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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2023

Eine sehr eigenartige Geschichte

Eine ganz dumme Idee
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Man muss den eigenwilligen Humor von Fredrik Backman mögen, um sich mit dem Buch anzufreunden. Mir ist das, auch nach 455 Seiten, leider nicht gelungen.

Der Schreibstil ist hervorragend, und das Thema ...

Man muss den eigenwilligen Humor von Fredrik Backman mögen, um sich mit dem Buch anzufreunden. Mir ist das, auch nach 455 Seiten, leider nicht gelungen.

Der Schreibstil ist hervorragend, und das Thema könnte sehr interessant sein.

Der Autor hat sich aber entschieden, wohl ein humorvolles Buch daraus zu machen. Aber: Humor ist ja eine Geschmacksache.

Die Handlung war mir einfach mit zuviel albernem Klamauk verbunden.
Ist das wirklich so lustig, bei einer Wohnungsbesichtigung auf einer Toilette einen halbnackten Mann mit einem Beutel Theaterblut in der Unterhose und einem Hasenkopf auf dem Kopf vorzufinden, der vorgibt, einen „scheissenden Hasen“ darzustellen?

Aber alle Personen für sich haben eigentlich eine tragische Geschichte, die auch voller Absurditäten steckt. Es gibt trotzdem auch gefühlvolle Geschichten, die viel Zwischenmenschliches offen legen.

Trotzdem war ich froh, als ich die letzten Seiten hinter mich gebracht habe.

Empfehlen kann ich das Buch allen, die Slapstick mögen.

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Veröffentlicht am 02.04.2023

Bitterböse

Barbara stirbt nicht
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Ein unterhaltsamer Roman, teilweise amysant, aber auch bitterböse und zum Nachdenken anregend.

Die Autorin erzählt sehr bewegend über die Hilflosigkeit, aber auch sarkastische Art vom Protagonisten. Man ...

Ein unterhaltsamer Roman, teilweise amysant, aber auch bitterböse und zum Nachdenken anregend.

Die Autorin erzählt sehr bewegend über die Hilflosigkeit, aber auch sarkastische Art vom Protagonisten. Man muss sich mit diesen alten, in einer über 50jährigen, verknöcherten Ehe lebenden Menschen auskennen, um so intensiv darüber schreiben zu können.

Über die Krankheit der Ehefrau erfährt man leider nichts Näheres. Aber dass Herr Schmidt deshalb über seine Grenzen hinauswächst, ist bemerkenswert. Trotzdem ist dieser Mann kein Sympathieträger.

Beim Lesen waren meine Überlegungen, ob es heutzutage überhaupt Männer in dem Alter gibt, die so derartig weltfremd sind.

Das Buch sollte man unbedingt gelesen haben.

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Veröffentlicht am 02.04.2023

Spurensuche

Meine geliebte Schwester
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Ein abwechslungsreicher Thriller, dessen Geschichte absolut fesselnd ist. Man reist in Gedanken mit durch halb USA und entwickelt selber im Laufe der Geschichte einige Theorien.
Durch den Wechsel zwischen ...

Ein abwechslungsreicher Thriller, dessen Geschichte absolut fesselnd ist. Man reist in Gedanken mit durch halb USA und entwickelt selber im Laufe der Geschichte einige Theorien.
Durch den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gewinnt der Roman nach und nach an Spannung. Die einzelnen Personen sind interessant beschrieben und lassen den Leser Vieles vermuten.

Insgesamt ist die Geschichte ziemlich schräg, und die unerwartete Auflösung ist wirklich filmreif.

Ein sehr spannendes und lesenswertes Buch.

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Veröffentlicht am 02.04.2023

Todessehnsucht

In die Arme der Flut
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Ein ruhiger Roman mit einer sehr depressiven Grundstimmung. Der Autor versteht es, sehr poetisch eine detailreiche Geschichte zu erzählen.
Die Todessehnsucht des Protagonisten wird so beeindruckend beschrieben, ...

Ein ruhiger Roman mit einer sehr depressiven Grundstimmung. Der Autor versteht es, sehr poetisch eine detailreiche Geschichte zu erzählen.
Die Todessehnsucht des Protagonisten wird so beeindruckend beschrieben, dass man den Eindruck gewinnt, der Autor würde aus eigener Erfahrung berichten. Es wird auch gut geschildert, welche Macht die sozialen Medien heute haben. Erst wird ein Mensch als Held gefeiert, aber bei erster Gelegenheit wird er niedergemacht.

Bis auf einige kleine Momente, in denen der Protagonist verliebt ist, besteht der Roman nur aus Tristesse und Hoffnungslosigkeit.
Man muss als Leser nervlich schon sehr stabil sein, um das Buch bis zum Ende auszuhalten.

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Veröffentlicht am 02.04.2023

Eine Reise ins Land des Tees

Der Teepalast
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Die Autorin hat intensiv recherchiert. Sie schreibt flüssig und schildert außerordentlich ausführlich über die Lebensumstände der Protagonisten. Man kann sich direkt in jede Landschaft versetzen, so gut ...

Die Autorin hat intensiv recherchiert. Sie schreibt flüssig und schildert außerordentlich ausführlich über die Lebensumstände der Protagonisten. Man kann sich direkt in jede Landschaft versetzen, so gut wird alles beschrieben. Selbst das damalige Niederdeutsche kommt nicht zu kurz.
Es ist eine ziemlich unwahrscheinliche Geschichte. Aber: es muss nicht alles historisch belegt sein, schließlich handelt es sich um einen Roman und nicht um eine geschichtliche Dokumentation.

Die Autorin hat einen wunderbaren „Schmöker“ geschrieben, der einen in eine andere Zeit abtauchen lässt.
Eine Tasse Tee, eine gemütliche Athmosphäre und dieser Roman, und schon ist man weit weg.

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