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Veröffentlicht am 05.01.2019

Magical Girls sind auch nicht mehr das, was sie mal waren

Machimaho 1
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Magical Girls sind süß, nett und sie retten die Welt. Nicht so das Magical Girl Kajo, die gegen ihren Willen zu einem ziemlich freizügigen Sailor-Moon-Verschnitt wurde. Kajo will lieber in Ruhe ihre Kippen ...

Magical Girls sind süß, nett und sie retten die Welt. Nicht so das Magical Girl Kajo, die gegen ihren Willen zu einem ziemlich freizügigen Sailor-Moon-Verschnitt wurde. Kajo will lieber in Ruhe ihre Kippen wegrauchen.
Ist die Welt eigentlich noch zu retten?


Ich mag Magical Girls. Ich bin mit "Sailor Moon" und "DoReMi" aufgewachsen. Jetzt bevorzuge ich allerdings die düsteren Magical-Girl-Geschichte wie "Puella Magi Madoka Magica" oder "Magical Girl Site" - und "Machimaho" klingt ja auch ganz nach einer erwachseneren Magical-Girl-Story. Leider waren meine Erwartungen wohl etwas zu hoch gesteckt.

Mein Problem mit "Machimaho" ist einfach, dass es etwas "too much" ist: Ich lese sehr viele Mangas und ich bin es gewöhnt, dass man das ein oder andere Höschen mal aufblitzen sieht, aber leider ist mir das bei diesem Mangas einfach zu viel.
Darunter leidet etwas die Handlung. Außer dass Kajo im knappen Outfit Dämonen vermöbelt und eine Kippe nach der anderen raucht passiert im ersten Band nicht viel.

Natürlich ist Machimaho eigentlich eine Parodie auf die süßen Magical Girls, die meist in noch süßeren Outfits harmlose Dämonen bekämpfen. Da passt es gut, dass Kajo einfach ein "Bad Girl" ist und schon als Mensch die Dämonen mit ihren Fäusten eine reinhauen kann. Aber leider war es einfach nicht mein Humor.

Das bedeutete, dass der Manga nicht schlecht ist. Er ist etwas anderes und wirklich gut gezeichnet. Ich denke, dass ich einfach die falsche Zielgruppe bin.


Obwohl mir der Manga nicht so gut gefallen hat, denke ich, dass sich Fans von "One-Punch-Man" oder lockeren Action-Ecchi-Mangas sicherlich Freude daran haben.


Der Manga hat 3 Sterne verdient: Die Idee ist cool, aber es ist einfach nicht meins.

Veröffentlicht am 05.01.2019

Gelungene Fortsetzung

Sacrifice to the King of Beasts 2
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Der König der Dämonen hat Saliphie nicht nur am Leben gelassen, nein, er will sie auch noch zu seiner Braut machen. Da das Mädchen keine Verwandten oder Freunde hat, lebt sie nun bei beim König. Doch die ...

Der König der Dämonen hat Saliphie nicht nur am Leben gelassen, nein, er will sie auch noch zu seiner Braut machen. Da das Mädchen keine Verwandten oder Freunde hat, lebt sie nun bei beim König. Doch die anderen Dämonen wollen keine Menschenfrau an der Seite ihres Königs sehen und schmieden einen Plan, der im schlimmsten Fall Sali das Leben kosten könnte ...


Nachdem mich Band 1 von "Sacrifice to the King of Beasts" so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch Band 2 ganz dringend lesen.

Band 1 endete ein wenig unschön für Sali: Sie musste mitansehen wie eine der vielen Prinzessinnen des Dämonenreichs Leo umwirbt.
In Band 2 muss Saliphie sich verschiedenen Aufgaben stellen, welche zeigen sollen, dass sie würdig ist, die Frau des Dämonenkönigs zu werden. Aber schon die erste Aufgabe scheint schier unmöglich zu sein: Sie - ein normaler Mensch - muss ein magisches Tier beschwören. Tatsächlich gelingt es Sali, aber der magische Phönix ist mehr ein unhöfliches kleines Hühnchen ...

Ich kann eigentlich nur meine Lobesrede von Band 1 wiederholen. Die Geschichte ist nach wie vor zuckersüß, berührend, komisch aber zugleich auch spannend.

In diesem band bekommt aber Sali ein paar neue Freunde beziehungsweise respektieren einige andere Dämonen die Entscheidung ihres Königs. Allerdings hat Saliphie immer noch Feinde wie den Premierminister Anubis und den Präsidenten Seth (I see what you did there ;)). Es bleibt also nach wie vor spannend, welche Aufgaben in den nächsten Bänden auf Sali warten.


Den Manga kann ich Fans von "Das Schöne und das Biest"-Geschichten empfehlen, darunter natürlich auch Leser des Manga "Die Braut des Magiers".


Aus Band 2 hat 5 von 5 Sterne verdient!

Veröffentlicht am 05.01.2019

Großartiger Manga

IM − Great Priest Imhotep 1
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Nach Jahrtausenden der Verbannung wird der ehemalige Hohepriester Imhotep - Im - von den Göttern des alten Ägyptens wiedererweckt. Er soll die Magai - böse Geister, die die Menschen befallen - einfangen. ...

Nach Jahrtausenden der Verbannung wird der ehemalige Hohepriester Imhotep - Im - von den Göttern des alten Ägyptens wiedererweckt. Er soll die Magai - böse Geister, die die Menschen befallen - einfangen.
Den jungen Hohepriester verschlägt es zunächst nach Japan, wo die Schülerin Hinome seit Kindheit hinter einem Feuer-Magai leidet. Aber kann so ein egoistischer, fauler und mit einem tollpatschigen angehenden Todesgott als Helfer ausgestatteter Priester wie Im wirklich die Menschheit retten?


"Great Priest Imhotep" fiel mir in der vergangenen Manga-Vorschau sofort auf. Dass es um das Thema "Altes Ägypten" geht, merkt man ja schon am Cover. Und wer liebt Ägypten? Richtig. Ich.
Und was soll ich sagen? Wieder einmal hat Carlsen-Manga einen großartigen Manga in den deutschsprachigen Raum geholt, den ich jeden Manga-Liebhaber wärmstens empfehlen kann.

Wie schon oben kurz erwähnt, geht es in IM um den Priester Imhotep, der ein reales Vorbild hat. Im Manga ist er ein Priester, der nach einem 3000 Jahre langen Bann von den alten Göttern wieder ins Leben geholt wird. Man kann sich vorstellen, dass Im mit dem Leben in der modernen Welt etwas überfordert ist. Gut, dass er bald auf Hinome trifft, welche zufällig auch noch von einem Magai besessen ist; einem "falschen Geist", einem bösen Geist, den Im austreiben kann. Ihr Magai bringt sie dazu, dass sie ungewollt Feuer speit und deshalb nicht mehr mit anderen Menschen reden kann.

Die Idee mit den alten Göttern und den Magai finde ich gut gelungen. Es basiert nur lose auf der ägyptischen Mythologie, wirkt aber in der Umsetzung sehr stimmig. Die Handlung ist zwar altbekannt - Held ist der einzige, der die Menschheit vor einer Bedrohung retten kann - aber das stört mich nicht weiter.

Die Charaktere sind auch sehr gelungen. Ich mag die Dynamik zwischen Hinome und Im sehr. Momentan kann man von einer Hass-Freundschaft sprechen. Denn Im quartiert sich ungefragt bei Hinome und ihrem Vater ein. Letzterer stört sich nicht daran, da er ein Faible für alles Okkulte hat.
Dann gibt es noch Anubis. Dieser ist ein angehender Todesgott und gerade einmal so groß wie ein kleines Hündchen. Sein Meister hat ihn aufgetragen auf Im aufzupassen - und das ist alles andere als leicht ...

Es fällt mir echt schwer einen Kritikpunkt zu finden!


Ich kann den Manga wirklich nur empfehlen! Es ist ein toller Fantasy-/Action-Manga, der zwar einem alten Schema folgt, aber zumindest einige neuen Ideen mit sich bringt.


Für mich ist "Great Priest Imhotep" eindeutig ein Jahreshighlight!

Veröffentlicht am 03.01.2019

Leider sehr langweilig

Spiel der Macht (Die Schatten von Valoria 1)
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Im Imperium von Valoria hat die 17-jährige Kestrel nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie heiratet jung oder sie tritt der Armee bei. Kestrel, die lieber musiziert, ist mit beiden Möglichkeiten unzufrieden, ...

Im Imperium von Valoria hat die 17-jährige Kestrel nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie heiratet jung oder sie tritt der Armee bei. Kestrel, die lieber musiziert, ist mit beiden Möglichkeiten unzufrieden, während ihr Vater, der ranghöchste Offizier, sie zu einer Karriere in der Armee drängt.
Als sie bei einer Versteigerung den mysteriösen Sklaven Arin ersteigert, ändert sich bald alles für Kestrel ...


Kennt ihr das: Ihr seht in der Vorschau ein Buch, das ihr unbedingt lesen wollt. Es klingt genau nach eurem Geschmack und die Rezensionen zu dem Buch sind auch sehr positiv. Leider stellt sich bald Ernüchterung ein - aber ihr lest trotzdem weiter in der Hoffnung, dass euch das Buch trotzdem irgendwann noch mitreißt.
Für mich war "Spiel der Macht" leider eins dieser Bücher.

Ein großes Problem war, dass die erste Hälfte des Buches wirklich sehr langweilig ist. Man begleitet Kestrel bei Einkaufstouren, bei Besuchen ihrer besten Freundin oder beim Kartenspielen. Selbst als Arin ziemlich früh ins Spiel kommt, wird die Geschichte nicht wirklich spannender.

Das führt mich zum nächsten Kritikpunkt: Ich spürte keinerlei Emotionen bei den Charakteren.
Es folgt ein Mini-Spoiler: So stirbt im ersten Viertel der Geschichte Kestrels Amme, die sie wie eine Mutter geliebt hatte. Allerdings kam von Kestrels tiefer Trauer bei mir nichts rüber. Ich denke aber, dass es einfach an dem Schreibstil der Autorin lag, der mich nicht wirklich mitfiebern ließ. Einige Szenen wurden zu sehr beschrieben, ander, die wirklich interessant gewesen wären, fielen unten durch. Kaum hatte ich wieder ein wenig Interesse an dem Buch, kamen Szenen, die einfach fad waren. Die Intrigen waren zu vorhersehbar und trugen daher auch nicht förderlich zum Plot bei.

Zu dem Buch gibt es zahlreiche positive Rezensionen - leider war es absolut nicht meins ...



Schweren Herzens muss - und kann - ich dem Buch tatsächlich nur 2 von 5 Sternen geben.

Veröffentlicht am 02.01.2019

Solider Reihenstart - mit Luft nach oben

Renegades - Gefährlicher Freund
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Vor Jahren wurden Novas Eltern und ihre kleine Schwester ermordet. Sie selbst konnte es nur durch ihre Superkraft - Menschen in Schlaf zu versetzen - retten. Die "Renegades", die strahlenden Helden des ...


Vor Jahren wurden Novas Eltern und ihre kleine Schwester ermordet. Sie selbst konnte es nur durch ihre Superkraft - Menschen in Schlaf zu versetzen - retten. Die "Renegades", die strahlenden Helden des Landes, haben ihre Familie trotz eines Versprechens nicht beschützt.
Seitdem gehört sie zu den "Anarchists" und wünscht sich nichts mehr als die Vernichtung der Superhelden. Dafür wagt sie es sogar sich bei den "Renegades" einzuschleusen ...


Marissa Meyers "Lunar-Chroniken" zählen zu einer meiner liebsten Reihen, weshalb ich natürlich auch ihre "Renegades" lesen musste. Der erste Band war für mich leider etwas durchwachsen ... Aber ich hatte damals auch Probleme mit dem Auftakt der Lunar-Chroniken.

Mein größtes Problem an der Geschichte war das Auftreten der Superhelden und der Superschurken. Sie waren alle etwas ... zu übertrieben. Jeder hat einen Decknamen und dazu noch meist ein total übertriebenes Outfit. Das hat mich stark an ganz alte Comicverfilmungen erinnert, die dadurch unbeabsichtigt lächerlich wirkten. Generell kann die Story auch nicht mit den neuen - wirklich grandiosen! - Comicverfilmungen mithalten.

Gut, dass war genug darüber, was mir nicht so gut gefallen hat.
Es war ganz gut, dass es bei den Anarchists und Renegades nicht alles so Schwarz und Weiß war, wie ich es anfangs befürchtet hatte. Ich bin auf die Hintergrund-Geschichten der anderen Charaktere schon sehr gespannt.
Die Charaktere waren auch ganz interessant, aber meistens ging es eben nur um Nova. Die anderen Charaktere hatten dadurch nicht so viel Raum sich zu entfalten. Auch geht es zu weit schon von einer "Liebesgeschichte" zwischen Adrian und Nova zu reden.

Die über 600 Seiten waren relativ schnell gelesen. Zudem interessiert es mich wirklich brennend wie es bei den Renegades und Anarchists weitergeht. Band 2 (und wahrscheinlich auch Band 3) werde ich auf jeden Fall auch noch lesen!

Beim Lesen von "Renegades" habe ich mich nicht an Marvel oder DC-Filme beziehungsweise Comics erinnert gefühlt, sondern eher an die Manga-Reihe "My Hero Academia".


Mir hat der Auftakt der Renegades-Trilogie ganz gut gefallen. Es gab zwar ein paar Kritikpunkte, aber dennoch hat das Buch 3,5 von 5 Sternen verdient. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!