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Veröffentlicht am 07.06.2024

Wunderschöne Reise zu den eigenen Wurzeln

Die Blumentöchter (Die Blumentöchter 1)
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Nachdem ihre Mutter bei ihrer Geburt gestorben ist, wächst Dalia bei ihren Großeltern auf, in dem Glauben, ihr Vater sei unbekannt.
Nach dem Tod ihrer Großmutter findet Dalias Tante in deren ...

Nachdem ihre Mutter bei ihrer Geburt gestorben ist, wächst Dalia bei ihren Großeltern auf, in dem Glauben, ihr Vater sei unbekannt.
Nach dem Tod ihrer Großmutter findet Dalias Tante in deren Nachlass einen Brief von Dalias Vater an die Großmutter. Die Großmutter hatte also Kontakt zu Dalias Vater! Doch außer dem Vornamen sind auf dem Unschlag und im Brief keine Kontaktdaten mehr lesbar. Dalia weiß nur, dass ihre Mutter als Studentin mit einem Stipendium die Maya-Stätten in Mexico besucht hat und bei ihrer Rückkehr schwanger war.
Also macht sich Dalia auf den Weg nach Mexico, um mit diesen Informationen und einem Vornamen ihren Vater und so ihre Wurzeln zu finden.

Die Geschichte ist spannend erzählt, durch Rückblenden in denen wir die Geschichte von Dalias Mutter erfahren im Wechsel mit Dalias Suche nach ihrem Vater in der Gegenwart. Dieser Wechsel hat mir sehr gut gefallen.
Landschaft und die besuchten Maya-Stätten sind lebendig beschrieben. Auch mit den Charakteren kann man gut mitfühlen.

Die Geschichte ist flüssig zu lesen ohne unnötige Längen. Einzig Dalias Ankunft in Mexico-City und das Kennenlernen von Pablo erschien mir sehr konstruiert.
Trotz der angekündigten 5-teiligen Reihe, gab es nicht wirklich einen Cliffhanger am Ende, was mir auch sehr entgegenkam.

Insgesamt eine nette Liebesgeschichte vor einer tollen Kulisse, aber nichts wirklich neues. Das Setting erinnert an andere Reihen, deshalb gibt es von mir nur 4 von 5 Sternen. Trotzdem eine klare Leseempfehlung für alle die gerne romantische Liebesgeschichten mögen.

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Veröffentlicht am 21.05.2024

Ein Ratgeberbuch, das versucht, kein Ratgeberbuch zu sein

Herr G. hat Angst
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Herr G. hat Ängste, viele Ängste. Von denen erzählt er uns im ersten Kapitel. Danach begibt er sich auf eine Reise, um herauszufinden, wo diese Ängste herkommen und wie er ihnen begegnen kann. Er konsultiert ...

Herr G. hat Ängste, viele Ängste. Von denen erzählt er uns im ersten Kapitel. Danach begibt er sich auf eine Reise, um herauszufinden, wo diese Ängste herkommen und wie er ihnen begegnen kann. Er konsultiert Philosoph:innen, Therapeut:innen, Wissenschaftler:innen, Achtsamkeitslehrer:innen und Buddhist:innen. Zwischendurch sucht er immer wieder Rat bei seinem Physiker-Freund Doc. Er setzt sich mit allem intensiv auseinander und findet am Ende einen Weg, der wohl aus allem ein bisschen enthält.

Der Autor erzählt von sich, aber er erzählt nicht in der Ich-Perspektive sondern in der Draufschau von Herrn G.. Anfangs fand ich diesen Stil noch ganz amüsant, doch irgendwann war er etwas anstrengend.

Durch das 2. Kapitel, das die Philosophie behandelt, musste ich mich sehr durchquälen, zum Glück hatten die folgenden Kapitel dann mehr Alltagsbezug und so konnte ich sie flüssiger lesen.

Herr G. streift viele Themen, die jedes für sich genommen, ein ganze Bücher füllen würden. Dies zeigt gleichzeitig auf, wie komplex der Weg aus der Angst ist und das es nicht den einen Weg gibt, sondern dass man individuell unterschiedliche und oft auch verschlungene Wege gehen muss. Auf jeden Fall findet man in diesem Buch Anregungen, wo man seine eigene Reise fortsetzen kann. Nicht zuletzt reichliche Quellenangaben und ein ausführliches Literaturverzeichnis machen dies möglich.

Insgesamt ein netter Versuch ein Sachbuch nicht als typisches Ratgeberbuch daherkommen zu lassen, aber so ganz überzeugend war die Umsetzung leider nicht.

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Veröffentlicht am 04.05.2024

Thema (fast) verfehlt

Kluge Wörter
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Ich habe eine große Affinität zu Sprache und Worten. Ich liebe es, über Bedeutung, Herkunft und Zusammenhänge nachzudenken und zu lesen. Deshalb hatte ich mich auf die Lektüre dieses Buches wirklich gefreut, ...

Ich habe eine große Affinität zu Sprache und Worten. Ich liebe es, über Bedeutung, Herkunft und Zusammenhänge nachzudenken und zu lesen. Deshalb hatte ich mich auf die Lektüre dieses Buches wirklich gefreut, versprechen Titel und Untertitel „Kluge Wörter – Wie wir den Bildungswortschatz nutzen können – und wo seine Tücken liegen“ genau das. Und auch die Inhaltsbeschreibung ließ erhoffen, dass man sich nach der Lektüre besser ausdrücken kann, ohne jedoch überheblich zu wirken.

Leider wurden meine Erwartungen enttäuscht.

Der erste Eindruck des Buches ist solide, ein schlichter und dennoch ordentlicher Einband. Doch schon beim Lesen stellt man fest, dass hier nicht wirklich sorgfältig gearbeitet wurde, denn das Buch enthält relativ viele orthografische Fehler.

Die Einleitung fand ich inhaltlich ansprechend, wenn auch zu kurz. Hier hätte ich mir durchaus etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht. Außerdem setzte die verwendete Sprache teilweise voraus, dass man die Lektüre des Buches eigentlich gar nicht „nötig“ hatte. Womit ich sagen will, dass der Autor bereits in der Einleitung eine recht gehobene Sprache nutzte.

Im zweiten Teil widmet sich der Autor dann der „Erklärung“ der klugen Wörter. Die Auswahl der Wörter erschien mir sehr willkürlich. Warum hat es wohl das eine Wort in die Auflistung geschafft und das andere nicht? Viele Worte waren sehr „altbacken“. Drückt man sich bildungssprachlich wirklich eher wie im letzten Jahrhundert aus.

In den Einträgen erläutert der Autor dann meist die Herkunft und ggf. wie sich der Gebrauch und auch die Bedeutung verändert hat. Teilweise führt er Zitate an, in denen das Wort verwendet wurde. Jedoch fehlen mir meist tatsächliche aktuelle Anwendungsbespiele und die Tücken, die im Untertitel versprochen wurden.

Vielleicht bin ich nicht gebildet genug, um den Ausführungen des Autors folgen zu können. Zumindest bei einigen Worten wusste ich zwar nach der Lektüre des Eintrags so manches über die Geschichte des Wortes, aber trotzdem nicht, was denn nun konkret bedeutet.

Außerdem hätte ich mir eine Art Stichwortverzeichnis gewünscht. Denn mit etwas Glück findet man an bildungssprachliches Wort, das einem irgendwo begegnet und dessen Bedeutung man nicht sicher kennt im Buch und kann es nachlesen. Umgekehrt aber, wenn ich etwas bestimmtes ausdrücken möchte, weiß ich nicht, wo ich nachschlagen muss, um ein passendes Wort zu finden, das ich dafür verwenden könnte.

Insofern hilft das Buch nicht, den Bildungswortschatz zu nutzen, sondern höchstens ihn besser zu verstehen.

Insgesamt würde ich 2,5 Sterne vergeben, weshalb ich auf 3 Sterne aufrunde. Ich hätte mir das Buch nicht gekauft, hätte ich vorher gewusst, was mich erwartet. Ich kann hier leider keine Kaufempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 30.04.2024

Seltsame Mischung

Das Mondscheincafé
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Das Cover fand ich sofort wunderschön, es fühlt sich wunderbar samtig an, die hellen Stellen sind erhaben und es leuchtet sogar im Dunkeln. Auch das Bild ist sehr schön, die sternenklare Vollmondnacht ...

Das Cover fand ich sofort wunderschön, es fühlt sich wunderbar samtig an, die hellen Stellen sind erhaben und es leuchtet sogar im Dunkeln. Auch das Bild ist sehr schön, die sternenklare Vollmondnacht mit dem Cafe entspricht vollauf dem Titel.

Unterschiedliche Menschen treffen in jeweils komplizierten Phasen ihres Lebens und in unterschiedlichen Situationen auf das "Mondscheincafe", das von Katzen betrieben wird. Katzen, die Namen von Planeten tragen. Die Katzen führen diese Menschen durch westliche Astrologie zu Erkenntnissen über sich selbst und ihre Umgebung und dadurch zu einem wieder erfüllteren Leben. Am Ende werden die losen Enden der einzelnen Abschnitte auch für den Leser zusammengeführt.

Dies war mein erstes Buch einer japanischen Autorin und die beschriebene japanische Kultur wie auch der Stil waren sehr gewöhnungsbedürftig. Die Kombination von japanischer Mythologie (Katzen) mit unserer westlichen Astrologie (Tierkreiszeichen und Horoskope) kam dann noch erschwerend hinzu. Hier fehlen mir einfach Kenntnisse darüber, wie selbstverständlich es für Japaner:innen ist, sich in einer mythologisch/astrologischen Welt zu bewegen und welchen Einfluß unsere westliche Astrologie in Japan hat. Ich persönlich kann mit Astrologie, egal aus welcher Kultur, wenig anfangen und so viel es mir auch schwer, die Geschichte als sinnstiftend zu erfassen.

Erfreulich fand ich zumindest, dass die am Anfang sehr losen Geschichtsteile am Ende doch noch zusammengeführt wurden.

Es ist ganz nett zu lesen und man lernt ein wenig über das japanische Denken. Aufgrund des Cover, des Titels und des Klappentextes hatte ich allerdings irgendwie andere Erwartungen.

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Veröffentlicht am 24.04.2024

Nixen sind nicht gleich Nixen

School of Myth & Magic, Band 1 - Der Kuss der Nixe
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Devin ist eigentlich ein ganz normaler Teenager aus Birmingham in Großbritannien, doch an ihrem 17. Geburtstag wird auf einmal alles anders. Ein seltsamer Vorfall am Badesee bringt ihren Schwarm Tyler ...

Devin ist eigentlich ein ganz normaler Teenager aus Birmingham in Großbritannien, doch an ihrem 17. Geburtstag wird auf einmal alles anders. Ein seltsamer Vorfall am Badesee bringt ihren Schwarm Tyler ins Krankenhaus und sie erhält in der Nacht seltsamen Besuch.
Sie wird zur geheimen "School of Myth & Magic" geschickt, wo sie mit allerlei Wesen, die für die unwissenden Menschen ins Reich der Fabelwesen gehören, auf ein Leben mit Magie vorbereitet werden soll. Doch es wäre zu einfach, wenn sich da nicht noch weitere Komplikationen ergäben.

Schon das Cover hat mich in seinen Bann gezogen und nach der Lektüre des Buches findes ich es noch bei weitem passender und aufschlußreicher als vorher schon.
Die Geschichte ist flüssig schlüssig erzählt und durchweg spannend mit dem ein oder anderen unerwarteten Plotttwist. Ich mag den Schreibstil, den man in jedem Lesealter auch jenseits der eigentlichen Zielgruppe gut lesen kann.
Die Charaktere sind gut entwickelt und abwechslungsreich in Szene gesetzt. Die Landschaften, wie auch die Schule sind so beschrieben, dass man direkt an den Ort des Geschehens mitgenommen fühlt.

Leider endet die Geschichte mit einem ordentlichen Cliffhanger und wer so etwas nicht aushalten kann, der sollte mit der Lektüre dieses ersten Bandes warten, bis der zweite erschienen ist.
Ansonsten eine klare Leseempfehlung für alle die Fantasy mögen.

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