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Veröffentlicht am 09.04.2026

Absolut lesenswert

Die Briefträgerin
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Anna kommt mit ihrem Mann Carlo 1934 zurück in den Heimatort von Carlo nach Apulien. Anna selbst stammt aus dem Norden Italiens und ist für lange Zeit - eigentlich für immer – in der neuen Heimat die Fremde. ...

Anna kommt mit ihrem Mann Carlo 1934 zurück in den Heimatort von Carlo nach Apulien. Anna selbst stammt aus dem Norden Italiens und ist für lange Zeit - eigentlich für immer – in der neuen Heimat die Fremde. Trotz ihrer freundlichen Art wird sie nur schwer anerkannt. Ihre Entscheidung, als Briefträgerin arbeiten zu wollen, weil sie keine Stelle als Lehrerin findet, wird von vielen belächelt und zum Teil „verteufelt“. Carlo steht allerdings immer zu ihr und nach und nach findet sie Freunde und zumindest zum Teil auch Anerkennung.

Das Buch ist absolut lesenswert. Zum einen erzählt es die Geschichte einer wahnsinnig interessanten Frau in einer Zeit, als es das Wort Feminismus noch gar nicht gab. Trotzdem lebt sie es und trifft viele Entscheidungen, die ungewöhnlich und in der Zeit auch mutig sind. Zum anderen wird aber auch eine Familiengeschichte über rund 30 Jahre erzählt und auch eine Geschichte über das südliche Italien der damaligen Zeit. Es werden viele Themen angerissen und man will einfach nur weiterlesen. Der Stil der Autorin ist geradlinig, aber mit viel Empathie. Die Geschichte versetzt den Leser gleichzeitig in eine andere Welt, aber ebenfalls in Probleme, die es noch heute gibt. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Guter Anfang einer Familiengeschichte

Der Gesang der See
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Ein kleiner Ort an der Westküste Norwegens im 19 Jahrhundert. Kristiane stammt aus einer Lotsen-Familie und hat ihrem Vater versprochen, dass der Lotsenberuf dort erhalten bleibt. Doch ihr Mann Anders ...

Ein kleiner Ort an der Westküste Norwegens im 19 Jahrhundert. Kristiane stammt aus einer Lotsen-Familie und hat ihrem Vater versprochen, dass der Lotsenberuf dort erhalten bleibt. Doch ihr Mann Anders bleibt auf der See und so wird sie gezwungen, bald zu heiraten, damit sie weiter einen Lotsen in der Familie haben. Damit hat sie ein nächstes Problem, denn sie hat sich in Fredrik verliebt, der Sohn in einer Kaufmannsfamilie ist. Um ihrer Familie gerecht zu werden, heiratet sie Lars

Das Buch ist das erste Buch der Autorin und wurde nachträglich in Deutschland veröffentlicht, als ihre späteren Romane große Erfolge wurden. Doch auch dieses Buch zeigt schon, dass die Autoren wunderbar schreiben kann. Es ist eine Familiengeschichte, aber gleichzeitig auch eine Geschichte um die Emanzipation der Frau. Obwohl das damals weder so genannt wird, noch erwünscht war. Kristiane ist eine besondere Frau und kämpft um möglichst viele Rechte. Damit eckt sie oft auch an. Interessant war auch, über das damalige Leben der Menschen und die Abhängigkeit von der Natur zu lesen. Eine Fortsetzung ist angekündigt und darauf freue ich mich auch. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Wer ist der Boss?

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Natalies Freundin liegt im Krankenhaus im Koma. Sie war am Abend vorher mit einem gutaussehenden Mann mitgegangen und wurde dann an einer Bushaltestelle entdeckt. Mehr zufällig erkennt Natalie den Mann ...

Natalies Freundin liegt im Krankenhaus im Koma. Sie war am Abend vorher mit einem gutaussehenden Mann mitgegangen und wurde dann an einer Bushaltestelle entdeckt. Mehr zufällig erkennt Natalie den Mann wieder. Es ist ein sehr erfolgreicher Unternehmer und Natalie kommt durch einen weiteren Zufall an einen Job als Putzfrau in seiner Villa heran. Doch dort herrscht eine sehr merkwürdige Stimmung und Natalie fühlt sich mehr als unwohl.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die meisten Kapitel werden aus Sicht von Natalie erzählt und man kann verfolgen, wie sie mehr und mehr merkt, dass die Situation sie eines Teils überfordert und andererseits sehr gefährlich wird. Eine unterschwellige Spannung ist ständig vorhanden und als Leser weiß man oft eine ganze Reihe mehr. Hat allerdings auch keine Ahnung, wie alles zusammenpasst und wer die Leute, die dort agieren, wirklich sind. Das Ende bringt eine Menge an Wendungen und Überraschungen und auch eine Art an Gerechtigkeit. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Unerwartet

Andere nennen es Urlaub
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Netti hat es nicht einfach. Vor ein paar Monaten ist ihre Mutter gestorben und ihr fast 80-jähriger Vater Bruno kommt damit überhaupt nicht zurecht. Auch mit dem Alltag nicht, denn die Mutter hat alle ...

Netti hat es nicht einfach. Vor ein paar Monaten ist ihre Mutter gestorben und ihr fast 80-jähriger Vater Bruno kommt damit überhaupt nicht zurecht. Auch mit dem Alltag nicht, denn die Mutter hat alle sehr verwöhnt. Von ihrer Schwester erhält sie relativ wenig Unterstützung. Also beschließt Netti, dass sie dringend Urlaub braucht. Und durch einen Zufall bekommt sie eine Mitfahrgelegenheit nach Italien nach Triest. Doch statt ihres Sohnes muss sie ihrem Vater mitnehmen und das bringt ganz schön Chaos in die Reise

Nach dem Cover und dem Klappentext hatte ich etwas anderes erwartet. Ein Buch, dass eher lustig ist und irgendwie kuriose Urlaubserlebnisse aufzählt. Es gab auch ein paar wirkliche Szenen, die ich mir als Verfilmung vorgestellt habe und wo ich herzlich lachen musste. Doch ehrlich gesagt war das Buch die meiste Zeit eher melancholisch. Das war für mich eine unerwartete, aber eigentlich freudige Überraschung. Zum einen war ich vor nicht allzu langer Zeit in einer ähnlichen Situation. Zum anderen hat es die Autorin geschafft, Familienprobleme so unterzubringen, dass keines der Familienmitglieder bemitleidenswert oder komisch dargestellt wird. Alle haben ihre Ecken und Kanten und alle ihre Probleme. Doch im Endeffekt schaffen sie es, vieles davon zu regeln. Und auch das hat mir gut gefallen: es gibt kein kitschiges Ende, aber sehr viel Hoffnung. Dafür gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Macht Spaß

Urlaubsrätsel-Spaß Frankreich
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Die kleine Broschüre enthält reichlich 60 verschiedenartige Rätsel, die sich alle um Frankreich drehen. Da sind einfache dabei, bei denen Buchstaben gesucht werden müssen oder Verbindungen hergestellt ...

Die kleine Broschüre enthält reichlich 60 verschiedenartige Rätsel, die sich alle um Frankreich drehen. Da sind einfache dabei, bei denen Buchstaben gesucht werden müssen oder Verbindungen hergestellt werden sollen. Da sind aber auch schwierige dabei, bei denen es um französische Wörter oder Wortbedeutungen geht. Alles ist sehr gemischt und reicht von französischen Malern bis zu französischen Königen, Mode oder Sehenswürdigkeiten. Aber z. B. auch Korsika oder die Bretagne kommen vor. Alles ist sehr bunt und als Besonderheit gibt es am Ende ein kleines deutsch-französisches Wörterbuch mit den wichtigsten Wörtern oder Redewendungen. Das Besondere daran ist allerdings, dass es in Klammern die richtige Aussprache dazu gibt. Das hat mir sehr weitergeholfen. Das alles hat viel Spaß gemacht und ich habe einige neue Ideen bekommen, was ich mir in Frankreich noch ansehen könnte. Zu dem vielen, die ich vorher schon wusste.

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