Profilbild von raschke64

raschke64

Lesejury Star
offline

raschke64 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit raschke64 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2025

Pompeji der Provence

Rätselhaftes Saint-Rémy
0

In Glanum, dem sogenannten Pompeji der Provence, finden erneut Ausgrabungen statt. Dabei wird ein junger Archäologe erschossen aufgefunden. Er liegt im Schacht einer heiligen Quelle. Die Ermittlungen um ...

In Glanum, dem sogenannten Pompeji der Provence, finden erneut Ausgrabungen statt. Dabei wird ein junger Archäologe erschossen aufgefunden. Er liegt im Schacht einer heiligen Quelle. Die Ermittlungen um Capitaine Blanc gestalten sich schwierig. Zum einen ist sein Team extrem angeschlagen und zum anderen stellt sich schnell heraus, dass der Archäologe gar nicht der ist, der er vorgibt zu sein.

Das Buch beginnt, was die Spannung angeht, extrem langsam. Da mich Geschichte begeistert und ich von dieser archäologischen Stätte noch nie gehört hatte, war ich erfreut, etwas Neues zu lernen. Inhaltlich ging das Buch aber erst nicht so richtig vorwärts. Es werden eine Menge Verdächtige präsentiert und es wird auch wieder viel Privates eingeflochten. Doch ab ungefähr einen Drittel fängt es dann auch an, spannender zu werden und es werden einige unterschiedliche Lösungswege angeboten. Für mich das Buch vielleicht nicht das allerbeste der Reihe, hat aber immer noch viel Potenzial. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2025

Berührend

Maikäferjahre
0

Anfang 1945. Der Zweite Weltkrieg wird nur noch wenige Wochen dauern. Anni erlebt mit ihrer kleinen Tochter in Dresden das Bombeninferno und schafft es, mit dem halbjüdischen Geiger Adam zu fliehen. Adam ...

Anfang 1945. Der Zweite Weltkrieg wird nur noch wenige Wochen dauern. Anni erlebt mit ihrer kleinen Tochter in Dresden das Bombeninferno und schafft es, mit dem halbjüdischen Geiger Adam zu fliehen. Adam wurde von ihrem Vater vor den Nazis versteckt und gerettet, wofür ihr Vater mit dem Tod bezahlt. Ihre Flucht führt sie durch mehrere Besatzungszonen und findet erst in Österreich ein Ende. Sie ist gefährlich und beide kommen sich dabei sehr näher.
Zeitgleich wird ihr Zwillingsbruder Tristan, der Jagdflieger ist, in England abgeschossen und überlebt schwer verletzt. In einem Krankenhaus wird er gepflegt und die Krankenschwester Rosalie verliebt sich in ihn. Doch eine Verbindung zwischen den ehemaligen Feinden ist damals noch per Gesetz verboten

Das Buch ist sehr berührend und für mich eine der besten Entdeckungen in diesem Frühjahr. Es erzählt die Geschichte zum Ende des Zweiten Weltkrieges und des Beginns des Friedens danach aus Sicht von unterschiedlichen Menschen, die unterschiedlich von dem Krieg betroffen waren. Das Besondere daran ist, dass alle Figuren sehr tiefgründig gezeichnet sind. Egal, ob sie Nazis waren oder Widerstandskämpfer, egal ob Deutsche, Engländer, Juden, Schotten oder was auch immer - keine dieser Figuren ist schwarz-weiß gezeichnet, sondern jede erklärt, warum die entsprechenden Handlungen kamen. Das macht das Buch besonders wertvoll und gelungen. Auch die Liebesgeschichten und das Ende sind überhaupt nicht kitschig, sondern sehr lebensecht. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2025

Aktuell

Russische Spezialitäten
0

Dmitrij fährt in die Ukraine. Er selbst ist dort geboren und seine Familie stammt zumindestens zum Teil von dort. Er hat 30 Jahre in Deutschland gelebt und mit den Eltern in Leipzig ein Magazin/einen Laden ...

Dmitrij fährt in die Ukraine. Er selbst ist dort geboren und seine Familie stammt zumindestens zum Teil von dort. Er hat 30 Jahre in Deutschland gelebt und mit den Eltern in Leipzig ein Magazin/einen Laden geführt. Mit Ausbruch des Krieges in der Ukraine wird seine Mutter mehr und mehr eine russland-hörige Putin-Bewunderin. Sie verfällt völlig dem russischen Fernsehen und der entsprechenden Propaganda. Ihr Sohn versucht, sie mit Argumenten zu überzeugen. Doch das ist sinnlos. Also will er sich selbst ein Bild in der Ukraine machen.

Das Buch ist hochaktuell und erzählt aus der Sicht einer russisch- ukrainischen Familie die Probleme, die innerfamiliär mit dem Krieg aufkommen. Allerdings ist es für mich schwierig zu bewerten. Anfangs fand ich die speziellen sprachlichen Mittel teilweise sehr lustig, doch irgendwann nutzte sich das etwas ab und mit sprechenden Fischen konnte ich so gar nichts anfangen. Auch die relativ einseitige Beurteilung von Deutschland fand ich weniger gut. Hier hätte ich mir mehr Ausgewogenheit gewünscht. Am besten hat mir der Teil in der Ukraine gefallen. Dort wurde vieles relativiert und Propaganda auf beiden Seiten aufgedeckt, gleichzeitig aber auch die Schrecken des Krieges deutlich gezeigt. Hier liegt für mich das Besondere an dem Buch. Mit einer Leseempfehlung tue ich mich etwas schwer, möchte aber auch niemanden vom Lesen abhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2025

Schwieriger Beginn

Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung
0

1946 kehrt Stella nach Wien zurück. Sie hatte es Ende der 1930er Jahre geschafft, als Jüdin nach London zu fliehen. Jetzt möchte sie wieder in ihrer Heimatstadt als Lehrerin arbeiten und bekommt auch sofort ...

1946 kehrt Stella nach Wien zurück. Sie hatte es Ende der 1930er Jahre geschafft, als Jüdin nach London zu fliehen. Jetzt möchte sie wieder in ihrer Heimatstadt als Lehrerin arbeiten und bekommt auch sofort eine Stelle am renommierten Lindengymnasium. Doch dort bekommt sie viele Schwierigkeiten, denn es gibt zum Teil noch alte Nazis, aber auch Probleme mit ihren modernen Unterrichtsmethoden …

Das Buch war interessant und gut lesbar. Interessant deshalb, weil die Zeit kurz nach dem II. Weltkrieg beschrieben wird und es besonders um den Bereich Schule geht. Die alten Strukturen funktionieren noch, die neuen Lehrer haben es schwer. Auch die verschiedenen Probleme der Schüler sind gut beschrieben. Was mich ein wenig gestört hat war, dass viele der Figuren (bis auf wenige Ausnahmen) absolut schwarz-weiß gezeichnet sind. Gerade Stella wirkte oft sehr „madonnenhaft“ und so ganz ohne Fehler. Hier hätte ich mir etwas mehr Differenzierungen erhofft. Trotzdem ist es ein gutes Buch und von mir gibt es eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2025

Nicht die beste Reihe

Der Weihnachtsmannkiller 2
0

Der Weihnachtsmann Killer ist zurück. Während eines Freigangs aus dem Gefängnis kann er fliehen und kommt zurück nach Ostfriesland, um seine Mordserie an Weihnachtsmännern fortzuführen.

Ich mag die Bücher ...

Der Weihnachtsmann Killer ist zurück. Während eines Freigangs aus dem Gefängnis kann er fliehen und kommt zurück nach Ostfriesland, um seine Mordserie an Weihnachtsmännern fortzuführen.

Ich mag die Bücher des Autors sehr. In erster Linie natürlich seine Hauptreihe, aber auch die Ableger mit Dr. Sommerfeld oder Ruppert habe mir gefallen. Die Weihnachtsmannkiller-Serie allerdings nicht. Der erste Teil war noch einigermaßen in Ordnung, doch mit dem zweiten konnte ich relativ wenig anfangen. Ein sinnlos durch die Gegend laufender Mörder mit keinem richtigen ernsthaften Motiv finde ich nicht besonders gut. Auch das Ende ist leider relativ vorhersehbar, was die Fortführung der Serie angeht. Ob ich sie weiter lese, habe ich noch nicht entschieden. Alles in allem kann ich nicht unbedingt eine Leseempfehlung aussprechen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere