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Veröffentlicht am 05.06.2025

Der elfte Fall für Pierre Durant

Provenzalisches Licht
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In ihrem elften Buch, in dem natürlich Pierre Durant wieder im Einsatz ist, hat die Autorin Sophie Bonnet alles eingepackt, was so einen Krimi für die Leser zum Leckerbissen macht.

Die malerische, wunderschöne ...

In ihrem elften Buch, in dem natürlich Pierre Durant wieder im Einsatz ist, hat die Autorin Sophie Bonnet alles eingepackt, was so einen Krimi für die Leser zum Leckerbissen macht.

Die malerische, wunderschöne Landschaft der Provence, pittoreske Dörfchen ( die es zwar nicht gibt, aber geben könnte), Farben, von denen man träumen kann, eine Küche, der man kaum widerstehen kann, Mode, die Frankreich gepachtet zu haben scheint, Düfte, die man sich gut vorstellen kann, und einen Fall, der das alles umfasst.

Der Modedesigner Cyril Fontanel wird bedroht, eine Modenschau muß in ein anderes Dorf verlegt werden, es gibt eine Tote und ein Blogger macht sich verdächtig. Das ist aber noch nicht alles, vor vielen Jahren ist genau in dem Ort, wo nun die Show geplant ist, die Mäzenin und Inhaberin einer Stoffdruckerei, Zaza, die die sogenannten Indiennes herstellte, durch den Sturz über eine Treppe zu Tode gekommen.

Nachdem nun in der mittlerweile stillgelegten Fabrikshalle wieder eine Frau tot aufgefunden wird, die ebenfalls in einem Arbeitsverhältnis zu Zaza stand, wird der Fall wieder aufgerollt und da kommt einiges zu Tage, das man zuvor nicht beachtet hatte.

Pierre hat ausserdem das Problem, dass sein Vater aus Paris nach Sainte Valerie übersiedeln möchte, was ihm so gar nicht in den Kram passt, plant er doch, mit seiner Frau Charlotte ein Kind zu haben.

Und so hat Pierre alle Hände voll zu tun, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist doch Eile angesagt, denn die Modenschau rückt näher und näher.....

Ein wie gemalt wirkendes Bild ziert das Cover und macht Lust auf Bonnets neuen Krimi aus der Provence.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Die Suche nach der Liebe

Eine Welt nur für uns
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Die Autorin Claire Deya hat in ihrem Roman eine zum Glück vergangene Zeit aufgeblättert.

Die Zeit zum Ende des zweiten Weltkrieges.
Der Roman hat mehrere Protagonisten, der erste ist für mich ...

Die Autorin Claire Deya hat in ihrem Roman eine zum Glück vergangene Zeit aufgeblättert.

Die Zeit zum Ende des zweiten Weltkrieges.
Der Roman hat mehrere Protagonisten, der erste ist für mich Vincent, er lebt nach seiner Flucht aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager unter falschem Namen und meldet sich bei einem Minenräumkommando im Süden Frankreichs.
Eigentlich ist er auf der Suche nach seiner großen Liebe Ariane, aber er weiß weder, wo sie sich aufhält, noch, ob sie überhaupt noch lebt.
Er fragt bei ihren Eltern, bei ehemaligen Freunden, aber niemand weiß etwas Konkretes.

Es gibt auch den Minenentschärfer und Chef der Truppe, Fabien, dem er sich aber nicht anvertraut, weil er Angst hat. Auch Fabien trägt Geister seiner Vergangenheit mit sich herum, auch er schweigt.

Weiters sind da einige deutsche Kriegsgefangene, die aus dem Lager abgestellt sind, um ebenfalls so schnell wie möglich die Minen aufzuspüren.
Lukas, der aus dem Lager fliehen will, es aber alleine nicht schafft, also sucht er nach Verbündeten.

Nach einer fürchterlichen Explosion entsteht zwischen den beiden Gruppen so etwas wie eine Gemeinschaft und sie beginnen, miteinander zu reden.
Vincent erhofft sich Neues über Ariane davon, aber es geht nur langsam.

Und da ist auch noch Saskia, die als einzige ihrer Familie das Lager überlebt hat und nun das Haus ihrer Eltern wieder beziehen will, aber da sind Fremde, die sie wegschicken. Auch sie hat es sehr schwer.

Die Autorin hat es geschafft, die Lebenswege aller dieser Personen auf die eine oder andere Weise miteinander zu verknüpfen und das ist sehr spannend zu lesen, da natürlich alles ganz anders kommt, als man es als Leser erwartet.

Ein schönes Cover rundet das Leseerlebnis ab.


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Veröffentlicht am 01.06.2025

Win - Win

Hope
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Als ich das Buch gesehen habe, dachte ich, ich würde die Geschichte eines Hundes kennenlernen. Nachdem ich das Buch dann in Händen hatte, wurde ich eines Besseren belehrt. Aber auch wieder völlig anders, ...

Als ich das Buch gesehen habe, dachte ich, ich würde die Geschichte eines Hundes kennenlernen. Nachdem ich das Buch dann in Händen hatte, wurde ich eines Besseren belehrt. Aber auch wieder völlig anders, als angenommen.

Das Buch beschreibt eindringlich und keinesfalls übertrieben, was eine Sucht an einem Menschen anrichten kann.

Was dann aber kommt, ist wirklich faszinierend. Der Autor des Buches, Niall Harbison schreibt ohne Beschönigung, wie er sich beinahe zu Tode soff, beziehungsweise wie er auch Drogennahm, aber seine Hauptsucht war der Alkohol. Und, er beschreibt auch, wie er mit Hilfe einer Entzugstherapie und ganz viel eigener Kraft da herauskam.

Besonders haben ihm aber Hunde geholfen, denn er hat sich nach dem Entzug entschlossen, den Streunerhunden auf der Insel Koh Samui zu helfen. Zuerst nur mit Futter, dann kamen auch Helfer dazu und schließlich auch Spenden über seinen Internet-Auftritt.

So wurden Hunderte von Hunden kastriert und Hündinnen sterilisiert und Welpen an Familien und Freunde vermittelt.

Eine Win-Win-Situation wie aus dem Bilderbuch.

Der Hund Hope hat es auf die Titelseite geschafft, seine Geschichte ist äußerst berührend und wird keinen kalt lassen.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Emanzipation

Die Erste Kommissarin
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Moritz Hirche, der Autor dieses sowohl spannenden als auch zeitlich in einer komplizierten Zeit angesiedelten Romans, hat auch jede Menge Humor mit hineingepackt.

Alleine die Vergleiche sind echt ein ...

Moritz Hirche, der Autor dieses sowohl spannenden als auch zeitlich in einer komplizierten Zeit angesiedelten Romans, hat auch jede Menge Humor mit hineingepackt.

Alleine die Vergleiche sind echt ein Hit.

Die Handlung des Romans zeigt auf jeden Fall, dass die deutsche Kriminalpolizei noch nicht ganz reif für weibliche Kriminalbeamtinnen war, kaum ein Mann, der nicht zumindest in Gedanken etwas dagegen zu sagen (denken) wusste.

Aber Jette, die Hauptperson des Geschehens, machte allen ganz schnell klar, dass sie nicht umsonst diesen Beruf ausüben wollte und wurde dann auch zähneknirschend anerkannt.

Für den Fall, den es zu lösen gab, hat man Jette immerhin an die gefährlicheren und ungemütlicheren Orte abgestellt, sie aber hat auch dort ihre Frau gestellt.

Interessant waren für mich als Nicht-Berlin-Kennerin die Wege, die da gefahren und gegangen wurden, Google hat mit hier einige Wissenslücken gefüllt.

Tankstellen zum Beispiel wurden gerade erst installiert, davor musste man sich seinen Treibstoff in der Apotheke oder in der Drogerie besorgen. Auf heute umgesetzt wäre das der Lacher des Jahrhunderts.

Die Armenviertel von Berlin und Hamburg waren wohl Orte des Grauens, nicht nur wegen der Kriminalität, und im Gegensatz dazu der unermessliche Reichtum am anderen Ende der Stadt.

Nicht zu vergessen die Lehrstunde über die samoanischen Kulturgüter, für die der ganze Aufwand im Buch betrieben wurde.

Das Cover zeigt das Brandenburger Tor und davor wohl Jette in Damenkleidung.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Der Gezeitenmörder

Die Mündung
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Tim Piepers Thriller " Die Mündung" hat mich voll gepackt.

In hohem Tempo läßt Pieper seine Figuren agieren, auch als Leser ist man da gefordert.

Lena Funke, ihres Zeichens Kommissarin, will einfach ...

Tim Piepers Thriller " Die Mündung" hat mich voll gepackt.

In hohem Tempo läßt Pieper seine Figuren agieren, auch als Leser ist man da gefordert.

Lena Funke, ihres Zeichens Kommissarin, will einfach nicht glauben, dass ihre Schwester Jette Opfer des " Gezeitenmörders " wurde, dem schon einige Frauen zum Opfer fielen. Sie nimmt sich eine Auszeit und sucht auf ihre Art nach Fakten und Indizien.

Dass dies gefährlich ist, verdrängt sie.

Für Verwirrung sorgt auch, dass Lena plötzlich auf einer Insel ist und dort einen Toten am Strand findet, der Schmuckstücke in seiner Jackentasche hat, die den Opfern, auch Jette gehören.

Als ihr Chef, Kriminalrat Bruns, sich eigenartig zu verhalten beginnt, zweifelt auch Lena an allem, was sie in letzter Zeit erlebt hat und begibt sich freiwillig in eine Anstalt, wo sie auch hypnotisiert wird und sich an bestimmte Dinge erinnert.

Pieper versteht es wunderbar, die Stimmung, in der sich seine Protagonisten befinden, und die Natur, in der sich viele Plots abspielen, zu beschreiben, was auch auf den Leser wirkt.

Als Landratte waren manche Ausdrücke für mich unverständlich, aber da hat mich das tolle Glossar am Ende des Buches förmlich gerettet und ich konnte mir ein gutes Bild von vielem machen.

Die Spannung war zuweilen nur schwer zu ertragen, so bildhaft hat der Autor sein Werk in Szene gesetzt.

Sehr schön finde ich das Cover, das viel von der Stimmung des Buches ins Bild bringt..

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