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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.08.2023

Mörderisches München zu Beginn des ersten Weltkriegs

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin (Die Gerichtsärztin 2)
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Das wunderschöne Buchcover mit der in der Gerichtsmedizin arbeitende Anna sowie der fesche Friedrich von Weynand, der inkognito als Fritz Nachtwey den Beruf als Journalist ausübt, lässt einen wieder zu ...

Das wunderschöne Buchcover mit der in der Gerichtsmedizin arbeitende Anna sowie der fesche Friedrich von Weynand, der inkognito als Fritz Nachtwey den Beruf als Journalist ausübt, lässt einen wieder zu dem Buch greifen. Die Obduktionsassistentin Anna (aus einfachen Verhältnissen kommend) und der Klatschreporter Fritz Nachtwey (verarmter Baron), die sich inzwischen seit zwei Jahren kennen, beschäftigen sich dieses Mal mit einige Toten im Künstlerviertel Schwabing, beginnend mit einem strangulierten Säugling. Anna und Friedrich von Weynand sind auch privat freundschaftlich miteinander verbunden. So lebt Anna immer noch mit ihrer Schwester Franziska als Mieterin bei Friedrich.
Das Ermittler-Duo ist auch in dieser Fortsetzung sehr glaubhaft und sympathisch. Ich fand die kinderlose Christiane von Arnsberg nicht immer besonders sympathisch, auch wenn sie Franziska finanziell fördert. Die Art und Weise, wie sie ihren Willen durchsetzt, hat mir nicht besonders gefallen. Die Schwabinger Künstler sind authentisch.
Ich fand die Information, dass sich viele Polizeispitzel in Schwabingen aufhielten und der damals bekannte Schriftsteller Erich Mühsam wegen Geheimbündelei verhaftet und angeklagt wurde, sehr interessant.
Mir hat der flüssige Schreibstil von Petra Aicher sehr gefallen.
Fazit:
Es ist eine gelungene Fortsetzung des ersten Krimis und diese Fortsetzung hat mir sogar noch besser gefallen als der Auftakt.

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Veröffentlicht am 01.08.2023

Ernst II Leitz: Es wird riskiert

Das Licht im Rücken
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Da ich von der Autorin bereits einen Roman gelesen habe, war ich gespannt, was sich hinter dem Buchtitel „ Das Licht im Rücken“ verbirgt. Der Klappentext hat mich auf das Buch neugierig gemacht. Der Satz ...

Da ich von der Autorin bereits einen Roman gelesen habe, war ich gespannt, was sich hinter dem Buchtitel „ Das Licht im Rücken“ verbirgt. Der Klappentext hat mich auf das Buch neugierig gemacht. Der Satz von Ernst II „Es wird riskiert“ läutet das Zeitalter der Leica ein und löst die alleinige Produktion der weltbekannten Mikroskope ab. Während des dritten Reiches bestimmten dann die Nazis, dass statt dessen Waffen produziert werden.
Mich hat das ganze Buch bis zum Schluss beeindruckt. Es gibt zwei Erzählstränge, die miteinander verwoben werden. Zum einen die Geschichte der Familie Leitz und damit eng verbunden die Firma bzw. die Mitarbeiter der Firma und zum anderen die fiktive Geschichte der Familie Gabriel, die als Juden unter den Nazis zu leiden haben und ihrerseits versuchen diese Zeit irgendwie zu überleben.
Mir haben die vielen historischen Photos, die im Anhang auch beschrieben sind, sehr gut gefallen. Das gilt auch für das sehr ausführliche Personenregister. Besonders gut hat mir die Erläuterung zu den fiktiven Personen gefallen, die ein Konglomerat aus mehreren Personen waren.
Sandra Lüpkes schafft es mal wieder einen beeindruckenden Roman zu schreiben, den ich auch den historisch interessierten Leser empfehlen kann, die sich nicht so sehr für Photographie interessieren.

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Veröffentlicht am 06.07.2023

Spannendes Katzenabenteuer für Kinder

Cosmo Zauberkater (Bd. 1)
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Das Buchcover ist ein Eyecatcher und macht neugierig auch den Klappentext zu lesen.
Dieses Buch ist für Kinder ab 9 Jahren geeignet. Mein Neffe und ich finden es mit 240 Seiten überhaupt nicht zu dick. ...

Das Buchcover ist ein Eyecatcher und macht neugierig auch den Klappentext zu lesen.
Dieses Buch ist für Kinder ab 9 Jahren geeignet. Mein Neffe und ich finden es mit 240 Seiten überhaupt nicht zu dick. Er hat es innerhalb weniger Tage gelesen. Dies lag nicht nur an den vielen Zeichnungen (teilweise sogar relativ groß), die eine dargestellte Situation erläutern und den Text entsprechend aufgelockert, sondern auch an dem gefälligen Schreibstil der Autorin. Die optische Aufmachung gefällt uns auch sehr gut.
Inhalt:
Bereits bei der Ausbildung von Cosmo zum Tiergefährten fällt auf, dass er anderes als die anderen Tiere ist. Mister Moon, ein Trainer meint sogar, dass er verflucht sei. Auch das Zaubermädchen Aywa fällt mit ihrer Zauberei aus dem Rahmen, da die Zaubersprüche nicht so wirken, wie sie eigentlich sollten. Wie es sich aber herausstellt, hat die Spiegelkugel die richtige Wahl getroffen, als sie Cosmo und Aywa zusammenbringt. Als diese gestohlen wird und damit ganz Wickfield bedroht ist, wollen die beiden diese wiederfinden und sie wachsen zu einem „Dreamteam“ zusammen.
Fazit:
Mein Neffe und ich sind von diesem ideenreichen Buch total begeistert. Von uns also eine klare Lese- und Kaufempfehlung (nicht nur) für junge Katzenfreunde.

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Veröffentlicht am 28.06.2023

Mädchenpensionat am Holstentor

Das Pensionat am Holstentor: Frühlingstöchter
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Die Geschichte beginnt im Jahr 1899 und Nora hat inzwischen Freundschaft mit ihren drei gleichaltrigen Mitschülerinnen geschlossen. Ursprünglich wollte sie gar nicht in das Pensionat. Sie ändert jedoch ...

Die Geschichte beginnt im Jahr 1899 und Nora hat inzwischen Freundschaft mit ihren drei gleichaltrigen Mitschülerinnen geschlossen. Ursprünglich wollte sie gar nicht in das Pensionat. Sie ändert jedoch ihre Meinung, als sie erfährt, dass Karl, der Stallbursche auf dem Gut ihrer Eltern ist, ebenfalls nach Lübeck zieht. Die weltoffene Kapitänstochter und Lehrerin Gesche Petersen lernt Nora und ihren Bruder Henry per Zufall kennen.
Alle Hauptprotagonistinnen sind authentisch. Es gelingt der Autorin sehr gut, die Sorgen und Nöte der Pensionatsleiterin Dorothea Eggers zu beschreiben. Sie erhofft durch die neue adelige Schülerin Nora einen Prestigegewinn für das Pensionat und dass ihre finanziellen Sorgen verschwinden.
Die Schülerin Lotte verkörpert mit ihrer Meinung die damalige Sicht der höheren bürgerlichen Gesellschaft, die keine Empathie für die einfachen Leute hat. „Hans ist doch nur ein Hausknecht!“ Auch Noras Vater vertritt die damalige Sicht der Adeligen. „Darf das gemeine Volk einfach in unserem Haus ein und aus gehen, wenn ich nicht da bin?“
Die Lehrerin Gesche Petersen, die Komtess Nora und ihr Bruder Graf Henry verkörpern dagegen mit ihren Ansichten die fortschrittliche Denkweise und sind mir sehr sympathisch.
Mir hat der Schreibstil von Anna Perbandt sehr gut gefallen. Das Buch ist sehr gut strukturiert. So haben die einzelnen Kapiteln eine angenehme Leselänge; teilweise sind diese auch noch weiter unterteilt.
Eine klare Kauf- und Leseempfehlung für alle Fans von historischen Romanen.

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Veröffentlicht am 16.06.2023

Ideenreiches Wimmelbuch

Wo steckt eigentlich Asterix? - Das große Wimmelbuch
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Das kunstvolle Buchcover macht neugierig, das Wimmelbuch in die Hand zu nehmen. Die Geschichten um Asterix und seinem Freund Obelix kennen wir aus der Kindheit. Nun werden die bekannten Szenen der Asterix-Reihe ...

Das kunstvolle Buchcover macht neugierig, das Wimmelbuch in die Hand zu nehmen. Die Geschichten um Asterix und seinem Freund Obelix kennen wir aus der Kindheit. Nun werden die bekannten Szenen der Asterix-Reihe aufgegriffen, wie die typische Prügelei um die (stinkenden) Fische. Es ist gar nicht so einfach, alle zu suchenden Figuren/Gegenstände auf Anhieb zu finden. Auch der typische Ausklang eines jeden Asterix-Hefts, der traditionelle Festschmaus, klingt auch in diesem Wimmelbuch aus. Falls man mal eine Figur nicht entdeckt hat, so kann man ganz hinten in der Auflösung nachschauen. Als ich dieses Wimmelbuch meinem Neffe geschenkt habe, war dieser ebenfalls sofort von den Bildern begeistert und wollte gleich mit mir alle Seiten anschauen und die Figuren suchen. Zusammen hatten wir einen vergnüglichen Nachmittag verbracht und haben letztendlich alle Figuren auf jeder Seite gefunden.
Fazit:
Eine tolle Geschenksidee und wir empfehlen dieses Wimmelbuch uneingeschränkt weiter.

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