Wo Piskulla draufsteht, ist auch Piskulla drin.
Die Suche nach dem Route 66 KillerUnd zwar zu 100 % in Reinkultur.
Nach den überaus spannend gestalteten Thrillern „ Pacific Crest Trail“ und „ Stahlwerk“ führt Piskulla seine Leserschaft nun auf einen mörderischen Trip auf die Route ...
Und zwar zu 100 % in Reinkultur.
Nach den überaus spannend gestalteten Thrillern „ Pacific Crest Trail“ und „ Stahlwerk“ führt Piskulla seine Leserschaft nun auf einen mörderischen Trip auf die Route 66.
Eine Straße, die ihren Glanz schon lange verloren hat, die 3945 Kilometer quer durch Amerika führt. Dort treibt in seinem Thriller ein irrer Mörder seine Spielchen.
Gleich zu Beginn trifft man einige alte Bekannte aus dem PCT. Thriller, den man aber nicht zwingend gelesen haben muß, denn das Buch ist keine Fortsetzung.
Da ist der inzwischen pensionierte Leiter der Mordkommission des FBI Los Angeles, Steve Cortez.
Und natürlich der Held aus PCT, Mark Stetson, ebenfalls aus dem Polizeidienst ausgeschieden.
Er und seine Freundin Rebecca gründen aus Langeweile eine Detektiv-Agentur, es dauert nicht lange und die erste Kundin tritt auf den Plan. Sie vermisst ihren Sohn, der sich mit einem wunderschönen Motorrad seinen Traum erfüllen möchte, die Route 66 zu befahren.
Und dann geht es los, typisch Piskulla, gleich in die Vollen.
Mit viel Sachwissen über Dinge, die den Benutzern dieser Fahrstrecke aber jederzeit zum Verhängnis werden können, mit einer ordentlichen Prise Erotik, die durchaus dazugehört, mit Ortskenntnis. die er sich beim Befahren der Route erworben hat, und viel böser Fantasie zieht er seine Leser derart in den Bann der Geschichte, dass man das Buch nur sehr schwer und nur in dringenden Fällen aus der Hand legt.
Flüssig geschrieben, alles so erklärt, für Leser, die sich diesem Thema nicht so nahe fühlen, die Spannung steigert sich mit jedem der kurzen Kapitel, in denen jeder der Protagonisten sein eigenes Süppchen zu kochen scheint, mit Bildern, die er in unsere Köpfe zaubert und Lust macht, doch einmal dort hin zu fahren, gleich darauf aber entzaubert er diese Strecke wieder, so präsentiert er sein Buch.
Denn da ist nicht nur einer böse und es gibt auch nicht nur einen verschwundenen Menschen.
Der Killer der Route 66 wird noch lange nach dem Ende des Buches in den Köpfen der Leser bleiben.
Wunderschön ist das Coverbild. Eine menschenleere Gegend, eine kerzengerade Strasse und ein Himmel, der gleich explodieren wird.
Ein Buch, das man lesen muss.