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Veröffentlicht am 18.10.2024

Die dritte Stimme

Die dritte Stimme
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In Südfrankreich wird eine junge blinde Frau gefunden. Sie arbeitete in einem Zirkus. Zur gleichen Zeit erhängt sich in Schweden ein Zollbeamter. Wie sich herausstellt, wurden beide ermordet. Scheinbar ...

In Südfrankreich wird eine junge blinde Frau gefunden. Sie arbeitete in einem Zirkus. Zur gleichen Zeit erhängt sich in Schweden ein Zollbeamter. Wie sich herausstellt, wurden beide ermordet. Scheinbar ist das nur ein Zufall und beides hat nichts miteinander zu tun. Und so beginnen die Ermittlungen völlig unabhängig …

Mir fällt es etwas schwer, das Buch zu beurteilen. Es hat mich nicht restlos überzeugt. Dabei hat es alles, was zu einem guten Krimi gehört. Morde, anfangs ein großes Tappen im Dunkeln, verschiedene Ermittler, gute Schauplätze. Und trotzdem zog es mich nicht wirklich in seinen Bann. Zum einen waren mir die vielen privaten Probleme und Abweichungen dazu von der Handlung einfach viel zu viel. Zum anderen fehlte mir über weite Strecken auch irgendwie die Spannung. Ich konnte jederzeit das Lesen unterbrechen und es gab nur wenige Teile, die ich wirklich länger am Stück gern gelesen habe. Es gab ein paar gute Einfälle zwischendurch, am Ende eine interessante Lösung, dazwischen aber eben auch vieles, was ich nicht gebraucht hätte. Alles in allem: ein solider Krimi, der sicher seine Freunde findet. Für mich war es aber nur ein eher durchschnittliches Buch.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Zerrissen

Zerrissen
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David Evans ist Neurochirurg und lebt nach dem krankheitsbedingten Selbstmord seiner Frau allein mit seiner Tochter Julia. Er hat immer das Gefühl, zu wenig Zeit für seine Tochter zu haben und ist froh, ...

David Evans ist Neurochirurg und lebt nach dem krankheitsbedingten Selbstmord seiner Frau allein mit seiner Tochter Julia. Er hat immer das Gefühl, zu wenig Zeit für seine Tochter zu haben und ist froh, endlich ein gutes Kindermädchen gefunden zu haben. Da kommt ein Mann – Mr. White – auf ihn zu und teilt ihm mit, dass er seine Tochter Julia entführt hat und David sie nur wiedersieht, wenn er bei der nächsten Operation den Patienten sterben lässt. Nur ist der Patient der Präsident der USA – und jetzt steht David vor der Entscheidung, ob er seine Tochter sterben lässt oder sein Land und seinen Eid als Arzt verrät …
Genau diese Entscheidung zieht sich durch das ganze Buch und macht es sehr spannend. Zum einem ist da die Entscheidung von David für oder gegen seine Tochter. Zum anderen ist da die Spannung, wie das ganze entgegen aller Sicherheitsvorkehrungen funktionieren soll. Und auch David versucht, sich dem perfiden Plan mit allen Mitteln entgegen zu stellen. Alles in allem habe ich das Buch fast in einem Ruck gelesen und konnte nicht aufhören. Immer hatte ich bestimmte Vorstellungen, immer war das ganze wie ein Film (vermutlich wird die Verfilmung auch nicht lange auf sich warten lassen). Aber immer war ich richtig gut unterhalten. Der Stil – sehr direkt und schnörkellos – hat mir gut gefallen. Der Wechsel zwischen der Version von David in (Tage)buchform und den Einfügungen von Mr. White bringt zusätzliche Spannung. Alles in allem – ein Buch, das ich weiterempfehlen kann

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Mittenrein ins Leben

Mittenrein ins Leben
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Hilde ist fast 50 und Sekretärin in der Fa. ihres Ex-Schwiegervaters in der Eifel. Doch dann übernimmt ihr Ex-Mann die Firma und Hilde wird sofort gekündigt. Da sie in der Eifel keine neue Stelle findet, ...

Hilde ist fast 50 und Sekretärin in der Fa. ihres Ex-Schwiegervaters in der Eifel. Doch dann übernimmt ihr Ex-Mann die Firma und Hilde wird sofort gekündigt. Da sie in der Eifel keine neue Stelle findet, entschließt sie sich nach einiger Zeit, zu einer Freundin nach Köln zu ziehen und dort einen Putzservice zu starten. Das funktioniert auch gut, wenn sie dabei auch einige schräge Leute kennenlernt und einige mehr als unangenehme Erfahrungen machen muss. Doch so richtig glücklich ist sie mit dieser Arbeit auf Dauer nicht und es kommen gesundheitliche Probleme dazu. Dann braucht ihre Freundin, von einem Stalker verfolgt, ihre Hilfe, eine weitere wird von ihrem Stiefsohn bedroht und ihre Tante bleibt allein. Hilde hat alle Hände voll zu tun – und da gibt es auch noch Günther, den netten Polizisten …

Ich bin mit dem Buch nicht wirklich glücklich geworden. Die Idee ist gut und es werden viele aktuelle Probleme angesprochen. Sei es das Alleinsein älterer Leute, Stalking oder die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Die Figuren sind ziemlich sympathisch. Allerdings waren die vielen verschiedenen Probleme auf einmal irgendwie doch etwas zu viel. Und dann gibt es die „reiche Antonia“, die mit Geld viel lösen kann. Und am Ende löst sich alles irgendwie in Wohlgefallen auf und jede ist glücklich. Natürlich sind die Bücher dieses Genres so gestrickt. Aber ich frage mich immer aufs Neue, warum aber auch unbedingt jedes Problem rosarot gelöst werden muss. Während die Probleme sehr realistisch sind, ist das Ende dann mehr als unrealistisch. Allerdings ist das Buch gut lesbar und zumindest langweilt es nicht (die Rezepte am Ende sind auch gut). Alles in allem: ganz nette Unterhaltung für einen Abend auf dem Sofa – mehr allerdings nicht.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Winterfeldtstraße, 2. Stock

Winterfeldtstraße, 2. Stock
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Berlin 1923. Charlotte ist im 5. Monat schwanger, als ihr Mann sich das Leben nimmt. Sie kann es nicht fassen und findet nur langsam zurück in die Normalität. Dazu kommen finanzielle Sorgen. Schwanger ...

Berlin 1923. Charlotte ist im 5. Monat schwanger, als ihr Mann sich das Leben nimmt. Sie kann es nicht fassen und findet nur langsam zurück in die Normalität. Dazu kommen finanzielle Sorgen. Schwanger findet sie keine Arbeit, Geld hat sie keins – nur eine große Wohnung. So entscheidet sie sich, die einzelnen Zimmer zu vermieten. Neben ihrem Bruder zieht dessen Freund ein, später findet sie durch Zufall noch Claire und auch Theo. Doch ihr Bruder hält nicht viel von Arbeit und gerät auf die schiefe Bahn und Theo ist auch nicht der, der zu scheinen er vorgibt. Und so hat Charlotte bald neue Sorgen…
Mir hat das Buch gut gefallen. Durch die verschiedenen Untermieter hat Charlotte Zugang zu allen Kreisen. Den ganz armen Menschen, die mit Mühe und Not in Zeiten der Inflation versuchen, irgendwie über die Runden zu kommen. Aber auch in die der Reichen, die die Nächte durchfeiern und für die Berlin gerade in den 1920er Jahren ein billiges Pflaster ist. Der Autorin Johanna Friedrich gelingt es, auch die politischen Probleme dieser Zeit in das Buch einzubauen, ohne dass es langweilig wird oder aufgesetzt wirkt. Man kann die Menschen verstehen, die sich für etwas entscheiden- sei es die Kommunisten, die Sozialdemokraten oder auch die Mitgliedschaft in den sogenannten Ringvereinen oder später in der NSDAP. Die Figuren sind überwiegend sympathisch und man kann ihre Entscheidungen nachvollziehen. Das Leben in dieser Zeit kommt gut rüber, auch die Verwirrungen und die Probleme. Und trotzdem ist es eine gut erzählte Geschichte. Das macht das Buch auf jeden Fall lesenswert und auch eine Fortsetzung würde mir gefallen.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Du bist mein Tod

Du bist mein Tod
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Clarissa hat sich für eine Nacht mit ihrem Kollegen Rafe eingelassen. Sie bereut es praktisch sofort und möchte danach keine Beziehung. Doch Rafe sieht das anders und schickt ihr dauernd Blumen und Geschenke, ...

Clarissa hat sich für eine Nacht mit ihrem Kollegen Rafe eingelassen. Sie bereut es praktisch sofort und möchte danach keine Beziehung. Doch Rafe sieht das anders und schickt ihr dauernd Blumen und Geschenke, lauert ihr überall auf und verfolgt sie. Auf ihr mehrmaliges und energisches „Nein“ hört er überhaupt nicht, sondern macht ihr mehr und mehr Angst. Sie traut sich kaum noch auf die Straße und ist froh, für mehrere Wochen als Geschworene bei einem Gerichtstermin in einer anderen Stadt teilnehmen zu können. Doch bei dem Gerichtsfall handelt es sich um eine Vergewaltigung und belastet Clarissa. Außerdem verfolgt Rafe sie auch bald dort. Dann findet sie heraus, dass eine von Rafes früheren Freundinnen spurlos verschwunden ist. Und nun hat sie noch mehr Angst …

Das Buch ist einer der besten Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Die Spannung war nahezu unerträglich und ich war oft versucht, einfach das Ende zu lesen, weil ich es kaum aushalten konnte. Dabei wird vor allem anfangs „nur“ beschrieben, wie der Stalker Rafe eine Frau verfolgt. Sie fühlt sich erst unwohl, dann mehr und mehr bedroht. Dabei macht Rafe anfangs eigentlich nicht so viel. Aber die Beschreibung der Geschenke, der Verfolgung und später der mehr und mehr werdenden Bedrohung ist so subtil und so geschickt auch mit dem Gerichtsprozess verwoben, dass man die mehr und mehr werdende Angst aus jeder Zeile spürt. Auch der Wechsel des Stils: Beschreibung in der Ich-Form, aber auch in der 3. Person im Wechsel mit dem Gerichtsprozess steigern die Spannung. Man kann sich immer in Clarissa hineinversetzen, man spürt ihre Angst, ihre Verzweiflung, später auch ihre Wut und ihre Kraft. Und als Frau möchte man nie in die gleiche Situation kommen.

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