Gelungene Fortsetzung
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Nachdem ich The Housemaid verschlungen hatte, war ich gespannt auf die Fortsetzung. Doch bei The Housemaid’s Secret musste ich schnell feststellen, dass es Licht und Schatten gibt. Während die Geschichte gewohnt spannend ist, hatte ich so meine Probleme mit der Protagonistin Millie und einigen Wiederholungen aus dem ersten Teil.
Die Handlung setzt wieder bei Millie an, die sich eine neue Anstellung als Haushälterin sucht. Aber genau hier hatte ich schon die ersten Schwierigkeiten: Der Einstieg ins Buch fühlte sich für mich fast wie eine Kopie des ersten Teils an. Millie bewirbt sich bei einer reichen Familie, alles wirkt zuerst perfekt, doch dann entpuppt sich die Situation als Albtraum. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin hier mutiger gewesen wäre und Millie in eine neue, weniger vorhersehbare Ausgangslage versetzt hätte. Stattdessen hatte ich oft das Gefühl, dass ich alles schon einmal gelesen hatte.
Mit Millie habe ich in diesem Buch, ähnlich wie im ersten Teil, etwas gehadert. Sie wirkt auch hier etwas naiv und fahrlässig, wenn es darum geht, sich in brenzlige Situationen zu bringen. Anstatt aus den Ereignissen des ersten Buches zu lernen, trifft sie wieder Entscheidungen, die mir schlichtweg unlogisch vorkamen. Ich dachte mir öfter: „Wieso gehst du da überhaupt noch hin?“ oder „Warum hinterfragst du das nicht genauer?“. Allerdings nahmen mir meine Kritikpunkte an Millie nicht den Spaß am lesen!
Freida McFadden versteht es, Spannung aufzubauen. Auch wenn der Anfang mich etwas irritiert hat, konnte mich die Geschichte nach etwa einem Drittel doch wieder packen. Besonders das düstere Geheimnis rund um Wendy, die Frau des Hausherrn, hat mich neugierig gemacht. Die Atmosphäre war bedrückend und die ständigen Cliffhanger am Ende der Kapitel sorgten dafür, dass ich immer weiterlesen wollte.
Besonders die Wendungen und Überraschungen, für die McFadden bekannt ist, kamen nicht zu kurz. Ich muss zugeben, dass ich gegen Ende tatsächlich wieder sprachlos war, weil ich eine bestimmte Auflösung so nicht kommen sah! Diese Fähigkeit, ihre Leser zu schockieren, macht McFadden absolut lesenswert.
The Housemaid’s Secret ist spannend und unterhaltsam, wenngleich minimal schwächer als der erste Teil. Der Anfang ähnelt The Housemaid zu sehr, und Millie hat mich öfters frustriert. Trotzdem schafft es Freida McFadden, mit unerwarteten Wendungen und einer packenden Atmosphäre zu überzeugen, besonders im zweiten Teil des Buches. Wer den ersten Teil geliebt hat, wird sicher auch hier auf seine Kosten kommen – sollte aber nicht zu viel Innovation erwarten.