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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2025

Nicht unterschätzen

Crime im Heim
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Im Seniorenheim Haus Silberblick geht es normalerweise ruhig zu. Die alten Leute sollen viel basteln und bringen den Tag irgendwie herum. Da kommt der Vorschlag, Hamlet als Theaterstück zu inszenieren. ...

Im Seniorenheim Haus Silberblick geht es normalerweise ruhig zu. Die alten Leute sollen viel basteln und bringen den Tag irgendwie herum. Da kommt der Vorschlag, Hamlet als Theaterstück zu inszenieren. Doch schon ganz am Anfang geht alles aus dem Leim, denn Ophelia wird tot aufgefunden. Ophelia ist der Mops einer Darstellerin und wurde erschossen. Und er bleibt nicht die einzige Leiche, mit der die Theatergruppe zu tun haben wird. Denn es werden auch einige der alten Leute mit dem altbekannten Enkeltrick abgezockt. Gehört das alles zusammen?

Das Buch würde ich unter Cosy Crime einsortieren. Die Spannung ist nicht allzu hoch und dem Tempo der alten Herrschaften angepasst. Bis ungefähr zur Mitte des Buches hatte ich große Probleme mit dem Lesen. Ich kam überhaupt nicht vorwärts und kann gar nicht begründen, warum das so ist. Erst ab der Hälfte ging es auf einmal flüssig weiter. Dabei ist die Geschichte - wenn auch an einigen Stellen sehr skurril - tatsächlich nachvollziehbar und die Autorin hat den Alltag im Heim und die teilweise schrägen Marotten der Bewohner wirklich gut beschrieben, ohne dieselben ins Lächerliche zu ziehen. Man ist irgendwie betroffen und das Lachen bleibt manchmal im Hals stecken. Das Ende mit dem Auffinden des Täters ist gelungen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Tödlicher Junggesellinnenabschied

Die Villa
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Aoife will heiraten und ihre Freundinnen haben den Junggesellinnenabschied auf Marbella geplant. Die Villa allerdings ist sehr weit vom Schuss und alle Aktivitäten sind auch extrem teuer. So richtig glücklich ...

Aoife will heiraten und ihre Freundinnen haben den Junggesellinnenabschied auf Marbella geplant. Die Villa allerdings ist sehr weit vom Schuss und alle Aktivitäten sind auch extrem teuer. So richtig glücklich ist niemand damit und die Tage enden in einer Katastrophe. Die Braut ist tot, das Verbrechen wird nie aufgeklärt und ihre beste Freundin Dani hat keine Erinnerungen an den Abend. Doch drei Jahre später organisiert sie eine Fahrt zurück in die Villa, um eventuell eine Erinnerung zurückzubekommen

Das Buch wird in verschiedenen Kapiteln in Gegenwart und Vergangenheit erzählt und die Kapitel sind auch aus Sicht der verschiedenen teilnehmenden Frauen beschrieben. Ehrlich gesagt, kann ich mit diesen Junggesellinnenabschieden nicht viel anfangen und wenn ich das so im Buch lese, erschließt sich mir nicht, was daran so toll sein soll. Die Geschichte selbst ist ziemlich spannend, weil jede der Frauen irgendein Geheimnis verbirgt und dieses hat Auswirkungen auf die anderen. Bis zum Schluss bleibt man völlig im Unklaren, was an dem Abend passiert ist. Allerdings hätte die Geschichte für mich in der Mitte einige Straffungen nötig gehabt. Das Gezicke der Frauen untereinander ging mir manchmal etwas auf die Nerven. Doch insgesamt ist es ein gutes Buch, für das ich eine Leseempfehlung ausspreche

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Düster

Blutrote Grazien
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Im Darknet wird die grausame Folterung und Ermordung einer Frau übertragen. Die Leiche dazu wird in der Nähe von Meran gefunden. Seit langem gab es kein so schweres Verbrechen mehr in der beschaulichen ...

Im Darknet wird die grausame Folterung und Ermordung einer Frau übertragen. Die Leiche dazu wird in der Nähe von Meran gefunden. Seit langem gab es kein so schweres Verbrechen mehr in der beschaulichen Stadt. Die Kommissare Aron und Marie beginnen die Ermittlungen. Doch es geht nur langsam vorwärts und es bleibt nicht die einzige Leiche …

Das Buch ist für mich zweigeteilt. Auf der einen Seite sehr gut und flüssig zu lesen und mit viel Spannung. Lange Zeit bleibt verborgen, was der Täter erreichen will. Und vor allem, wer es sein könnte. Selbst am Ende gibt es dann noch einmal eine Überraschung. Da Taten selbst sind sehr heftig, aber – wie ich glaube – hochaktuell in der heutigen Zeit, mit den technischen Möglichkeiten und den Psychopaten, die sich im Darknet tummeln.

Bei der Umsetzung der Geschichte hat mir einiges nicht so gut gefallen. Anfangs gab es kaum Privates zu den Ermittlern, was ich gut finde. Für mich stehen lieber die Ermittlungen im Vordergrund. Doch im Laufe des Buches änderte sich das und gefühlt ging es nicht mehr viel um Ermittlungen, sondern mehr um Whisky, viel Sex mit wechselnden Partnern oder Alkoholaussetzer allgemein. Vor allem die Figur das Aron war da für mich nicht immer schlüssig (für mehr Erklärungen müsste ich allerdings zu stark spoilern). Manchmal gab es aber auch eigenartige Zeitsprünge. So wurde ein Profiler aus Deutschland angekündigt. Während die Ermittler eine Nacht im Bett verbringen, taucht der Profiler aber plötzlich auf (Wann ist er angekommen? Wieso gab es keine entsprechenden Beratungen/Austausch mit den Kommissaren im Buch?) und hat vor Ort schon mehrere Tage ermittelt. Da war ich manchmal etwas irritiert.

Gut wiederum fand ich die Einbindung realer Orte in Meran und auch in der Umgebung. Da ich selbst erst vor wenigen Wochen dort war, konnte ich mir tatsächlich alles plastisch wieder vor Augen führen, was das Lesen sehr schön machte.

Mein Fazit: Wer auf düstere und auch brutale Thriller steht, wird mit dem Buch gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Viele Lügen

Dunkle Asche
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Gudrun arbeitet bei der Polizei in der Abteilung für Cold Cases. Ihre neue Kollegin Judith kommt von Rostock dazu und ihr erster gemeinsamer Fall ist 30 Jahre alt und Gudrun weiß genau, um was es geht. ...

Gudrun arbeitet bei der Polizei in der Abteilung für Cold Cases. Ihre neue Kollegin Judith kommt von Rostock dazu und ihr erster gemeinsamer Fall ist 30 Jahre alt und Gudrun weiß genau, um was es geht. Damals wurde nach einer wilden Partynacht eine junge Frau ermordet und das Haus angezündet. Dadurch gab es kaum Spuren und die beteiligten Personen und Nachbarn hatten alle Alibis bzw. es gab nur wenige Indizien, um den Fall wirklich aufzuklären. Doch jetzt wird er wieder aktuell und für beide auch gefährlich.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist ein solider klassischer Krimi. Die Ermittlungen sind nachvollziehbar und die persönliche Verstrickung von Gudrun in dem Fall passt dazu. Bist fast ganz zum Ende werden mehr und mehr Lügen aufgeklärt und immer neue Verdächtige präsentiert und trotzdem hat man nicht wirklich eine Ahnung, wer der Täter ist. Und selbst als man das ahnt bzw. weiß, ist das Motiv nochmals eine Überraschung. So gesehen ein gut lesbares Buch, für das ich eine Leseempfehlung ausspreche

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Solider Krimi

Totengold
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Wenn im Edersee das Wasser ist sehr niedrig steht, sieht man die Gräber des gefluteten alten Friedhofes. Als zwei junge Männer beim Angeln einen Totenschädel finden, wird zuerst gedacht, dass es dieser ...

Wenn im Edersee das Wasser ist sehr niedrig steht, sieht man die Gräber des gefluteten alten Friedhofes. Als zwei junge Männer beim Angeln einen Totenschädel finden, wird zuerst gedacht, dass es dieser aus einem alten Grab stammt. Doch es stellt sich schnell heraus, dass der Schädel noch gar nicht so alt ist. Die Ermittlungen laufen an und die ganze Sache vermischt sich mit einem Gerücht über Nazigold sowie Anschlägen auf eine Lokalpolitikerin.

Das Buch ist die Fortsetzung einer Krimireihe um die Ermittler Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach. Es ist ein sehr solider Krimi, der verschiedene Erzählstränge miteinander verbindet und verschiedene Mordmotive anbietet. Man weiß bis zum Ende nicht, wer der Täter ist. Auch deswegen, weil verschiedene Verbrechen miteinander verknüpft sind. Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat, ist das ständige Wechseln - manchmal direkt mitten im Satz - der Anreden der Ermittler. So wird wahlweise der Vorname, dann wieder der Nachname verwendet. Das hat mich ziemlich gestört.

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