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Veröffentlicht am 29.05.2026

It's up to you, New York, New York......

Good Luck Chuck
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Das Cover hat es mir sofort und auf den ersten Blick angetan. Es spiegelt einen intimen Moment wider, vor der Kulisse einer großen Stadt, die eigentlich keine Intimität bietet. Nach der Lektüre des Buches ...

Das Cover hat es mir sofort und auf den ersten Blick angetan. Es spiegelt einen intimen Moment wider, vor der Kulisse einer großen Stadt, die eigentlich keine Intimität bietet. Nach der Lektüre des Buches gefällt es mir fast noch besser, da es ein wenig die Intimität der beiden Hauptprotagonisten spiegelt, die man gegen Endes des Buchs sehr gut wahrnimmt.

Die Geschichte an sich ist in der Gegenwartsform geschrieben, was dem Buch eine tolle Atmosphäre gibt, so ist man vom Anfang an gleich in der Geschichte und Gefühlswelt der Hauptperson(David) drin. Der Stil ist erst etwas verwirrend. Sobald man sich darin eingelesen hat, findet man sich aber gut zurecht und gewöhnt sich dran. Für mich eine schöne Abwechslung und mal was Neues. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich selten auf Schreibstile achte, sondern meist immer auf den Inhalt und die Wendungen in der Geschichte selbst.

Für mich selbst habe ich das Buch in drei Teile geteilt. Den Teil in dem David von seinen Depressionen und Phobien geplagt wird, und in dem er nicht mehr leben möchte und all seinen Lebensmut verliert, und schließlich, erlösenderweise für ihn, an Krebs erkrankt. Der Teil in dem er sich mit einer Reise einen letzten Lebenstraum erfüllt, und während dieser Zeit Coco kennenlernt, und in dem man für einige Zeit denkt, alles wendet sich zum Guten. Und dann der dritte Teil, in der sich durch Coco sein ganzes Wesen verändert, und er mit ihr noch eine wunderschöne Zeit erlebt, und auf einmal gar nicht mehr sterben will, sondern einen Grund zum Leben gefunden hat. Das Buch bringt also eine Achterbahnfahrt, und macht einen mal melancholisch und nachdenklich, lässt einen aber auch mitschmunzeln.

Schon in der Einleitung lesen wir sehr detailliert, was in depressiven Menschen an Gedankengängen vor sich geht. Die Stimmung und Atmosphäre ist bedrückend. Manche werden sich darin selbst erkennen, und das ist genau das Schlimme daran, dass man diesen Menschen nicht ansieht, was in ihnen vorgeht, und sie sich perfekt an die Masse der Menschen um sie herum anpassen können, ohne zu zeigen, dass etwas mit ihnen nicht stimmt. Der Protagonist David leidet darunter, und doch merkt es ihm niemand an. Der Prolog kommt einem hier vor wie ein Spiegel, der einem vorgehalten wird.

In der Geschichte kommt beim Protagonisten dann noch eine Krebserkrankung dazu. Für ihn ein Geschenk des Himmels. Weiß er doch eh nichts mehr mit seinem Leben anzufangen, nimmt er diese dankbar hin, ohne über Heilungen und Chemotherapie auch nur nachzudenken.

New York nimmt in diesem Buch eine zentrale Rolle ein, ist es doch schon immer Davids Traumstadt gewesen. Und so verwundert es nicht, dass er seine letzte Lebenszeit dort verbringen will. Hier angekommen ist er natürlich fasziniert von der Lebendigkeit der Stadt, allerdings wird er immer noch von seiner Menschenphobie geplagt. Bis er eher zufällig Coco über den Weg läuft. Sie schafft es, ganz wie bei einem scheuen Tier, Dinge aus David heraus zu kitzeln, und sein Vertrauen zu gewinnen. David, anfänglich noch völlig unbeholfen und überfordert mit der Situation, was diese wunderschöne Frau eigentlich von ihm will, taut in ihrer Nähe immer mehr auf. Hier freut man sich über jede kleine Geste, und sei es nur, dass er nach Jahren einem Menschen mal wieder in die Augen schaut, und nicht auf den Boden. Für Coco wiederum ist David so ganz anders, als die Menschen, denen sie vorher begegnet ist. Sie denkt natürlich nicht an eine Krankheit, und sieht nur diesen jungen Mann, der anscheinend unheimlich schüchtern ist, was sie aber auch anziehend an ihm findet.

Die Beiden verlieben sich ineinander. Nun kommt der Teil, der ganz schön ist, da die Beiden eine tolle gemeinsame Zeit verleben. Sie zeigt ihm New York und das alles mit ihrer lebensbejahenden Art. Er bringt ihr immer mehr Vertrauen entgegen. In diesem Teil des Buches könnte man fast denken, es sei alles in Ordnung. Würde der Krebs nicht seine Schatten voraus werfen. Für mich ist auch schön zu sehen, dass Coco ihn nicht abschreibt, weder bei den Depressionen, noch bei der Krebserkrankung.



Im Laufe der Zeit hat nimmt David auch immer mehr Einfluss auf Coco. Anfangs zwar selbstbewusst und für alles eine Lösung habend, muss sie sich im Buch den Situationen von Davids Krebskrankheit anpassen, und wird dadurch ein Stück erwachsener. Wusste sie vorher nicht genau, was sie in ihrem Leben wollte, weil alles einfach zu verlockend und interessant ist, so festigt sie sich durch ihn immer mehr.

Der Autor schafft im Buch eine Stimmung, in der es unmöglich ist, beim Lesen der Probleme und verpassten Möglichkeiten im Leben, die David im Laufe der Jahre angesammelt hat, nicht an seine eigenen verpassten Möglichkeiten zu denken, und was man gerne im Laufe des Lebens anders gemacht hätte. Auch stimmt es einen nachdenklich und melancholisch, wie man selbst mit so einer Situation umgehen würde.

Mir gefällt auch, dass der Autor in diesem Buch das Thema Depressionen und soziale Phobie verarbeitet, da es keinen großen Raum in der Gesellschaft einnimmt, und viele Leute immer noch denken, solche Sätze wie „Der soll sich mal nicht so haben und fröhlich sein, oder mal lachen“ seien angebracht, nicht wissend, dass es sich um eine Krankheit handelt. Schön, dass das Thema durch das Buch ein wenig aus der Tabuzone heraus kommt. Gleichzeitig gibt es vielleicht auch Antrieb, ein wenig mehr auf seine Umwelt zu achten, und Menschen und ihr Verhalten zu beobachten, selbst wenn es sich um anfänglich Fremde handelt.

Da dies ein Erstlingswerk ist, harre ich der Dinge, die in der Zukunft eventuell noch vom Autor kommen werden J



Die Geschichte ist für alle geeignet, die einen Hang zu Liebesgeschichten mit einem bittersüßen Ende haben, in dem kein klares Happy End definiert ist, aber immer auch ein wenig Hoffnung mitschwingt, und welches einen sehr nachdenklich zurücklässt. In diesem Sinne: Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst. Es könnte wahr werden, denn…………………………Achtung Spoiler!!!!!!







……………………….. In Davids Fall hat sein Sterbewunsch vom Anfang sich erfüllt.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Für die Liebe muss man auch mal kämpfen......

Du bist alles
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Du bist alles von Isabelle Ronin

Ich muss dazu gleich am Anfang sagen, dass ich den Vorgänger „Du bist mein Feuer“ nicht gelesen habe, und quasi mit dieser Vorgeschichte zu diesem Buch angefangen habe. ...

Du bist alles von Isabelle Ronin

Ich muss dazu gleich am Anfang sagen, dass ich den Vorgänger „Du bist mein Feuer“ nicht gelesen habe, und quasi mit dieser Vorgeschichte zu diesem Buch angefangen habe. Aber das Buch hat mich so mitgerissen, dass ich mir die Geschichte um Caleb (den Freund von Cameron) gleich bestellt habe, und nun auch lesen werde.

Buchprotagonisten hier sind Cameron (Cam) und Kara.

Mir gefällt die Entwicklung von Kara und Cam in diesem Buch. Es ist ein wenig eine Selbstfindung. Cam, der anfänglich Niemanden an sich ranlässt, und dann Kara trifft, die so anders ist, als alle anderen Menschen um ihn herum. Eine Frau mit Biss, die immer ihre Gedanken ausspricht. Genau das fällt ihm sofort auf. Und auf der anderen Seite Kara, die Frau, die anfänglich mit ihrem Feuer und ihrem Selbstbewusstsein (das sie sich seit ihrer Kindheit antrainieren musste) plötzlich in der Nähe von Cam das genaue Gegenteil durchmacht, nämlich immer unsicherer in seiner Nähe wird. Durch seine Zurückhaltung, und weil er ihr nie was über sich erzählt, wird diese Situation nicht besser. Kara ist verunsichert. Kann sie ihm all die Dinge glauben, die er ihr sagt? Ist das möglich? Spielt er nur mit ihr? Es ist spannend zu sehen, wie sie sich wieder fängt, und ihr altes Ich zurückgewinnt, um Cam die Stirn zu bieten.

Viele Leute denken vielleicht, wenn sie so ein Buch kaufen, dass entweder die Liebesgeschichte verlorengeht, und damit die Gefühle der Protagonisten, und es wird nur eine oberflächliche Geschichte erzählt, die nicht tiefgehend genug ist. Oder es ist das Gegenteil der Fall. Die Menschen im Buch erleben eine emotionale Achterbahnfahrt von Kapitel zu Kapitel, und dabei geht die Hintergrundgeschichte ein wenig flöten.

Hier wurde es geschafft eine Geschichte zu erzählen, wo das nicht so ist. Die Geschichte wirkt nicht zu kompliziert, wie andere Liebesgeschichten dieser Machart. Das „Hin und Her“ der Protagonisten ist erträglich und nachvollziehbar. Und trotzdem erfährt man etwas sowohl über die Gefühle der beiden, als auch die spannende Lebensgeschichte nebenher. Es gibt auch einige lustige Szenen, bei denen man wirklich lachen muss ;)

Grundsätzlich mag ich Geschichten, in denen es Einblicke in die Kindheit der Protagonisten gibt. Das ist auch hier der Fall. Es hilft so manche Entscheidung als Erwachsener zu verstehen. Sowohl von Kara, als auch von Cam. Zusätzlich vermitteln sie einem den Eindruck, dass der perfekt aussehende junge Mann (in diesem Fall Cam), der mit dieser großen Selbstsicherheit vor einem steht, und nie Mangel an Selbstvertrauen hat, auch mal ein kleiner Junge war, und nicht mit dieser Selbstüberzeugung geboren wurde. Das macht ihn ein klein wenig nahbarer.

Das Buch lässt sich flüssig lesen, und wird dabei nicht langweilig. Es ist ein schönes Buch, über den Anfang einer Liebesbeziehung, und was sich daraus ergibt, mit all den Unsicherheiten des ersten Kennenlernens, bzw. wenn eine von beiden Seiten das bessere Kennenlernen und Preisgeben von Dingen verweigert und somit eine tiefere Bindung sabotiert. Und trotzdem merkt man das gesamte Buch über ein Näherkommen und sich aufbauendes Vertrauen zwischen Cam und Kara. Neben diesem Thema spielt auch das private Familienleben von beiden, und die Geldsorgen von Kara eine Rolle, was die Protagonisten nur menschlicher wirken lässt. An keiner Stelle ist die Geschichte kitschig. Um zwei Menschen, die sich auf doch recht ungewöhnliche Weise auf dem College kennenlernen, sich zueinander hingezogen fühlen, und sich am Ende auch aufeinander einlassen.

Ich würde das Buch jedem empfehlen, der nicht unbedingt ein „Märchen Happy End“ benötigt, sondern auch mit ganz normalen Menschen klarkommt, die einiges durchmachen müssen, um richtig zueinander zu finden. Das Ende sag nicht an, dass die Beiden glücklich leben und für immer zusammen sein werden. Vielmehr ist die Aussage, dass man nicht bei jedem Problem voneinander wegrennen soll, und quasi zusammen an den Problemen arbeitet. Hier möchte ich dazu den letzten Satz im Buch zitieren: "Doch schon die nächsten Tage brachten neue, völlig unerwartete Probleme für uns. Ich dachte, ich wäre gewappnet. Wie sich herausstellte, war das ein Irrtum."

Wen diese Entwicklung der Hauptfiguren interessiert, der sollte das Buch lesen. Mir hat es viel Freude bereitet.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Der gute Böse.... oder doch andersrum?

Blake
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Blake. Der Name ist hier wohl Programm. In diesem Fall sogar Buchtitel-gebend. Ich könnte hier nun eine Inhaltsangabe des Buchdeckels zitieren, das möchte ich aber nicht, denn das kann jeder selbst tun. ...


Blake. Der Name ist hier wohl Programm. In diesem Fall sogar Buchtitel-gebend. Ich könnte hier nun eine Inhaltsangabe des Buchdeckels zitieren, das möchte ich aber nicht, denn das kann jeder selbst tun. Es geht um einen Mann (Blake), der zwar nicht offiziell für das FBI arbeitet, ihm aber immer wieder als Berater zur Seite steht, ohne dort angestellt zu sein. Die Begabung des Mannes hier liegt im sehr genau¬en Beobachten seiner Menschen und der Umgebung. Die Geschichte an sich ist ein guter, solider Thriller, in dem es um die Entführung eines Jugendlichen geht. Wenn man weiterliest verbirgt sich hinter dem Fall eine ganz andere Geschichte, und auch das Ende ist recht überraschend, weil man natürlich, wie so oft………………..Vorsicht Spoiler!!!!......... von einem anderen Täter ausgegangen ist.

Blake ist ein Außenseiter. Die Leute merken unterschwellig, dass mit ihm etwas nicht stimmt. So hat man das Gefühl, dass sie automatisch immer etwas Abstand zu ihm halten, und ihm gegenüber ablehnend rüberkommen. Vielleicht ist das ein unterbewusster Überlebensinstinkt. Vielleicht merken Menschen ja, wenn ihnen ein „Raubtier“ gegenübersteht. Man fragt sich die ganze Zeit, warum dieser doch noch recht junge Mann das geworden ist, was er nun ist.

Trotz allem, und nun kommt das ABER, schafft der Autor es, Timothy Blake, als sympathischen Kerl rüberzubringen, der dem Buch auch eine gewisse Witzigkeit und ein wenig Chaos gibt. Nicht immer nach Recht und Ordnung, gibt es fast immer eine gewisse Situationskomik. Aufgrund des Lasters von Blake geht das fast schon in den schwarzen Humor Bereich. In der heutigen Zeit, wo es nur zählt, was man ist, und sich gerne mal anpasst, bildet der Hauptprotagonist totale Abweichung vom „Normalen“. Ein Charakter mit dem man erstmal warm werden muss. Tatsächlich gab es anfänglich einen Engel und einen Teufel auf jeder meiner Schultern, die mir, wie es bei Gut und Böse immer ist, zuflüsterten ich solle zum einen weiterlesen, auch wenn die Hauptfigur ein dunkles Geheimnis hat, und mir zum anderen sagte, dass dieses Geheimnis aber wirklich keine leichte Kost ist, und wirklich krank und abartig. Das bringt einen in eine gewisse Zwickmühle, und zwingt einen tatsächlich darüber nachzudenken, wie man mit Menschen und ihren verschiedenen Abgründen umgeht. Sowas hat wohl Jeder von uns ab und an mal, seien wir ehrlich, nur natürlich nicht im Ausmaß, wie im Buch. Das Buch geht nicht tiefenpsychologisch auf Abgründe der Menschen ein, sondern lässt jedem die Wahl, zu entscheiden, ob man damit klarkommt.

Doch wem das hier zu viel Charakterbeschreibung wird, und wenig Inhalt des Buchs, der muss sich hier darauf einlassen, dass das Buch sehr stark von diesem Charakter lebt, und wohl ein anderes Buch und eine ganz andere Geschichte geworden wäre, gäbe es diesen nicht.

Ich weiß nicht was der Autor sich vorgestellt hat, aber man könnte die Geschichte richtig als Serie weiterausarbeiten, zumindest für meine Begriffe spräche da nichts dagegen. Man wird neugierig, und möchte gerne wissen, wie es mit ihm weitergeht, gerade auch in der Hinsicht darauf, dass es tatsächlich einen Menschen im Buch gibt, der sich nicht von ihm fernhält. Und wie es bei solchen Geschichten oft ist, erkennt er die Gefahr, die von ihm ausgeht, und tut diesem Menschen weh, damit er keine Gefahr für ihn darstellt. Auch ist er nicht unbedingt nur auf eine Seite, nämlich die der Guten, festgelegt. Aber was gut und was böse ist, das verschwimmt im Buch eh miteinander. Am Ende wünscht man sich, dass Blake ganz normal leben könnte, ohne sein Geheimnis (und auch hier werde ich nicht verraten worum es geht, das sollte jede im Buch selbst lesen). Aber so einfach ist das natürlich nicht.

Ich würde das Buch Jedem empfehlen, der Thriller mag, die am Ende anders enden, als erwartet, aber auch auf komische Situationen, und einen sehr schwarzen Humor steht.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Dein ist mein ganzes Herz, du bist mein Reim auf Schmerz.

Last Kiss of Summer
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Last Kiss of Summer von Jessica M. Felleman

Huhu ihr Lieben. Das Herz. Es wird überaus häufig in Liedern verwendet, in unserem Sprachgebrauch, und gilt als Symbol der Liebe. Was das Herz alles kann? Es ...

Last Kiss of Summer von Jessica M. Felleman

Huhu ihr Lieben. Das Herz. Es wird überaus häufig in Liedern verwendet, in unserem Sprachgebrauch, und gilt als Symbol der Liebe. Was das Herz alles kann? Es kann sein, dass My Heart will go on, Heartbeats die wie Jungledrums beaten (Rroo-ka-doong-ka-doong-ka-do-ka-do-ka-doong-doong), Man kann ein Heart of Gold suchen, Jemanden anflehen another little Peace of my Heart zu nehmen, völlig Herz an Herz sein, Jemandem sagen, dass sein das eigene ganze Herz ist, und das hungrige Herz kann ein bittersüßer Schmerz durchfahren…. Und so weiter. Herzen können brechen, zerreißen, schmerzen, entzwei geteilt sein, aber auch erfüllt von Liebe. Pragmatisch gesehen schlagen sie, und erhalten unseren menschlichen Körper am Leben. Aber hey, Pragmatismus und Gefühle, wie passt das zusammen, wenn es um so ein sensibles Thema geht? Tatsächlich und real können Herzen von Geburt an unvollständig entwickelt sein, in Form von Löchern im Herzen. Teile davon können nicht funktionsfähig sein, andere schon. Und trotzdem. Das Zusammenspiel des gesamten Herzens muss da sein, damit das Herz nicht irgendwann aufgibt und sagt „Ich mache meine Arbeit nicht mehr“. Und wie das Ganze mit diesem Buch zusammenhängt? Eine ganze Menge! Denn hier geht es um zwei Herzen (eigentlich noch eine ganze Menge mehr, weil natürlich jedes Herz im Buch auf seine eigene Art pocht und weint und hofft), und den letzten Kuss des Sommers. Wie das Ganze zusammenhängt? Hier nun die Geschichte der Geschichte.

Die Geschichte des letztens Kusses des Sommers:

Sera und Luke verbindet nicht nur ihre gemeinsame Geschichte, sondern auch Teile des Herzens. Während Luke nämlich wortwörtlich ein kleines Stück von Sera‘s ursprünglichem Herz in sich trägt, wurde Sera als Kind ein anderes Herz transplantiert, weil ihres versagt hat. Doch das ist nicht alles, was Sera und Luke verbindet, denn irgendwie sind da auch die gemeinsamen Sommer der Kindheit und Jugend in Cape Cod, ihre beste Freundschaft, und die unweigerlichen aufkeimenden Gefühle füreinander, die in beiden Herzen verankert sind, doch nie ausgesprochen wurden. Und wie es kommen muss, ändert ein Abend alles. Zwei Herzen werden gebrochen, und unausgesprochene Gefühle führen zu einem Missverständnis. Als Sera‘s transplantiertes Herz erneut zu versagen droht, reist sie mit ihrer Familie früher ab, ohne Luke zu sagen warum. Sera lebt zwischen Arztmeinungen, und mit dem Wissen, dass sie bald ein neues Herz brauchen wird. Um nochmal einen schönen Sommer zu haben, geht es erneut nach Cape Cod, und damit direkt zurück in Kindheit, Jugend, und zu Luke ……. Dem sie eigentlich gar nicht begegnen möchte. Oder doch? Denn Luke lässt sich nicht so einfach abschütteln und will wissen, was damals passiert ist, und dabei nähern sich beide wieder an. Ob diese Nähe bis ins Herz reicht, müsst ihr selbst nachlesen.

Cover und Titel:

Personen auf Covern finde ich wirklich immer schön, und hier gefällt mir besonders das Detail des Herzens, weil es symbolisch so schön zur Geschichte passt, und bildlich schön dargestellt wird mit Licht und Hoffnung im Herzen, aber auch, dass unser Herz aufleuchtet, wenn es der richtigen Person begegnet. Das Cover erscheint so voller Leben und Licht, und die Geschichte zeigt uns trotzdem, dass Krankheit und Tod immer als Begleitende durch das Leben hindurch mitwandeln, egal wie lebendig etwas scheint. Und auch der Titel ist schön gewählt, denn der letzte Kuss des Sommers kann der letzte Kuss eines jeden Sommers sein, oder ein gegebener Kuss im letzten Sommer, oder gar der letzte je gegebene Kuss. Macht einen nachdenklich? Definitiv.

Fazit und Herzgedankenallerlei:

Erst dachte ich dieses Buch ist durchzogen von Herzen, von Teilen und Stücken davon, von geteilten Herzen und von Herzschmerz. Das ist natürlich schon allein wegen der Thematik der Fall. Doch beim Lesen wurde mir dann bewusst, wie sehr es auch eine Geschichte von Momenten im Leben ist. Von Momenten der verpassten Gelegenheiten im Leben. Von Momenten die alles ändern. Von Momenten die bleiben. Von Momenten die wichtig sind, oder nur so erscheinen. Von Momenten der Liebe, und eben auch der Herzschläge. Und vom Moment der Antwort auf alles? Von 42 eben :)

Was soll ich sagen? Tränen und Ugly Cry in 3….2…..1. Go! Nach der Lektüre hat das Buch mich und mein kleines Herz ein wenig zerstört zurückgelassen. Ich liebe das Buch, weil es einen Vibe erschafft, in dem ich mich sehr wohl gefühlt habe, und das ist merkwürdig, weil es gleichzeitig mein "Herz gebrochen hat". Was mir unheimlich gut gefällt ist dieser Kleinstadt Vibe von Cape Cod. Da sind die Menschen, ihre Verbindungen untereinander, und Seras Familie die dazu gehört.

Sera als Protagonistin finde ich total sympathisch und Luke hat halt Boyfriend-Qualitäten der Sorte Sehnsucht. Die Leute erscheinen bodenständig, nicht abgehoben, und auch Luke ist genau das. Bodenständig, nicht überheblich, obwohl er für andere so viel mehr ist. Er ist sympathisch, charakterlich gefestigt, und für die Familie da. Luke war ein Nerd, wurde vorher nicht beachtet außer von Sera, und ist immer noch ein Nerd, aber auch ein Sportass, was ihn jetzt anziehender auf die Umgebung macht. Trotzdem spürt man durch die Zeilen beim Lesen, dass Sera und er eine enge Verbindung haben. Da ist dieses Gefühl von Fated Mates, die vom Schicksal verbunden sind, wo es aber gerne auch mal dazwischenfunkt, und das Verbundene trennen will. Das Schicksal mischt sich hier ganz schön ein, denn das ist hier ziemlich oft der Fall: Dieses Schicksal! Durch Rückblicke und Gedächtnissequenzen in die Vergangenheit erfahren wir, was genau zwischen Sera und Luke kommt. Missverständnisse. Nie ist der richtige Moment, obwohl doch so viele richtige Momente da sind. Das hat mich beim Lesen berührt und mitgenommen, weil es aussagt "Wenn du etwas sagen willst, trau dich, und dein Leben könnte einen ganz anderen Verlauf haben". Mir gefällt, dass die Geschichte trotz des Alters von Sera und Luke, so viel Tiefe hat, und sich mit großen Themen wie der eigenen Sterblichkeit und dem Schicksal beschäftigt, aber auch, dass die Tiefe der Gefühle von beiden so toll beschrieben ist, dass man einfach glaubt, dass die Beiden "zusammengehören". Mit dem Herzen UND auch so. Es gab auch noch Nebencharaktere in Form von Familie, Freunden und Geschwistern, und selbst die waren einem unheimlich sympathisch, und unterstützend.

Nun zum eigentlichen Thema der Momente und des Schicksals: Das Herz. Ich finde schön, dass es nicht erzwungen erscheint, dass Sera und Luke zusammen sein MÜSSEN, weil sie eben diese gemeinsame Herzgeschichte haben. Es erscheint leicht, und trotzdem so, als ob beide die freie Wahl haben, und sich eben gerne füreinander entschieden hätten, wenn da eben nicht das Schicksal wäre, das ihnen den Strich durch die Rechnung macht. Das Schicksal, das eigen Herz, und ein gewisses Ablaufdatum des eigenen Lebens. Dass es hier um Momente für Sera geht finde ich auch sehr schön beschrieben, da sie ja wirklich damit leben muss, dass ihr Leben jederzeit vorbei sein kann, wenn ihr Herz versagt. Schöne Aussage, die da heißt, sein Leben zu genießen, weil man nie weiß, wann es endet. Die Geschichte kommt nicht daher wie der wild schlagende und pochende Herzschlag, sondern wie der ruhige gleichmäßige Puls, der uns Sicherheit gibt. Doch was ist Sicherheit? Am Ende merken wir, dass Sicherheit eine Illusion ist, etwas an das wir glauben müssen, um weiter zu existieren. Und trotzdem schleicht sich hier ab und an auf langsamen Slow-Burn Sohlen eine Wildheit in den hungrigen Herzschlag des Buches, der uns mehr von sich preisgeben will. Und es auch tut. Und das ist verdammt gut, emotional, bittersüß und einfach nur lebendig, so wie die Geschichte an sich. Quasi auf leisen Tapsen gegen die wilden stampfenden Schritte des hungrigen und lauten Herzschlags.

Die Geschichte hat mich nicht losgelassen und…ja…ziemlich zum Weinen gebracht. Aber das sind auch die, die nicht nur im Kopf, sondern auch im Herzen bleiben, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn da ist die eigene Sterblichkeit, der Verlust von anderen und sich, Verlustängste, Krankheit, Tod, aber auch eine Menge Leben und Erinnerung an vergangene Tage im Buch. Hier wurde feinfühlig mit der Schwere des Themas/den Themen umgegangen, durch ein feines Gefühl für Sprache und das Ansprechen jener Themen.

Der Schreibstil selbst ist schon sehr tiefgehend, weil man merkt, dass die Thematik keine leichte und lockere ist. Geschichten um Herzen sind immer etwas Besonderes, und wenn es wahrhaftig um unser Herz geht, das sich mit einschaltet, haben Geschichten nochmal eine ganz besondere Tiefe und tiefe Bedeutung. Weil das Herz uns zeigt, dass es jederzeit aufhören kann zu schlagen, und uns vor eine Endlichkeit stellt. Aber auch, weil es uns zeigt, die Zeit zu genießen. Am liebsten natürlich mit Menschen, denen im wahrsten Sinne des Wortes unser Herz gehört und denen wir unser Herz schenken. Und hier wird es knifflig, weil genau das passiert, und das gefällt mir am besten an dieser Geschichte. Und ja, den Childhood Friends to Lovers Trope konnte ich spüren, und diese Atmosphäre voller Sehnsucht zwischen Luke und Sera natürlich auch, wahrscheinlich noch vor den Beiden. Und dann war im Schreibstil dieses Poetische, weil er aus Erinnerungen und Beschreibungen einer Vergangenheit besteht, die man hinter sich gelassen hat, und auch irgendwie nicht.

Das Ganze hat mich in kurzen Sequenzen erinnert an The Summer i turned pretty (was ich übrigens ebenfalls total liebe). NICHT von der Geschichte her, und auch nicht von den gleichen Konstellationen. Nein nein, die sind ganz anders. Aber da war dieses Küsten – und Kleinstadtfeeling am Meer und Sommer und vergangene Sommer und gemeinsame Vergangenheit und Gefühle, die man sich nicht eingesteht, und deshalb mit tausenden Irrungen und Wirrungen vielleicht ein Weg zueinander, oder auch nicht, und dazwischen immer mal wieder ein wenig Heartbreaking, weil man sich selbst nie für gut genug für den anderen hält. Also quasi wie im realen Leben. Und das erinnert dann vielleicht auch an die eigene Jugendzeit, weswegen ich beim Lesen ganz melancholisch wurde.

Das Buch und seine Geschichte verbergen eine Menge emotionale Nähe, und diese ist trotzdem so schön eingeflochten, dass die Geschichte eine Nähe zwischen ihr und Lesenden schafft, fast so wie Sera und Lukes Geschichte die beiden verbindet. Die Nähe hängt nicht nur mit der schicksalshaften Verbindung der Beiden zusammen. Die Nähe, die beide fühlen, ist unabhängig davon. Sie verbreitet eine Gewissheit in der Geschichte, mit der man als Lesender unweigerlich weiß, dass die Herzen von Sera und Luke füreinander schlagen, dass es bestimmt ist für Beide zusammen zu sein und füreinander Gefühle zu haben, die man anderen nicht entgegenbringen kann. Eben wie zwei Teile ein- und desselben Herzens, hier dann sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Und trotzdem ist die Herzverbindung nicht das, was beide zueinander hinzieht, sondern etwas Anderes: Ein Hauch von Schicksal :D. Und wer kennt und liebt, so wie gleichzeitig fürchtet, nicht auch diese winzigen Momente und Sekunden, in denen wir Entscheidungen treffen, die unser gesamtes weiteres Leben und Schicksal beeinflussen? Gab es diese Momente im Buch? Zuhauf. Das Buch lebt von diesen Momenten und für sie. Habe ich vor dem Buch gesessen und versucht Sera und Luke klar zu machen, dass sie ihre Entscheidungssekunde in der Vergangenheit hätten in eine andere Richtung lenken sollen? Definitiv und na klar! Aber wer weiß, ob das der richtige Schicksalsweg gewesen wäre? Niemand. Nicht mal ich als Lesende. Denn das Schicksal macht, was es will. Und ist, wie wir wissen, manchmal ein mieser Verräter. So war mein Herz aufgeregt, hat geklopft, war kurz wahnsinnig vor Trauer, war gebrochen, enttäuscht und eifersüchtig, und voller Glück und Lebendigkeit, und trotz der negativen Dinge voller Liebe für das Buch und seine mir erzählende Geschichte. Nun nach der Lektüre…… muss das Herz erstmal wieder heilen. Denn dies ist so ein Buch. Es bricht Herzen. In einer individuellen, aber dafür definitiv. Wie einfach man sowas sagt? Ein gebrochenes Herz muss heilen. Der Schreibstil hat also richtig mitten ins Herz getroffen. Und schon wieder eine Herzmetapher. Mir ist beim Lesen tatsächlich eingefallen, wie wir Menschen mit Herzmetaphern umgehen, und von gebrochenen Herzen, Herzschmerz und Ähnlichem sprechen. Das zeigt aber auch, wie wichtig Herzen sind, nicht nur symbolisch, sondern im wahrsten Sinne des Wortes, und was alles daran hängt.

Ein paar kleine Fakten: Ihr bekommt Kunstliebe und die Liebe zur und für die Kunst als Symbol, dass etwas bleibt. Das Ganze hat eine außergewöhnliche Tiefe, nicht nur aufgrund der Herz-Thematik. Verwobene Schicksale und Herzen. Meeres- und Strandvibes eines (besonderen) Sommers. Slow Burn, Second Chance, Childhood Friends to Lovers, Ugly Cry. Fated Mates …. irgendwie. Die Angst vor einer Zukunft, die man vielleicht nie erreicht. All das, was hätte sein können. All das, was ist. Taschentuchalarm? Aber ja. Manchmal kamen die Tränen sogar so schnell, dass das Taschentuch vergebens war. So wird das Buch immer mit mir verbunden sein, weil es meine Tränen aufgefangen hat. Fast scheint es so, als ob man während des Lesens ebenfalls eine Verbindung zum Buch und seiner Geschichte erschafft und eingeht. Und über allem schwebt diese Bittersüße. Die Geschichte ist so voller Leben, und wandelt gleichzeitig am Rande des Todes. Es ist vielleicht sogar ein Buch der Momente, in denen man selbst reflektiert und die Gedanken unweigerlich um das eigene Leben und Vergangenes so wie Zukünftiges kreisen. Ich für meinen Teil bin in Erinnerungen abgetaucht. Erinnerungen an eine Kindheit im Bewusstsein, wie fragil unsere Herzen sind, und damit auch das Leben, das jeden Moment enden kann. Das Buch war wie angehaltene Zeit, eine Auszeit vom Leben. Man war gefangen in der Geschichte, und alles um einen herum war in diesem Moment erstmal vergessen. Diese Wirkung hatte das Buch auf alle Fälle bei mir.

Ein trauriges Buch, aber für mich ein Highlight, mit einer Bittersüße, die über allem schwebt.

Heutiges Rezensionslied? Muss doch irgendwas mit einem Herzen sein, oder? Und weil Herzen sowohl Licht als auch Dunkelheit bringen können, fand ich das hier passend, obwohl es natürlich gerade mit Herzen sehr viele Lieder gibt:

„Once upon a time, there was light in my life. But now there′s only love in the dark.
Nothing I can say. A total eclipse of the heart“

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Veröffentlicht am 27.04.2026

All that time, I sat alone in my tower, you were just honing your powers, now I can see it all ...

The Romance Rivalry
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The Romance Rivalry von Susan Lee

Huhu Bookies, Buchmenschen und solche, die einfach nur ab und an gerne mal ein Buch lesen. Ich glaube, ich habe schon einige Diskussionen so angefangen, und mache heute ...

The Romance Rivalry von Susan Lee

Huhu Bookies, Buchmenschen und solche, die einfach nur ab und an gerne mal ein Buch lesen. Ich glaube, ich habe schon einige Diskussionen so angefangen, und mache heute trotzdem nochmal genauso den Anfang: Ich LIEBE Romance Bücher. Tjaja. Man darf mich gerne einfangen mit Romancetropes wie Enemies to Lovers, Rivals to Lovers oder Friends to Lovers, darf mir One Bed oder Forced Proximity geben, solange die Fated Mates am Ende ihr Happily Ever After. Es darf eine Cosy Romance sein, sogar eine Bad Romance, gerne auch mit Spice in gesunden Maß. Als New Adult, oder meinetwegen auch Young Adult. Ja, ich weiß, nicht alle verstehen, was ich hier gerade erzähle. Tropes? Was soll das sein?! Die Bookbubble, diese große Community in den sozialen Medien, wird jedes Wort verstehen, aber hey……. Es gibt ja auch noch eine Lesewelt außerhalb in der Realität. DA, wo man dem Romancegenre auch eher skeptisch gegenübertritt, es als Schund verurteilt, und als „Nichtliteratur“. Don’t blame me: Ich lese trotzdem schon mein ganzes Leben. Auch andere Geschichten. Aber total prägend immer Fantasy und Romance. Bin ich deswegen eine schlechte Leserin? Man kann sich schlecht selbst beurteilen. Und trotzdem ist es im Heute schon fast normal geworden, beurteilt und verurteilt zu werden, für das, was man als Buchrezensentin und -rezensent beurteilt. Verrückt :D. Und trotzdem geht es in folgender Geschichte auch ein klein wenig genau um das. Bücher beurteilen, das Urteil über einen selbst von außerhalb und wie andere uns sehen, während wir selbst uns anders sehen. Hier also mehr zum Buch.

Was das Buch uns erzählt:

Irene ist Buchbloggerin in den sozialen Medien für das Romance Genre und das ziemlich erfolgreich. Romance ist, und Romancebücher sind quasi ihr Leben. Als sie nach dem Schulabschluss ein Studium anfängt, begegnet ihr an der Uni zufällig Aiden, ihr großer Rivale im Bookuniversum. Aiden bloggt auch, ebenfalls über Romance, sehr erfolgreich, und meist über dieselben Bücher wie Irene. So gibt es für die Beiden nicht nur auf Social Media eine Rivalität, da Irene auch in der Realität skeptisch gegenüber Aiden ist. Als es für die beiden um eine große Werbekooperation, beschließen sie eine Challenge: Jeden Romance-Trope den sie kennen in der Realität in einem Date verwirklichen. Ein Wettkampf, der eigentlich über die gegenseitige Rivalität entscheiden sollte, die Beiden über die Geschichte hinweg aber immer näher zueinander bringt.

Titel und Cover:

Das Cover liebe ich ja schon mal sehr, weil Menschen drauf sind, und ich natürlich Menschen auf Covern total liebe. Aber hier kommt noch etwas dazu: Sie haben Bücher in der Hand! Jawohl. Schon allein das ist ja ein guter Grund, das Cover mega zu finden. Der Titel drückt dann auch genau das aus, was man im Buch bekommt: Romance und Rivalität. Wie das zusammenpasst? Na wunderbar. Rivals to Lovers, ihr wisst schon. Auf jeden Fall mag ich, wie Aiden und Irene sich hinter Büchern dann doch irgendwie auf dem Cover anschmachten, und man es wohl früher merkt als die Beiden selbst.

Gedanken und Fazit zum Buch:

Die ganze Geschichte ist wie ein Lexikon der Buchtropes, speziell im Romance Genre, wo diese eben am häufigsten vorkommen. Quasi, wie ein Reiseführer für deine eigene Buchtrope-Reise. Aber es ist auch eine unterschwellige Message, das Leben und die Liebe nicht immer einzuordnen und in eine Trope Schublade zu quetschen, sondern einfach …. Zu leben und zu lieben. Ich mag, dass Beides gleichzeitig im Roman existiert -> Trope Liebe und wahre Liebe, sich selbst nicht in einer Buchfantasie zu verlieren, so dass einem das wahre Leben mit einer Liebe entgeht, oder eben entgehen könnte.

Was erwähnt werden muss, weil es ein Bestandteil der Geschichte ist, ist die richtig schöne Gestaltung, und zwar, dass jedes Kapitel eine Rezension sowohl von Aiden als auch Irene zum selben Buch als Überschrift hatte, in der sozusagen der Trope beschrieben wurde, mit dem sich das Kapitel selbst auseinandersetzt, der aber auch in den gelesenen Büchern der Beiden vorkommt. Buchtrope vs. Wirklichkeit sozusagen, aber als Stilelement für Buchliebhaber unheimlich schön, weil man sich selbst darin erkennt. Besonders, wenn man schon ganz lange Buchrezensionen schreibt. Das Ganze ist eben der ultimative Trope-Führer. Und unweigerlich fragt man sich bei jeder der Rezensionen, die an den Anfängen der Kapitel im Buch erscheinen, ob man diese Geschichte und dieses Buch gleich oder anders bewertet hätte. Ob man das Buch gemocht hätte und ob man im langen Leben eines Buch – und Lesemenschen, der man nun mal ist, schon mal jene oder eine andere Geschichte gelesen hat, die den Rezensionstexten gleicht. Kopfkino für Buchbloggende eben, oder einfach auch Bookies ….. oder solche die es erst noch werden wollen. Als gestaltendes Element finde ich die Rezensionsausschnitte toll. Sie geben uns Eindrücke von Büchern, die wir leider nicht kennen, aber als Romanceliebhaberinnen sicherlich schon mal in irgendeinem Buch und einer Geschichte so oder ähnlich gelesen haben. Auch dass man den direkten Rezensionsvergleich zwischen Irene und Aiden hat, mag ich sehr. Und dass der zugehörige Trope quasi immer auch die Überschrift des Kapitels ist? Finde ich ebenfalls sehr schön.

Wer übrigens weder mit den Worten klarkommt, die ich hier in dieser Rezension benutze (weil ich eben eine Romanceleserin bin), und nicht mit den Worten im Buch, dem sei gesagt ….. es gibt ein Romance-Glossar, eine Übersicht über die wichtigsten Begriffe des Romance Genres. Und damit kann dann auch keiner mehr sagen „Moah ….. da kamen nur komische Fremdwörter vor, und ich habe kaum was verstanden.“. Schon der Prolog kommt daher, und wirft mit Romance Ausdrücken um sich, was ich als Romance Liebhaberin einfach nur genial finde. Man fühlt sich sofort den Charakteren zugehörig, mit ihnen verbunden, und so als würde man dazugehören. Zu Buchcharakteren. Jaaaa, ich weiß, hört sich merkwürdig an, ist es aber gar nicht mal. Man fühlt sich zum Beispiel gleich mit Irene verbunden, und denkt sich "Ja, ich wäre jetzt auch lieber zu Hause um mein Buch zu lesen, als mit diesen "Nichtbuchmenschen" meine Freizeit zu verbringen."

Deshalb liebe ich, dass ich Irene so gut nachvollziehen und verstehen kann. Nicht nur als lesender Mensch, sondern auch als Jemand, der selbst einen, wenn auch seeeeehr viel kleineren, Buchblog auf bookstagram betreibt. Da sind ihre Ängste, ihre Sorgen und der Druck, der auf ihr lastet. Im Leben, aber auch online als Buchbloggerin. Der Einblick, den man in ein Bloggerleben mit einer Followerschaft über eine Million Menschen hat, ist spannend, zeigt aber auch auf, wie viel Zeit durch Social-Media „gefressen“ wird und im realen Leben fehlt. Ich mag, dass dieser Aspekt behandelt wurde im Buch. Dass die Thematik zeigt, dass das Leben eines Buchbloggenden nicht nur „Ach du sitzt also nur vorm Computer oder deinem Handy rum, und machst nichts Sinnvolles für dein Leben“ ist. Dass es wirkliche Auswirkungen hat, nicht nur auf die Zeit, sondern auch darauf, wie es uns geht, und dass es uns ganz schön unter Druck setzen kann. Dass wir uns unvollständig fühlen, nicht gut genug, und ständig vergleichen mit anderen, denken, dass alle besser sind, als man selbst, und manchmal nicht glauben können, dass Menschen uns wirklich folgen, weil sie uns und unsere Inhalte mögen. Die Dosis macht eben immer noch das Gift, und zu viel von etwas, auch in den sozialen Metzwerken, kann wirklich wie Gift in unser Leben und unsere Emotionen fließen. Irene als Charakter ist spannend im Sinne davon, dass sie einem sehr nahe ist. Zumindest ich finde das. Man kann sie nachvollziehen, ihre Gedanken und ihre Struggle, ihr mangelndes Selbstbewusstsein, das doch manchmal durchscheint. Aber auch ihre Emotionen, Ängste und die Vorliebe, einfach ein Buchmensch zu sein. Gerade anfangs, habe ich mich ein wenig selbst erkannt, wenn Menschen einen anblicken like „Was hat die für ein Problem, dass sie immer nur Bücher liest?“.

Aiden ist für mich das perfekt gemischte Zusammenspiel von Vernunft und Verstand, aber auch von Sinn und Sinnlichkeit, oder Verstand und Gefühl? Was ich eigentlich sagen will: Er denkt mit, ohne zu gefühllos und zu pragmatisch zu erscheinen. Ich nehme ihm sowohl den Verstand ab, als auch die Sehnsucht seiner Emotionen. Und ja, manchmal ist er so grünflaggig, dass ich ihn nur applaudieren konnte. Aber vor allem schafft er es, als Hauptprotagonist, mich zum großen Teil (auch wenn nicht ganz dauerhaft und immer zu 100%) in seine Gefühlswelt mitzunehmen. Man hat bis lang vor Schluss keine Einsicht in seine Gedankenwelt, und trotzdem … erkennt man diese Sehnsucht nach Irene, das Yearning sozusagen, das nicht nur zuckersüß ist, sondern so sehr alles überstrahlt, dass ich von Anfang an dachte „Ja man! He falls first and harder, und ich bilde es mir nicht nur ein, der Beweis kommt ganz sicher im Buch noch“. Ich sag nur … Yearning ist halt really back :D.

Zum Schreibstil? Den mag ich sehr. Er ist frisch, humorig, einfach leicht, mit ganz Anspielungen auf das Buchleben in der Bookbubble der sozialen Medien und an das Romance Genre allgemein. Mir hat das sehr gut gefallen, aber es gibt sicher auch einige denen das zu viel sein könnte, oder die nicht alle Ausdrücke so verstehen. Bei mir hinterlässt es einfach ein Lächeln auf meinem Gesicht, und eben die Buch-Verbundenheit zu Allem. Ich mag, dass damit so selbstverständlich umgegangen wird, weil es eben nochmal hervorhebt, dass Irene und Aiden sozusagen in ihrem eigenen Bookuniversum leben, und das gemeinsam und verbunden.

Das Buch als Gesamtgeschichte ist EIGENTLICH richtig süß. Wieso eigentlich? Wie ist das gemeint? Es gab wirklich Stellen, die fand ich wundervoll und wunderschön. Stellen wo ich den Romance Vibe zwischen Irene und Aiden richtig gespürt habe. Quasi kleine einzelne Stellen zwischendrin, die ich großartig geschrieben für eine Romancegeschichte fand. Dann waren da aber trotzdem auch immer noch diese Lücken, die sich leider nicht geschlossen haben, deren Gesamtheit ich aber gebraucht hätte, damit die Geschichte für mich komplett rund gewesen wäre. Das ist jetzt tatsächlich gar keine Riesenkritik. Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, und ein gutes Gefühl in mir hinterlassen. Ich habe gemocht wie die Tropes eingeflochten wurden, und dass man das ganze Buch über dieses Sehnsüchtige von Aidens Seite gespürt hat, trotz der für mich zu wenigen Seiten. Aiden ist für mich eine Green Flag. Vielleicht in einzelnen Teilen nicht zu 100%, ABER …… wir Menschen sind ja auch nie zu 100% perfekt.

Allgemein mag ich die Geschichte und die Idee mit der Trope-Challenge, und dass das Buch so damit umgeht, der Welt zu zeigen, dass Bookfluencerinnen und Bookfluencer auch unter einem gewissen Druck stehen. Das Ganze ist ein guter Spiegel dessen, was momentan so auf Bookstagram abgeht. Die die das kennen, erkennen sich eventuell wieder, und die nicht in den sozialen Medien sind bekommen eine kleine Einsicht, dass alles nicht soooo einfach ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Druck, Bewertungen, Das „Ich muss besser sein“ Denken, oder auch „Ich bin nicht gut genug“. Bei Irene ist das Ganze nochmal mehr durch ihre erfolgreichen Geschwister. Die identifiziert ihr eigenes Selbst mit dem Erfolg ihres Accounts. Auch wenn mein Buchblog, wie erwähnt, sehr viel kleiner ist, kann ich Dinge trotzdem nachvollziehen, mag Irenes Familie um Eltern und Geschwister, und ihre später an der Uni geschlossenen Freundschaften, die fast wie Familie sind. Sie sind dann wirklich so sympathisch, dass man sich selbst fallen lassen kann. Ich liebe die Erwähnung und das Gemisch aus Alphas, Spice und Romance Tropes. Verständlich? Definitiv! :D. Für dieses emotionale Gefühlswirrwar leben Romancemenschen. Die Geschichte bringt viel Spaß, weil sie locker geschrieben ist, aber auch ernste Untertöne und Gefühle im Text unter. Eben genau so, wie es auch in der Realität für Romanceliebhaber/innen und allgemein alle Menschen ist, und sein sollte.

Und eine Lovestory? Ich sag nur so viel: Tatsächlich konnte ich den Vibe zwischen Irene und Aiden fühlen und diese knisternde Atmosphäre war auch ab und an da. Auch wenn ich sagen muss, dass man das meiner Meinung nach ruhig noch hätte etwas ausschmücken können, oder man uns früher in Aidens Gedankenwelt hätte schicken können. Dafür hätte ich auch ein paar mehr Seiten des Buches in Kauf genommen. ABER ……….. das ist persönlicher Geschmack, und ich weiß, dass manche langes Herumgefasel der Gefühlswelten nicht so mögen, ich es aber eben tue :D. Das ist also keine Kritik am Buch, sondern persönlicher Geschmack.

Bekommt man sein Happy end? Findet es selbst heraus. Das Buch hat mich unterhalten, mich gut abgelenkt und auch die Romancegeschichte fand ich stimmig. WENN eben nicht diese kleinen Lücken gewesen wären, von denen ich gerne erfahren hätte, die aber ausgeglichen werden konnten von einzelnen kleinen Szenerien, die eine Wohlfühlatmosphäre beim Lesen entstehen ließen, und wo man die Tension auch wirklich richtig gefühlt hat.

Kleiner Lesemensch-Bonus sind die ganzen Anspielungen auf Bücher der Literatur außerhalb des Romance Genres, aber auch auf Klassiker. Ich meine Stolz und Vorurteil? Ich BIN Pemberley. Wer das nicht versteht: Sofort nachgoogeln :P. Was ich ebenso mag ist, dass im Zuge eines Uni Projektes erwähnt wird, dass man Geschichten in Büchern vergleichen soll, und ich finde durchaus, Romance Rivalry HAT ein paar Züge von Stolz und Vorurteil. Also zumindest von Vorurteilen. Aber auch hier macht die Geschichte einen Schritt abseits den Romance –Weges und hin zu anderen Geschichten, und der Erkenntnis, dass sie sich oftmals ähneln und Schubladen in die man gesteckt wird, nie toll sind. Weder als Mensch, noch als Buch mit einem bestimmten Genre oder Trope.

Heutiges Rezensionslied: Weil eine Romance ja nicht nur gut, sondern auch bad sein kann, man sie aber trotzdem lieben muss, weil sie Emotionen in uns Menschen hervorbringt :):

„I want your loving, all your love is revenge. You and me could write a bad romance.“


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