Der Mörder ist immer der Gärtner
Verdorbene Saat (Thriller)Der neueste Fall führt die Hauptkommissarin Kat Winkler zu einem Mord an einer Frau, die in ihrem Garten eingegraben wurde und deren Körper als Ort für Pflanzen genutzt wurde. Aus ihrem Körper wuchsen ...
Der neueste Fall führt die Hauptkommissarin Kat Winkler zu einem Mord an einer Frau, die in ihrem Garten eingegraben wurde und deren Körper als Ort für Pflanzen genutzt wurde. Aus ihrem Körper wuchsen verschiedene Gartenpflanzen, und vor allem die hochgiftige Herbstzeitlose, die dann auch die Todesursache war. Sie wurde in ihrem eigenen Garten gefunden. Die Hauptkommissarin bekommt einen neuen Kollegen an ihre Seite gestellt, den man im Kommissariat auch, das Uhrwerk, nennt. Sie lernt auch recht schnell kennen, was der Grund für diesen Namen ist, doch sie machen sich auf die Suche nach dem Täter. In dem Umfeld der Toten stoßen sie auch bald auf Ungereimtheiten. Aber ehe sie die Frage beantworten können, wie das Umfeld beteiligt sein kann, wird die nächste Tote gefunden. Ebenso zugerichtet und es geht schon das Gerücht um, dass es sich um einen Serientäter handelt. Die Zeit für das neu Team läuft.
Der Thriller „Verdorbene Saat“ von Gunnar Schwarz ist sehr spannend geschrieben und hat mich von der ersten Minute an gefesselt. Die Sprache ist sehr direkt und bildhaft, so dass man sich gut in die Szenerie versetzen kann. Schon das Cover weist auf die Methode hin, die der Mörder benützt, um seine Opfer umzubringen. Es sind Blumen, die den Opfern eingepflanzt werden. Der Auffindeort ist ein Garten, meistens der eigene, was zwar gefährlich für den Mörder ist, aber auch wieder Nervenkitzel. Das Kripo Team ist neu zusammengestellt worden und Kat Winkler ist zu Beginn sehr skeptisch, da der Kollege Sebastian Fischer hauptsächlich im Innendienst zu Hause war, wo er Dinge akribisch ausgewertet hat, deshalb auch sein Spitzname Uhrwerk. Kat lernt auch sehr schnell den Grund kennen, doch weiß damit umzugehen. Der Autor hat ein sehr interessantes Team entworfen, dass sich auf dem gemeinsamen Weg langsam, aber sicher zusammenfindet, da sie beide besondere Eigenschaften haben. Um den Täter mit ins Spiel zu bringen, nutzt der Autor immer wieder, in kursiv gedruckte, Einschübe, in denen der Täter zu Wort kommt und auch seine Vorgehensweise beschrieben wird. Diese Vorgehensweise ist sehr außergewöhnlich, da es sich bei der Waffe um Blumen handelt, zwar eine hochgiftige, aber immerhin. Die Kürze der Abschnitte trägt zur Spannungssteigerung bei und der Spannungsbogen wird sehr gut entwickelt.
Wenn ich in der Autorenbeschreibung lese, dass Gunnar Schwarz Thriller mit spürbarem Nervenkitzel schreiben wollte, so muss ich feststellen, dass es ihm auch in diesem Thriller wieder sehr gut gelungen ist. Ich mag seine Art ui schreiben, weil ich mich schnell zurechtfinde und auch mich mittendrin fühle in den Ermittlungen. Ich kann diesem Thriller nur Wärmstens empfehlen.