Meine Meinung:
Wir sind große Fans der fantastischen Animox-Reihe von Aimée Carter und haben bereits alle Bände, inklusive der „Erben der Animox“, regelrecht verschlungen.
Für etwas jüngere Lesende wurde ...
Meine Meinung:
Wir sind große Fans der fantastischen Animox-Reihe von Aimée Carter und haben bereits alle Bände, inklusive der „Erben der Animox“, regelrecht verschlungen.
Für etwas jüngere Lesende wurde die Reihe nun in Form von Comic-Romanen herausgebracht. Hier ist der Inhalt der Originalromane deutlich verkürzt, die Sprache etwas einfacher gehalten und viele Szenen werden in stimmungsvollen Comic-Abschnitten erzählt. Schriftbild und Zeilenabstand sind etwas größer, so dass die Comic-Romane mit einer Leseempfehlung ab 8 Jahren (die Original-Romane werden ab 10 Jahren empfohlen) angegeben sind, der ich mich anschließen kann.
Ich war wirklich erstaunt, wie gut es hier gelungen ist, die deutlich zusammengekürzte Geschichte zu erzählen, ohne dass wesentliche Punkte entfallen wären. Dadurch weisen die Comic-Romane natürlich ein noch höheres Tempo auf, so dass man hier regelrecht „hindurchfliegen“ kann, denn auch die Comic-Romane haben das gleiche Suchtpotenzial wie die Romane. Die vielen Comic-Abschnitte sorgen dabei für Abwechslung und zwischenzeitliche „Erholung vom Lesen“ und fangen Stimmung und Action perfekt ein.
Alles in allem eine sehr gelungene Adaption der Animox-Romane, mit denen man die jungen Lesenden ganz schnell an diese packende Reihe „fesseln“ kann.
Sehr gut gemacht!
FAZIT:
Die Animox-Bücher sind einfach großartig – auch in dieser Adaption!
„Schau nicht so weit nach vorne und nicht so weit nach hinten. Sonst übersiehst du das Hier und Jetzt“ (S. 259)
Meine Meinung:
„Die letzte Fahrt“ ist nach „Der letzte Espresso“, in dem ein Toter im Café ...
„Schau nicht so weit nach vorne und nicht so weit nach hinten. Sonst übersiehst du das Hier und Jetzt“ (S. 259)
Meine Meinung:
„Die letzte Fahrt“ ist nach „Der letzte Espresso“, in dem ein Toter im Café von Neu-Barista Paul „Paolo“ Zeitler aufgefunden wurde, der zweite Fall für den Ex-Kommissar aus München und sein italienisches Pendant Commissario Lanza.
Wie von Friedrich Kalpenstein gewohnt und von mir bevorzugt, lässt der Fall nicht lange auf sich warten: schon auf Seite 5 treibt die Leiche des lokalbekannten Bootsbauers mit Hang zu Glücksspiel, Vincenzo Morelli, im Gardasee. Natürlich triggert das die Kriminaler-Gene Zeitlers und er nimmt beherzt die Spur auf. Schnell gibt es ein Wiederlesen mit einigen alten Bekannten aus Band eins, was mir ebenfalls gefällt und dafür sorgt, dass ich mich wieder ruck-zuck „mittendrin“ fühle. Natürlich ergänzt der Autor seine „Stamm-Crew“ nach und nach um ein paar fallbezogene Charaktere, so dass das Ensemble für diesen Band zügig Formen annimmt.
Neben dem Fall kommt natürlich auch diesmal das „Dolce Vita“-Feeling nicht zu kurz, so dass ich beim Lesen den ein oder anderen Espressoduft in der Nase oder manch einen Italo-Hit im Ohr zu vernehmen meine. So macht mir das Mit-Ermitteln einfach Spaß und lässt mich den grauen deutschen Winter vollkommen vergessen. Gespannt begleite ich Zeitlers und Lanzas parallel verlaufende Ermittlungsbemühungen und mache mir dabei so meine ganz eigenen Gedanken, wer sich wohl für diese Tat verantwortlich zeigen könnte.
Am Ende überrascht mich Friedrich Kalpenstein einmal mehr mit seiner Auflösung, die ich in dieser Form und Dimension nicht vorhergesehen habe und die mein Krimifreund-Herz voll und ganz befriedigt. Dazu verbleibt nach dem Zuklappen des Buches noch ein wohliges Bauchgefühl, als hätte ich gerade einen Kurztrip an den Gardasee hinter mir.
„Aber Mr Pines, Comics sind eine echte Kunstform! Wie Ostereierbemalen oder Straßenpantomime.“
Meine Meinung:
Vier verschollene Legenden und nie erzählte Abenteuer, erzählt von Shmebolock – ja, richtig: ...
„Aber Mr Pines, Comics sind eine echte Kunstform! Wie Ostereierbemalen oder Straßenpantomime.“
Meine Meinung:
Vier verschollene Legenden und nie erzählte Abenteuer, erzählt von Shmebolock – ja, richtig: erzählt! Denn einmal in 1000 Jahren bekommt dieser kleine Kobold seine Fähigkeit zu sprechen zurück! Und das nutzt er hier ganz grandios und erzählt uns wie Patricia lernt, dass Schönheit nicht alles ist, wie Gronkel Stan in einen Comic eingesogen wird, was alles im unheimlichen Mabel-Versum (was für ein geniales Wortspiel!) vor sich geht und last but noch least noch eine ganz besondere Geschichte: über die ursprünglichen Mystery-Zwillinge – Stan & Ford! Inklusive Shanklin, dem Killer-Opossum, einer überraschenden Mystery-Zwillings-Konkurrenz und natürlich… dem Jersey-Teufel!
Wow – obwohl ich ehrlicher Weise Gravity Falls zuvor nicht kannte, bin ich nach diesem Comic vollauf begeistert! Die Geschichten sprühen nur so vor phantastischen und abgedrehten Ideen und wunderbar schrägem Humor, egal ob Ober-Gauner „Mr. Gesichtslos“ oder auch dem skurrilen „Garfield-Odie-Mix“ namens „Spotti“. So abgedrehte und gleichzeitig fesselnde Storys liest man wirklich selten!
Aber (mindestens!) genauso genial wie die Stories sind die Zeichnungen. Jede Seite ist ein reiner Augenschmaus und die dreizehn (!) Zeichner, die hier mitgewirkt haben, erklären die große Abwechslung bei den Illustrationen, was am besten bei der rasanten „Stil-Fluktuation“ in der Story „Comixe Ereignisse“ ersichtlich wird, wo es von Vintage bis Manga geht! Großartig, einfach nur großartig!
FAZIT:
Einfach großartig – Gravity Falls hat mit mir einen neuen Fan gewonnen!
„Was hatten wir denn schon getan: ein kleines Kind aufgelesen, ihm ein Geheimnis entlockt, undercover recherchiert, beinahe eine körperliche Auseinandersetzung gehabt, illegal Polizeiakten gelesen – na ...
„Was hatten wir denn schon getan: ein kleines Kind aufgelesen, ihm ein Geheimnis entlockt, undercover recherchiert, beinahe eine körperliche Auseinandersetzung gehabt, illegal Polizeiakten gelesen – na ja, wenn man es recht bedachte, waren wir vom Geheimagenten tatsächlich nicht mehr weit entfernt.“ (S. 186)
Meine Meinung:
Ein angehender Autor mit Schreibblockade und Nomaden-Leben im in die Jahre gekommenen Wohnmobil, eine überaus patente ukrainische Putzfrau und ein kleines, hilfloses Mädchen, das ganz allein durch die Landschaft irrt. Das sind die Zutaten, aus denen Volker Klüpfel („Kluftinger“, „Die Unverbesserlichen“) seinen ersten Solo-Krimi konstruiert hat.
Wie für den Start einer neuen Reihe nicht unüblich, nimmt sich der Autor zu Beginn viel Zeit und Raum, seine Charaktere einzuführen und uns mit ihnen bekannt zu machen, und es ist wahrlich ein illustres Ensemble, das da in den Startlöchern steht. Allen woran natürlich Möchtegern-Autor Thomas „Tommi“ Mann, bei dem man sich ständig fragt, wie viel Autobiografisches wohl in ihm steckt, und „seine“ ukrainische Putzfrau Svetlana, die das Herz am Rechten Fleck trägt und niemals um ein ukrainisches Sprichwort in oft Lachmuskelreizender deutscher Übersetzung verlegen ist. Ein sehr sympathisches und vielversprechendes Ermittler-Paar, das in meinen Augen durchaus großes Potenzial hat. Aber auch die Sidekicks wissen zu überzeugen, insbesondere Tommis Vater, der nach seiner Selbsteinweisung ins lokale Altenwohnheim dort den umtriebigen Armor gibt, und die unter Mobbing am Arbeitsplatz leidende Oberkommissarin Britta Schneider. Aber auch die lilahaarige Liebschaft Gerlinde aus der Rommé-Zocker-Clique, der kleinbürgerliche und genauso kleinkarierte Ordnungshüter Kleinschmidt (ja, hier ist der Name Programm!) oder auch Tommis autoschraubende KiTa-Erzieherin Laura - alles Charaktere, mit denen man sich richtig schnell anfreunden kann.
Wie man merkt, habe ich mich jetzt auch recht breit über die bunte Schar der Charaktere ausgelassen. Das liegt nicht nur daran, dass sie mir sehr gut gefällt, sondern auch daran, dass der eigentliche Krimiplot in diesem Serienauftakt doch etwas in den Hintergrund geraten ist. Es dauert recht lange, bis der Fall an Fahrt aufnimmt, und auch dann verläuft der Plot recht linear. Dazu kommt, dass er für mich ab den Punkten, an denen die entscheidenden Informationen auftauchten, auch recht vorhersehbar gewesen ist und ich mich regelrecht geärgert habe, wenn Tommi & Svetlana das Offensichtlichste erstmal aussortiert haben. Auch Spannung sucht man hier die meiste Zeit vergebens, kommt sie doch erst auf den letzten 40 Seiten auf.
Auch wenn mich also die Krimihandlung noch nicht überzeugen konnte, hat es mir dennoch von Anfang bis Ende Spaß bereitet, dieses Buch zu lesen. Grund dafür ist neben den sympathischen Charakteren vor allem Volker Klüpfels unterhaltsamer und humorvoller Schreibstil, der Svetlana wunderbar schräge Sprüche in den Mund legt („Müssen uns zu Innenseiter machen“, „an Einzelligkeiten kann ich kaum erinnern“ oder auch „Müssen außerhalb von Schachtel denken“). Svetlana hat mir damit sehr oft ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. Aber auch Tommis meist sehr hilflose und krude Versuche, seinen eigenen Thrillerplot voranzutreiben, oder auch manch gewitzt selbstironische Stellen haben mir gefallen, wie der schöne Schachtel-Ketten-Satz auf den Seiten 238 / 239.
FAZIT:
Alles in allem wunderbare Charaktere und ein humorvolles Lesevergnügen, das in Sachen Krimiplot aber noch Luft nach oben hat!
Meine Meinung:
Es handelt sich hier um eine Graphic Novel, die auf dem 1930 verfassten Krimi des belgischen Schriftstellers Georges Simenon basiert. Die Geschichte beginnt im freizügigen Treiben von Paris, ...
Meine Meinung:
Es handelt sich hier um eine Graphic Novel, die auf dem 1930 verfassten Krimi des belgischen Schriftstellers Georges Simenon basiert. Die Geschichte beginnt im freizügigen Treiben von Paris, wechselt dann aber schnell den Schauplatz auf den Dampfer „Polarlys“, der von Hamburg aus seine Versorgungsfahrt bis ins Eismeer des nördlichen Norwegens aufnimmt.
Es ist eine dunkle Geschichte, die hier in düsteren und sehr atmosphärischen Bildern erfolgreich umgesetzt wurde. Mit seiner überschaubaren Anzahl an teils zwielichtigen Charakteren, lebt diese Geschichte vor allem von dem räumlich stark eingegrenzten Schauplatz des Linien-Dampfers. Während draußen auf See, vor der winterlichen Küste Norwegens, die Lebensumstände immer feindlicher werden, häufen sich auf der Polaris die rätselhaften Vorfälle. Obgleich Polizei mit an Bord ist, kommt es hier aber – ganz standesgemäß – dem intelligenten Kapitän der Polarlys zu, diesen Fall unaufgeregt, aber genauso unnachgiebig zu verfolgen.
Es ist ein klassischer Who-Dun-It-Krimi und ein Abbild seiner Zeit in den ausklingenden goldenen 20er Jahren. Die Vorzeichen des aktuellen Weltgeschehens werden immer düsterer und so spiegelt diese Graphic Novel das auch gekonnt wider. Die Zeichnungen sind in gedeckten Farben gehalten, die Lichtgestaltung ist dunkel. So versprühen die Bilder eine dichte, trostlose und stets latent gefährliche Atmosphäre.
Es hat mir großen Spaß gemacht, dieser Geschichte zu folgen und die Bilder auf mich wirken zu lassen. In einem Rutsch habe ich diese (nicht nur) für Liebhaber klassischer Krimis sehr empfehlenswerte Graphic Novel verschlungen und genossen. Danke!
FAZIT:
Eine klassische who-dun-it-Story mit düsterer Atmosphäre und sehr gekonnt in fesselnden Bildern erzählt.