die Jugend, die 30er bis hin zum Tod.
Am Anfang fiel es mir daher etwas schwer reinzukommen, ich dachte, die genannten Namen seien von Relevanz und man muss sich Zusammenhänge merken, doch tatsächlich besteht das Buch aus vielen Anreihungen kleiner und großer Erfahrungen und nur wenige Namen sind so wichtig sie zu merken.
Das Buch erzählt von Rassismus, Ausgrenzung und Zusammenhalt. Von Erfahrungen, die Frauen, die nicht weiß sind (in New York) machen. Von Familienzusammenhängen, die eher bei nicht- weißen Familien bekannt sind. Von Vorurteilen und Stereotypen. Von Liebe, Ausprobieren und Gemeinschaft. Die ersten Lieben, die wahren Lieben, Freundschaften und Verlusten.
Tatsächlich waren mir manche Abschnitte zu unpoetisch (?) und wirr und doch ist es ein gutes Buch. Ein Buch, indem jede nicht weiße Person wahrscheinlich mindestens 1-2 Mal sich verstanden fühlt. Durch Sätze, die treffender nicht sein könnten. Auch wenn natürlich nicht alles auf jeden zutrifft, denn es geht um die Brown Girls in Queens und eben doch um Individuen.
Und vielleicht versteht die ein oder andere weiße Person, dass Brown Girls (in New York) einen Bund haben, der gar nicht zu erklären ist, wenn man nicht selbst ein Teil davon ist. Weil es Brown Girls sind und manche Erfahrungen eben kollektiv sind, gemeinschaftlich. Vielleicht teilweise Ausgrenzung und Rassismus geschuldet, aber auch viel Liebe und Gemeinschaftsgefühl.
Bücher, die ich in meiner Leseflaute gelesen habe & mir Freude bereitet haben: No. 1:
🍋 Funny Story 🍋 von Emily Henry 🍋🟩
In „Funny Story“ erzählt die Autorin von Daphne, die kurz vor ihrer Hochzeit ...
Bücher, die ich in meiner Leseflaute gelesen habe & mir Freude bereitet haben: No. 1:
🍋 Funny Story 🍋 von Emily Henry 🍋🟩
In „Funny Story“ erzählt die Autorin von Daphne, die kurz vor ihrer Hochzeit sitzen gelassen wurde und in der Not bei dem einzieht, mit dessen Ex- Freundin Daphnes Ex- Verlobter nun zusammen ist. Klingt kompliziert? Ist es aber gar nicht:
Zwei sitzengelassene, Liebeskummer habende Menschen in einer Wohnung. Sie kannten sich nicht & nun haben sie das gleiche Problem. Und lernen sich irgendwie kennen…
Es ist Fake Dating, aber auf eine subtile Weise. Es hätte mehr „Faken“ sein können und doch mochte ich genau diese Menge sehr gerne. Es wirkte alles realistisch und echt. Daphne und Miles sind sympathische Charaktere und lernen sich langsam kennen. Beide sind in ihrem Loch gefangen und müssen lernen mit der Situation umzugehen.
Als Leserin lernt man besonders Daphne gut kennen und versteht schnell, wie sie sich fühlt und handelt. Ihre Ideen eine Beziehung vorzutäuschen ist ziemlich schnell vorhanden, vielleicht etwas zu schnell und doch passend. Man merkt wie sich die Gefühle entwickeln und wie normal widersprüchlich das eigene Entdecken davon ist.
Ich mochte auch die Geschichten drum herum, mit Daphnes Job & ihrem Vater, auch wenn ich die (fehlende) Beziehung zu diesem manchmal zu dramatisch fand - aber gut, jeder geht auch im wahren Leben anders mit (fehlenden) Vaterfiguren um und es ist schön, dass aufgegriffen wurde, wie das auch im Erwachsenenalter noch belastend sein kann.
Miles ist ein sympathischer Protagonist, besonders seine Schwester machte die Geschichte noch mal interessanter und ich hätte gerne mehr von ihr gelesen - oder ein eigenes Buch über sie 🕵🏻♀️🍋🟩
Es ist mittlerweile mein 4. Buch der Autorin - mit Sicherheit nicht mein letztes, wenn auch nicht mein aller liebstes („Kein Sommer ohne dich“ ist bis jetzt mein Favorit). Ein perfekter Roman für den Sommer, erinnert mich ein wenig an Mhairi McFarlane, Anna Bell oder auch Petra Hülsmann. Super zum genießen und abschalten und doch kann man gut mitfiebern.
„Yellowface“ steht seit dem Lesen (& Lieben) von „Babel“ auf meiner Liste. Seit Monaten freue ich mich also auf dieses Buch, dessen Plot so genial klingt. 💛
Meine Erwartungen waren hoch, aber ich wusste ...
„Yellowface“ steht seit dem Lesen (& Lieben) von „Babel“ auf meiner Liste. Seit Monaten freue ich mich also auf dieses Buch, dessen Plot so genial klingt. 💛
Meine Erwartungen waren hoch, aber ich wusste auch, welche Wichtigkeit dieses Buch hat und das es einfach gut sein muss. Und ich mache es kurz: Ich wurde nicht enttäuscht.
Ich glaube, ich muss euch hier gar nicht lange erzählen, wieso dieses Buch genial ist, aber vielleicht eher, wieso es wichtig ist. Dass es genial ist, ja das merkt man glaube ich durch meine Storys in den letzten Wochen, aber auch so. Die Wichtigkeit des Buches wird für mein Gefühl dagegen viel zu oft unterschlagen.
Die Geschichte, die aus der Sicht von Junes geschrieben wurde, packt einen ab der ersten Zeile. Junes klaut nach dem tragischen Tod Athenas ihr Manuskript und bringt es unter einem Pseudonym raus. Junes und Athena waren sowas wie Freundinnen oder eher: gute Feindinnen.
Von Beginn an wimmelt es im Text nur so von Mikroaggressionen. Junes ist eifersüchtig auf Athenas Erfolg, so hätte sie ihn doch nur, weil sie chinesische Wurzeln hat und die Buchwelt sowieso nur noch Diversität möchte und Junes als Weiße keine fairen Chancen mehr hätte.
Junes ist aber keinesfalls Rassistin, schließlich würde sie keine rechten Parteien wählen und kennt sich mit den Begrifflichkeiten aus – dass sie in Athenas Manuskript die Weißen freundlicher abändert, als es geschichtlich passt, ist auch nur dem Frieden zuliebe. Logisch, oder?
Weil: Rassistisch ist nur, wer das selber auch von sich sagt.
Ich habs geliebt, wie genial Rebecca F. Kuang den Rassismus mal mehr, mal weniger unbewusst hat einbringen können. Wie echt und realistisch Junes ist und wie diese weiße Autorin/ Protagonistin auf die Schippe genommen wird. Unterschwellig.
Und was war dann, als ich die ersten Rezensionen zur deutschen Übersetzung las? Satire, die Verlagsbranche wurde auf die Schippe genommen, Buchblogger bekommen ihr Fett weg (…) Das Wort Rassismus? Fehlanzeige. Oder am Rande mal erwähnt. Ehrlich gesagt hat mich das verwirrt. War ich zu blöd, um den Sinn des Buches zu verstehen? Habe ich das falsch verstanden?
Aber nein, ich glaube nicht. Das Buch ist Satire. Das Buch zeigt die Buchbranche und all ihre Heimtücken und es werden auch die schlechten Seiten der Bloggerwelt gezeigt. Keine Seite wird 100%ig als gut dargestellt. Auch Athena war nicht perfekt. Weil keiner perfekt ist.
Aber über all diesen Themen steht der Rassismus. Rassismus, der oft unentdeckt bleibt, Nicht- Betroffene als solchen nicht wahrnehmen und die „sowieso nicht rassistisch“ sind.
Der Roman spiegelt so viele Situationen und Aussagen wieder, die authentisch und echt wirken und auch die Situationen in der Buch- und Bloggerbranche kommen einen nur all zu bekannt vor, da es ähnliche Fälle (leider) zuletzt erst gab.
Tatsächlich gab es zum Ende hin mal ein paar Längen, aber das hat der Geschichte nicht geschadet.
„Yellowface“ ist genial – auf allen Ebenen. Der Schreibstil, der Plot, einfach alles. Wirklich große Liebe für dieses Buch und für diese Autorin.
Und Leute, wenn ihr es lest: Sucht ihn, versucht ihn wahrzunehmen und versucht nicht Junes zu mögen. Das ist meiner Meinung nach nicht das Ziel des Buches. Die Junes dieser Welt werden eh viel zu sehr gemocht.