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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2025

Durchwachsen

Schwüre, die wir brechen
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In Malmö wird eine Leiche gefunden. Bestialisch ermordet, das Herz herausgerissen und der Kopf gegen einen Krokodilkopf ausgetauscht. Jon bekommt die Ermittlungen übertragen, obwohl er sich mit Händen ...

In Malmö wird eine Leiche gefunden. Bestialisch ermordet, das Herz herausgerissen und der Kopf gegen einen Krokodilkopf ausgetauscht. Jon bekommt die Ermittlungen übertragen, obwohl er sich mit Händen und Füßen wehrt. Im Gegensatz zu Svea, die diesen Fall gerne hätte. Es wird nicht die einzige Leiche bleiben und plötzlich wird auch noch ein junges Mädchen entführt.

Das Buch ist für mich etwas durchwachsen. Der erste Teil ist an manchen Stellen ein wenig zäh und lässt Spannung vermissen, obwohl der Fall interessant und vielschichtig ist. Die Idee an sich gefällt mir gut. Zum Ende hin wird es regelrecht rasant und manchmal war es mir zu viel der Rambo-Methoden, die John und Svea verwendet haben. Das Ganze ist für mich nicht unbedingt der beste Teil der Reihe, aber immer noch gut lesbar. Allerdings sollte man den Vorgänger kennen, das macht es einfacher.

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Veröffentlicht am 07.08.2025

Toller Beginn der Reihe

Venatrix 1: Venatrix - Dämonenjäger von nebenan
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Die Familie Venatrix – Oma, Eltern und 3 Kinder – sind allesamt Dämonenjäger. Das aber heimlich, denn die menschlichen Nachbarn sollen davon nichts mitbekommen. Doch die Mission ist sehr gefährlich, denn ...

Die Familie Venatrix – Oma, Eltern und 3 Kinder – sind allesamt Dämonenjäger. Das aber heimlich, denn die menschlichen Nachbarn sollen davon nichts mitbekommen. Doch die Mission ist sehr gefährlich, denn dauernd kommen neue Dämonen aus der Unterwelt Infernalia zu den Menschen. So auch ein niedlicher Höllenhund, den besonders der Junge Gero behalten möchte. Das ist nicht so einfach, denn in einer Dämonenjägerfamilie ist ein Dämonenhund schwierig zu erklären. Also steigt er mit seiner Schwester hinab nach Infernalia, um eine Lösung zu finden. Ein sehr gefährliches Abenteuer …

Das Buch ist der Beginn einer geplanten Reihe. Und es ist richtig gut. Zum einen hat es wundervolle Zeichnungen, von kleinen Schnipseln bis zum großen Format. Immer wieder entdeckt man da was neues. Zum anderen ist es unheimlich fantasievoll. Das beginnt bei der Namenswahl, bei den unterschiedlichen Dämonen, aber auch bei den sehr unterschiedlichen Dämonenjägern. Außerdem gibt es richtig viel Action und viele gefährliche Abenteuer. Das macht es spannend. Gleichzeitig ist es aber auch altersgerecht. Die Kämpfe enden unblutig mit Spezialeffekten (ich möchte nicht spoilern) oder einfachem Einfrieren. Die Dämonenjägerfamilie hilft sich, aber es gibt dann auch eine Zusammenarbeit darüber hinaus zwischen Dämonenjägern und Dämonen. Das hat mir gut gefallen. Es gibt auf beiden Seiten Gute und Böse, diese Botschaft finde ich wichtig. Dazu gibt es aber auch einen guten Teil Humor – Stichwort: Oma z. B. Die Schrift ist größentechnisch gut gewählt. Und zu guter Letzt: Das Buch liest sich einfach sehr gut.
Nur die Leseprobe für Teil 2 … ist ein bißchen gemein, weil man jetzt so neugierig auf die Fortsetzung ist.

Alles in allem: von mir Daumen hoch und eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Lebensläufe

Die Hummerfrauen
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Der kleine Ort Stone Harbor am Meer in Main und die davor liegende Insel Eagle Island werden im Sommer von allerlei Touristen bevölkert. Im Winter allerdings gehört der Ort den Einheimischen allein, von ...

Der kleine Ort Stone Harbor am Meer in Main und die davor liegende Insel Eagle Island werden im Sommer von allerlei Touristen bevölkert. Im Winter allerdings gehört der Ort den Einheimischen allein, von denen die meisten seit Jahrzehnten Hummerfischer sind. Erst in letzter Zeit gibt es auch Fischerinnen, so Ann und Julie, die aus unterschiedlichsten Gründen diesen Beruf ausüben. Dazu kommt noch Mina, die es lernen will. Doch diese drei Frauen haben in ihrem Leben schon viel aushalten müssen, was sie zu dem macht, dass sie heute sind. Und woraus Hilfe und Freundschaft entsteht, die zur Familie wird.

Das Buch ist eher leise. Die Geschichte wird in der Gegenwart und in Rückblenden erzählt. Gerade das macht es am Anfang aber extrem schwer beim Lesen, weil man nicht weiß, wer wer ist und wie zusammengehört und in welcher Zeit das stattfindet (trotz der Jahreszahlen in den Kapitelüberschriften). Der Mittelteil ist dann eher ruhig und manchmal ein wenig zu lang. Das Ende birgt Überraschungen. Dazwischen liegt ganz viel Lebensweisheit und Wärme, Verständnis und besondere Frauen. Wer das alles mag und nicht unbedingt auf große Spannung aus ist, wird das Buch mögen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Tödliche Wanderung

Der Küstenpfad
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Eine siebenköpfige Gruppe begibt sich auf eine 10-tägige Wanderung. Jeder hat einen anderen Grund, warum er an der Wanderung teilnimmt. Doch sie wird mit dem Tod eines der Mitglieder enden. Zwei Wochen ...

Eine siebenköpfige Gruppe begibt sich auf eine 10-tägige Wanderung. Jeder hat einen anderen Grund, warum er an der Wanderung teilnimmt. Doch sie wird mit dem Tod eines der Mitglieder enden. Zwei Wochen danach erfährt die Journalistin Doro von dem Geschehen und möchte die Geschichte erforschen, um sie in ihrem Buch zu verarbeiten. Also beginnt sie, zusammen mit ihrem Sohn den Wanderweg abzulaufen

Das Buch ist gut lesbar. Besonders hat mir gefallen, wie die realen Gegebenheiten in der Ostseeküste eingearbeitet wurden. Allerdings fehlte mir vor allem bis mindestens zur Hälfte etwas die Spannung. Als Leser weiß man zwar, dass eine Person getötet wird, aber eben bis dahin nicht welche. Das erzeugt zwar unterschwellig ein wenig Spannung, doch die war mir zu gering. Die Geschichte der Personen selbst allerdings sind interessant. Zum Ende hin gibt es noch einige Überraschungen, den letztendlichen Täter hatte ich nur teilweise auf dem Schirm. Alles in allem gibt es von mir allerdings eine Leseempfehlung, weil ich das Buch als einen typischen regionalen Krimi empfinde.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Etwas verschenkt

Der Stau
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Aufgrund eines riesigen Staus auf der Autobahn findet die kurz vor der Pension stehende Polizistin Billy, die gerade mehrere Monate in Australien verbracht hat und auf dem Heimweg ist, in einem Nachbarauto ...

Aufgrund eines riesigen Staus auf der Autobahn findet die kurz vor der Pension stehende Polizistin Billy, die gerade mehrere Monate in Australien verbracht hat und auf dem Heimweg ist, in einem Nachbarauto eine Leiche. Der Mann wurde mittels einer Fahrradspeiche ermordet. Hilfe ist momentan nicht zu erwarten und so beginnt Billy allein mit den Ermittlungen.

Das Buch hätte richtig gut werden können. Eine schöne Idee, doch leider hapert es in den ersten zwei Dritteln an der Umsetzung. Da zieht sich die Beschreibung, da nerven viele der Personen und da gibt es mehr als einige Längen. Hier wurde viel verschenkt. Vor allem die dauernde Beschreibung, dass Billy eigentlich dringend mal müsste, hat mich nach einer Weile fassungslos gemacht. Da gab es mehrere Frauen, da gab es Decken und andere Abdeckmöglichkeiten und da wäre es sehr einfach gewesen, das Problem zu lösen.
Das letzte Drittel ist dann richtig spannend und hält einige Überraschungen bereit. Leider ist das am Ende zu wenig, um das Buch mehr als Mittelmaß sein zu lassen. Wirklich schade.

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