300 Seiten weniger wären auch okay gewesen
Chain of ThornsMein größtes Problem war definitiv das Liebesdreieck. Ich bin generell kein Fan von Love Triangles, und die Geschichte rund um Cordelia und Matthew hat für mich einfach nicht funktioniert. Es hat sich ...
Mein größtes Problem war definitiv das Liebesdreieck. Ich bin generell kein Fan von Love Triangles, und die Geschichte rund um Cordelia und Matthew hat für mich einfach nicht funktioniert. Es hat sich nie wirklich natürlich angefühlt und ehrlich gesagt hätte ich gut darauf verzichten können. Cassandra Clare hat mit Will, Tessa und Jem gezeigt, dass sie ein Liebesdreieck großartig schreiben kann, aber hier wirkte es für mich eher wie unnötiges Drama.
Generell hatte ich oft das Gefühl, dass viele Probleme deutlich schneller gelöst worden wären, wenn die Charaktere einfach mal ehrlich miteinander gesprochen hätten. Stattdessen werden ständig Geheimnisse voreinander bewahrt, Missverständnisse aufgebaut und Konflikte künstlich verlängert. Ehrlich gesagt hätte man das Buch meiner Meinung nach locker um 300 Seiten kürzen können, wenn die Figuren einfach offen miteinander geredet hätten. Dieses ständige Drama funktioniert eine Zeit lang, irgendwann wurde es für mich aber eher frustrierend als spannend.
Cordelia und James gehören weiterhin zu meinen Lieblingsfiguren der Reihe und ihre Geschichte war für mich einer der Hauptgründe, warum ich weiterlesen wollte. Besonders die letzten 30 Prozent des Buches haben für mich noch einmal deutlich angezogen und konnten viele meiner Kritikpunkte zumindest teilweise ausgleichen.
Insgesamt ist Chain of Thorns für mich nicht der stärkste Band der Trilogie, aber trotzdem ein gelungener Abschluss einer Reihe, die ich insgesamt sehr gerne gelesen habe. Vor allem Fans des Schattenjäger-Universums werden hier noch einmal viele schöne Momente mit liebgewonnenen Charakteren bekommen.