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Veröffentlicht am 14.03.2026

Die Reihe hat neue Fans gewonnen!

Carli und Klecks gehen auf den Spielplatz
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Carli ist zwei Jahre alt, geht schon in die Kita und erlebt gemeinsam mit seinem besten Freund Kater Klecks viele Alltagsabenteuer. In diesem Band geht es für die beiden auf den Spielplatz, wo Carli gerne ...

Carli ist zwei Jahre alt, geht schon in die Kita und erlebt gemeinsam mit seinem besten Freund Kater Klecks viele Alltagsabenteuer. In diesem Band geht es für die beiden auf den Spielplatz, wo Carli gerne rutschen möchte. Anders als er sich das vorgestellt hat, spielen dort aber seine zwei älteren Brüder, die sich vordrängeln und ganz schön wild spielen. Da spielen die beiden doch lieber im Garten von Nachbarin Inga, vielleicht lässt es sich ja auch dort rutschen.

Das Buch ist altersgerecht in kurzen, einfachen Sätzen geschrieben und befasst sich mit einem Thema, dem die meisten kleineren Kinder auch schon selbst begegnet sind. Anderen Kindern, die zu wild und zu laut sind. Hier hätte man natürlich einen Weg gehen können, bei dem sich eine Erwachsene Person einmischt und vermittelt, ich finde es aber für einen Zweijährigen eine vollkommen schlüssige Handlung sich zurückzuziehen, statt die Konfrontation mit den älteren Brüdern zu suchen. Die Illustrationen sind sehr modern und unheimlich liebevoll gestaltet, beim Lesen fühlt man sich direkt wohl und möchte dort am liebsten auch leben - besonders, wenn man den liebevoll gepflegten Bücher- und Gemüsetauschstand im Park sieht.

Spannend finde ich auch, dass Carli nicht von seinen Eltern, sondern von einer Nachbarin betreut wird, das finde ich schön, denn so werden auch mal andere Betreuungsmodelle repräsentiert. Oft finde ich zudem, dass derartige Reihen mit Alltagsgeschichten eher veraltete Rollenbilder und wenig Diversität zeigen. Das ist hier definitiv nicht der Fall, besonders positiv ist mir aufgefallen, dass hier Behinderung nicht als Hindernis oder Besonderheit dargestellt wird, sondern ganz nebenbei existiert. Erst beim mehrmaligen Lesen ist mir daher aufgefallen, dass Carlis Bruder Junis eine Hand fehlt (im zweiten Buch sieht man das dann auch eindeutiger, da er dort eine Prothese für die Schule anzieht). Hier finde ich es auch gut, dass im Laufe der Reihe gezeigt wird, dass Menschen zwar eine Prothese haben können, sie aber nicht in allen Alltagssituationen nutzen. Schön finde ich auch, dass Nachbarin Inga im Hintergrund ihre Hochbeete selber baut und Carli dadurch dazu inspiriert wird sich seinen Spielplatz doch einfach selbst zu bauen.

Carli und Klecks gehen auf den Spielplatz ist ein wundervolles Buch, dass alltagsnahe Situationen zeigt, in denen sich die Kinder wiederfinden können, viele Sprechanlässe geschaffen werden und die Kreativität gefördert wird.
Die Reihe hat mit diesem wunderbaren Buch direkt neue Fans gewonnen und gefällt uns deutlich besser als viele vergleichbare Reihen für Kinder ab 2!

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Die Reihe hat neue Fans gewonnen!

Carli und Klecks backen einen Kuchen
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Carli ist zwei Jahre alt, geht schon in die Kita und erlebt gemeinsam mit seinem besten Freund Kater Klecks viele Alltagsabenteuer. In diesem Band hat Carlis Mama Geburtstag. Nach einem gemeinsamen Kuchenfrühstück ...

Carli ist zwei Jahre alt, geht schon in die Kita und erlebt gemeinsam mit seinem besten Freund Kater Klecks viele Alltagsabenteuer. In diesem Band hat Carlis Mama Geburtstag. Nach einem gemeinsamen Kuchenfrühstück mit der ganzen Familie bleiben Carli, sein Papa und Kater Klecks alleine zuhause zurück, während die Geschwister zur Schule und die Mama zur Arbeit geht, denn die Kita fällt heute aus. Papa muss leider im Homeoffice arbeiten, doch Carli und Klecks haben eine perfekte Beschäftigungsidee - Sie backen einfach einen eigenen Kuchen. Ob das wohl gut geht?

Das Buch ist altersgerecht in kurzen, einfachen Sätzen geschrieben und befasst sich mit einem Thema, dem die meisten kleineren Kinder auch schon selbst begegnet sind. Der Langeweile, wenn die Betreuungsperson keine Zeit zum spielen hat, erste Küchenexperimente und dem daraus resultierenden Chaos (und Spaß).

Die Illustrationen sind sehr modern und unheimlich liebevoll gestaltet, beim Lesen fühlt man sich direkt wohl und Carli Zuhause wirkt, wie ein richtiger Wohlfühlort für die Familie.

Oft finde ich, dass derartige Reihen mit Alltagsgeschichten eher veraltete Rollenbilder und wenig Diversität zeigen. Das ist hier definitiv nicht der Fall, besonders positiv ist mir aufgefallen, dass hier Behinderung nicht als Hindernis oder Besonderheit dargestellt wird, sondern ganz nebenbei existiert. So sieht man im Hintergrund Carlis Bruder, der seine Handprothese für die Schule anzieht. Daneben gefällt es mir wirklich gut, dass wir hier eine Familie mit vier Kindern haben. Zudem werden hier Stereotype gebrochen, denn Mama Jule ist mehrgewichtig, wird aber in den begleitenden Werbemaßnahmen des Buches (Personenbeschreibungen im Buch wären aber noch schöner gewesen) als sehr sportlich beschrieben und leitet den Schwimmverein der Stadt, während Papa Sayid zum Beispiel gerne Theater spielt.

Carli und Klecks backen einen Kuchen ist ein wundervolles Buch, dass alltagsnahe Situationen zeigt, in denen sich die Kinder wiederfinden können, viele Sprechanlässe geschaffen werden und ganz viel liebevolles Familienleben gezeigt wird.
Die Reihe hat uns als neue Fans gewonnen und gefällt uns deutlich besser als viele vergleichbare Reihen für Kinder ab 2!

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Modernes und super informatives Sachbuch!

Galaktisch!
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Wusstet ihr, dass das James-Webb-Teleskop so leistungsstark ist, dass es die Körperwärme eines Käfers registrieren könnte, wenn dieser auf dem Mond landen würde?

Habt ihr schonmal vom Mars-Vulkan Olympus ...


Wusstet ihr, dass das James-Webb-Teleskop so leistungsstark ist, dass es die Körperwärme eines Käfers registrieren könnte, wenn dieser auf dem Mond landen würde?

Habt ihr schonmal vom Mars-Vulkan Olympus Mons gehört, der so groß wie Frankreich und 2 1/2 mal so hoch wie der Mount Everest ist?

Und kennt ihr bereits die Sonnensonde Parker, die die Sonne 24 mal umkreist hat?

Habt ihr einen Weltraumfan zuhause oder interessiert euch selbst für den Weltraum? Unser Großer ist momentan im absoluten Weltraumfieber und möchte alles über Planeten, Raketen und Raumsonden erfahren und zugegeben finde ich den Weltraum selbst unheimlich spannend und lese Bücher wie dieses auch zu meiner eigenen Allgemeinbildung. Um unsere Wissensneugier zu decken habe ich nun das perfekte Buch. „Galaktisch“ ist offiziell für Kinder ab 9 Jahren zum selber Lesen gedacht, kann aber auch super schon früher gemeinsam gelesen und entdeckt werden und hat meiner Meinung nach einen besonderen Schwerpunkt - Raummissionen!

Das Buch ist in zwei große Abschnitte unterteilt: Sonnensystem und Blick ins Weltall. Der erste Abschnitt befasst sich mit den unterschiedlichen Planeten unseres Sonnensystems, im zweiten Teil des Buches blicken wir dann auf andere Sterne, Nebel und Galaxien, die mir persönlich teils unbekannt waren.

Eine Besonderheit sind die vielen großformatigen Fotos, die das mit Wissen vollgepackte Buch etwas auflockern und vom James-Webb-Weltraumteleskops und vom Hubble-Weltraumteleskop gemacht wurden. Im ersten Abschnitt werden je auf einer Doppelseite nach und nach die unterschiedlichen Planeten und Monde unseres Sonnensystems vorgestellt, neben einem großen Foto des Himmelskörpers gibt es stets auch spannende Fakten und eine steckbriefartige Vorstellung. Wodurch sich das Buch nun für mich von anderen ähnlichen Büchern abhebt ist die Fülle an Informationen, die wir zu aktuellen Raummissionen, erhalten. In vielen Büchern zum Thema Weltraum liegt der Schwerpunkt auf abgeschlossenen Raummissionen, wie dem Apollo-Programmn. Das wird hier natürlich auch angeschnitten, aber daneben werden auch ausführlich die Parker-Sonnensonde, die Merkursonde Bepicolombo, die Artemis-Mission, Perseverance, Osiris-Rex und viele weitere modernere Weltraummissionen thematisiert, was ich absolut super finde und die Vielfalt der Raumfahrt aufzeigt.

Auch der zweite Abschnitt des Buches, der sich weiter entfernten Galaxien widmet lässt das Buch im Vergleich zu anderen ähnlichen Titeln hervorstechen, denn begleitet von wunderschönen Bildern werden hier spannende Sterne, wie das Herbig-Haro-Objekt 46/47, die Rho-Ophiuchi-Wolke oder Galaxien, wie die Whirlpool-Galaxie vorgestellt. Ich muss zugeben, dass ich von super vielen der hier beschriebenen Himmelsobjekte selbst noch nie gehört habe und unheimlich viel Neues aus dem Buch mitnehme.

Die Texte selbst sind für die Altersempfehlung ab 9 Jahren angemessen und werden durch viele (Größen-)vergleiche und schematische Darstellungen unterstützt.

Mit diesem Buch erhaltet ihr in Sachen Weltraummissionen endlich einen Durchblick! Die ganze Familie kann hier neues lernen und die wunderbaren Fotos und spannenden Fakten wecken direkt die Lust darauf selbst Astronaut*in zu werden!

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Ein absoluter Schatz im Regal!

Felia Fuchs - Bei uns zu Hause
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Felia ist vier Jahre alt und lebt mit ihren Eltern, ihrem Bruder Fridolin und ihrem Kuschelerdmännchen Manni in einer gemütlichen Wohnung, die sie den Fuchsbau nennen!

Dieser Band ist der erste Band mit ...

Felia ist vier Jahre alt und lebt mit ihren Eltern, ihrem Bruder Fridolin und ihrem Kuschelerdmännchen Manni in einer gemütlichen Wohnung, die sie den Fuchsbau nennen!

Dieser Band ist der erste Band mit Vorlesegeschichten von Felia und enthält drei Alltagsgeschichten, die typische Situationen aus einem Kinderalltag zeigen. Die erste Geschichte erzählt von ihrem Geburtstag und den emotionalen Herausforderungen, als sich der Tag langsam dem Ende zuneigt. Die zweite Geschichte zeigt einen Tag, an dem es Felias Mama nicht gut geht, sodass Felia sich langweilt und alleine beschäftigen soll und die dritte Geschichte befasst sich mit dem morgendlichen Tagesablauf vor der Kita.

Beim Lesen und beim Betrachten der Details merkt man sofort, dass die Autorin selbst Kinder hat. Viele kleine Szenen kommen einem nur zu bekannt vor, die Herausforderungen, die Felia zu meistern hat entsprechen wirklich wunderbar ihrem Alter und das Buch zeigt einfach realitätsnah das Zusammenleben in einer modernen Familie. Besonders schön finde ich, dass ein großer Fokus auf die Gefühle und Bedürfnisse von Felia gelegt wird, die anerkannt und begleitet werden. In jeder Situation begegnen ihre Bezugspersonen ihr auf Augenhöhe, haben kleine Spielchen oder Ideen parat, wie sie Felia bestimmte Situationen erleichtern können oder bieten im richtigen Moment eine Umarmung an.

Zu etwas ganz Besonderem wird das Buch aber dadurch, dass Vielfalt hier keine Quote ist sondern sich in allen Aspekten durch das Buch zieht. Egal ob bei Nationalitäten, Behinderungen, Körperformen oder Sexualität, bei Felia Fuchs wird Vielfalt einfach gelebt! Im Buch gibt es super viele Details, die bei mir einfach ein total positives Gefühl beim Lesen hervorgerufen haben und bei denen sich viele Kinder wiederfinden werden, die sich sonst oft selten in Bilderbüchern repräsentiert fühlen. Besonders schön finde ich zum Beispiel, dass Felias Bruder ein Hörgerät trägt und das ein Kind auf dem Spielplatz Kopfhörer aufhat. Auffällig ist auch, dass nicht nur die Berufe ihrer Eltern eher weniger den klassischen Stereotypen entsprechen (ihre Mama ist Forscherin, ihr Papa Altenpfleger), sondern der Papa auch mindestens die Hälfte (eher mehr) der Care-Arbeit übernimmt. Schön finde ich auch, dass Felias Mama sich als sie krank ist auch ausruhen darf, etwas was nicht für alle Mütter selbstverständlich ist.

Was das Buch auch ganz besonders macht sind die drei wimmelbuchartigen Seiten, die verschiedene Alltagssituationen (Park, Supermarkt, Kindergarten) zeigen. Neben den vielen kleinen und vielfältigen Details, gibt es hier stets Fragen, die die Kinder zum Suchen, Zählen, Mitmachen und Entdecken anregen. Auch während der eigentlichen Geschichte gibt es immer mal wieder Fragen, die den etwas längeren Text auflockern!

Einige kleine Details, die mir noch aufgefallen sind:
- Zum Geburtstag wird sie nicht mit Geschenken überschüttet und auch die Feier selbst ist bodenständig und einfach gehalten - sehr sympathisch!
- Oma und Opa nehmen mit Hilfe von Videocalls an Felias Leben teil, auch wenn sie weit weg wohnen. Derartige Beziehungen werden sonst selten in Bilderbüchern gezeigt.
- Helme sind wichtig - auch beim Rollerfahren, daher ist es schön, dass Felia zu ihrem Roller auch direkt einen Helm bekommt.
- Es gibt eine Protagonistin namens Rieke, die Piercings hat und viel über die Natur weiß - sehr sympathisch!

Insgesamt bin ich wirklich ganz begeistert von Felia Fuchs und werde definitiv auch die Folgebände lesen müssen!!! Wenn ihr Felia bisher noch nicht auf dem Schirm hattet solltet ihr das dringend ändern!

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Ein wunderbar informatives Buch für die ganze Familie!

Tiere und Pflanzen lebensgroß
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Kennt ihr die 3-3-3-Regel, die bei der Bestimmung von Giersch genutzt wird, um es von anderen giftigen Doldenblütlern zu unterscheiden?

Oder wusstet ihr, dass der charakteristische Werbegesang der grünen ...

Kennt ihr die 3-3-3-Regel, die bei der Bestimmung von Giersch genutzt wird, um es von anderen giftigen Doldenblütlern zu unterscheiden?

Oder wusstet ihr, dass der charakteristische Werbegesang der grünen Heupferde durch das Aneinanderreiben ihrer Vorderflügel erzeugt wird?

„Tiere & Pflanzen Lebensgroß“ bietet was der Titel bereits verspricht: mehr als 100 verschiedene Tier- und Pflanzenarten werden in Porträts vorgestellt und lebensgroß abgebildet, sodass das Buch ein wertvoller Begleiter bei Familienspaziergängen durch die Natur sein kann und zum Direktvergleich von Blättern oder Vögeln herangezogen werden kann.

Ganz Besonders finde ich auch die Art und Weise, wie das Buch gegliedert wurde. Zunächst wird nämlich nach Jahreszeit gegliedert, bevor das Buch dann nach der Überkategorie (Vögel, Krautige Pflanzen, Bäume & Sträucher, Andere Tiere) sortiert ist. Abgerundet werden die Jahreszeitenabschnitte durch Spezialkapitel, so zum Beispiel zu Essbaren Wildpflanzen oder dazu, wie man Vogelfutter selber machen kann.

Im jeweiligen Porträt erfahren wir in Form eines Steckbriefes einige allgemeine Fakten zu Größe und Blüte- bzw. Brutzeit und -Ort, in einem kurzen Text gibt es dann spannende Fakten darüber, was das jeweilige Tier oder die Pflanze besonders hervorhebt. Anhand eines lebensgroßen Bildes werden dann einige optische Merkmale hervorgehoben, einige besonders kleine Tiere werden nochmal in vergrößerter Form dargestellt.

Echte Biolog*innen werden mit diesem Buch vermutlich eher unglücklich sein, da es sich insbesondere au spannende Fakten und besondere Kennzeichen konzentriert und kein vollumfassendes Bild der Lebewesen bietet. Für die „Laienfamilie“ beim Frühlingsspaziergang ist es aber ein wunderbarer Begleiter. Die Informationen sind super interessant für Groß und Klein und die DIY-Ideen laden dazu ein selbst nach draußen zu gehen und aktiv zu werden.

Und ein weiterer Bonus: Mit Hilfe einer App können die Stimmen vieler Tiere im Buch angehört werden!

Ich freue mich schon darauf mein Wissen über Tiere gemeinsam mit den Kindern zu erweitern!

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