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Veröffentlicht am 15.12.2024

Ganz Spanien im Fussballfieber

Roter Sommer
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Berna Gonzalez Harbour macht das Lesen nicht ganz einfach, man muß wirklich aufpassen, den roten Faden nicht zu verlieren. Aber das Buch ist alles andere als langweilig. Aus der Sicht der jeweiligen Personen ...

Berna Gonzalez Harbour macht das Lesen nicht ganz einfach, man muß wirklich aufpassen, den roten Faden nicht zu verlieren. Aber das Buch ist alles andere als langweilig. Aus der Sicht der jeweiligen Personen geschrieben, muß man daher öfters die Sichtweise ändern, aber das macht den Thriller nur noch spannender.

In den geistlich geführten Internaten geht bei den kleinen Zöglingen die Angst um, denn wer als letzter die Dusche verlässt, muß büßen.

In einem Park in Madrid wird eine Leiche gefunden. Comisaria Maria und ihr Team müssen, anstatt im TV das große Spiel der Spanier zu verfolgen, ausrücken, um einen Mörder zu fangen. Aber auch das geht nicht einfach über die Bühne, bald folgt Leiche Nr.2. Hier auch noch eine Verbindung zu erschließen, verlangt Maria und ihrem Team das Letzte ab, aber niemand gibt auf. Auch Luna, seines Zeichens Reporter will helfen, denn in seiner Erinnerung klingelt etwas, und das ist nichts Gutes.

Eine ganz besondere Tätowierung der beiden Toten hilft ebenfalls mit.

Am Cover eine geschmückte Straße in Madrid.

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Liebe oder Diamanten, was ist mehr wert?

Cartier. Der Traum von Diamanten
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Sophie Villard hat in ihrem Roman eine doch etwas verklärte Geschichte der Juweliersfamilie Cartier geschrieben, aber sie hat darum herum ein ganzes Netz an kleineren Geschichten gesponnen, die alles zusammen ...

Sophie Villard hat in ihrem Roman eine doch etwas verklärte Geschichte der Juweliersfamilie Cartier geschrieben, aber sie hat darum herum ein ganzes Netz an kleineren Geschichten gesponnen, die alles zusammen zu einem stabilen Netzwerk machen.

Die drei Brüder, jeder in einer anderen Stadt, ihre Frauen und Freundinnen, ihre Mitarbeiter und natürlich die Kunden und Kundinnen aus höchsten Adelskreisen und nicht zu vergessen, viele bekannte Namen aus Wirtschaft und Kunst, alle bekommen ihren Platz im Roman.

Und die eigentliche Protagonistin, Jeanne, eine einfache Näherin, aber mit Stil und Gefühl, die es nicht nur ins Herz von Louis Cartier, sondern in die Chefetage des Hauses schafft, eine hübsche, lebenslustige und kluge Frau in der damals eher von Männern dominierten Zeit. (1910 bis 1915 )

Ein glitzerndes Cover macht Lust auf Diamanten......

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Veröffentlicht am 27.11.2024

Kindheitstrauma

Mordscoach
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Lilli Pabst hat bei ihrem neuen Roman aus dem vollen Nähkörbchen geplaudert.
Viele Begriffe aus der Psychoanalyse tauchen auf und wieder unter.
Ihre Romanfigur Sophie hat es nicht leicht.
In ...

Lilli Pabst hat bei ihrem neuen Roman aus dem vollen Nähkörbchen geplaudert.
Viele Begriffe aus der Psychoanalyse tauchen auf und wieder unter.
Ihre Romanfigur Sophie hat es nicht leicht.
In ihrer Praxis läuft es gut, man kann sich halt die Typen, die man als Klienten hat, nicht aussuchen, manche sind nett, andere eher ekelig, und ab und zu auch extrem hübsch.
Als so eine Dame vor Sophie sitzt und behauptet, über den Tod ihrer Mutter nicht hinweg zu kommen, später allerdings meint, Sophie sei hübscher, als ihr Mann Jakob behauptete, klingelt es bei Sophie. Ziemlich laut sogar. Ein Wort gibt nun das andere und kurz darauf liegt Amelie, so heisst (hieß) die Dame, tot auf dem Boden. Sophie ist starr vor Schreck, traut sich aber nicht, Hilfe zu holen, denn immerhin ist sie die Ehefrau des Geliebten der nunmehr Toten.
Und zu allem Unglück kommt auch noch einer ihrer "ekeligen" Klienten schon die Treppe herauf. Und er stellt Fragen, da Sophie angeschlagen aussieht und sich so verhält.
Und das hat noch weitere Folgen, die man in den 314 Seiten in Folge lesen kann.
Auf Seite 105 gibt es eine Namensverwechslung und im Klappentext lautet der Name des Ehemannes völlig anders, nämlich Jörn, aber Freud hat sicher eine Erklärung dafür.....
Das Cover ist ein optisches Wortspiel vom Feinsten.

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Veröffentlicht am 26.11.2024

Ein Dorf, ein Tunnel, zwei Brüder, Mord und Totschlag

Der König
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Keiner, wirklich keiner versteht es Krimis zu schreiben, wie die von Jo Nesbo.
In " Der König" schafft er es, Sympathien für einen Mehrfachmörder aufkeimen zu lassen.
In " Ihr Königreich" erfuhren ...

Keiner, wirklich keiner versteht es Krimis zu schreiben, wie die von Jo Nesbo.
In " Der König" schafft er es, Sympathien für einen Mehrfachmörder aufkeimen zu lassen.
In " Ihr Königreich" erfuhren wir, warum die Brüder Roy und Carl Opgard so geworden sind, wie sie nun sind.
Und nun geht es weiter. In Os, dem Heimatdorf der Brüder, will Roy die größte Achterbahn zu bauen und einen Vergnügungspark dazu. Mit dem Hotel von Carl, dem Os-Spa wäre das dann der ganz große Wurf im Tourismusgeschäft.
Aber, da ist noch etwas, das die gesamten Pläne durchkreuzen könnte, ein Tunnel. Der würde dann nämlich das Wunderland völlig von der großen Verkehrsroute abschneiden.
Also muss etwas geschehen.
Bestechung, Drohung, bis zum Mord ist alles dabei.
Und der Autor lässt dem Leser keine Ruhe mehr, da gibt es Wendungen in alle Richtungen, jeder weiß etwas von jedem und jeder erpresst jeden.
Das Cover mit der goldenen Achterbahn symbolisiert hier sehr gut die Stimmung, denn es kann nur einen König geben.

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Veröffentlicht am 13.11.2024

Samisches Drama

Als wir im Schnee Blumen pflückten
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Tina Harnesk stammt aus Schweden, ist selbst Sami und vermittelt in ihrem Roman viel von der samischen Kultur.
Im Roman geht es um zwei alte Leute samischen Ursprungs, die Frau, Mariddja, hat ...

Tina Harnesk stammt aus Schweden, ist selbst Sami und vermittelt in ihrem Roman viel von der samischen Kultur.
Im Roman geht es um zwei alte Leute samischen Ursprungs, die Frau, Mariddja, hat gerade ihre Krebsdiagnose bestätigt bekommen, will aber unter keinen Umständen ihren Mann`, Biera, alleine lassen, da er starke Anzeichen von Demenz erkennen lässt. Außerdem will Mariddja unbedingt noch einmal ihren Neffen, der vor langer Zeit das Kind war, das sie nie empfangen konnte, sehen.
Im zweiten Erzählstrang erfährt man von Kaj und Gustav, die sich abwechseln, ihre Mutter, Laura, zu besuchen und sie in ihrem Sterben zu begleiten.
Kaj, der Arzt ist, übersiedelt in den Norden, wo er und seine Verlobte Mimmi sich ein Haus gekauft haben. In einer Kiste, die mit seinem Namen beschriftet ist, findet Kaj unzählige Gegenstände samischer kultureller Handwerkskunst, die er aber nicht zuordnen kann.
Und es gibt einen kleinen Jungen, Johanas der sich so nach und nach bei Kaj und Mimmi einnistet.
Viel alltägliches liest man im Buch, aber alles hängt zusammen und ergibt am Ende eine wunderbare, langsam und einprägsame Geschichte, die aufgelockert wird von der beinahe menschlichen Stimme der "Sire", die für Mariddja so etwas wie eine verständnisvolle Freundin wird.
Ein Buch, das aufrüttelt und gut zu lesen ist.
Ein passendes Cover rundet das Leseerlebnis ab.

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