Profilbild von sjule

sjule

Lesejury Star
offline

sjule ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit sjule über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2025

Spannend und wichtig

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
0

20 Jahre alt ist und machen kann, was sie will, müssen die beiden selbst auf die Suche gehen und geraten in dunkle Kreise.



Der Titel "Loverboy" ist bestimmt einigen schon ein Begriff und verrät natürlich ...

20 Jahre alt ist und machen kann, was sie will, müssen die beiden selbst auf die Suche gehen und geraten in dunkle Kreise.



Der Titel "Loverboy" ist bestimmt einigen schon ein Begriff und verrät natürlich schon einiges, wenn man diese Masche kennt. Doch für die, die es nicht kennen, wird es wohl eine erschreckende Wahrheit in dem Buch geben.

Die Autorin Antonia Wesseling schafft es, die Veränderung von Vivian zu Beginn des Buches darzustellen, so dass man schnellt ahnt, wo es hingeht ( oder eben dank dem Titel). Am spannendsten fand ich dann die "Ermittlungen" von Lola und Elias. Elias wird langsam ins Buch eingeführt und man liest auch aus seiner Sicht, doch versteht man zu Beginn nicht so viel und kann einige Dinge nur erahnen.

Mir ist er aber trotz seiner Probleme sympathisch. So wie auch Lola, die auch einige Probleme mit sich rumschleppt, aber sich um ihr Umfeld kümmert. Da Vivian ihr auch einmal geholfen hat, setzt sie alles in ihrer Macht stehende in Bewegung um Vivian zu finden. Doch stößt sie dort auf einige düstere Geheimnisse. Doch sie lässt nicht locker.

Die Liebesgeschichte in der Story fand ich gut verpackt und gut gestreut, so dass es nicht komplett alles einnimmt und das Hauptthema aus dem Auge lässt.

Gerade zum Ende haben die Charaktere ein bis zweimal so gehandelt, dass ich mit dem Kopfschütteln musste, aber Antonia Wesseling hat durch die Vergangenheit der Charaktere dies eigentlich gut nachvollziehbar gemacht.

Da es ein absoluter Pageturner war überwiegt das über die eins bis zwei Szenen und ich gebe 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.06.2025

Liebesgeschichten in zwei Zeiten

Great Big Beautiful Life
0

Alice Scott will ihren Durchbruch als Autorin schaffen und dazu eine Biografie von der legendären Margaret Ives -Tochter einer der skandalumwittertsten Familien des 20. Jahrhundert - schreiben. Diese hat ...

Alice Scott will ihren Durchbruch als Autorin schaffen und dazu eine Biografie von der legendären Margaret Ives -Tochter einer der skandalumwittertsten Familien des 20. Jahrhundert - schreiben. Diese hat sie ausfindig gemacht, zurück gezogen auf der kleinen Insel Little Crescent.
Dort angekommen, trifft sie auf ihren Konkurrenten Hayden Anderson, grummeliger Pulitzer-Preis-Gewinner, denn Margaret lädt beide überraschend zu einem Probemonat ein. Doch schnell bemerkt Alice, dass Margaret nur Bruchstücke ihrer Familiengeschichte erzählt und einige Stellen auslässt.
Zudem knistert es zwischen den beiden Konkurrenten...

Für mich war das das erste Buch von Emily Henry und ich mag den Schreibstil und die Erzählart sehr.
es lies sich gut und locker durchlesen.
Alice Scott mit ihrer sehr positiven und optimistischen Art ist wirklich niedlich und man merkt schon bald, dass der grummelige Hayden sie interessiert.
Zu Beginn gefiel mir der Wechsel zwischen der aktuellen Timeline - also Alice und Haydens langsamer Annäherung- und der früheren Timeline- also die Erzählung der Familiengeschichte aus Margarets Sicht. Doch leider sind es irgendwann zu viele Wechsel, so dass ich lieber die eine oder die andere Sicht gerne länger gelesen hätte und so ich fast ein paar Seiten überblättern wolltet.
Gerade die Familiengeschichte wurde erst wieder spannend, als es um sie und Cosmos ging.
Auch das ständige Hinhalten von Hayden war nicht so ganz meins, aber trotzdem fand ich den Umgang der beiden miteinander sehr süß und auch die Spice Szenen waren sehr geschmackvoll geschrieben.
Alles in allem war es eine gute lockerer Lektüre, die nach hinten einige Überraschungen intus hatte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2025

Historisch Brutal

The Ravages of Time
0

Inhalt: (Buchrückseite)
Noch am Leben und doch ohne Ausweg.
Die Niederlage unabwendbar wie ein Berg, der fällt.
Sima Yi ist alarmiert vom immer wiederkehrenden Traum vom Feuerphönix.
Die Krüpplkrieger ...

Inhalt: (Buchrückseite)
Noch am Leben und doch ohne Ausweg.
Die Niederlage unabwendbar wie ein Berg, der fällt.
Sima Yi ist alarmiert vom immer wiederkehrenden Traum vom Feuerphönix.
Die Krüpplkrieger ermorden Xu Lin, den größten Berater unter dem Himmel.
Die drei Räuber vom Pfirsichgarten plündern eine Stadt und retten zwei.
Lü Bu fällt ganz allein mit seiner Hellebarde in ein feindliches Heerlager ein.
Dong Zuho stiftet Chaos in der Hauptstadt, setzt Kaiser Shao ab und inthronisiert Kaiser Xian.
Truppen der Guandong-Armee dringen in Luoyang ein, um das Gefängnis zu stürmen.

Da ich schon mehrere Manhuas von Chinabooks gelesen habe und ich auch historische Manhuas spannend finde, war ich sehr erfreut, dass ich bei der Leserunde gewonnen habe.

Ich bin direkt eingestiegen, habe aber zwischendurch Pausen machen müssen, wegen dem Privatleben. Heißt, ich habe es nicht in einem Stück gelesen. Was eventuell ein Fehler war, denn man verliert so schnell den Überblick.

Mir war bewusst, dass es viel um Krieg und Tod gehen wird, aber es waren doch schon sehr brutale Szenen dabei. Zudem wird gefühlt immer geschrien in den Buch, da die meisten Sprechblasen ausgefranst / zackig sind. Zumindest kam das beim Lesen so bei mir an.

Hinten im Buch ist ein Glossar mit Personen, Erklärungen und Karte, was hilfreich beim Lesen ist, da ich gerade mit den ganzen Namen und Gesichtern durcheinander kam, da die Szenen und Orte sich andauernd wechseln. Zum Ende des ersten Bandes kommen auch wenige Fäden zusammen.

Es gibt auch zwischendurch ganz wenige lockerer Szenen und auch ein wenig Humor. Das meiste ist aber Kampf, Krieg und Mord.

Mein Lieblingsstrang waren die Krüppelkrieger, da diese mich am meisten angesprochen haben und interessiert. Es gibt aber insgesamt einige Charaktere, die man sympathischer findet und viele, die man verabscheuen kann.
Storytelling mäßig ist es gut aufgebaut und auch spannend.

Die Deluxe Ausgabe fühlt sich hochwertig an, ist stabil und hat ein paar bunte Zeichnungen auf glänzenden Papier zu Beginn.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2025

a little too much

Jetzt bist du fällig!
0

Es ist Chris Palmers 6. Fall, für mich war es mein Erster.

Direkt am Anfang beginnt es schon spannend. Palmer kommt nach Hause und lässt zum Durchlüften im Hochsommer die Tür auf. Was sie nicht ahnt, ...

Es ist Chris Palmers 6. Fall, für mich war es mein Erster.

Direkt am Anfang beginnt es schon spannend. Palmer kommt nach Hause und lässt zum Durchlüften im Hochsommer die Tür auf. Was sie nicht ahnt, ist, dass kurz darauf die 17 Jährige Lucie blutverschmiert in ihre Wohnung flüchtet und sich bei ihr versteckt, vor einem Angreifer. Sie gesteht Palmer, dass sie in Notwehr einen Mann niedergestochen hat und bittet sie um Hilfe. Doch als Palmer nach dem Verletzten schauen geht und die Polizei eintrifft, ist Lucie weg und Palmer gerät unter Mordverdacht.

Und somit verfolgen wir, wie Palmer anfängt auf die Suche nach Lucie zu gehen, um den Verdacht loszuwerden.
Der Anfang war super fesselnd, doch schnell habe ich mich gewundert, wie Palmer in manchen Situationen reagiert, wenn sie erstens schon einige Fälle als Detektiv hatte, aber auch zweitens, obwohl sie unter Mordverdacht steht.
Um so weiter die Geschichte voran ging, umso mehr Parteien kamen zu der Geschichte und als die Familie auch noch ins Spiel kam (ich will nichts spoilern), war ich etwas raus, weil es einfach zu viel war.

Die Plot Twists waren aber häufig gut gemacht und wurden auch nicht dauernd angeteasert (also so richtig mit dem Holzpfahl gewedelt), aber dank der vielen Parteien, war das große Finale dann auch etwas too much.

Alles in allem, war ich gut unterhalten und es wurde auch spannende Themen bearbeitet, doch bin ich persönlich kein großer Fan von Chris Palmer geworden und mir war es an manchen Stellen einfach zu viel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2025

Klappentext verrät zu viel

Schloss der Lügen
0

Der König hat sich seit Jahren mit seinem Hofstaat im Schloss verbarrikadiert, da die Außenwelt von einer tödlichen Seuche heimgesucht worden ist. Doch nach Jahren bröckelt die schöne Maskerade, denn die ...

Der König hat sich seit Jahren mit seinem Hofstaat im Schloss verbarrikadiert, da die Außenwelt von einer tödlichen Seuche heimgesucht worden ist. Doch nach Jahren bröckelt die schöne Maskerade, denn die Nahrung geht zu Ende und es verschwinden immer mehr Bedienstete, obwohl die Flucht aus dem Schloss mit dem Tode bestraft wird.
Eine die dem Schloss entkommen will, ist Prinzessin Imogen, denn ihr Leben im Schloss ist eines der größten Lügen. Kurz vor ihrer Flucht trifft sie auf Nico, der von der Außenwelt kommt und nach Überlebenden sucht. Zudem kommt er mit der Nachricht, dass die Seuche zwar rum ist, aber es neue Gefahren gibt.

Das Cover und die Aufmachung des Buches haben mich angesprochen und auch der Klappentext sprach mich an.
Wir werden sehr schnell in das Geheimnis von Prinzessin Imogen eingeführt. Durch die Seuche und die Zeit in der die Geschichte spielt, wirkt es trotz der abgewandelten Seuche, recht realistisch. Doch das Königreich ist erfunden.
Prinzessin Imogen mochte ich eigentlich. Nur leider fand ich die Dringlichkeit, ihr Geheimnis zu schützen nicht so gegeben, da sie schon 4 Jahre damit in einem Schloss mit 500 Leuten lebt. Und sie wird von der Königsfamilie dabei unterstützt.
Doch da kamen für mich auch ein paar Fragen auf, die bis zum Ende nicht gelöst sind. Gerade zu den Ausmaßen des Schlosses und wie es möglich ist, die Menge Adliger / Reiche mit 50 Angestellten zu bewirtschaften und wie blind die Bewohner sein müssen, um einige Dinge nicht zu merken.
Aber auch das Thema Religion und Antisemitismus wirkt in dem Buch fehl am Platz. Ich verstehe, was die Autorin in ihrem Nachwort erklärt, doch es nimmt für mich den letzten Zauber, den die Welt in dem Buch noch hatte.
Da zu der Zeit auch etwas anders kommuniziert wurde, die Frauenrolle anders war und man sein Gegenüber anders behandelt, waren die Dialoge natürlich etwas gestelzter und unrunder. Was mich zu erst gar nicht störte, aber später als Gefühle ins Spiel kamen, mich nicht wirklich mitgezogen hat. Sie waren für mich etwas erzwungen, da es einfach für beide was neues war. Er Außenweltler und sie die letzten Jahre im Schloss eingesperrt. Hinzu verhält sie sich dann im Angesicht der Gefahr einfach leichtsinnig, was zu dem damaligen Frauenbild einfach zu gut passt und sie mir etwas unsympathischer machte.
Und dann der Plot Twist. Leider wurde er im Klappentext schon gespoilert und somit, waren alle Andeutungen in die Richtung nicht überraschend. Trotzdem wurde es im Buch dann als große Wendung verkauft und danach ging es erst richtig spannend los. Doch leider war es dann auch schnell vorbei und am Ende kam noch mal eine Kleinigkeit die mir sauer aufstößt.

Also ist mein größter Kritikpunkt eigentlich der Klappentext, denn er macht ein Geheimnis um Prinzessin Imogen, welches aber sehr früh im Buch schon aufgelöst wird und gar nicht so viel Spannung hinterlässt, da sie schon 4 Jahre damit lebt. Gleichzeitig wird der Plottwist aber schon verraten und somit den Horror / Spannungsaspekt des Buches vorweg nimmt. Somit bleibt einen nur noch die Charaktere, die ich an sich eigentlich mag. Sowohl Imogen als auch Nico sind mir für sich ans Herz gewachsen, aber zusammen war da für mich nicht viel Chemie sondern eher Neugierde. Und am Ende ergab sich alles zu leicht, obwohl so lange drauf hingearbeitet wurde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere