Cover-Bild Die Briefträgerin
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13,99
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 16.04.2026
  • ISBN: 9783641331597
Francesca Giannone

Die Briefträgerin

Roman
Ingrid Ickler (Übersetzer)

Süditalien 1934: Eine selbstbewusste junge Frau aus dem Norden bringt als erste Briefträgerin frischen Wind in ein kleines Dorf.

Lizzanello, ein beschauliches Dorf, in dem sich alle kennen: Als Anna und Carlo hier 1934 frisch vermählt mit dem Bus aus dem Norden eintreffen, freut sich Carlo, endlich zurück in seiner Heimat zu sein. Doch Anna denkt darüber nach, was für ein Leben sie als Norditalienerin in dem kleinen Ort erwartet, in dem ganz eigene Gesetze herrschen. Allen Widerständen zum Trotz geht Anna mutig und entschlossen ihren eigenen Weg – und bringt als erste Briefträgerin frischen Wind nach Lizzanello. Über zwanzig Jahre lang, erst zu Fuß, dann mit dem Fahrrad, trägt sie die Post aus: Ansichtskarten von Emigranten, Briefe von Soldaten an der Front, Mitteilungen von heimlichen Liebhabern. Und irgendwann muss sie sich fragen, wie lange sie eigentlich noch ihre eigenen Gefühle verbergen kann, die sie seit Jahren für den Bruder ihres Ehemanns empfindet.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2026

Absolut lesenswert

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Anna kommt mit ihrem Mann Carlo 1934 zurück in den Heimatort von Carlo nach Apulien. Anna selbst stammt aus dem Norden Italiens und ist für lange Zeit - eigentlich für immer – in der neuen Heimat die Fremde. ...

Anna kommt mit ihrem Mann Carlo 1934 zurück in den Heimatort von Carlo nach Apulien. Anna selbst stammt aus dem Norden Italiens und ist für lange Zeit - eigentlich für immer – in der neuen Heimat die Fremde. Trotz ihrer freundlichen Art wird sie nur schwer anerkannt. Ihre Entscheidung, als Briefträgerin arbeiten zu wollen, weil sie keine Stelle als Lehrerin findet, wird von vielen belächelt und zum Teil „verteufelt“. Carlo steht allerdings immer zu ihr und nach und nach findet sie Freunde und zumindest zum Teil auch Anerkennung.

Das Buch ist absolut lesenswert. Zum einen erzählt es die Geschichte einer wahnsinnig interessanten Frau in einer Zeit, als es das Wort Feminismus noch gar nicht gab. Trotzdem lebt sie es und trifft viele Entscheidungen, die ungewöhnlich und in der Zeit auch mutig sind. Zum anderen wird aber auch eine Familiengeschichte über rund 30 Jahre erzählt und auch eine Geschichte über das südliche Italien der damaligen Zeit. Es werden viele Themen angerissen und man will einfach nur weiterlesen. Der Stil der Autorin ist geradlinig, aber mit viel Empathie. Die Geschichte versetzt den Leser gleichzeitig in eine andere Welt, aber ebenfalls in Probleme, die es noch heute gibt. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Was für eine wunderbare emanzipierte Frau

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Nachdem ich Klappentext und Leseprobe gelesen hatte, hatte mich das Buch direkt gefangen. Mehr wollte ich gerne wissen und dann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Geschichte spielt ...

Nachdem ich Klappentext und Leseprobe gelesen hatte, hatte mich das Buch direkt gefangen. Mehr wollte ich gerne wissen und dann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Geschichte spielt in Süditalien in den Jahren 1934 - 1961. Anna, aus Norditalien, kommt mit ihrem Mann Carlo in dessen Heimatstadt in Süditalien. Hier trifft sie auf seine alten Bekannten und auf seinen Bruder Antonio und dessen Familie. Antonio ist sofort von Anna inspiriert und begeistert. Auch als sie sich über die herkömmlichen Konventionen - Frauen hören an den Herd und machen keinen Job - hinweg setzt, unterstützt er sie, zum Ärger seiner Frau. Carlo lebt sich schnell wieder ein, wird Weinbauer und ist erfolgreich. Auch trifft er auf seine alte Liebe Carmela, die er damals ohne ein Wort verlassen hat, und nach Norditalien gegangen ist. Carlo kann seine Frau nicht immer verstehen, sie streiten, da er ihre emanzipierte Haltung nicht nachvollziehen kann und in den alten Konventionen der Gesellschaft verhaftet ist. Anna kämpft für ihren Job als Briefträgerin und trifft dort auf die verschiedensten Menschen. Sie ist hilfsbereit und bietet Giovanna Zuflucht als diese misshandelt wird. Sie macht sich für die Wahlrechte der Frauen stark und als Carlo verstirbt, sagt er auf dem Sterbebett, sie solle sich für ihr Projekt, ein Frauenhaus, einsetzen und das eigene Geld dafür nutzen. So sei sie von der Politik unabhängig.

Was für ein wunderbares Buch, toll geschrieben mit starken Protagonisten, eine Familiengeschichte, die so spannend ist, wie das Leben. Ich habe jede Seite verschlungen und kann sie nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Eine ganz besondere Frau geht ihren Weg.

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Anna die Protagonistin dieses historischen Romans muss man einfach lieben, bewundern und achten. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, die ihren Weg geht ohne sich den gesellschaftlichen Zwängen zu ...

Anna die Protagonistin dieses historischen Romans muss man einfach lieben, bewundern und achten. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, die ihren Weg geht ohne sich den gesellschaftlichen Zwängen zu beugen. Der Debütroman der Autorin Francesca Giannone über das Leben ihrer Urgroßmutter Anna spielt im Zeitraum von 1934 bis 1961 und ich habe mich nicht selten gewundert wie fortschrittlich und emanzipiert Anna zu dieser Zeit in Italiens Süden gelebt hat. Auch wenn sie bis an ihr Lebensende nur "die Fremde" genannt wird und nur selten von der Dorfgemeinschaft verstanden wird, geht sie konsequent ihren Weg, setzt sich für ihre Ideale ein und lässt sich nicht beirren, egal wie stark ihr der Gegenwind entgegen bläst. Mich hat dieses Buch unglaublich sehr berührt, ich hatte es in nur 3 Tagen gelesen, weil ich es einfach kaum aus der Hand legen mochte. Danke der Autorin für dieses zu Herzen gehende Werk und viel Erfolg für die Zukunft! Frau Giannone kann sehr stolz sein, die Gene dieser tollen Frau in sich zu tragen.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Eine starke Frau, die nicht vergessen werden darf .

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In diese Geschichte dreht es sich um die allererste Postbotin Italiens. Sie ist die Urgroßmutter der Autorin Francesca Gianonne.
Anna zieht 1934 mit ihrem Mann Carlo und dem gemeinsamen Sohn Roberto in ...

In diese Geschichte dreht es sich um die allererste Postbotin Italiens. Sie ist die Urgroßmutter der Autorin Francesca Gianonne.
Anna zieht 1934 mit ihrem Mann Carlo und dem gemeinsamen Sohn Roberto in das Heimatdorf ihres Mannes. Er hat dort ein Haus geerbt und war 10 Jahre lang nicht in seiner Heimat. Sofort spürt man eine ganz innige, wundervolle Verbindung zwischen Carlo und seinem Bruder Antonio.
Antonios Frau ist von Anna überhaupt nicht begeistert. Auch Anna hat es anfangs schwer, sich in ihrer neuen Umgebung und mit ihrem Mitmenschen zurechtzufinden. Sie ist Lehrerin, findet vorerst jedoch keine Arbeit und bewirbt sich dann als Briefträgerin. Sie wird von jedem belächelt, sie soll sich nicht so wichtig nehmen, es handelt sich nämlich um einen Männerjob. Aber Anna ist selbstbewusst und setzt sich für Frauenrechte ein. Sie lässt sich von einem Mann schon gar nichts sagen. Auch wenn ihr eigener Mann Bürgermeister ist. Als sich ihr Schwager in Anna verliebt, wird die Geschichte immer spannender. Ich konnte die Mischung zwischen Liebe, Schuld, Vertrauen und Enttäuschungen sehr gut nachempfinden. In diesem Buch gibt es einige unglückliche Beziehungen und deren Konsequenzen, ich hatte hin und wieder Tränen in den Augen. Hut ab vor einer so starken Frau zu dieser Zeit ! Ich habe dieses Buch nicht aus der Hand legen können und freue mich auf mehr Geschichten von Francesca Gianonne.

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