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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2025

Durchschnittlich guter Thriller, ist ganz OK.

She’s Not Sorry – Du könntest die Nächste sein
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Eigentlich war das ein ganz guter Thriller, der aber meines Erachtens unter seinen Möglichkeiten geblieben ist und zum Teil einfach zu vorhersehbar war. Allein auf den ersten Seiten weiß man doch gleich ...

Eigentlich war das ein ganz guter Thriller, der aber meines Erachtens unter seinen Möglichkeiten geblieben ist und zum Teil einfach zu vorhersehbar war. Allein auf den ersten Seiten weiß man doch gleich als Leser, wer dafür verantwortlich ist, dass eine Patientin im Koma liegt.

Natürlich streut die Autorin zusätzlich falsche Fährten und plottet Intrigen und Geheimnisse, die aber am Endergebnis nichts verändern. Im Roman gibt es noch weitere Opfer, da ein Serienkiller sein Unwesen treibt, Frauen vergewaltigt und tötet. Als man dann wusste, wer der Täter ist, gab es trotzdem keinen richtigen Grund, warum er das tut. Die Auflösung war 08/15, also nichts Besonderes.

Der Showdown bzw. die letzte Szene war nochmal spannend, aber alles in allem war mir das zu seicht und unspektakulär. Davon abgesehen war mir auch kein einziger Charakter sympathisch und das Verhalten teilweise nicht nachvollziehbar und sehr weit hergeholt.

Der Schreibstil war gut, der Roman an sich auch kurzweilig und von der Bewertung her im Mittelfeld bzw. Durchschnitt. Kann man lesen/hören, muss man aber nicht, da der Markt voll ist mit besseren Thrillern.

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Veröffentlicht am 30.06.2025

WTF - was für ein Ende?! Zusammen mit dem 1. Band der beste der Reihe.

Die Schwester des Serienkillers
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Ich habe jetzt alle 3 Bände der „Familie des Serienkillers“ Reihe gelesen und dieser war, zusammen mit dem ersten, richtig stark und spannend. Ich habe den Roman an nur 2 Tagen weggesuchtet und WTF - was ...

Ich habe jetzt alle 3 Bände der „Familie des Serienkillers“ Reihe gelesen und dieser war, zusammen mit dem ersten, richtig stark und spannend. Ich habe den Roman an nur 2 Tagen weggesuchtet und WTF - was für ein Ende! Der letzte Satz hat mich richtig umgehauen.

Mit dieser Auflösung hätte ich nie gerechnet und genau das macht ja einen guten Thriller aus. Obwohl sich mein recht früher Anfangsverdacht bestätigt hat, was aber nicht schlimm ist, wurde ich mir im Laufe der Geschichte immer unsicherer, weil die Autorin es stets schafft, dass sich alle Protagonisten ab einem bestimmten Zeitpunkt komisch verhalten, sodass man in die Irre geführt wird. Aber das Ende? No way. Das hab ich nicht kommen sehen.

Anna Price ist erfolgreiche Lehrerin an einer Privatschule und lebt mit ihrem Ehemann Ross in einem schönen Haus in Torquay an der Südküste Englands. Ihre Idylle bekommt einen Riss, als eines Tages die Polizei vor der Tür steht, die auf der Suche nach ihrem Bruder Henry Lincoln ist. Dieser wird beschuldigt, ein bestialischer Frauenmörder zu sein. Bereits 5 Opfer gehen auf sein Konto.

Allerdings hat Anna seit Kindertagen keinen Kontakt mehr zu ihm. Jedoch hinterlässt er Nachrichten bzw. Rätsel am Tatort und später sogar auf ihrer Türschwelle, die sehr an das Spiel „Die Jagd“ erinnern, das Henry damals Anna gezwungen hat mit ihm zu spielen. Wenn sie das Rätsel nicht löst, stirbt die nächste Frau. Ihr bleiben nur noch 4 Tage.

Was die Polizei nicht ahnt: Anna hat ein Geheimnis und offensichtlich will Henry es ans Tageslicht bringen. Aber warum? Warum jetzt? Niemand darf es erfahren. Es würde alles zerstören, was sie sich aufgebaut hat. Aber kann sie dafür eine weitere, unschuldige Frau über die Klippe springen lassen?

Ich hoffe, dass Alice Hunter noch viel mehr schreibt. Ich würde alles von ihr lesen. Ihre Geschichten sind genau solche Pageturner, wie die, von Freida McFadden. Große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Gelungener Spannungsroman mit unerwarteten Wendungen, der erst zum Ende hin richtig anzieht.

Die unsichtbare Hand
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Ein interessanter und gut geschriebener Spannungsroman mit einer unerwarteten Auflösung. Jedoch nimmt der Roman erst zum Schluss so richtig Fahrt auf. Bis dahin gibt es einige Längen und ich hatte das ...

Ein interessanter und gut geschriebener Spannungsroman mit einer unerwarteten Auflösung. Jedoch nimmt der Roman erst zum Schluss so richtig Fahrt auf. Bis dahin gibt es einige Längen und ich hatte das Gefühl, dass man sich vom Storytelling her so ein bisschen im Kreis dreht. Es fehlten dynamische Komponenten, die die Geschichte jetzt mal so richtig voranbringen.

Wir sind Zeuge eines Familiendramas, das auf zwei Zeitebenen erzählt wird. 1975 werden in der kalifornischen Kleinstadt Ojai die Geschwister Poppy und Danny ermordet von ihrem Bruder Vincent aufgefunden. Da es so einige Streitereien und Anfeindungen zwischen ihnen gab, wird Vincent hinter vorgehaltener Hand schnell zum Täter erklärt. Jedoch kann man ihm nichts nachweisen und die Suche nach dem Täter bleibt erfolglos.

2024 ist Vincent ein gefeierter Autor und bittet ausgerechnet seine Tochter Olivia, die als Ghostwriter arbeitet, für ihn ein Buch zu schreiben. Obwohl sie keinen Kontakt mehr und ein zerrüttetes Verhältnis haben, lässt sich Olivia darauf ein, denn es soll um nichts anderes gehen, was damals wirklich passiert ist. Aber wie sehr kann man Vincents Aussagen trauen, nachdem sie seine Diagnose erfahren hat?

Sie fängt an, richtig tief zu graben, Zeugen zu befragen und Beweismaterial zu sichten. Geheimnisse werden aufgedeckt und nichts ist, wie es scheint.

Die Idee des Romans war echt nicht schlecht und es wird viel mit Intrigen, Verschwiegenheit, Scham und Eifersucht gespielt, sodass am Ende jeder ein Motiv hätte, die Tat zu begehen. Wie es dann ausgegangen ist, damit hätte ich nun tatsächlich nicht gerechnet.

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Leider sehr enttäuschend. Langweiliger "Female Rage Arthouse" Roman.

Das Beste sind die Augen
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Ein gesellschaftskritischer Roman mit einem einzigen Horrorelement: die Obsession Augäpfel zu essen. Diese Szenen und Gedanken, über den Geschmack von Glaskörpern, werden ständig, bis zum Erbrechen, wiederholt, ...

Ein gesellschaftskritischer Roman mit einem einzigen Horrorelement: die Obsession Augäpfel zu essen. Diese Szenen und Gedanken, über den Geschmack von Glaskörpern, werden ständig, bis zum Erbrechen, wiederholt, ohne dass es die Geschichte voran bringt. Die Idee war gut, aber unfassbar langweilig umgesetzt, denn ich fand das Buch in keinster Weise spannend.

Jiwon und ihre kleinere Schwester werden mit dem neuen Lebenspartner ihrer Mutter konfrontiert, nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat. Blind vor Liebe bemerkt die Mutter nicht, dass George einfach nur sein Faible für asiatische Frauen mit ihr ausleben will. Nach und nach nistet er sich bei ihnen ein, ist übergriffig, abwertend, dominant und verlogen.

Er hat kornblumenblaue Augen, die Jiwon regelrecht verfolgen. Ständig träumt sie davon, wie sie wohl schmecken würden. Plötzlich spürt sie ein übermäßiges Verlangen, blaue Augen verspeisen zu wollen und gibt diesem Verlangen irgendwann nach.

Gleichzeitig verschlechtern sich ihre Schulnoten, ihr Mitschüler Jeffrey wird immer aufdringlicher, sie bricht mit ihrer alten Clique und ist von ihrer Kommilitonin Alexis höchst angezogen. Zwischen ihr und ihrer Schwester gibt es immer mehr Streit, da diese die Veränderung ihrer Schwester bemerkt.

Einzig den Showdown finde ich gut gelungen, aber bis dahin passiert nicht wirklich viel. Es ist ein Frauenportrait darüber, ständig übergangen oder nicht ernstgenommen zu werden, obwohl man versucht, sich anzupassen. Die blauen Augen dienen vermutlich nur als Metapher für den Gegensatz zum Mandelauge und damit der asiatischen Kultur.

Es ist kein wirklicher Horrorroman, nur weil Jiwon gerne Augen isst. Kreativer Female Rage Arthouse ja, aber für mich echt enttäuschend, da ich so viel mehr erwartet habe. Das Cover und der Farbschnitt sehen aber dafür richtig geil aus.

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Großartig konstruierter Folklore-Thriller mit einem sehr interessanten Plot.

Mittsommer
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Dies ist der 2. Thriller, den ich von der Autorin gelesen habe und ich fand ihn ganz großartig. Die Geschichte ist sehr gut und spannend konstruiert und beinhaltet sehr interessante Protagonisten, deren ...

Dies ist der 2. Thriller, den ich von der Autorin gelesen habe und ich fand ihn ganz großartig. Die Geschichte ist sehr gut und spannend konstruiert und beinhaltet sehr interessante Protagonisten, deren Leben auf zwei Zeitebenen miteinander verstrickt sind. Außerdem haben wir einen Mystery bzw. eher Folklore Anteil, der den Plot nochmal besonders düster gemacht hat.

Ich mochte diese Art von Kammerspiel-Setting, da wir uns fast ausschließlich in der Hotelanlage und der dazugehörigen Umgebung befunden haben. „The Manor“ wurde von der exzentrischen Francesca, der das Land gehört, sowie ihrem Ehemann Owen, der Architekt ist, entworfen und gebaut. Perfektion und Luxus pur dürfen die Gäste hier erwarten.

Doch eines Tages entdeckt Francesca unter den Besuchern ein bekanntes Gesicht, das sie seit 15 Jahren nicht mehr gesehen hat. Mit ihr verbindet sie ein Ereignis, das unter allen Umständen unter Verschluss gehalten werden muss. Ist ihre alte Freundin etwa hier abgestiegen, um Geheimnisse auszugraben?

Zusätzlich muss sie sich auch noch mit den Bauerntrampeln der Dorfgemeinschaft, die sie und ihre Gäste belästigen, sowie einem alten Fluch herumschlagen, der mit Vögeln, schwarzen Federn und abgeholzten Bäumen zu tun hat. Chaos pur. Aber Francesca würde alles tun, um ihre Ordnung und das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Es geht um narzisstische Machtspielchen zwischen Arm und Reich, Rücksichtslosigkeit, Intrigen und alte Verletzungen. Also alles, was ein guter Thriller braucht. Von mir eine große Leseempfehlung.

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