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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2024

Familienbande

Mühlensommer
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Das Cover des Buchs hat mich direkt in den Sommer versetzt. Auf dem Schutzumschlag ist wogendes Getreide und ein blühender Ast mit einem Schmetterling zu sehen, das passt sehr gut zur Geschichte und vermittelt ...

Das Cover des Buchs hat mich direkt in den Sommer versetzt. Auf dem Schutzumschlag ist wogendes Getreide und ein blühender Ast mit einem Schmetterling zu sehen, das passt sehr gut zur Geschichte und vermittelt einen ersten Eindruck vom Inhalt. Das Hardcover ist hochwertig gearbeitet und mit dem Lesebändchen findet man leicht an die zuletzt gelesene Stelle zurück. In der Geschichte geht es um Maria, die auf einem abgelegenen Bauernhof aufgewachsen ist. Ein Unfall ihres Vaters im Wald führt zu einem ungeplanten Aufenthalt auf dem Hof, bei dem neben den aktuellen Geschehnissen auch die Erinnerungen an ihre Kindheit eine große Rolle spielen.

Die Autorin erzählt authentisch, lebensnah und klar vom Leben auf dem Land, von heiteren und traurigen Begebenheiten und scheinbar alltäglichen Ereignissen. Wer selbst in einer ländlichen Region aufgewachsen ist und Geschichten „von früher“ kennt, wird sich in den Schilderungen wiederfinden. Das Buch wird aus der Sicht von Maria erzählt und spielt in verschiedenen Zeitebenen. Von der Gegenwart geht es in die Kindheit und wieder zurück. Teilweise habe ich kurz gebraucht, um mich zu orientieren, da die Zeitsprünge nicht immer sofort ersichtlich waren. Ein kurzer Hinweis über den einzelnen Kapiteln oder ähnliches wäre für mich hilfreich gewesen.

Dennoch habe ich das Buch sehr gerne gelesen und habe mich von den lebendigen Schilderungen zur Mühle entführen lassen. Die Szenerie konnte ich mir sehr gut vorstellen und so war das Lesen für mich ein Ausflug aufs Land, bei dem ich interessanten Geschichten von früher und heute lauschen durfte. Ich kann den Roman allen empfehlen, die sich für das Landleben früher und heute interessieren und eine sich langsam entwickelnde, aber dennoch mitreißende Familiengeschichte erleben möchten.

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Veröffentlicht am 06.04.2024

Leichte Unterhaltung

Liebe kann doch jedem mal passieren
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Im Buch geht es um Zahnärztin Julie und Anwalt Alex. Beide mieten ein halbes Zimmer in Brighton und stellen beim Einzug fest, dass sie dasselbe Zimmer bewohnen werden. Ich finde die Idee des Romans sehr ...

Im Buch geht es um Zahnärztin Julie und Anwalt Alex. Beide mieten ein halbes Zimmer in Brighton und stellen beim Einzug fest, dass sie dasselbe Zimmer bewohnen werden. Ich finde die Idee des Romans sehr charmant, bin aber leider mit den Protagonisten nicht so recht warm geworden. Auch die Handlung bleibt eher oberflächlich. Ich hatte bei den Hauptpersonen das Gefühl, dass diese mehr über- statt miteinander sprechen und sich nicht weiterentwickeln. Obwohl beide unglücklich in ihren Jobs sind, machen sie zum Beispiel nur wenig Anstalten, daran etwas zu ändern.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, ich habe die Geschichte in einem Rutsch an einem Nachmittag gelesen. Die Autorin erzählt abwechselnd aus der Sicht von Julie und Alex und lässt die Leser sehr viel an den Gedanken der beiden teilhaben. Es gibt ein paar unterhaltsame Szenen, wie zum Beispiel einen Abend am Pier und eine Wohnung, in der es spukt. Davon hätte ich mir noch mehr gewünscht.

Wer ein Buch zur netten Unterhaltung zwischendurch sucht, wird sicher Freude an der Geschichte haben. Eine tiefgründige Handlung darf man aber nicht erwarten. Von mir gibt es 3,5 Sterne für diese charmante Liebesgeschichte.

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Veröffentlicht am 01.04.2024

Gefühlvoller Sommerroman

Frühling, Sommer, Herbst und du
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Nachdem Mayas Traum vom eigenen Laden jäh geplatzt ist, findet sie sich auf einem Roadtrip ins Baskenland wieder. Zusammen mit ihrer Nichte, ihrem Bruder, dessen bestem Freund Alex, ihrer Cousine sowie ...

Nachdem Mayas Traum vom eigenen Laden jäh geplatzt ist, findet sie sich auf einem Roadtrip ins Baskenland wieder. Zusammen mit ihrer Nichte, ihrem Bruder, dessen bestem Freund Alex, ihrer Cousine sowie Kater Ralph und Papagei Eleonora fährt Maya zum Haus ihrer verstorbenen Großmutter nach Maitasuna. Alex war Mayas Jugendliebe, doch sie hat ihn damals plötzlich verlassen und die beiden haben seitdem nur sporadischen Kontakt. Nun sind sowohl Maya als auch Alex frisch getrennt und kommen sich im Verlauf der Handlung langsam wieder näher.

Der bildhafte Schreibstil mit den liebevollen Beschreibungen hat mir sehr gut gefallen. Der Autorin ist es gelungen, ein traumhaftes Setting zu schaffen, in dem man als Leser wunderbar eintauchen kann. Dennoch driftet die Geschichte nicht ins Kitschige ab, auch ernste Themen kommen vor und geben der Handlung Tiefe. Das Buch ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Maya und Alex erzählt. Ich fand es sehr schön, dass auch die Nebenfiguren detailliert ausgearbeitet sind und immer wieder zum Fortgang der Handlung beitragen.

Ein wunderbares Buch, das nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Familiengeschichte erzählt. Ich habe es sehr genossen mit den sympathischen Protagonisten nach Spanien zu reisen und dort in ihre Welt einzutauchen. Ich kann das Buch allen empfehlen, die gefühlvolle Geschichten mögen, die nicht kitschig sind und freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

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Veröffentlicht am 29.03.2024

Liebe auf den zweiten Blick

Yours Truly
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Das Cover sticht sofort ins Auge und man kann darauf einige Dinge erkennen, die in der Geschichte eine Rolle spielen. Der farbige Buchschnitt rundet die Gestaltung wunderbar ab und macht das ganze Buch ...

Das Cover sticht sofort ins Auge und man kann darauf einige Dinge erkennen, die in der Geschichte eine Rolle spielen. Der farbige Buchschnitt rundet die Gestaltung wunderbar ab und macht das ganze Buch zu einem Hingucker. Es geht um Briana, die Ärztin ist, eine schlimme Trennung hinter sich hat und an ihrem Krankenhaus als künftige Leiterin der Notfallmedizin gehandelt wird. Plötzlich taucht dort Jacob auf, von dem sie annimmt, dass er ihr den Posten streitig machen will. Er ist introvertiert, ein Pflanzenfreund und tut sich anfangs sehr schwer in der neuen Klinik. Als er ihr einen Brief schreibt, um die entstandenen Missverständnisse aufzuklären und sich zu entschuldigen, entspinnt sich ein reger Austausch zwischen den beiden.

Der Schreibstil ist sehr unterhaltsam und hat mich sofort in die Geschichte eintauchen lassen. Da sie sowohl aus der Perspektive von Briana als auch von Jacob erzählt wird, bekommt man viele Einblicke in die Gefühlswelt der beiden. Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, diese zu verfolgen. Die Familie von Jacob ist mir ans Herz gewachsen. Sie ist unkonventionell, laut und chaotisch und dennoch hat man den Eindruck, dass alle füreinander da sind, auch wenn es schwierig wird.

Auch ernste Themen hat die Autorin in die Geschichte eingeflochten. Es gelingt ihr, eine Liebesgeschichte zu erzählen, die Tiefgang hat, unterhaltsam ist und die Leser zum Träumen bringt. Aus meiner Sicht war lediglich die Auflösung des Konflikts zwischen den beiden Protagonisten im letzten Abschnitt etwas langatmig. An dieser Stelle hätte ich mir früher die Perspektive einer dritten Person gewünscht. Abgesehen davon hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen und kann es allen empfehlen, die Liebesgeschichten mit Happy End mögen, die nicht nur die schönen Seiten beleuchten.

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Veröffentlicht am 01.03.2024

Dramatischer Auftakt der Reihe

Season Sisters – Frühlingsgeheimnisse
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Das frühlingshafte Cover dieses Buchs ist konträr zum Inhalt. Der ist nämlich keine leichte Kost. Ich hatte eine unterhaltsame Liebesgeschichte erwartet, bin aber in einem Drama gelandet. Im Vordergrund ...

Das frühlingshafte Cover dieses Buchs ist konträr zum Inhalt. Der ist nämlich keine leichte Kost. Ich hatte eine unterhaltsame Liebesgeschichte erwartet, bin aber in einem Drama gelandet. Im Vordergrund des Geschehens, das in zwei verschiedenen Zeitebenen spielt, stehen die Ereignisse in der Vergangenheit von Sophia Fowler und Spring Season. Die beiden lernen sich kennen, als Spring ihren Sozialdienst bei der älteren Dame ableistet. Am Ende dieser Zeit stellen sie fest, dass sie sich von früher kennen und beschließen, sich zusammen den Schatten ihrer Vergangenheit zu stellen. Dabei spielen auch historische Geschehnisse eine große Rolle, in Rückblenden wird die Familiengeschichte der Fowlers aufgearbeitet.

Die Ereignisse, die nach und nach ans Licht kommen, sind dramatisch und eine Triggerwarnung wäre aus meiner Sicht hilfreich gewesen. Die Handlung kam mir trotz der ganzen Lügen, Intrigen und furchtbaren Ereignisse eher seicht vor und konnte mich nicht begeistern. Die Charaktere blieben blass und das Verhalten der einzelnen Protagonisten war zumindest teilweise recht unbedarft. Wer Drama mag, wird an dieser Geschichte vielleicht seine Freude haben, für mich war die Lektüre aber auch aufgrund meiner ganz anderen Erwartungshaltung nichts.

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