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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2026

Unerwartet

Andere nennen es Urlaub
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Netti hat es nicht einfach. Vor ein paar Monaten ist ihre Mutter gestorben und ihr fast 80-jähriger Vater Bruno kommt damit überhaupt nicht zurecht. Auch mit dem Alltag nicht, denn die Mutter hat alle ...

Netti hat es nicht einfach. Vor ein paar Monaten ist ihre Mutter gestorben und ihr fast 80-jähriger Vater Bruno kommt damit überhaupt nicht zurecht. Auch mit dem Alltag nicht, denn die Mutter hat alle sehr verwöhnt. Von ihrer Schwester erhält sie relativ wenig Unterstützung. Also beschließt Netti, dass sie dringend Urlaub braucht. Und durch einen Zufall bekommt sie eine Mitfahrgelegenheit nach Italien nach Triest. Doch statt ihres Sohnes muss sie ihrem Vater mitnehmen und das bringt ganz schön Chaos in die Reise

Nach dem Cover und dem Klappentext hatte ich etwas anderes erwartet. Ein Buch, dass eher lustig ist und irgendwie kuriose Urlaubserlebnisse aufzählt. Es gab auch ein paar wirkliche Szenen, die ich mir als Verfilmung vorgestellt habe und wo ich herzlich lachen musste. Doch ehrlich gesagt war das Buch die meiste Zeit eher melancholisch. Das war für mich eine unerwartete, aber eigentlich freudige Überraschung. Zum einen war ich vor nicht allzu langer Zeit in einer ähnlichen Situation. Zum anderen hat es die Autorin geschafft, Familienprobleme so unterzubringen, dass keines der Familienmitglieder bemitleidenswert oder komisch dargestellt wird. Alle haben ihre Ecken und Kanten und alle ihre Probleme. Doch im Endeffekt schaffen sie es, vieles davon zu regeln. Und auch das hat mir gut gefallen: es gibt kein kitschiges Ende, aber sehr viel Hoffnung. Dafür gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Macht Spaß

Urlaubsrätsel-Spaß Frankreich
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Die kleine Broschüre enthält reichlich 60 verschiedenartige Rätsel, die sich alle um Frankreich drehen. Da sind einfache dabei, bei denen Buchstaben gesucht werden müssen oder Verbindungen hergestellt ...

Die kleine Broschüre enthält reichlich 60 verschiedenartige Rätsel, die sich alle um Frankreich drehen. Da sind einfache dabei, bei denen Buchstaben gesucht werden müssen oder Verbindungen hergestellt werden sollen. Da sind aber auch schwierige dabei, bei denen es um französische Wörter oder Wortbedeutungen geht. Alles ist sehr gemischt und reicht von französischen Malern bis zu französischen Königen, Mode oder Sehenswürdigkeiten. Aber z. B. auch Korsika oder die Bretagne kommen vor. Alles ist sehr bunt und als Besonderheit gibt es am Ende ein kleines deutsch-französisches Wörterbuch mit den wichtigsten Wörtern oder Redewendungen. Das Besondere daran ist allerdings, dass es in Klammern die richtige Aussprache dazu gibt. Das hat mir sehr weitergeholfen. Das alles hat viel Spaß gemacht und ich habe einige neue Ideen bekommen, was ich mir in Frankreich noch ansehen könnte. Zu dem vielen, die ich vorher schon wusste.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Starke Fortsetzung

Das Camp
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Frieda hat große Probleme. Sie wird verdächtigt, in der Nähe von Bautzen einen Mann ermordet zu haben. Kurze Zeit später folgt ein junges Mädchen, bei der Leiche werden Haare von Frieda gefunden. Um weiterhin ...

Frieda hat große Probleme. Sie wird verdächtigt, in der Nähe von Bautzen einen Mann ermordet zu haben. Kurze Zeit später folgt ein junges Mädchen, bei der Leiche werden Haare von Frieda gefunden. Um weiterhin Ermittlungen anstellen zu können, fährt sie ins Camp nach Belgien. Doch dort ist sie nicht sicher...

Das Buch ist die gelungene Fortsetzung und der Mittelteil der geplanten Trilogie um Frieda. Es ist durchweg spannend. Die Kapitel wechseln mit den Orten der Ereignisse. Alle Beteiligten sind nicht durchgängig gut und böse, sondern wechseln die Seiten und die Handlungen. Frieda bekommt Hilfe und trotzdem kommt sie in den Fällen nicht weiter. Am Ende wird zwar einiges aufgeklärt, doch Frida weiß das nicht. Ich bin gespannt, wie es im weiteren Teil vorangeht und wie sich die Hauptpersonen verhalten werden. Von mir gibt es durchweg eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Familie und Historie

Schwesternland
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Antonia leidet immer noch an dem Verlust ihres Vaters. Zum 100. Geburtstag ihrer Großmutter trifft sie sich mit ihrer Familie im Haus im Havelland, genannt Schwesternland. Denn auch innerhalb der Familie ...

Antonia leidet immer noch an dem Verlust ihres Vaters. Zum 100. Geburtstag ihrer Großmutter trifft sie sich mit ihrer Familie im Haus im Havelland, genannt Schwesternland. Denn auch innerhalb der Familie ist seit dem Tod des Vaters die enge Verbindung wie zerbrochen. Durch ein Ahnengutachten entschließt sie sich, ihre Masterarbeit über die Flucht der Hugenotten aus Frankreich zu schreiben, denn in dem Gutachten findet sie eine Vorfahrin, eine Tochter eines Seidenhändlers aus Lyon. Jeanne verliert auf der Flucht nach Berlin fast alles und Antonia folgt ihren Spuren.

Die Geschichte ist zweigeteilt. In der Gegenwart geht es vor allem um Antonia und ihr Studium sowie ihr Leben. Mehr begeistert hat mich allerdings die Geschichte in der Vergangenheit. Es ist wunderbar beschrieben, wie die Hugenotten in Frankreich lebten, wie es zur Vertreibung kam und vor allem was sie auf der Flucht und auch später in ihrem Fluchtland Preußen erlebt haben. Anfangs springt es in den Zeiten stark hin und her. Ich meine damit nicht Gegenwart und Vergangenheit, sondern auch noch innerhalb der Vergangenheit. So gibt es Teile, die weit vorgreifen und vorwegnehmen. Und dann wiederum klaffen große Lücken, die erst viel später geschlossen werden. Etwa ab der Hälfte des Buches geht es dann mehr chronologisch vorwärts und das empfand ich als wesentlich besser. In der Gegenwart habe ich manche Entscheidung von Antonia einfach nicht nachvollziehen können. Trotzdem ist das Buch sehr gut lesbar und vermittelt unauffällig auch viel Wissen über das 17. Jahrhundert. Daher gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Spannend

Dorn. Ruf der Toten
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Dorn erhält den Anruf einer Psychologin, die ihn um Hilfe bittet. Doch die Angelegenheit ist komisch, denn die Frau ist schon tot. Lea wiederum hat ihre eigenen Probleme, denn ihr Bruder wird von einem ...

Dorn erhält den Anruf einer Psychologin, die ihn um Hilfe bittet. Doch die Angelegenheit ist komisch, denn die Frau ist schon tot. Lea wiederum hat ihre eigenen Probleme, denn ihr Bruder wird von einem korrupten Polizisten bedroht. Sie bringt ihn bei Dorn vorerst in Sicherheit. Kurz danach hat sie Probleme mit ihrem Vorgesetzten und wird von den Fällen abgezogen. Doch sie ermittelt weiter.

Das Buch ist die Fortsetzung der Reihe um Dorn und Lea. Ich fand diesen Teil erheblich besser als den ersten. Zum einen war er sehr spannend, zum anderen wurden aktuelle Ereignisse und wissenschaftliche Erkenntnisse um künstliche Intelligenz sehr intelligent eingebaut. Es werden die Risiken sehr gut aufgezeigt, aber auch die Möglichkeiten, die man damit hat. Im Guten wie im Schlechten. Daher gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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