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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2024

Gelungene Fortsetzung

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Nachdem ich The Housemaid verschlungen hatte, war ich gespannt auf die Fortsetzung. Doch bei The Housemaid’s Secret musste ich schnell feststellen, dass es Licht und Schatten gibt. Während die Geschichte ...

Nachdem ich The Housemaid verschlungen hatte, war ich gespannt auf die Fortsetzung. Doch bei The Housemaid’s Secret musste ich schnell feststellen, dass es Licht und Schatten gibt. Während die Geschichte gewohnt spannend ist, hatte ich so meine Probleme mit der Protagonistin Millie und einigen Wiederholungen aus dem ersten Teil.

Die Handlung setzt wieder bei Millie an, die sich eine neue Anstellung als Haushälterin sucht. Aber genau hier hatte ich schon die ersten Schwierigkeiten: Der Einstieg ins Buch fühlte sich für mich fast wie eine Kopie des ersten Teils an. Millie bewirbt sich bei einer reichen Familie, alles wirkt zuerst perfekt, doch dann entpuppt sich die Situation als Albtraum. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin hier mutiger gewesen wäre und Millie in eine neue, weniger vorhersehbare Ausgangslage versetzt hätte. Stattdessen hatte ich oft das Gefühl, dass ich alles schon einmal gelesen hatte.

Mit Millie habe ich in diesem Buch, ähnlich wie im ersten Teil, etwas gehadert. Sie wirkt auch hier etwas naiv und fahrlässig, wenn es darum geht, sich in brenzlige Situationen zu bringen. Anstatt aus den Ereignissen des ersten Buches zu lernen, trifft sie wieder Entscheidungen, die mir schlichtweg unlogisch vorkamen. Ich dachte mir öfter: „Wieso gehst du da überhaupt noch hin?“ oder „Warum hinterfragst du das nicht genauer?“. Allerdings nahmen mir meine Kritikpunkte an Millie nicht den Spaß am lesen!

Freida McFadden versteht es, Spannung aufzubauen. Auch wenn der Anfang mich etwas irritiert hat, konnte mich die Geschichte nach etwa einem Drittel doch wieder packen. Besonders das düstere Geheimnis rund um Wendy, die Frau des Hausherrn, hat mich neugierig gemacht. Die Atmosphäre war bedrückend und die ständigen Cliffhanger am Ende der Kapitel sorgten dafür, dass ich immer weiterlesen wollte.

Besonders die Wendungen und Überraschungen, für die McFadden bekannt ist, kamen nicht zu kurz. Ich muss zugeben, dass ich gegen Ende tatsächlich wieder sprachlos war, weil ich eine bestimmte Auflösung so nicht kommen sah! Diese Fähigkeit, ihre Leser zu schockieren, macht McFadden absolut lesenswert.

The Housemaid’s Secret ist spannend und unterhaltsam, wenngleich minimal schwächer als der erste Teil. Der Anfang ähnelt The Housemaid zu sehr, und Millie hat mich öfters frustriert. Trotzdem schafft es Freida McFadden, mit unerwarteten Wendungen und einer packenden Atmosphäre zu überzeugen, besonders im zweiten Teil des Buches. Wer den ersten Teil geliebt hat, wird sicher auch hier auf seine Kosten kommen – sollte aber nicht zu viel Innovation erwarten.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Einfach klasse und super spannend!

Wenn sie wüsste
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Ich habe The Housemaid von Freida McFadden an einem Tag durchgelesen und kann sagen, dass mich die Geschichte von Anfang an gefesselt hat – auch wenn ich nicht ganz frei von Kritik bin. Das Buch erzählt ...

Ich habe The Housemaid von Freida McFadden an einem Tag durchgelesen und kann sagen, dass mich die Geschichte von Anfang an gefesselt hat – auch wenn ich nicht ganz frei von Kritik bin. Das Buch erzählt die Geschichte von Millie, einer jungen Frau, die dringend einen Neuanfang sucht und dabei einen Job als Haushälterin bei der reichen Familie Winchester annimmt. Doch hinter der perfekten Fassade des eleganten Anwesens lauern dunkle Geheimnisse, die Millie in ein Netz aus Manipulation und Gefahr verwickeln.

Millie als Hauptfigur hat mich ehrlich gesagt hin und wieder frustriert. Sie ist definitiv eine Kämpferin, aber manchmal trifft sie Entscheidungen, bei denen ich mir dachte: Warum? Ihre Handlungen wirken oft unüberlegt, naiv aber zum Teil sogar richtig bösartig, was mich an manchen Stellen aus der Spannung gerissen hat. Natürlich hat sie eine schwere Vergangenheit, die ihr Handeln erklärt, aber das entschuldigt ihr Handeln für mich in weiten Teilen jedoch nicht.

Das Buch hat jedoch eine unglaublich dichte Atmosphäre, die mich bis zur letzten Seite gefesselt hat. Die Beschreibungen des Winchester-Hauses und die subtil bedrohliche Stimmung waren hervorragend umgesetzt. Die Autorin hat es geschafft, dass ich bei jeder scheinbar harmlosen Szene das Gefühl hatte, dass etwas nicht stimmt.

Neben Millie war Nina Winchester, die Hausherrin, für mich die spannendste Figur. Ihr Verhalten ist so erratisch und oft auf eine beängstigende Weise manipulativ, dass ich ständig darüber nachgedacht habe, was ihre wahren Absichten sein könnten.

Die Handlung ist auf jeden Fall rasant und voller Überraschungen. Es gab einige Wendungen, die mich tatsächlich schockiert haben, aber auch ein paar, die ich bereits geahnt hatte. Besonders im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse, was das Buch für mich sehr spannend gemacht hat – ich musste einfach wissen, wie es ausgeht.

Freida McFadden schreibt klar und direkt, was die Geschichte sehr zugänglich macht. Die kurzen Kapitel haben dazu beigetragen, dass ich immer noch „ein Kapitel mehr“ lesen wollte. Auch wenn der Stil einfach ist, passt er gut zur Dynamik des Buches. (Kurze Anmerkung dazu: ich habe das Buch auf englisch gelesen, ich weiß also nicht, ob der Schreibstil im deutschen genauso gut gelungen ist.)

The Housemaid ist ein packender Thriller, der mich trotz meiner kleinen Kritikpunkte gut unterhalten hat. Auch wenn ich mit Millie als Protagonistin nicht immer warm geworden bin, haben die düstere Atmosphäre, die unberechenbaren Wendungen und die psychologischen Feinheiten die Schwächen ausgeglichen. Für Fans von Thrillern, bei denen Geheimnisse hinter einer perfekten Fassade lauern, ist das Buch auf jeden Fall lesenswert.

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Veröffentlicht am 12.11.2024

Ruhig und bewegend

Klara und die Sonne
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"Klara und die Sonne" von Kazuo Ishiguro ist ein faszinierendes und tiefgründiges Werk, das die Leser in eine dystopische Zukunft entführt. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Klara erzählt, einer ...

"Klara und die Sonne" von Kazuo Ishiguro ist ein faszinierendes und tiefgründiges Werk, das die Leser in eine dystopische Zukunft entführt. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Klara erzählt, einer künstlichen Freundin (AF), die für die Begleitung von Kindern entwickelt wurde. Ishiguro gelingt es meisterhaft, die Grenze zwischen Mensch und Maschine zu verwischen und dabei tiefgehende Fragen über das Wesen der Menschlichkeit zu stellen.

Die Handlung dreht sich um Klara, die von kranken Josie gekauft wird. Klara entwickelt eine besondere Bindung zur jungen Josie und zeigt dabei eine bemerkenswerte Fähigkeit, menschliche Emotionen und Verhaltensweisen zu verstehen. Und man fragt sich viele Male, ob Klara genauso programmiert wurde oder sie sich echte, menschliche Emotionen angeeignet hat. Ihre Beobachtungen und Interaktionen mit den Menschen um sie herum sind sowohl berührend als auch aufschlussreich.

Ishiguros Schreibstil ist ruhig und einfühlsam, was perfekt zu der introspektiven Natur der Geschichte passt. Die Welt, die er erschafft, ist sowohl vertraut als auch fremd, was die Leser dazu einlädt, über die Implikationen technologischer Fortschritte und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft nachzudenken. Man fragt sich mehr als einmal zu welcher Zeit die Handlung überhaupt spielt, was jedoch nie aufgedeckt wird. Während dieser Umstand in den meisten Geschichten vermutlich negativ auffallen würde, trägt es hier zur Weckung des Interesses bei.

"Klara und die Sonne" ist nicht nur eine Geschichte über künstliche Intelligenz, sondern auch eine tiefgründige Meditation über Liebe, Verlust und die Suche nach dem, was uns menschlich macht. Es ist ein Buch, das lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleibt und zum Nachdenken anregt.

P.S.: Das Buch ist hoch qualitativ verarbeitet, sowohl das Material als auch der Druck sind einwandfrei. Ein Buch, was ich durch seine Beschaffenheit äußerst gern in der Hand hatte. Auch das Cover finde ich nicht zuletzt durch die Farbgebung äußerst ansprechend, während es durch seine Einfachheit perfekt zu Ishiguros Schreibstil passt.

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Veröffentlicht am 12.11.2024

Gewöhnungsbedürftig

Die Unmöglichkeit des Lebens
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Die Unmöglichkeit des Lebens von Matt Haig erzählt die Geschichte von Grace Winters, einer ehemaligen Mathematiklehrerin, die nach dem Verlust ihres Sohnes und Ehemannes ein einsames Dasein fristet. Eines ...

Die Unmöglichkeit des Lebens von Matt Haig erzählt die Geschichte von Grace Winters, einer ehemaligen Mathematiklehrerin, die nach dem Verlust ihres Sohnes und Ehemannes ein einsames Dasein fristet. Eines Tages erhält sie unerwartet die Nachricht, dass sie ein Haus auf Ibiza geerbt hat, was ihr Leben völlig durcheinander bringt.

Grace reist nach Ibiza, um das Haus zu begutachten und erfährt, dass ihre Freundin Christina, die ihr das Haus vermacht hat, unter mysteriösen Umständen verschwunden ist und für tot erklärt wurde. Trotz ihrer Skepsis versucht Grace, mehr herauszufinden. Dabei begibt sie sich auf eine Reise voller paranormaler Fähigkeiten und spiritueller Erlebnisse, die nicht nur das Geheimnis um ihre Freundin lüften sollen, sondern auch die gesamte Insel beschützen.

Leider konnte mich die Geschichte nicht fesseln und den Hype um dieses Buch kann ich nicht nachvollziehen. Es behandelt viele ernste und wahre Themen wie das Überwinden einer Depression, die Schönheit der kleinen Dinge und der Natur, die Zerstörung der Umwelt und den notwendigen Widerstand dagegen. Doch diese wichtigen Themen wurden meiner Meinung nach durch die Einführung von Multiversen, Aliens, Raum-Zeit-Reisen, Telepathie und Ähnlichem zu stark überlagert – fast schon ins Lächerliche gezogen. Warum diese Elemente notwendig sind, um die wesentlichen Themen zu beleuchten, bleibt mir unverständlich.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und selbst da fiel es mir schwer, weiterzuhören, weil die Handlung oft paradox und manchmal lächerlich wirkte. Dadurch erschien mir das Buch insgesamt zu langatmig. Spannung war für mich über den gesamten Verlauf hinweg kaum vorhanden.

Ich muss aber zugeben, dass der Schreibstil der schön ist. Er führt zu einer sehr bildlichen Darstellung und Vorstellung und die Charatere sind realistisch und menschlich geschrieben, sodass man prinzipiell schnell eine Bindung zu ihnen aufbaut.

Insgesamt ist Die Unmöglichkeit des Lebens ein (für mich) durchschnittlicher Roman, der zwar zum Nachdenken anregen kann, wenn man die vielen paranormalen Passagen und Inhalte akzeptieren kann, aber ich würde ihn nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Absolut lesenswert!

Hillbilly-Elegie
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Hillbilly Elegy von J.D. Vance ist ein fesselnder und aufschlussreicher Blick in das Leben der weißen Arbeiterklasse in den Appalachen der USA. Durch persönliche Erzählungen und familiäre Anekdoten bringt ...

Hillbilly Elegy von J.D. Vance ist ein fesselnder und aufschlussreicher Blick in das Leben der weißen Arbeiterklasse in den Appalachen der USA. Durch persönliche Erzählungen und familiäre Anekdoten bringt Vance die Herausforderungen und Hoffnungen dieser oft übersehenen Gemeinschaft ans Licht. Die Memoiren sind nicht nur ein Porträt seiner eigenen turbulenten Kindheit, sondern auch eine Reflexion über den amerikanischen Traum und die strukturellen Probleme, die diesen Traum für viele unerreichbar machen. Ein emotional tiefgreifendes und politisch aufrüttelndes Werk, das definitiv zum Nachdenken anregt.

P.S.: Warum Vance nach dieser Geschichte zum glühenden Trump-Anhänger wird, verstehe ich trotzdem nicht. Aber vielleicht fehlt mir dafür die nötige Weitsicht. 🌅🤭

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