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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2025

Ängste Überwinden!

Mäusemut
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Ein neues Buch vom wunderbaren Duo Michael Engler und Joëlle Tourlonias - das mussten wir natürlich unbedingt lesen.

Diesmal geht es um Mut und Einsamkeit. Die kleine Maus Stanislav lebt über einem Käseladen ...

Ein neues Buch vom wunderbaren Duo Michael Engler und Joëlle Tourlonias - das mussten wir natürlich unbedingt lesen.

Diesmal geht es um Mut und Einsamkeit. Die kleine Maus Stanislav lebt über einem Käseladen und verlässt nie das Haus, denn er hat große Angst vor den Menschen und den vielen Gefahren, die draußen lauern. Als eines Tages Maus Martha bei Stanislav auftaucht möchte er ihre Gesellschaft nicht mehr missen. Aber Martha möchte neue Abenteuer erleben und kann Stanislav nicht davon überzeugen sein sicheres Zuhause zu verlassen. Doch dann kommt ein schwerer Sturm und Martha braucht seine Hilfe.

Die Zeichnungen sind im typischen liebevollen Stil von Joëlle Tourlonias illustriert und strahlen eine Wohlfühlatmosphäre aus. Es gibt kleine Details zu entdecken, wie die Minileitern und Minibücher oder die besonders süße Strichliste zu Regenbogensichtungen.

Während des Lesens begleiten wir ganz viele unterschiedliche Gefühle, wir sehen wie einsam Stanislav ist, erleben die Freude, die er verspürt als er endlich nicht mehr alleine ist, durchleben angespannte und etwas angsteinflössende Momente und erhalten schließlich ein Happy End.

Für den Vierjährigen war das Buch allerdings durch das gruselige Gewitter und die düstere Atmosphäre schon beinahe zu gruselig.

Das Buch zeigt, wie schön es ist Freunde zu haben und das es sich lohnt mutig zu sein und seine Ängste zu überwinden.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Urkomisch

Wo Drachen wachen
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Wo Drachen wachen ist die Fortsetzung von „Diese Miesen Riesen“ und ist erneut unheimlich witzig.
Nach seiner hoffnungslosen Suche nach Riesen macht sich der trottelige Ritter auf eine neue Mission auf: ...

Wo Drachen wachen ist die Fortsetzung von „Diese Miesen Riesen“ und ist erneut unheimlich witzig.
Nach seiner hoffnungslosen Suche nach Riesen macht sich der trottelige Ritter auf eine neue Mission auf: Er möchte einen Drachen finden. Erneut wird er von den anderen Rittern ausgelacht, doch er weigert sich aufzugeben und macht sich auf den Weg. Doch trotz aller Warnungen und offensichtlichen Zeichen erkennt er einfach nicht, was direkt vor seinen Augen liegt.

Diese Miesen Riesen hat uns in letzter Zeit absolut begeistert und wir waren umso erfreuter als wir entdeckt haben, dass es eine Fortsetzung gibt. Diese ist selbstverständlich völlig unabhängig lesbar, handelt aber vom selben Riesen der scheinbar nicht klüger geworden ist und folgt dem gleichen Schema.

Der Ritter macht sich mit seinem edlen Schimmel und seiner Karte auf die Suche und während er vorträgt, welche Zeichen auf Drachen hinweisen übersieht er ebendiese immer wieder und schafft es trotz größter drohender Gefahr völlig ahnungslos zu bleiben. Erfrischend ist, dass hier erneut die Prinzessin als Retterin tätig wird und den Drachen vertreibt.

Die Kinder entdecken beim Vorlesen schnell, dass die beschriebenen Hinweise direkt vor der Nase des Ritters eintreten und so bietet das Buch so einige urkomische Stellen, wenn der Ritter wieder das offensichtliche nicht sieht und von seinem Umfeld gerettet werden muss. Die Illustrationen sind einfach unheimlich lustig und es gibt viele Details zu entdecken, sodass man das Buch viele Male lesen kann, ohne das es langweilig wird.

Die Sprache ist passend zum Setting manchmal etwas altmodisch und hochgestochen gehalten, hier ist es möglicherweise notwendig einige Begriffe zu erklären, doch dadurch lernen die Kinder sprachlich ein bisschen was dazu, während sie dem von sich selbst überzeugten, trotteligen Ritter dabei zusehen ,wie er sich ins Verderben stürzt.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Eine wunderschöne Hommage an Bücher

Kommst du mit?
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Kommst du mit? An einen Ort, an dem es sehr gut riecht, einen Ort mit vielen Farben, an dem es viele Menschen gibt! Wo man eine Menge Lernen kann?

In diesem wunderschönen Bilderbuch läuft ein Mädchen ...

Kommst du mit? An einen Ort, an dem es sehr gut riecht, einen Ort mit vielen Farben, an dem es viele Menschen gibt! Wo man eine Menge Lernen kann?

In diesem wunderschönen Bilderbuch läuft ein Mädchen durch die Stadt und sammelt nach und nach immer mehr Kinder ein, um diesen ihren Lieblingsort zu zeigen. Auf den großformatigen Doppelseiten erklärt sie beim Spaziergang durch die Stadt, welche wunderbaren Eigenschaften dieser Ort hat und die Kinder stellen immer ratloser Vermutungen darüber auf, welcher Ort gemeint sein könnte, bis sie ihr schließlich Vorwerfen, dass es so einen Ort gar nicht gibt.

Na, wisst ihr schon wohin es geht?

Das Buch ist unheimlich schön illustriert und es wurde auf optische Diversität bei den Kindern geachtet. Die Protagonistin des Buches schafft es alle Leser*innen neugierig zu machen und mit ihrer Begeisterung anzustecken und es macht einfach Spaß die Geschichte zu lesen, ganz besonders auch die Aufklärung am Ende des Buches!

Kommst du mit ist eine wunderschöne Hommage an Bücher und das Lesen und sollte in keiner öffentlichen Bibliothek und in keinem bibliophilen Zuhause fehlen! Besonders gut gefällt mir auch die Seite mit den unterschiedlichen Buchfiguren, die entdeckt und benannt werden können!

Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Ein super Buch für Adoptiv- und Pflegefamilien!

Bin ich hier im falschen Nest?
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Bin ich hier im falschen Nest handelt von Kuckuck Kauz der bei eine Rotkäppchenfamilie aufwächst und mit der Zeit merkt, dass er anders als seine Geschwister Piep und Matz aussieht. Er macht sich daher ...

Bin ich hier im falschen Nest handelt von Kuckuck Kauz der bei eine Rotkäppchenfamilie aufwächst und mit der Zeit merkt, dass er anders als seine Geschwister Piep und Matz aussieht. Er macht sich daher auf die Suche nach seiner „echten“ Familie und trifft schließlich auf einen anderen Kuckuck, der ihm erklärt, warum Kauz anders aussieht als seine Mama und seine Geschwister, es aber trotzdem seine Familie ist und nichts an ihm falsch ist.

Das Bilderbuch bringt Kindern daher nicht nur ein bisschen was über die Tierwelt bei, sondern lässt sich auch wundervoll auf uns Menschen übertragen. Es zeigt das Anderssein etwas schönes ist und was Familie wirklich ausmacht.

Die Illustrationen von Mia Powell sind sehr kindgerecht und liebevoll in ruhigen Farbtönen gezeichnet. Der Text des Buches ist etwas länger, weshalb ich das Buch erst ab 4-5 Jahren empfehlen würde.

Insgesamt ist „Bin ich hier im falschen Nest“ ein gelungenes Buch darüber, dass Familienzugehörigkeit nicht nur durch Geburt, sondern vor allem durchs Herz bestimmt wird und eignet sich daher toll für Familien mit Pflege- oder Adoptivkindern, aber natürlich auch für alle anderen!

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Ein absolutes Highlight in jedem Kinderbuchregal

9 kleine Menschen
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Das Buch ist aus dem Gedanken heraus entstanden, dass in den namensgebenden Abzählreimen das N-Wort zwar mittlerweile durch Fingerlein oder Ähnliches ersetzt wird, der rassistische Ursprung für uns Erwachsene ...

Das Buch ist aus dem Gedanken heraus entstanden, dass in den namensgebenden Abzählreimen das N-Wort zwar mittlerweile durch Fingerlein oder Ähnliches ersetzt wird, der rassistische Ursprung für uns Erwachsene aber unvergessen bleibt und viele schlechte Erinnerungen hervorruft. Außerdem hat die Tochter der Autorin eingeworfen, dass ja auch nicht alle Menschen 10 Fingerlein haben.

Aus diesem Grund gibt es hier stattdessen neun kleine Menschen. 9 kleine Menschen kommen alle am selben Tag zur Welt. In diesem Buch begleiten wir sie beim Aufwachsen und feiern ihre Gemeinsamkeiten und ihre Unterschiede.

Auf jeder Doppelseite wird eine dieser Eigenschaften benannt und wir sehen die Kinder in Alltagssituationen. Hier wird Vielfalt gefeiert, es gibt Kinder mit Behinderung, Kinder mit unterschiedlicher Hautfarbe, verschiedenfarbigen Haaren und unterschiedlichem Körperbau. Doch obwohl die Kinder nicht alle gleich sind und auch unterschiedlich reich sind überwiegen doch ihre Gemeinsamkeiten, die sie verbinden: Sie alle kommen aus einer Stadt, sie lieben Seifenblasen, planschen gerne im Pool und wollen etwas bewegen.

Die Illustrationen von Martina Stuhlberger sind unheimlich stimmig. Sie strahlen Wärme aus und sind in sanften Farben gehalten.

Das Buch zeigt, dass jeder Mensch einzigartig ist aber gleichzeitig durch gemeinsame Interessen und Gefühle mit den anderen Menschen verbunden ist. Es ist ein Bilderbuch, dass Hoffnung macht, zum Mitsprechen anregt und in jedes Regal gehört!

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