Düsseldorf in den 80ern. Ein japanischer Modedesigner wird ermordet aufgefunden. Da die Ermittler kaum Hinweise finden können wird ihnen ein japanischer Kommissar als Berater zur Seite gestellt. Langsam ...
Düsseldorf in den 80ern. Ein japanischer Modedesigner wird ermordet aufgefunden. Da die Ermittler kaum Hinweise finden können wird ihnen ein japanischer Kommissar als Berater zur Seite gestellt. Langsam tauchen sie in die komplexen Strukturen der japanischen Kultur ein.
Die Geschichte war unterhaltsam aber nicht gerade super spannend, da doch in einigen Punkten ziemlich vorhersehbar. Den Charme machte auch der Stil der Geschichte aus. Die Schilderungen des Ninja, der 80er Jahre und vor allem die gut recherchierten Hintergründe.
Bruno ist neun und lebt Anfang der 1940er Jahre mit seinen Eltern, der älteren Schwester Gretel sowie ein paar Bediensteten in Berlin. Der Vater wird zum Lagerleiter des KZ Auschwitz befördert und die ...
Bruno ist neun und lebt Anfang der 1940er Jahre mit seinen Eltern, der älteren Schwester Gretel sowie ein paar Bediensteten in Berlin. Der Vater wird zum Lagerleiter des KZ Auschwitz befördert und die ganze Familie muss (ungern aber gezwungenermaßen) mit.
Die ganze Geschichte wird aus der Sicht eines Kindes, also Bruno, erzählt. Er bekommt zwar einiges mit, versteht aber nicht die Zusammenhänge und Gräueltaten der Nazizeit. Bruno weiß z.B. nichts über das Lager so dass er sich mit dem polnisch-jüdischen Jungen Schmuel ganz unvoreingenommen anfreundet. Beide stellen fest dass sie viele Gemeinsamkeiten haben, aber auf unterschiedlichen Seiten des Zaunes leben müssen. Einmal wird Schmuel zur Arbeit in das Haus der Familie gerufen und Bruno verleugnet aus Angst seine Freundschaft zu ihm. Als kurze Zeit danach Schmuels Opa verschwunden ist und Bruno mit der Mutter zurück nach Berlin soll will er ihm mit einem letzten Freundschafsdienst helfen. Bruno schleicht sich ins Lager, zieht die von Schmuel besorgte gestreifte Kleidung an und beide Jungs suchen – vergeblich – den Opa. Sie geraten in eine Gruppe Lagerinsassen die in die Gaskammern geschickt werden.
Der Autor schreibt bewusst in einem kindlich-naiven Stil, Bruno sagt u.a. Furor wenn er den „Führer“ meint. Die Tragik der Geschichte berührt. Es ist zwar ein Jugendbuch, allerdings meiner Meinung nach erst so ab ca. 13 Jahren. Um alles zu verstehen, muss man zwischen den Zeilen lesen können, die bewussten Auslassungen verstehen und Informationen über den Holocaust haben. Erst dann erschließt sich die Geschichte im ganzen Ausmaß.
Ein von dem bekannten Jugendbuchautor Morten Rhue verfasstes Buch das erschreckend real und berührend ist.
Wobei dieses Buch in einem ungewohnten Stil überzeugen kann. Die Handlung wird durch Interviews, ...
Ein von dem bekannten Jugendbuchautor Morten Rhue verfasstes Buch das erschreckend real und berührend ist.
Wobei dieses Buch in einem ungewohnten Stil überzeugen kann. Die Handlung wird durch Interviews, Briefe, Dialoge usw. dargestellt. Der Autor setzt ein klares Statement gegen jede Art von Gewalt und kann überzeugend klar machen, dass es bei solchen Handlungen auf allen Seiten nur Opfer gibt.
Da dieses Buch gerne als Schulliteratur verwendet wird (ich habe es gelesen weil meine Tochter es zur Zeit im Deutschunterricht behandeln muss) würde ich mir wünschen es würde wenigstens ein paar Menschen zum Nachdenken und Umdenken bewegen.
Abigail Tucker hat insgesamt neun Kapitel (und einem üppigen Anhang von Anmerkungen) die Geschichte der Felidae aufgezeigt. Die Entwicklung, Domestizierung und Anpassungsfähigkeiten sind sehr interessant ...
Abigail Tucker hat insgesamt neun Kapitel (und einem üppigen Anhang von Anmerkungen) die Geschichte der Felidae aufgezeigt. Die Entwicklung, Domestizierung und Anpassungsfähigkeiten sind sehr interessant geschildert. Ebenso die Abschnitte über den Einfluss von Katzen auf die sie umgebende Fauna z.B. auf Inseln.
Sie hat umfassend recherchiert und schreibt sachlich aber durchaus mit einer angenehmen Prise Humor, ist sie doch selbst Dosenöffnerin diverser Katzen. Die sich durch das ganze Buch hindurchzeichnenden Pfotenabdrücke und niedliche Zeichnungen sind zwar nett aber oft nicht wirklich passend zum Inhalt. Hier fehlen ganz eindeutig mehr klare Informationen z.B. Bilder verschiedener Rassen oder Zeichnungen zum Knochenbau/Zähnen oder Landkarten.
Es handelt sich hier um ein Sachbuch dem allerdings für den Leser direkt klarere Informationen fehlen. Der Schwerpunkt liegt offensichtlich im amerikanischen Raum. Es war durchaus interessant/erschreckend wie viele Katzen (und andere Tiere) in US-amerikanischen Tierheimen getötet werden oder wie sich die Population von Streunern entwickelt. Auch der zum Teil exzessive Hype um die Katzenhaltung erscheint mir doch eher typisch amerikanisch.
Den Schwachpunkt sehe ich darin dass es für ein wissenschaftliches Sachbuch nicht speziell genug ist aber für den normalen Leser oft zu tief (und dann sehr trocken und langwierig) ins Detail geht.
Klar überholt finde ich ihre Ausführungen dahingehend dass Katzen z.B. Einzelgänger sind oder dass Katzen für Bluthochdruck bei ihren Besitzern sorgen (na ja manchmal durchaus aber grundsätzlich haben sie laut wissenschaftlicher Studien doch genauso eine beruhigende Wirkung).
Interessant aufgrund der beschriebenen historischen Entwicklung aber nicht wirklich hilfreich für Katzenbesitzer.
Tage des Zorns ist der dritte und letzte (?) Teil der Post Mortem Reihe.
Das Morden geht weiter, alte Bekannte und neue Verbrecher tauchen auf, Becky und Akina verschwinden. Der weite Spielraum menschlicher ...
Tage des Zorns ist der dritte und letzte (?) Teil der Post Mortem Reihe.
Das Morden geht weiter, alte Bekannte und neue Verbrecher tauchen auf, Becky und Akina verschwinden. Der weite Spielraum menschlicher Abgründe wird erneut aufgezeigt.
Avram ist wieder ein Grund warum ich mich auf diesen Band gefreut habe doch leider agiert er hier an manchen Stellen unüberlegt, für mich bei einem Profikiller nicht nachvollziehbar. Er merkt selbst dass er für diesen Job langsam zu alt wird, Gewissensbisse bekommt.
Die erfolgreiche Interpolagentin Emilia, Leiterin eines Teams, ist für mich ein ganz spezieller Fall. Wie kann diese Frau nur erfolgreich arbeiten? Ein logischer Fehler nach dem anderen, sie denkt nicht über ihren Tellerrand hinaus. Schade, denn die Story hat echt Potential doch gerade Emilia – nein, einen vierten Band mit ihr werde ich nicht lesen.
Sie schreibt nicht gerne Berichte, auf ihrem Schreibtisch stapelt sich diese Form der Arbeit – an anderer Stelle steht das genau dies ihr Job ist. Sie bleibt als Mutter ruhig als sie die Info von Beckys Verschwinden bekommt. Dann gibt sie niemandem eine Info auf was sie sich einlässt und würde später eine One Woman Kamikaze Rettungstour starten. Echt jetzt???
Wie können beide so erfolgreich in ihrem Job sein wenn sie sich so naiv verhalten? Die Sorge um die Mädchen wäre für mich gerade ein Grund mich abzusichern.
So viele Details sind unrealistisch – Die Ermittler erhalten z.B. innerhalb weniger Stunden von der Telekom die Auskunft von wo Anrufe zu einem bestimmten Anschluss getätigt wurden, sorry, da lach ich mich schlapp.
Der Schreibstil ist wieder als sehr positiv zu bewerten, die Grundstory ebenfalls. Die in kurzen Kapiteln wechselnden Erzählstränge finde ich okay und das Cover ist wiederum haptisch sehr gelungen.
Avram beginnt als Charakter zu schwächeln, bei Emilia haben sich die Eindrücke der ersten beiden Bände nur bestätigt und verstärkt, im negativ gemeinten Sinne. Eine Fortführung der Reihe kann ich mir nicht wirklich vorstellen, das ist auch ganz okay.