Nicht unterschätzen
Crime im HeimIm Seniorenheim Haus Silberblick geht es normalerweise ruhig zu. Die alten Leute sollen viel basteln und bringen den Tag irgendwie herum. Da kommt der Vorschlag, Hamlet als Theaterstück zu inszenieren. ...
Im Seniorenheim Haus Silberblick geht es normalerweise ruhig zu. Die alten Leute sollen viel basteln und bringen den Tag irgendwie herum. Da kommt der Vorschlag, Hamlet als Theaterstück zu inszenieren. Doch schon ganz am Anfang geht alles aus dem Leim, denn Ophelia wird tot aufgefunden. Ophelia ist der Mops einer Darstellerin und wurde erschossen. Und er bleibt nicht die einzige Leiche, mit der die Theatergruppe zu tun haben wird. Denn es werden auch einige der alten Leute mit dem altbekannten Enkeltrick abgezockt. Gehört das alles zusammen?
Das Buch würde ich unter Cosy Crime einsortieren. Die Spannung ist nicht allzu hoch und dem Tempo der alten Herrschaften angepasst. Bis ungefähr zur Mitte des Buches hatte ich große Probleme mit dem Lesen. Ich kam überhaupt nicht vorwärts und kann gar nicht begründen, warum das so ist. Erst ab der Hälfte ging es auf einmal flüssig weiter. Dabei ist die Geschichte - wenn auch an einigen Stellen sehr skurril - tatsächlich nachvollziehbar und die Autorin hat den Alltag im Heim und die teilweise schrägen Marotten der Bewohner wirklich gut beschrieben, ohne dieselben ins Lächerliche zu ziehen. Man ist irgendwie betroffen und das Lachen bleibt manchmal im Hals stecken. Das Ende mit dem Auffinden des Täters ist gelungen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung