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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2021

Wer den Weg der Wahrheit geht, stolpert nicht

Wie Träume im Sommerwind
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In diesem Buch wird die Familiengeschichte von Clara, Emilia und deren Eltern erzählt. Emilia, die Draufgängerin der Familie und jüngere Schwester von Clara, macht sich auf nach Paris - weg von Usedom ...

In diesem Buch wird die Familiengeschichte von Clara, Emilia und deren Eltern erzählt. Emilia, die Draufgängerin der Familie und jüngere Schwester von Clara, macht sich auf nach Paris - weg von Usedom und dem Rosenhof ihrer Familie. Clara entscheidet sich, nach einem Besuch bei der Freundin der Mutter in England, auf dem Rosenhof mitzuarbeiten. Ein schrecklicher Unfall Claras bringt Emilia zurück nach Hause. Dort warten die beiden Kinder Claras, ihre Eltern, die sich auseinander gelebt haben, und ein Rosenhof, der kurz vor der Pleite steht. Und jede Menge Familiengeheimnisse. Die Geschichte ist spannend erzählt, sie nimmt Wendungen, die ich anfangs nicht vermutet habe und ein roter Faden führt durch das Buch. Claras Geschichte wird im Rückblick erzählt und prima in die Gegenwart eingebettet. Ein Buch, das sich unbedingt lohnt zu lesen und dem Leser zeigt, dass Geheimnisse über kurz oder lang ans Licht kommen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2021

Teenage love - und was daraus wurde

Die Geschichte von Kat und Easy
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Die beiden Teenager Kat und Easy verbindet eine innige Freundschaft, die auch Fripp - der coole ältere Typ - der mit der einen schläft und mit der anderen zusammen ist, nicht ändert. Nach dem Tod von Fripp ...

Die beiden Teenager Kat und Easy verbindet eine innige Freundschaft, die auch Fripp - der coole ältere Typ - der mit der einen schläft und mit der anderen zusammen ist, nicht ändert. Nach dem Tod von Fripp ist die Beziehung der beiden Mädels allerdings beendet. Erst nach 50 Jahren treffen sie sich auf Kreta wieder und verbringen eine Woche miteinander. Nicht so einfach in das "Weißt du noch" einzutauchen.

Ich war in den 70igern noch zu jung, hatte aber bei dieser Geschichte den Eindruck, dass die jungen Leute ständig gekokst, gekifft oder gesoffen haben. Zudem fand ich die Geschichte an einigen Stellen recht langatmig. Die Geschichte, erzählt immer aus der Sicht von Kat, fand in der Vergangenheit ohne direkte Rede statt. Die Gegenwart und die Vergangenheit werden über die verschiedenen Stränge zum Ende des Buches zusammengeführt.

Der Schreibstil ist abwechslungsreicht - mal leicht und locker, mal tiefgründig, je nach Situation. Sicherlich finden sich viele, die in den 70igern selbst Teenager waren, in der der Geschichte an der ein oder anderen Stelle wieder. Für mich war es eine Geschichte, die mich nicht begeistern konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2021

Eine Stummfilmikone, die den Mund aufmacht

Miss Hollywood - Mary Pickford und das Jahr der Liebe
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Die Geschichte nimmt uns mit ins Hollywood der Stummfilme. Wir treffen hier auf Douglas Fairbanks und Charlie Chaplin und natürlich auf die Ikone Mary Pickford. Diese gelenkt von ihrer Mutter und einem ...

Die Geschichte nimmt uns mit ins Hollywood der Stummfilme. Wir treffen hier auf Douglas Fairbanks und Charlie Chaplin und natürlich auf die Ikone Mary Pickford. Diese gelenkt von ihrer Mutter und einem Filmemacher, verzichtet auf ein Privatleben. Erst als aus der Freundschaft zu Douglas Fairbanks Liebe wird, löst sie sich von den Fesseln ihres Lebens - sie unterstützt nicht mehr die ehrgeizige Mutter, die abgerutschte Schwester und den Bruder, der sich im Paris der Kriegszeit ein gutes Leben macht, sondern kümmert sich um sich. Die Filmfirma unter deren Vertrag Mary Pickford steht, will sie nach dem Bekanntwerden der Beziehung zu Fairbanks abfinden. Das lässt sie nicht zu, sondern gründet mit den großen Filmhelden der damaligen Zeit die Firma Universal Artists. Das Buch ist toll geschrieben, ein flüssiger Schreibstil, der in die Welt der Filmikonen entführt. Und natürlich steht Mary Pickford im Zentrum. Wie wunderbar, dass sie sich von ihren Fesseln befreit und selbstständig ihr Leben führt. Ein lesenswertes Buch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.04.2021

Ein Prost auf die Lügen des Lebens

Laudatio auf eine kaukasische Kuh
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Laudatio auf eine kaukasische Kuh - der Titel und das schöne Buchcover haben mich neugierig gemacht. Und der Klappentext versprach eine tolle Geschichte. Und genauso ist es gekommen. Olga, angehende Ärztin, ...

Laudatio auf eine kaukasische Kuh - der Titel und das schöne Buchcover haben mich neugierig gemacht. Und der Klappentext versprach eine tolle Geschichte. Und genauso ist es gekommen. Olga, angehende Ärztin, möchte doch so viel lieber Deutsche sein, als ständig mit der georgischen Verwandtschaft konfrontiert zu werden. Ein toller deutscher Mann mit klangvollem Namen soll her und dann, schleicht sich Jack in ihr Leben. Er fährt mit der gleichen Bahn, trifft auf sie in Bonn und wird ein gerngesehener Gast ihrer Familie und begegnet ihr in Tiflis. Doch Olga hat andere Vorstellungen von ihrem Leben. Letztlich nimmt ihr Leben jedoch eine andere Richtung und die Sehnsucht zum Pallikar wird einfach zu groß. Ein schöner Schreibstil und ein roter Faden, der die Handlung zusammen hält. Obwohl viele verschiedene Menschen ein Teil des Buches sind, geraten sie nicht durcheinander. Die Protagonistin Olga war mir von Anfang an sympathisch. Ein absolut lesenswertes Buch, das den Leser nach Georgien mitnimmt und die Unterschiede zwischen zwei Kulturen großartig beleuchtet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2021

Wer wartet hier auf wen - Ada auf Eliza oder andersrum?

Warten auf Eliza
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In diesem Buch wird die Geschichte von Ada, einer älteren Dame, und Eliza, einer Studentin erzählt. Ada einsam nach dem Tod ihres geliebten Mannes, gründet die Firma Rent-a-Gran und hilft als Oma in Familien, ...

In diesem Buch wird die Geschichte von Ada, einer älteren Dame, und Eliza, einer Studentin erzählt. Ada einsam nach dem Tod ihres geliebten Mannes, gründet die Firma Rent-a-Gran und hilft als Oma in Familien, auf Hochzeiten oder als Unterstützerin aus. Aber, wenn sie dann wieder in ihr Zuhause kommt, ist sie allein und fühlt sich einsam. Eliza, von ihrer heißgeliebten Freundin Ruby verlassen, kommt als Promotionsstudentin nach Oxford und wohnt in einem kleinen Zimmer direkt gegenüber von Ada. Eines Tages als sie mit einer anderen Studentin Flugblätter gegen den Brexit verteilt, klingelt sie auch bei Ada. Der erste Kontakt ist hergestellt und eines Nachts landet Eliza bei Ada. Die beiden Frauen freunden sich an und verbringen ihre Tage zusammen. Nachdem Ada dann auf der Treppe gelauscht hat, was Eliza ihrer ehemaligen Freundin Ruby über Ada erzählt hat, wirft Ada Eliza aus ihrem Haus. Erst nach einem Überfall kommen die beiden wieder zusammen.
Das Buch hat einen lockeren guten Erzählstil, ein roter Faden schlängelt sich durch die Handlung. Beide Frauen sind alleine und so lässt sich nicht wirklich sagen, wer auf wen wartet. Der Überfall auf Ada, der sie ziemlich aus der Bahn wirft, finde ich recht unpassend. Ich hätte mir eine andere Begebenheit gewünscht, die die beiden Frauen, die sich wunderbar ergänzen und sicherlich eine gute Zeit miteinander haben, wieder zusammenführt. Eine interessante Geschichte, die zeigt, dass alt und jung eigentlich gut miteinander können, wenn sie sich gut ergänzen, Verständnis für einander haben und bereit sind Kompromisse einzugehen.

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