Ein ganz toller Jugendthriller!
Seven Ways to Tell a LieEin richtig gut geschriebener, tiefgründiger und spannender Jugendthriller eines jungen, offensichtlich sehr talentierten Autors, von dem ich gerne noch mehr lesen möchte. Sein Schreibstil ist locker-leicht, ...
Ein richtig gut geschriebener, tiefgründiger und spannender Jugendthriller eines jungen, offensichtlich sehr talentierten Autors, von dem ich gerne noch mehr lesen möchte. Sein Schreibstil ist locker-leicht, man fliegt nur so durch die Seiten bzw. kurzen Kapitel und der ganze Aufbau des Romans ist sehr intelligent konzipiert, sodass man bis zum Schluss wirklich nicht drauf kommt, was denn nun geschehen ist.
Wir begleiten eine Clique von Teenagern, die bis zum Verschwinden ihrer Freundin Enya wie Pech und Schwefel zusammengehalten hat. Der Schock um den Verlust reißt die Gruppe auseinander und jeder geht seiner eigenen Wege.
Nun, 1 Jahr später, taucht plötzlich ein Deep-Fake Video auf, in dem alle gemeinsam in einem Bus zu sehen sind, Dinge in die Kamera sagen, die nicht stimmen und dann in eine Schlucht stürzen. Wer tut so etwas? Wer ist der Urheber?
Aber das war noch nicht alles. Nach und nach tauchen von jedem einzelnen aus der Clique KI generierte Aufnahmen auf, in denen sie Unfassbares gestehen. Obwohl all das nicht echt ist, werden sie fortan in der Schule gemieden und in der Kleinstadt schief angesehen.
Die Teenager nehmen wieder Kontakt zueinander auf und versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen. Dabei kommt heraus, dass nicht jeder so unschuldig ist, wie gedacht und alles darauf hinweist, dass Enya etwas damit zu tun haben muss. Aber wie ist das möglich? Schließlich ist sie doch tot?
Mir haben vor allem die Gruppendynamik und die vielen unterschiedlichen Charaktere sehr gefallen. Dass es zum Schluss dann auch noch so brutal und dramatisch wird, gibt natürlich auch einen Pluspunkt. Auch das ganze Setting, wo sich der Showdown abspielt, fand ich genial.