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Veröffentlicht am 31.10.2025

Intrigen in Zeiten der Kreuzzüge

Das Lied des Vogelhändlers
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Inhalt:
Im Jahr 1190:
Die heilkundige Franziska nimmt als junge Frau am dritten Kreuzzug teil und kümmert sich um Verletzte und Kranke. Einer ihrer Patienten ist der Marktgraf von Baden, dem sie mit ihrem ...

Inhalt:
Im Jahr 1190:
Die heilkundige Franziska nimmt als junge Frau am dritten Kreuzzug teil und kümmert sich um Verletzte und Kranke. Einer ihrer Patienten ist der Marktgraf von Baden, dem sie mit ihrem Wissen das Leben rettet.
10 Jahre später, nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat, trifft sie auf einem Turnier Walther von der Vogelweide, der auf geheimer Mission des Kaisers an dem Turnier teilnimmt. Zusammen mit Franziska macht er sich auf die Suche nach einem Spion und gemeinsam stellen sie sich geheimen Ränken und undurchsichtigen entgegen.

Meine Meinung:

Dieses Buch nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise in die Zeit der Kreuzzüge. Franziska ist sicherlich eine ungewöhnliche Frau, da sie als heilkundige Frau an den Kreuzzügen teilnimmt. Sehr spannend werden die Ereignisse auf diesem Kriegszug beschrieben und es ist doch eine für uns sehr fremde Welt aus Machtkämpfen und Intrigen.
Parallel zu den Ereignissen in der Levante spielt die Handlung 10 Jahre später in Baden, der Heimat des Marktgrafen. Hier lernen wir das Leben in einem klein Ort kennen und das mit bis dahin unbekannte Handwerk des Vogelhändlers. Hier taucht dann auch der berühmte Walther von der Vogelweide auf, der als verdeckt als Sänger seinem Mission als Agent des Königs nachgeht.
Sehr geschickt verwebt der Autor die beiden Handlungsstränge auf zwei Zeitebenen zu einem spannenden Finale, das mich als Leser zufrieden zurück gelassen hat.

Eine spannende Handlung, tolle Charaktere, ein gut recherchierter geschichtlicher Hintergrund, kurz gesagt ein sehr gelungener, geschichtlicher Roman. Für mich ist dieses Buch eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Eine bewegende Familiengeschichte

Die Holunderschwestern
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Inhalt:

Die junge Restauratorin Katharina betreibt zusammen mit ihrer Freundin Isi eine Restaurationsbetrieb in München. Eines Tages bekommt sie Besuch von Alex Bluebird, einem charmanten Engländer, der ...

Inhalt:

Die junge Restauratorin Katharina betreibt zusammen mit ihrer Freundin Isi eine Restaurationsbetrieb in München. Eines Tages bekommt sie Besuch von Alex Bluebird, einem charmanten Engländer, der ihr die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny übergibt. In Kathis Familie wurde wenig über Fanny und ihre Zwillingsschwester Fritzi gesprochen, die die Holunderschwestern genannt wurden. Kathis beginnt mit der Lektüre der Tagebücher ihrer Urgroßmutter und begibt sich damit auf eine interessante Reise in ihre eigenen Familiengeschichte und in ein spannende Zeit der deutschen Geschichte.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen.

Eine besondere Würze bekommt dieses Buch durch den Wechsel der Zeitebenen. Auf der einen Seite erleben wir die Ereignisse in der Vergangenheit aus der Sicht von Fannys Tagebüchern, auf der anderen Seite werden diese Informationen durch weitere Quellen in der Gegenwart ergänzt. So ergibt sich ein eindrucksvoll gezeichnetes Gesamtgemälde. dass uns die Familiengeheimnisse erzählt.

Neben den eindrücklich beschriebenen gesellschaftlichen und politschen Entwicklungen, sind die Charaktere die große Stärke in diese Geschichte. Sowohl Fanny als auf ihre Urenkelin Kathi sind starke Frauen, die in ihrem jeweiligen Leben ihre jeweilige Rolle leben. Die Charaktere werden gut entwickelt und machen es dem Leser leicht sich auf ihre Geschichte einzulassen.

Zusammen mit Kathi entwickelt sich vor den Augen des Lesers eine spannende Familiengeschichte, die von ihrer Zeit geprägt ist und Auswirkungen bis auf die Gegenwart haben.

Der Schreibstil ist flüssig und lädt dazu ein, das Buch zu verschlingen.

Eine absolute Leseempfehlung für Fans von spannenden Familiengeschichten verbunden mit einem tiefen Blick in eine vergangene Zeit.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Eine Änderung ist möglich

Der Krabbenfischer
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Inhalt:
England 60er Jahre:
Thomas Flett ist Anfang zwanzig und arbeitet wie sein Großvater als Krabbenfischer. Zusammen mit seiner Mutter lebt er in ärmlichen Verhältnisse, fährt morgens früh mit seinem ...

Inhalt:
England 60er Jahre:
Thomas Flett ist Anfang zwanzig und arbeitet wie sein Großvater als Krabbenfischer. Zusammen mit seiner Mutter lebt er in ärmlichen Verhältnisse, fährt morgens früh mit seinem Pferd ins Watt, um so seinen kargen Lebensunterhalt zu verdienen. Die Krabbenfischerei wird über die Jahre immer schwieriger und mangels eines Schulabschlusses ist auch keine Änderung in Aussicht. Das einzige Vergnügen, das er sich leistet ist seine Gitarre, auf der er sich selber das Spielen beibringt.
Erst als der Regisseur Edgar Acheson in seinem Ort auftaucht und jemanden sucht, der sich mit den Bedingungen im Watt auskennt, kommen bei Thomas Hoffnungen auf eine Änderung in seinem Leben auf.

Meine Meinung:

Das Buch ist ein sehr ruhiges Buch, ohne viel Aktion. Aber es hat mich gefangen genommen und ich konnte es beim Lesen nicht mehr aus der Hand legen.
Sehr einfühlsam wird Thomas Leben beschrieben, tolle Landschaftsstimmungen zusammen mit der Beschreibung der harten Arbeit, geben einen eindrücklichen Einblick in Thomas Lebensumstände. Sehr gut wird auch die gewisse Ausweglosigkeit seiner Situation beschrieben. Um so eindrücklicher wirkt das Auftauchen des Regisseurs, der eine ganz andere Stimmung in die Handlung bringt.
Auch wenn Thomas auf den ersten Blick von seiner Lebenssituation etwas abgestumpft wirkt, ist er doch ein Mensch mit Visionen und Hoffnungen, die durch die Möglichkeiten, die ihm der Regisseur bietet zum Leben erwachen.
Auf mich hat das Buch einen optimistischen Eindruck hinterlassen. Auch wenn die aktuelle Situation ausweglos erscheint, gibt es immer auch ein Möglichkeit zur Änderung.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen, es hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Ein Haus und zwei Frauenschicksale

Duftwickensommer
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Smbergevor einer Minute
Inhalt:



England 1911: Eine grosse englische Zeitung hat einen Wettbewerb um den schönsten Wickenstrauß ausgeschrieben und das ganze Land ist jetzt im Wickenfieber. Auch Anni, ...


Smbergevor einer Minute
Inhalt:



England 1911: Eine grosse englische Zeitung hat einen Wettbewerb um den schönsten Wickenstrauß ausgeschrieben und das ganze Land ist jetzt im Wickenfieber. Auch Anni, die als Vorleserin in einem wohlhabenden Haushalt arbeitet, träumt davon, an dem Wettbewerb teilzunehmen und mit dem Preisgeld eine Weltreise zu unternehmen.

Borkum 2024: Marieke hat sich vor kurzem von ihrem Mann scheiden lassen und ist dabei sich ein neues Leben auf der Insel Borkum aufzubauen. Sie hat sich die „Villa Cupani“ gekauft und ist dabei sich dieses Haus zu renovieren und wohnlich her zu richten. Ihre Nachbarin Alwine lebt schon lange neben diesem Haus und kennt die Geschichte ihrer Vorbesitzer, ein Anni, die in England ihre Liebe zu den Duftwicken entdeckt hat…..

Meine Meinung:

Wie diese Beschreibung schon vermuten läßt, spielt die Handlung dieses Buches auf zwei Zeitebenen. Wir reisen mit Anni in die Vergangenheit und nehmen Teil an ihren Erlebnissen in England, ihrer Begeisterung für den Wickenwettbewerb. Sehr schön werden hier die Standesunterschiede im damaligen England gezeigt, das sorgenfreie Leben der Upperclass und das mühsame Leben der Angestellten in einem großen Herrenhaus. Hierbei sehen wir auch den Standesdünkel und die Unvorstellbarkeit von Beziehungen über Klassengrenzen hinweg.Sehr gut haben wir auch die Ereignisse in der Gegenwart gefallen. Mareike, die sich ihr Leben nach der Scheidung neu organisiert, ihre Probleme mit dem Alleinleben. Sehr schön werden hier die Treffen mit ihrer Nachbarin eingepflochten, die Mareike von den Ereignissen in England im Jahr 1911 erzählt. Insgesamt bietet das Buch ein angenehm zu lesenden Geschichte zweier Frauen in verschieden Zeiten, die verbunden sind durch das Haus in dem sei leben oder lebten. Beide Frauen sind starke Frauen, die ihren Weg durchs Leben suchen und finden, Nebenbei schafft die Autorin auch ein schönes Bild des Lebens in klassischen England zu zeichnen. Ich kann dieses Buch als angenehm zu lesende Geschichte empfehlenl durch den Schreibstil angenehm zu lesen und immer wieder auftretende Überraschungen auch immer sehr abwechslungsreich. Eine klare Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 09.08.2025

Eine spannende Reise in die Vergangenheit

Das Lied der Rose
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1096, Regensburg:

Marian, der als Novize in einem Kloster in Regensburg lebt, ist eigentlich mit seinem Leber sehr zufrieden. Erfüllt von dem Klang gregorianscher Gesänge, träumt er davon sein Leben ...

1096, Regensburg:

Marian, der als Novize in einem Kloster in Regensburg lebt, ist eigentlich mit seinem Leber sehr zufrieden. Erfüllt von dem Klang gregorianscher Gesänge, träumt er davon sein Leben mit dem Preisen Gottes zu verbringen. Sein Traum zerplatzt als er einen Juden vor der Zwangstaufe bewart und zur Strafe von seinem Prior auf eine Pilgerfahrt ins ferne Santiage geschickt wird. Auf dieser Reise verschlägt es ihn den Hof von Guillaume IX in Aquitanien, wo er auf die maurische Sängerin Sahar trifft. Ihre Art der Musik nimmt Marian sofort gefangen. Jedoch stehen Kreuzzüge und der Kirchenbann zwischen ihnen.

Meine Meinung:

Ich kannte die Autorin zuvor noch nicht, aber mich hat der Zauber dieses Buches schon auf den erste Seiten gefangen genommen. Zusammen mit den Protagonisten begibt man sich auf eine Reise ins Mittelalter, mit allem was dazu gehört.

Besonders der Kontrast zwischen dem Novizen Marian und der Maurin Sahar gibt dem Buch die besonder Würze, personifizieren diese beiden Charaktere doch die Extreme im damaligen Europa. Schön ist es zu erleben, wie sie sich aufeinander einlassen und damit auch auf die jeweils fremde Kultur.

Leider wir ihr Leben von damaligen Kreuzzügen und dem Kampf der Katholischen Kirche geben die „Ungläubigen“. Gleichzeitig erwacht das damalige Leben in diesem sehr gut recherchierten Roman zum Leben. Die Charaktere werden sehr eingehend beschrieben und man kann sich diese sehr gut vorstellen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und gut zu lesen.

Ich kann dieses Buch nur jedem Leser empfehlen, der sich für historische Romane interessiert, die in dieser Zeit angesiedelt sind.

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