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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.11.2021

Sehr persönliche Geschichten aus einem Leben ohne Alkohol

Berauscht vom Leben
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Wieso ist unser Leben standardmäßig alkoholisiert, ohne dass wir irgendetwas davon hinterfragen? Mich beschäftigt diese Frage schon eine ganze Weile und setzt man sich erst einmal mit dem Thema auseinander, ...

Wieso ist unser Leben standardmäßig alkoholisiert, ohne dass wir irgendetwas davon hinterfragen? Mich beschäftigt diese Frage schon eine ganze Weile und setzt man sich erst einmal mit dem Thema auseinander, merkt man schnell, dass man mit etwas abgeänderten Ansichten nicht allein ist. So haben sich auch die beiden Autorinnen mit dieser und ähnlichen Fragen auseinandergesetzt und sich dazu entschieden, ein beflügeltes Leben zu leben, ohne sich dabei mit Alkohol zu berauschen. Ihre Gedanken dazu, oder viel mehr die Situationen, die Ihnen dazu ins Gedächtnis kommen, teilen sie als kurze, mal unterhaltsame, mal nachdenkliche Geschichten. Da es sich dabei um sehr persönliche Erinnerungen und Erfahrungen handelt, erinnert das Buch oft an eine Art für Sie selbst geschriebenes Tagebuch. Ein Austausch unter Freundinnen mit Geschichten über ihr Leben ohne Alkohol. Die Message des Buches, dass auch ein Leben ohne Alkohol berauschend sein kann, ist in den Geschichten mal mehr, mal weniger zu finden. Interessant fand ich persönlich, die Gedanken darüber, wohin der Weg der Abstinenz einen führt. Viel mehr geht es jedoch darum neue Dinge oder bekannte Dinge neu für sich zu entdecken, bei denen Alkohol nicht zwangsläufig eine Rolle spielt oder andere Dinge die Rolle des Alkohols einnehmen sollen. Einige Anekdoten aus den Geschichten sind lehrreich und erkenntnisweckend, zudem jedes Mal sehr persönliche Erinnerungen und Gedanken aus dem Leben der Autorinnen.

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Veröffentlicht am 22.11.2021

Sorry für den Kitsch (meinen, nicht Lenas), aber große Liebe für den Don´t Auftakt

Don't LOVE me
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Nicht ohne Grund zählt Autorin Lena Kiefer zu meinen absolut liebsten Autorinnen und ich würde ihre Bücher mittlerweile blind kaufen. An »Don´t love me« war für mich alles perfekt. Mit der emotionalen ...

Nicht ohne Grund zählt Autorin Lena Kiefer zu meinen absolut liebsten Autorinnen und ich würde ihre Bücher mittlerweile blind kaufen. An »Don´t love me« war für mich alles perfekt. Mit der emotionalen und spannenden Geschichte wurden alle Wünsche meines Leserherzens erfüllt und ich gehöre sogar zu der Fraktion »Ich liebe Cliffhanger«.
Kenzies und Lyalls erste Begegnung war schmackhafter Kitsch vom feinsten und zwar in mehr als positivem Sinne. Die Geschehnisse danach, eher nicht so fein, das kommt jedoch auf den Blickwinkel an. Und darüber ist mir beim Lesen der Geschichte etwas unfassbar klar geworden. Die zwei verschiedenen Sichtweisen in die der Leser eintaucht ergänzen sich einfach perfekt. Auch, wenn man dadurch einen Blick in beide Köpfe bekommt, bleiben die Überraschungen und Wendungen nicht aus. Ein geniales Konstrukt aus spannendem Plot, interessanten Charakteren und einer fesselnden Erzählweise, verpasst der Geschichte eine unglaubliche Sogwirkung. Den Auftakt der Geschichte habe ich fieberhaft verfolgt und kann ihn nur empfehlen. Eins plus mit Sternchen und so. Gut gemacht, fantastische Lieblingsautorin.

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Veröffentlicht am 19.11.2021

Magie aus Klang und Schall

Blessed & Broken. Die Kraft des Klangs
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Livia besitzt die Segnung, eine Gabe der Göttin, mit Klang Marterie zu formen. Um nicht in die Dienste des Königs gestellt zu werden und das selbe Schicksal zu erfahren, wie ihre Mutter, muss sie diese ...

Livia besitzt die Segnung, eine Gabe der Göttin, mit Klang Marterie zu formen. Um nicht in die Dienste des Königs gestellt zu werden und das selbe Schicksal zu erfahren, wie ihre Mutter, muss sie diese jedoch geheim halten. Bis zu dem Tag, an dem ihr nichts mehr anderes übrig bleibt, als sich freiwillig zur Kriegerin ausbilden zu lassen. Überraschenderweise stellt dich Cristan, der junge General von Palente, an ihre Seite und macht ihr ein unfassbares Angebot, dass sie nicht abschlagen kann, wenn sie ihrer Familie helfen will. Und so geht sie einen Pakt ein, an dessen Ende ihre Hochzeit steht.
In Palente kündigt sich ein Krieg an, den es zu verhindern gilt. Während Livia im Tempel ihre Ausbildung in der Segnung antritt, bereitet sich General Cristan darauf vor, mit ihrer Hilfe, in der Arme aufzusteigen und einen Krieg mit dem Nachbarland zu verhindern. Dass sich zwischen den beiden Gefühle entwickeln, die über eine zweckmäßige Verbindung hinausgehen, war nicht geplant. Doch Gefühle lassen sich nun mal nicht planen und Schin gar nicht ignorieren.
Der Fantasyroman punktet vor allem mit einem interessanten Weltenbau und dem spannenden Magiesystem. Bei der Liebesgeschichte ist für mich der Funke leider nicht ganz übergesprungen, obwohl sie wirklich schön geschrieben war. Auch die Charaktere waren alle wundervoll und dank des angenehmen Schreibstils habe ich das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Der Handlungsbogen fokussiert sich vor allem auf die Welt, die Magie und die Liebesgeschichte und wir am Ende (Vorsicht: kleiner Spoiler!) mit einer epischen Schlacht abgerundet.
Blessed & Broken hält eine gute Mischung aus Fantasy und Romantik bereit und sorgt für einige schöne und unterhaltsame Lesestunden.

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Veröffentlicht am 02.11.2021

Eine gefühlvolle Liebesgeschichte, die mich tief berührt hat.

Nightsky Full Of Promise
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Du triffst deine große Liebe und du weißt es einfach: diese Person ist jemand ganz besonderes für dich. Ihr wollt euch wiedersehen, keine Frage, nur leider passt das Timing gerade nicht. Also verabredet ...

Du triffst deine große Liebe und du weißt es einfach: diese Person ist jemand ganz besonderes für dich. Ihr wollt euch wiedersehen, keine Frage, nur leider passt das Timing gerade nicht. Also verabredet ihr euch einfach zu einem späteren Zeitpunkt. Und nach einem Jahr bist du da, an dem Ort, der euch beide zueinander geführt hat. Und du wartest. Niemand kommt. Nicht nach einem Jahr, nicht nach zwei, drei, vier, fünf. Wieso wirft das Universum (oder Aliens, die uns wie Sims steuern) dir deinen Seelenverwandten vor die Füße, nur um ihn dann wieder verschwinden zu lassen. Ziemlich fies, oder? Die Sache zwischen euch hat gewaltiges Potenzial und du weißt das, aber du kannst die Dinge nicht ändern. Also schließt du damit ab, an dem Abend, an dem ihr euch zufällig wieder trefft. Ein Scherz, nichts anderes kann das sein. Vor allem nicht, weil er dich wohl einfach vergessen hat. Du warst wohl die Einzige mit diesem Gefühlsquatsch und es ist dir unfassbar peinlich. Und es tut weh. Schrecklich weh. Jetzt kannst du aber endlich komplett damit abschließen. Jeder kommt sich mal vor wie in einer romantischen Komödie, oder? Und was ist es dann, wenn dein fälschlich zum Seelenpartner Erklärter plötzlich dein Arbeitskollege ist? Ein schlechter Horrorfilm oder immer noch eine Komödie? Oder vielleicht doch ein Liebesdrama?
Für Sydney ist es das Leben, auch wenn es sich manchmal echt wie ein schlechter Film anfühlt. Doch wie ist es möglich, dass Liebe auf den ersten Blick-Luke sich wirklich gar nicht mehr an sie erinnert. Ich meine so, als hätte ihr Aufeinandertreffen nie stattgefunden. Irgendwann macht es doch Klick. Oder ist er einfach ein wahnsinnig guter Lügner? Versucht zu Sydney eine Verbindung aufzubauen, so als wäre nie etwas gewesen? Alles nur Show oder steckt doch mehr dahinter?
Nightsky full of Promise erzählt eine wahnsinnig gefühlvolle Liebesgeschichte, der vom Universum überdimensional große Steine in den Weg gelegt worden sind. Ich habe alles an der Geschichte gemocht. Die besondere Ausgangssituation, das dazwischenfunkende Schicksal, die Angst vor festsitzenden Gefühle und die Realität von anhaltenden Emotionen, weil wir unsere Gefühle nicht einfach steuern können sondern damit umgehen müssen. Weil auch kleine Dinge große Emotionen auslösen können. Weil auch eine Verbindung zu einem Menschen bestehen kann, den man vielleicht noch nicht lange kennt. Und vor allem weil unsere Gefühle auch ohne Label eine berechtigte Anerkennung verdienen. Und manchmal, da wendet sich das Schicksal doch nochmal und räumt die Steine wieder weg, die es zwei Menschen vorher in den Weg gelegt hat.

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Veröffentlicht am 02.11.2021

Trifft leider nicht meinen Geschmack

Glass Castle Prince
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Charlotte weiß nicht, ob das Medizinstudium wirklich das Richtige für sie ist. Deshalb nimmt sie sich über den Winter eine Auszeit und arbeitet stattdessen als Hüterin des leerstehenden Sommerhauses der ...

Charlotte weiß nicht, ob das Medizinstudium wirklich das Richtige für sie ist. Deshalb nimmt sie sich über den Winter eine Auszeit und arbeitet stattdessen als Hüterin des leerstehenden Sommerhauses der Königsfamilie. Dort erwartet sie ein unerwarteter Gast. Prinz Edward von Norland scheint ebenfalls die Einsamkeit des Anwesens vorzuziehen. Nach einer stürmischen ersten Begegnung der beiden entwickeln sich schnell Gefühle zwischen Ihnen, die jedoch ganz und gar nicht mit Charlottes Vorstellung vom Leben zusammenpassen. Sie konnte nämlich noch nie etwas mit dem adligen Königshaus und allem was dazugehört anfangen. Doch genau das ist es, was Edward an Charlotte so besonders findet. Wenn sie ihn ansieht, sieht sie nicht den zukünftigen König. Sie sieht nur ihn.
Die Geschichte beginnt humorvoll und punktet mit einer schönen Idee und einem angenehmen Schreibstil. Das Setting, das königliche Anwesen Valmont, gelegen an einem See, bietet zahlreiche Möglichkeiten die Geschichte an beschaulichen Plätzen spielen zu lassen. Ein Potenzial, dass meiner Meinung nach leider nicht gut ausgenutzt wurde. Auch die Charaktere sind in meinen Augen etwas blass geworden und bei der Liebesgeschichte ist der Funken bis zum Schluss leider nicht übergesprungen.

Ab hier Spoiler!!!

Das Näherkommen der Protagonisten beruht auf einem Coaching Abkommen, da sich Charlotte schnell in einen anderen Charakter verliebt hat. Die daraus entstehenden Gefühle treten sehr plötzlich auf. Dennoch hält Charlotte an der aufkeimenden Beziehung zu dem anderen Charakter fest, obwohl sie auch ihn lediglich gut findet, weil er als Gentleman auftritt. Die Gefühle zwischen Charlotte und Edward sind irgendwann einfach da, hier hat mir etwas Spannung gefehlt. Ungefähr in der Mitte der Geschichte bringt ein Ereignis den Plot wieder in Fahrt. Leider sind die Hintergründe sehr vorhersehbar, das Problem schnell aufgelöst und auch die Handlung danach überzeugt mich nicht. Es gibt leider einige Punkte, die mir an der Geschichte nicht gefallen haben. Das ist jedoch meine persönliche Meinung.

Glass Castle Prince eine schöne, in sich abgeschlossene, royale Geschichte, die mich aufgrund persönlicher Präferenzen leider nicht für sich gewinnen konnte.

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