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Veröffentlicht am 10.04.2026

War nicht meins

REM
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Alysee wächst bei einer Pflegefamilie auf. Sie hat oft Albträume und bleibt deswegen solange wie möglich munter. Denn sie hat noch den Spruch ihres Vaters im Kopf „Du darfst nicht einschlafen“. Sie steht ...

Alysee wächst bei einer Pflegefamilie auf. Sie hat oft Albträume und bleibt deswegen solange wie möglich munter. Denn sie hat noch den Spruch ihres Vaters im Kopf „Du darfst nicht einschlafen“. Sie steht kurz vor der Uni-Prüfung, als sie eine Anwältin kontaktiert und ihr mitteilt, dass sie ein Hotel geerbt hat. Zusammen mit ihrem Pflegebruder Nico fährt sie dahin und damit beginnt ein gefährlicher Albtraum.

Ich mag Fitzek, ich mag seine Bücher und vor allem die psychologischen Spielchen darin. Doch bei diesem Buch habe ich mich sehr schwer getan. Schon nach wenigen Seiten wollte ich abbrechen – die rote Hand, die durch das Auge will, ist so gar nicht meins. Realer, erklärbarer Horror ist für mich okay. Aber solche (sorry – für mich) Spinnereien, damit kann ich nichts anfangen. Ich habe weitergelesen und die Passagen, die ohne solche Fantasiebeschreibungen waren, fand ich wieder sehr gut beschrieben und gut lesbar. Den Rest habe ich irgendwann quergelesen. Die Ankündigung, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt wird, ist für mich eher abschreckend. Diese Bücher werde ich nicht mehr lesen. Ich möchte niemanden vom Lesen abhalten, kann aber definitiv keine Empfehlung aussprechen. Für die gut lesbaren Teile vergebe ich 3 Punkte.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Leider langweilig

Mord im Christmas Express
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Roz ist aus dem Polizeidienst ausgeschieden und auf dem Weg nach Fort Williams. Dort erwartet ihre Tochter ihr erstes Kind. Es ist der Tag vor Weihnachten und durch einen Schneesturm fährt so gut wie kein ...

Roz ist aus dem Polizeidienst ausgeschieden und auf dem Weg nach Fort Williams. Dort erwartet ihre Tochter ihr erstes Kind. Es ist der Tag vor Weihnachten und durch einen Schneesturm fährt so gut wie kein Zug mehr. Doch Roz hat Glück und bekommt den einzigen Zug, der in Richtung Schottland unterwegs ist. Leider entgleist der Zug auf der Strecke im Nirgendwo und dann gibt es auch noch einen Mord....

Zuallererst muss ich das wirklich wunderbar passende Cover zu dem Buch loben. Danach gibt es für mich leider nicht mehr viel positive Sachen. Das Buch wird mit Agatha Christie verglichen und als moderne Version ausgegeben. Doch leider ist jedes Buch der bekannten Autorin um Längen besser als dieser Mord im Christmas Express. Denn das Buch ist wirklich sehr langweilig. Es hat 330 Seiten und dafür habe ich vier komplette Abende gebraucht, um mich wirklich durchzuquälen. Zwei Drittel lang passiert so gut wie gar nichts und alles und jedes wird ausführlich beschrieben (und nervt teilweise wirklich). Spannung ist nicht vorhanden. Die moderne Version enthält auch alle politisch korrekten Themen. Der Mordgrund ist zwar verständlich und auch wichtig, was das Thema angeht, trotzdem erwarte ich von einem Krimi in erster Linie auch Unterhaltung und viel Spannung. Die fehlt hier zum großen Teil. Deswegen kann ich das Buch nicht empfehlen.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Etwas flach

Lindy Girls
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Berlin 1928. Aus Amerika schwappt eine neue Musik herüber. Der Swing erobert die Menschen und verbreitet Freude. Die Choreografin Wally ist begeistert und gründet eine Tanzgruppe. Ihre Mädchen sind keine ...

Berlin 1928. Aus Amerika schwappt eine neue Musik herüber. Der Swing erobert die Menschen und verbreitet Freude. Die Choreografin Wally ist begeistert und gründet eine Tanzgruppe. Ihre Mädchen sind keine ausgebildeten Tänzerinnen, sondern kommen aus verschiedenen Berufen bzw. von der Straße. Doch es ist schwer, ein Engagement zu bekommen, denn in den Varietés, Tanzpalästen und Hotels haben immer noch Männer das Sagen. Es wird nicht leicht. Doch sie geben nicht auf und trainieren bis zum Umfallen.


Das Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite ist sehr gut eingefangen das Lebensgefühl der damaligen Zeit und das Aufkommen der neuen Tänze wie Swing oder Charleston oder Lindy Hop. Auch die Probleme der verschiedenen Menschen sind aufgeführt, seien es Drogen, Arbeitslosigkeit, Erstarken der Nazis und damit Unterdrückung der Juden, Homosexualität oder auch lesbische Liebe. Genau das aber ist das Problem. Es werden so ziemlich alle Sachen angesprochen und irgendwie in die Tanzmädchen hineininterpretiert. Dadurch wirken die Figuren aber sehr flach und man bekommt irgendwie keinen richtigen emotionalen Zugang dazu. Es ist einfach zu viel gewollt und das wird dann sehr kurz abgehandelt oder angerissen. So kommt das Buch leider über Mittelmaß nicht hinaus. Meine Empfehlung wäre, entweder man hätte an den Problemen etwas gekürzt und die restlichen vertieft oder dem Buch einige Seiten mehr gegönnt. Inhaltlich wäre es möglich gewesen.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Wird spannender

Der Mentor
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Durch ein Unwetter werden im Wald eher zufällig zwei Frauenleichen gefunden. Sie wurden grausam ermordet und tragen im Nacken eingeritzte Zahlen. Doch diese sind nicht fortlaufend und so vermutet die Polizei, ...

Durch ein Unwetter werden im Wald eher zufällig zwei Frauenleichen gefunden. Sie wurden grausam ermordet und tragen im Nacken eingeritzte Zahlen. Doch diese sind nicht fortlaufend und so vermutet die Polizei, dass es noch weitere Leichen gibt. Das tritt auch ein. Die Ermittler erhalten Hilfe vom LKA München. Die Ermittlungen verlaufen nicht einfach und die Spur führt zu einer Studentenvereinigung. Doch noch immer werden junge Frauen vermisst und das Morden geht weiter

Ich hatte am Anfang ein wenig Probleme mit dem Buch. Für meine für mich ging es gerade in den Zeitsprüngen ein bisschen zu sehr hin und her und das war mir zu viel. Im Laufe des Buches und der Ermittlungen besserte sich das allerdings sehr und je mehr die ganze Sache dem Ende zugeht, desto spannender wird es auch. Es werden eine Reihe Verdächtiger präsentiert und durch den Wechsel der Perspektiven und der verschiedenen Ermittler weiß man über einen sehr langen Teil nicht, was da wirklich passiert und um was es geht und wer darin verwickelt ist. Daher kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Schwierig

Kajzer
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Menachem Kaiser (Kajzer) versucht, das Haus seines Großvaters nach der Wende in Polen zurückzubekommen. Das gestaltet sich als sehr schwierig. Erst mal ist es das falsche Haus, dann fehlen wichtige Papiere ...

Menachem Kaiser (Kajzer) versucht, das Haus seines Großvaters nach der Wende in Polen zurückzubekommen. Das gestaltet sich als sehr schwierig. Erst mal ist es das falsche Haus, dann fehlen wichtige Papiere und dann ändert Polen die Gesetze und vor Gericht geht es auch nicht gut aus…

Das Buch war für mich schwierig zu lesen und ist genauso schwierig zu bewerten. Da ist zum einen grundsätzlich die Forderung nach Rückgabe des Hauses. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass die Familie das Haus (oder beim Verkauf das Geld) benötigt. Und noch weniger hatte ich das Gefühl, dass sie es unbedingt wollen. Das alles war für mich sehr ambivalent. Unabhängig davon steht natürlich das Recht auf ihrer Seite, dass ihnen das Haus durch die Nazis weggenommen wurde und es ihnen zusteht.
So habe ich anfangs das Buch mehr als Roman oder Familiengeschichte gelesen und da war es auch interessant. Auch wenn man eher wenig über die Familie erfährt und auch der Autor sehr wenig über seinen Großvater weiß und auch nicht sehr viel mehr über ihn bzw. diese Generation herausbekommt.
Danach wechselt das Thema abrupt und das Buch wird zu einer Art Sachbuch. Der Autor bezeichnet es selbst als Sachbuch, aber das ist es für mich auch nicht. Es geht um die derzeitigen Schatzsucher speziell in Schlesien, die vom Bernsteinzimmer bis zu Nazidevotionalien alles wollen und es teilweise groteske Züge annimmt. Dieser Teil der Geschichte passt nicht zur Familie und ist eher langweilig. Mich hat beim Lesen „gerettet“, dass ich die Gegend kenne und so bei der Nennung von Orten zumindest ein Bild vor Augen hatte.
Danach wechselt es wieder zum Zurückbekommen des Hauses und hier verstehe ich nicht wirklich, warum der Autor weiterhin an der polnischen Rechtsanwältin festhält, obwohl sie grobe Fehler vor Gericht gemacht hat – womit ich wieder beim 1. Abschnitt der Bewertung lande.
Zu guter Letzt geht es nur noch um das Buch und die teilweise Geschichte eines eher weit entfernten Verwandten namens Abraham Kajzer, dessen Aufzeichnungen zumindest in Polen ziemlich bekannt sind. Das allerdings passt wieder nicht wirklich zur Familiengeschichte.
Alles in allem und kurz zusammengefasst: Dem Buch fehlt die Entscheidung, ob es eher Roman oder Sachbuch sein soll und es fehlt definitiv eine Art roter Faden. So ist es für mich mit viel gutem Willen maximal Mindestmaß.

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