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Veröffentlicht am 26.02.2023

Rätsel über Rätsel in Berlins magischer Unterwelt

Die letzten Hexen von Berlin - Der finstere Gang
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Nachdem sein Club am Ende des ersten Bandes ein zweites Mal von einem magischen Wesen heimgesucht wurde, brennt der mit der magischen Unterwelt Berlins zumindest teilweise bekannte Club-Besitzer Mercurius ...

Nachdem sein Club am Ende des ersten Bandes ein zweites Mal von einem magischen Wesen heimgesucht wurde, brennt der mit der magischen Unterwelt Berlins zumindest teilweise bekannte Club-Besitzer Mercurius darauf, die Wahrheit über die Vorfälle zu erfahren. Nachdem eine Unterredung mit der "Oberhexe" Agnes nichts erhellendes bringt - im Gegenteil: Agnes macht Mercurius weiterhin unterschwellig für die Vorfälle verantwortlich - beginnt er mit seinem Freund und Geschäftspartner Ferat auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Er ahnt nicht, in welch große Gefahr er Ferat und sich selbst damit bringt.

Auch der zweite Teil der "Die letzten Hexen von Berlin"-Reihe hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ein wirklich sehr gelungenes Mystery-/Urban Fantasy-Buch, das zwischenzeitlich einige kleine Auflösungen bereithält, insgesamt aber noch sehr viele Fragen offen läßt, die der Leser in den kommenden Bänden unbedingt beantwortet haben will. Sehr lesenswert - spannend, mitreißend, emotionsgeladen.

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Veröffentlicht am 26.02.2023

Ein Serieneinstieg, der Lust auf mehr macht

Lost in Fuseta
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Die Polizei von Fuseta an der portugiesischen Algarve nimmt an einem internationalen Austauschprogramm teil und schickt - sehr zum Leidwesen insbesondere der weiblichen Bevölkerung des beschaulichen kleinen ...

Die Polizei von Fuseta an der portugiesischen Algarve nimmt an einem internationalen Austauschprogramm teil und schickt - sehr zum Leidwesen insbesondere der weiblichen Bevölkerung des beschaulichen kleinen Ortes - in diesem Rahmen ihren gutaussehenden, in der Gegend äußerst beliebten Beamten Rui Aviola nach Hamburg.

Aus Deutschland kommt dafür Leander Lost für ein Jahr nach Portugal - ein bereits auf den ersten Blick sehr merkwürdiger Mann, der durch ungewöhnliches Verhalten, außergewöhnliche Kleidung und überraschende Äußerungen sogleich für Verwunderung bei seinen Gastgebern sorgt. Nach turbulentem Start und einigen anfänglichen Schwierigkeiten bei der Bildung des neuen Teams, finden der "Alemao" Leander Lost, Sub-Inspektorin Graciana Rosado und ihr Kollege Carlos Esteves immer besser zusammen - auch, weil die Portugiesen mit Hilfe von Gracianas' Schwester Soraia schon bald erkennen, warum Leander Lost etwas ganz besonderes ist...

"Lost in Fuseta" besticht durch ein Feuerwerk von hintergründigem Humor, tollen Charakteren und einer spannenden Story. Der erste Eindruck täuscht oft - manchmal sollte man eine Person erstmal einige Zeit auf sich wirken lassen, ehe man über sie urteilt und sie in eine Schublade steckt. Leander Lost wirkt auf den ersten Blick sehr abgedreht, aber dann zeigt sich, warum er so ist und wie wertvoll dieses Jahr in Portugal für alle Beteiligten sein kann.

Ein toller Start einer neuen Krimireihe, die das Potenzial für viele spannende und unterhaltsame Bände bietet.

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Veröffentlicht am 26.02.2023

Warum das Modell des Liberalismus in Osteuropa und der Welt zu scheitern droht

Das Licht, das erlosch
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Die Autoren Ivan Krastev und Stephen Holmes legen ausführlich und anschaulich die Chancen auf einen dauerhaften, für alle Beteiligten akzeptablen Frieden dar, die nach dem vermeintlichen Ende des "Kalten ...

Die Autoren Ivan Krastev und Stephen Holmes legen ausführlich und anschaulich die Chancen auf einen dauerhaften, für alle Beteiligten akzeptablen Frieden dar, die nach dem vermeintlichen Ende des "Kalten Krieges" Anfang der 1990er Jahre bestanden und anschließend leichtfertig und leichtsinnig verspielt wurden. Sie stellen schlüssig die Fehleinschätzungen insbesondere der "westlichen Welt", die Arroganz, und Sorglosigkeit der vermeintlichen Sieger des "Kalten Krieges" und das egoistische Machtgebahren der alten "Eliten" in den ehemals vor allem kommunistsich geprägten Ländern dar und erklären, wie sich daraus die zerstrittene und zutiefst gespaltene Welt, in der wir heute leben müssen, entwickelt hat.

Krastev und Holmes zeigen auf, warum mittlerweile so viele Menschen sowohl in den ehemaligen Ostblockstaaten, als auch in den NATO- oder EU-Staaten mit der gesellschaftlichen und der politischen Situation unzufrieden sind, warum sich viele von den Versprechungen der neuen politischen Ordnung betrogen fühlen und wie nationalistisch-radikale Politiker wie z.B. Orban, Kaczinski oder Trump sich diese Unzufriedenheit zunutze machen - selten zu Gunsten des eigenen Landes, aber immer zu Gunsten des eigenen Machtanspruchs und anderer persönlicher Interessen.

Ein Buch, das die Augen öffnet und das jeder gelesen haben sollte, um zu verstehen, wie die Welt in die katastrophale Situation kommen konnte, in der sie sich heute befindet.

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Veröffentlicht am 25.02.2023

Entspannter Krimi

Den Letzten beißen die Robben
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Was für ein schöner entspannter Krimi! Es hat von Anfang bis Ende großen Spaß gemacht den dritten Band der Trilogie der "Rentner-Detektive" Gerda, Theda, Ino und Traugott zu lesen.
Da es Gerda nach den ...

Was für ein schöner entspannter Krimi! Es hat von Anfang bis Ende großen Spaß gemacht den dritten Band der Trilogie der "Rentner-Detektive" Gerda, Theda, Ino und Traugott zu lesen.
Da es Gerda nach den beiden letzten, gemeinsam mit ihren Freunden gelösten Fällen zu langweilig wird, schließt die sich einer Amateur-Theatergruppe an. Doch anstatt die Bretter, die die Welt bedeuten, zu erobern, stirbt der allgemein sehr unbeliebte Hauptdarsteller eines gewaltsamen Todes. Da die "Rentnertruppe" den esoterisch angehauchten Kommissar Marius nichts zutraut, ermitteln die vier wieder auf eigene Faust...

Tolle, eigenwillige Charaktere, eine unaufgeregte Story, die gradlinig zur Lösung führt und eine gehörige Portion Humor - "Den Letzten beißen die Robben" ist ein echter Wohlfühlkrimi für Sonntagnachmittag auf dem Sofa. Sehr lesenswert.

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Veröffentlicht am 05.02.2023

Spannend und außergewöhnlich

Aufblattelt
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"Aufblattelt" von Martina Parker ist kein normaler Krimi. "Aufblattelt" braucht ein wenig Zeit, um in die Gänge zu kommen. Aber die Geschichte ist von Beginn an so interessant, dass es den Leser gar nicht ...


"Aufblattelt" von Martina Parker ist kein normaler Krimi. "Aufblattelt" braucht ein wenig Zeit, um in die Gänge zu kommen. Aber die Geschichte ist von Beginn an so interessant, dass es den Leser gar nicht stört, dass zunächst nichts nach einem Kriminalfall ausschaut. Irgendwann geht es dann aber los und neben den hochinteressanten Garten- und Kräutertipps des "Gartenklubs" nimmt auch die Story Fahrt auf. Und wie - rasant schlingert der Krimi durch ein Labyrinth aus Verdächtigen, Motiven, Alibis und steuert auf das große Finale zu - wobei, der Leser kann bis zur Auflösung nur grob ahnen, worum es eigentlich geht und ist trotzdem von der genialen Auflösung überrascht.

Ein äußerst lesenswerter Krimi, der einen weiten Spannungsbogen aufbaut, mit dem Erzähltempo spielt und durch die "Garten-Geschichten" immer wieder willkommene Auszeiten einbaut. Außergewöhnlich, spannend, unvorhersehbar - einfach gut!

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