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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.10.2024

Schwierig

Bruch: Durch finstere Zeiten
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Zwei Polizisten werden weit außerhalb ihres Reviers auf einer Landstraße erschossen. Bruch und Schauer sollen ermitteln. Die fast einzige Spur ist ein schwarzer Pick-Up, den Zeugen mehrfach gesehen haben ...

Zwei Polizisten werden weit außerhalb ihres Reviers auf einer Landstraße erschossen. Bruch und Schauer sollen ermitteln. Die fast einzige Spur ist ein schwarzer Pick-Up, den Zeugen mehrfach gesehen haben wollen. Über den Wagen und seinen Halter gelangen sie auf ein riesiges Waldgelände, das komplett vermüllt ist und einem Prepper gehört. Der allerdings hat viele Unterstützer und sich akribisch auf den Weltuntergang vorbereitet. Schnell legt sich der Chef von Bruch und Schauer fest, dass der Prepper der Täter ist. Doch die beiden haben ihre Zweifel…

Das Buch ist das dritte dieser Reihe. Ich empfand es als extrem schwierig. Bruch ist generell eine sehr düstere Person und in diesem Buch wird das noch mehr benutzt. Viele Sachen löst er einfach mit Intuition. Doch das war mir an manchen Stellen zu einfach. Ein Beispiel: das SEK stürmt das Gelände und Bruch ist der Einzige, der eine Sprengfalle vermutet. Das erscheint mir nicht realistisch. Ansonsten habe ich etwa bis zur Hälfte des Buches gebraucht, mich in die Geschichte hineinzufinden und flüssig zu lesen. Danach wurde es besser und auch noch richtig spannend. Trotzdem empfand ich dieses Buch als das bisher schwächste der Reihe.

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Veröffentlicht am 04.10.2024

Genial

Süßes backen
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Wer die Bücher von Christina Bauer kennt, weiß, dass er sich unbedingt auf alle Angaben verlassen kann und die Kuchen gelingen. Wer ihre Bücher noch nicht kennt, sollte das nachholen. In diesem Buch widmet ...

Wer die Bücher von Christina Bauer kennt, weiß, dass er sich unbedingt auf alle Angaben verlassen kann und die Kuchen gelingen. Wer ihre Bücher noch nicht kennt, sollte das nachholen. In diesem Buch widmet sie sich dem Süßen. Allerdings nicht nur dem süßen Backen, sondern auch Desserts oder Kuchen und Törtchen ohne Backen. Wie immer beginnt auch dieses Buch mit der Vorstellung verschiedener Backmethoden, Backzubehör, verwendeter Lebensmittel und startet mit den entsprechenden Grundteigen. Danach gibt es diverse unterschiedliche Rezepte, die von ganz einfach bis schon etwas gehoben so ziemlich jeden Geschmack bedienen. Ich habe einiges ausprobiert, aufgrund von Zeitmangel eher die einfachen Sachen. Wie nicht anders erwartet, hat alles funktioniert, zumal die Autorin auch noch verschiedene Tipps gibt, wie man bestimmte Sachen selbst herstellen, aber auch z. B. bei Nougat-Creme gekaufte Zutaten verwenden kann. Mangels Masse habe ich die Kuchenpralinen noch nicht ausprobiert. Das wird aber unbedingt noch folgen. Zumal ich es auch als eine sehr schöne Geschenkidee empfinde. Alles in allem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen und es bekommt von mir die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 04.10.2024

Nur in Teilen gut

Du kennst sie
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Sophie ist Barkeeperin und hat in ihrem Beruf schon einiges erlebt. Als ein Kunde und guter Freund ihres Chefs sie mehr als bedrängt, bringt sie ihn um. Das ist der Anfang einer ganzen Reihe von weiteren ...

Sophie ist Barkeeperin und hat in ihrem Beruf schon einiges erlebt. Als ein Kunde und guter Freund ihres Chefs sie mehr als bedrängt, bringt sie ihn um. Das ist der Anfang einer ganzen Reihe von weiteren Morden. Nora ist Polizistin und als farbige Frau hat sie es in Virginias Polizei besonders schwer. Sie versucht, die Morde aufzuklären, und hat als einzige zumindest ansatzweise das richtige Gespür.

Das Buch beginnt richtig gut und zieht einen in einen Sog. interessant sind die Ausführungen zur Arbeit eines Barkeepers und auch, was besonders Frauen in der Gastronomie so alles über sich ergehen lassen müssen. So hat man für den ersten Mord von Sophie sogar Verständnis und die Frau bleibt sympathisch. Doch danach kippt es, weil die Motive nicht mehr nachvollziehbar sind. Auf der anderen Seite ist Nora, die so eine Art übersinnliche Erscheinungen hat. Das alles war für mich zu überzogen. Dazwischen gibt es unheimlich viele detaillierte Ausführungen über Insekten, den Verwesungszustand der Leichen und auch philosophische Anmerkungen. Dies zusammengenommen mindert die Spannung und macht das Buch am Ende leider für mich nur zu einem Durchschnitt

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Veröffentlicht am 02.10.2024

Gefährliches Theater

Falsche Masken
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Julia Didier ist eine berühmte Theaterschauspielerin. Während einer Fernsehsendung allerdings gesteht sie quasi aus heiterem Himmel den Mord an ihrem Mann, der gleichzeitig auch ihr Manager ist. Nur wenige ...

Julia Didier ist eine berühmte Theaterschauspielerin. Während einer Fernsehsendung allerdings gesteht sie quasi aus heiterem Himmel den Mord an ihrem Mann, der gleichzeitig auch ihr Manager ist. Nur wenige Minuten später passiert ein Unfall und Julia fällt ins Koma. Die Polizei nimmt Ermittlungen auf und legt sich relativ schnell fest, dass Julia die Täterin ist. Währenddessen beauftragt Julias Vater den Detektiv Edgar Brehm herauszufinden, was wirklich passiert ist. Denn er hält seine Tochter für unschuldig.


Das Buch führt ins Theater- und Filmmilieu und lässt sich sehr gut lesen. Die Geschichte bleibt bis zum Ende spannend, weil es immer mehr mögliche Täter gibt und auch immer mehr mögliche Ursachen genannt werden. Das ist richtig gut gelungen. Auf der anderen Seite gibt es sehr viel private Geschehnisse um Edgar und seine Mitarbeiterin Toni. Das war mir manchmal zu viel, auch weil ich die Vorgängerbücher nicht kenne. Das hatte zwar keine Auswirkungen auf das Verständnis dieses Buches, aber es fehlten halt dann Details. Eingestreut sind auch viele Chatprotokolle. Man weiß nie bis fast zum Schluss, um wen es hier geht. Trotzdem haben sie mich etwas gestört, weil sich vieles dort mehrfach wiederholt hat. Von diesen beiden Sachen abgesehen, ist es ein sehr gelungenes Buch mit sehr hohe Spannung. Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 30.09.2024

Absolut lesenwert

Suche liebevollen Menschen
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Julian Borger ist Journalist und sein Vater hat Selbstmord begangen. Bei der familieninternen Recherche stößt Julian zufällig auf eine alte Anzeige in einer englischen Zeitung und den Namen seines Vaters. ...

Julian Borger ist Journalist und sein Vater hat Selbstmord begangen. Bei der familieninternen Recherche stößt Julian zufällig auf eine alte Anzeige in einer englischen Zeitung und den Namen seines Vaters. Die Anzeigen wurden 1938 von Wiener Juden geschaltet, die ihre Kinder in das sichere England bringen wollen. Sie bitten um Aufnahme in Familien oder um Arbeit als Dienstmädchen oder anderes. Hauptsache, zuerst können ihre Kinder Österreich verlassen, bevor die Nazis kommen.

Das nimmt der Journalist zum Anlass, neben der Geschichte seines Vaters auch die Geschichten der anderen Kinder, für die am gleichen Tag in der Zeitung eine Anzeige stand, herauszufinden. Und er entdeckt, dass die Kinder in England, aber auch bis in die USA oder nach Shanghai gekommen sind. Und er verfolgt ihren weiteren Lebensweg. Das Ganze ist eine Mischung aus Sachbuch und Biografie. Wobei es sich sehr gut lesen lässt, denn die geschichtlichen Daten und Fakten halten sich im Hintergrund und es geht in erster Linie um die Geschichten der Kinder. Diese sind sehr berührend und in ihre Unterschiedlichkeit, aber auch Gemeinsamkeit zeigen sie ein besonderes Kapitel des Holocaust. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

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