Mit den Urnen ihrer Mutter und Großmutter im Kofferraum reist Ruth nach Litauen, um sie in der lang verlorenen Heimat der Familie beizusetzen. Auf der endlosen Fahrt erinnert sie sich an ihre Kindheit nach der Emigration in den siebziger Jahren: Erst in Israel und später in West-Berlin beginnt ein neues Leben, geprägt von Sprachschwierigkeiten, Überlebenskunst und den Hürden der Bürokratie. Die Mutter, einst gefeierte Sängerin, ringt mit Depressionen; Ruth wünscht sich Normalität - und findet Halt in Musik und Sport.
IMMERGRÜN
ist ein Roman über Exil, Neubeginn und die leise Kraft der Kunst im Schatten großer Umbrüche.
Ruth Olshan ist ein Erzähltalent mit literarischer Qualität und großer sprachlicher Kraft. Ihr Buch "Immergrün" ist spannend von der ersten Seite an. Sie geht tief in die Betrachtung des Lebens, bleibt ...
Ruth Olshan ist ein Erzähltalent mit literarischer Qualität und großer sprachlicher Kraft. Ihr Buch "Immergrün" ist spannend von der ersten Seite an. Sie geht tief in die Betrachtung des Lebens, bleibt nie nur an der Oberfläche , sie schreibt stetig reflektierend, sieht genau hin, erkennt genau, berührt die Seele tief. Sie sieht das Wesentliche, sowohl inder inneren, als auch in der äußeren Welt. Im Laufe der Jahre hat sie Abstand gewonnen zu einer teils erschütternden Kindheit, sie konnte alles was sie erlebt hat in große Stärke verwandeln, ohne ihr Mitgefühl und Verständnis zu verlieren. Ihre Erkenntnis der Liebe hat alles Schwere überdauert.
Ruth Olshan ist das Kind von jüdisch-litauischen Emigranten. Sie erlebt das, was viele Emigrantenkinder der ersten Generation kennen. Die Angst vor staatlichen und mitmenschlichen Untiefen ist groß, Sprach- und Hilflosikeit, können die Familien in größte Schwierigkeiten aller Couleur bringen. Oft leben die Eltern rückwärtsgewand, doch die Kinder müssen nach vorne leben in ihre Zukunft hinein. Ein großes Bündel an Konfliktstoff wird dadurch geschnürt. Die Kinder, die ihre Rettung in Büchern finden können, so wie Ruth, werden es schaffen nicht zerrissen zu werden.
Ruth ist auf dem Weg nach Litauen, um dort die Urnen ihrer Mutter und Großmutter im Familiengrab beizusetzen. Währende der langen Fahrt erinnert sie sich an ihre Kindheit in der 70er Jahren. ...
Inhalt:
Ruth ist auf dem Weg nach Litauen, um dort die Urnen ihrer Mutter und Großmutter im Familiengrab beizusetzen. Währende der langen Fahrt erinnert sie sich an ihre Kindheit in der 70er Jahren. Sie war mit ihren Eltern aus Litauen, das damals noch zu Sowjetunion gehörte, zunächst nach Israel und dann nach West-Berlin geflohen. In ihren Erinnerungen erzählt sie uns von ihren Anfängen in Deutschland, die Sprachprobleme und die kulturellen Unterschiede. Besonders ihren Eltern bereitet das neue Leben einige Probleme, beruflich Fuß zu fassen und den Kampf mit den Behörden durchzustehen.
Meine Meinung:
Dieses Buch beschreibt die Probleme von Ruths Familie sich in West Berlin einzuleben und ihren Platz im neuen Leben zu finden. Sehr eindringlich wird hierbei beschrieben, wie schwer die Eingewöhnung besonders für die Erwachsenen ist. Aus der Sicht eines Kindes, erlebt der Leser diesen Prozess aus einer ungewöhnlichen Perspektive.
Der Schreibstil ist sehr sachlich und distanziert, was den Lesefluss etwas behindert und es schwer macht, Ruths Gefühlslage wirklich zu verstehen. Hier hätte ich mir gewünscht, mehr über Ruths Befinden zu den Ereignissen zu erfahren. Auf der anderen Seite zeigt der Schreibstil vielleicht auch die einzige Art, wie Ruth im Rückblick mit den Ereignissen umgehen kann.
Auch wenn ich mir im Schreibstil etwas mehr Nähe gewünscht hätte, kann mal Leser die Probleme der Familie sehr gut nachvollziehen und so verstehen was dieser Abschied aus der alten Heimat für alle Beteiligte bedeutet.
Das Buch ist durchaus lesenswert, aber man muss sich auf die Handlung einlassen und sich eigene Gedanken über die Gefühle der Charaktere machen.
Ruth Olshan hat ein starkes Debüt vorgelegt! Das Buch, das nicht den Genretitel Roman trägt, ist eine autobiografisch-autofiktionale Bewältigung ihrer Kindheits- und Jugenderfahrungen in Romanform. Die ...
Ruth Olshan hat ein starkes Debüt vorgelegt! Das Buch, das nicht den Genretitel Roman trägt, ist eine autobiografisch-autofiktionale Bewältigung ihrer Kindheits- und Jugenderfahrungen in Romanform. Die Autorin arbeitet mit zwei Zeitebenen, es fiel mir nicht schwer, mich in beiden Zeiten zurechtzufinden, als geborene Berlinerin fiel mir das natürlich in Olshans Berliner Erinnerungen leichter als in denen, die sie zu Israel vermittelt. Erzählen kann sie aus der Zeit dort eigentlich noch nicht, die Baby- und Kleinkinderinnerungen sind wohl eher aus zweiter Hand. Aber das macht nichts, sie lesen sich wahrhaftig und lassen deutsche Leser sicher manchmal verwundert aufschauen. Erzählt wird diese Lebens- und Familiengeschichte immer aus Sicht der Hauptperson, der willensstarken Ruth.
Die Olschans (ich bleibe der Einfachheit halber bei diesem im Buch gewählten Familiennamen) sind eine Emigrantenfamilie aus Moskau, die Mutter stammt ursprünglich aus Litauen, das Jüdische und das Katholische mischen sich bei Ruth Olaschans Eltern, die Mutter wurde mit der Taufe während der Besetzung Litauens dem rassischen Verfolgungswahn der Deutschen entzogen. Der Vater ist Jude, mit dem schönen, bedeutungsschweren Vornamen Israel, aber praktiziert eher nicht. Es ist kompliziert und wird es das ganze Buch über auch so bleiben.
Nach einer zuerst geglückten Emigration 1970 aus der Sowjetunion nach Israel stellt sich dort bald heraus, dass Ruths Eltern sich an dieses Land nicht anpassen, sich dort nicht integrieren können. Ruth wäre das wohl gelungen, aber die Eltern wollen nach Deutschland. Das Land, das ihren Lebensweg so dramatisch mitbestimmte, über Leben und Tod in den Familien entschied, soll nun die neue Heimat werden. Auch hier, in Berlin (West) ist Integration und Assimilation schwierig, wieder ist es Ruth, die sich schneller an die Gegebenheiten gewöhnt. Da Ruths Mutter als ausgebildete Sängerin und Chorleiterin keine Arbeit findet, und auch der Vater sich mit einer Beschäftigung schwertut, ist die kleine Familie auf Sozialhilfe angewiesen. Wie sehr, das wird im Buch immer wieder deutlich. Die teilweise prekäre Lage spitzt sich zu und manifestiert sich in wüsten Streits und gegenseitigen Beschimpfungen der Eltern, die sich irgendwann auch scheiden lassen. Um die gemeinsame Tochter Ruth kümmern sie sich immer weniger. Bald zeichnet sich eine schwere psychische Erkrankung der Mutter ab, die Ruth versucht, mit allen Mitteln zu verheimlichen. Die Schilderungen des Zustands der Mutter und es Zustands der verwahrlosten Wohnung sind haarsträubend.
Der zweite Erzählstrang beginnt im ersten Kapitel mit dem Tod der Mutter; Ruth, unterdessen eine erwachsene Frau, hat als Hinterbliebene ein schweres Vermächtnis zu erfüllen: Die Asche von Mutter und Großmutter sollen im Familiengrab in Kaunas beigesetzt werden. Ruth will zuerst mit dem Flugzeug und den beiden silbernen Urnen, die wie kleine Bomben aussehen, dorthin fliegen, aber das stellt sich als zu kompliziert und bürokratisch heraus. Also packt sie die Urnen in eine Einkaufstasche und fährt, begleitet vom nervtötenden Scheibenwischerquietschen, von Berlin über Polen nach Litauen. Um dann in Kaunas festzustellen, dass sie nicht einmal vorher eruiert hat, auf welchem Friedhof sich das Familiengrab befindet. Die ordentliche Ruth muss schon ziemlich aus dem Konzept geraten sein, dass sie die Reise so unvorbereitet antrat. Aber das Glück ist ihr weiter hold.
Ich will hier nicht zu viel erzählen vom Inhalt, nicht von den Erlebnissen unterwegs, nicht von den Erinnerungen an die Kindheit von Ruth. Aber ein wirklich einschneidendes Ereignis will ich hervorheben: Der Fall der Mauer am 9. November 1989, der die Welt auch von Ruth und ihrer Mutter auf den Kopf stellt. Beide können bald danach in das Land der Vorfahren reisen, die Annäherung zwischen Enkelin und Großmutter ist rührend beschrieben.
Jeder wird dieses Buch anders lesen, manche werden es mögen, andere nicht, ich mag es sehr. Auch, weil ich in einer Mutter-Tochter-Großmutter-Welt aufgewachsen bin. Meine Ahninnen sind nicht emigriert, aber sie mussten flüchten am Ende des Zweiten Weltkriegs, die Befreiung war für meine Mutter nach 12 Jahren der Repressionen, die sie als Halbjüdin erlitt, eine echte Befreiung. Auch sie litt unter Depressionen, besonders im Alter, auch ich habe sie in einer psychiatrischen Klinik besuchen müssen. Alles unter vollkommen anderen Bedingungen, als Ruth sie erlebte, aber es hat mich sehr an meine eigenen Erfahrungen erinnert. Und ich habe mir beim Lesen vorgestellt, ich würde mit den Urnen meiner Oma und meiner Mutter nach Polen reisen und sie beide in Meseritz beerdigen, ich glaube, sie hätten nichts lieber gehabt als das. Deshalb kann ich das Vermächtnis, das Ruth nach Kaunas führt, so gut verstehen.
Dass die Autorin sich in der Lage sah, gerade über ihre Mutter, aber auch über ihren Vater so schonungslos zu berichten, hat mich trotzdem sehr erschüttert. Ich habe vor Jahren die Biografie meines Vaters veröffentlich, meine Mutter darin fast nicht erwähnt, ich habe es nicht übers Herz gebracht, etwas Negatives oder Unschönes über sie zu schreiben. Zu meinem Vater hatte ich ein distanzierteres Verhältnis, in einer Dokumentation war es auch leichter, ihn zu beschreiben und zu kritisieren. Über meine Mutter so zu schreiben, wie Ruth Olshan das gemacht hat, das könnte ich nicht.
Mich hat das Buch an eine Reihe von Emigranten-, Auswanderer- und Exilromanen erinnert, die alle mit alltäglichen Sorgen umgehen mussten, entweder hier in Deutschland oder weil sie aus Deutschland vertrieben wurden. Wenige Beispiele: Yoko Kuhn, Onigiri; Mariusz Hoffmann, Polnischer Abgang; Erich Maria Remarque, Arc de Triomphe; Sabrina Janesch, Katzenberge; Jehona Kicaj, ë; Melissa Müller, Mit dir steht die Welt nicht still – alles Romane, die den Verlust der Heimat und die Probleme des Alltags in einem fremden Land wunderbar beschreiben.
Dieses Buch IMMERGRÜN reiht sich ein, aber es hebt sich mit seiner Schärfe und Tragik auch sehr von anderen Romanen ab.
Der Epilog mit dem Gedicht vom Papierschiffchen hat alles Gelesene rückblickend in ein etwas sanfteres Licht gerückt. „Papierschiffchen, meine Hoffnung“ – hier schließt sich der Kreis, auch Immergrün hat die Farbe der Hoffnung.
Fazit: eine nicht alltägliche Lebens- und Familiengeschichte, auch die Geschichte einer psychischen Erkrankung, die das Leben zur Hölle machen kann. Leseempfehlung!
Diese Rezension gibt meine eigene Meinung wieder und wurde nicht mit Hilfe von KI erstellt.
In ihrem Roman "Immergrün", der im Pfaueninsel Verlag erschienen ist, erzählt die Regisseurin und Autorin Ruth Olshan die Geschichte ihrer Familie.
Einige Jahre nach dem Tod ihrer Mutter Vida begibt sich ...
In ihrem Roman "Immergrün", der im Pfaueninsel Verlag erschienen ist, erzählt die Regisseurin und Autorin Ruth Olshan die Geschichte ihrer Familie.
Einige Jahre nach dem Tod ihrer Mutter Vida begibt sich die Ich-Erzählerin Ruth mit ihrem Auto auf die lange Reise nach Litauen, um dort die Urnen der Mutter und der Großmutter beizusetzen. Es ist ihr wichtig, den Wunsch der Verstorbenen zu erfüllen und ihnen damit ihre Liebe zu beweisen. Endlich in Litauen angekommen, wird es für sie zur Herausforderung, den Ort des Familiengrabs ausfindig zu machen.
Auf einer zweiten Erzählebene schildert Ruth die Vergangenheit ihrer Eltern und erinnert sich an ihre eigene Kindheit und das Zusammenleben mit den Eltern in Israel und Westberlin.
Vida wird 1939 in Litauen als Tochter eines Opernsängers geboren, der als KZ-Überlebender gezeichnet ist von seinen Verletzungen und sich das Leben nimmt, als seine Tochter 12 Jahre alt ist. Das Mädchen hat das Talent des Vaters geerbt und nimmt heimlich Gesangsunterricht, ehe es am Konservatorium Gesang und Chordirigieren studiert. Vida singt im Chor und lernt in Moskau nach einem Konzert den jüdischen Regisseur Israel aus der Ukraine kennen und lieben. Ein Jahr nach der Geburt ihrer Tochter Ruth emigriert die kleine Familie 1970 nach Israel, von dort aus geht es vier Jahre später nach Deutschland. In Westberlin lebt die Familie von Sozialhilfe, das Geld ist knapp, es kommt zu Spannungen und lautstarken Auseinandersetzungen zwischen Vida und Israel. Während die kleine Ruth sich in Berlin schnell einlebt, bald nur noch Deutsch spricht und gern zur Schule geht, tun ihre Eltern sich schwer in der neuen Umgebung. Vida träumt davon, wieder als Sängerin aufzutreten und lässt sich erst auf Druck des Arbeitsamtes zur Altenpflegerin umschulen.
Die Geschichte ist in klarer Sprache ohne Pathos erzählt und liest sich sehr flüssig, die Kapitel über Ruths Reise nach Litauen und ihre Erinnerungen wechseln sich ab. Die Familiengeschichte hat mich gefesselt, sie hat mich berührt und erschüttert. Ruth erhebt keine Vorwürfe, keine Schuldzuweisungen. Manches ist fast nüchtern erzählt, und doch sind ihre Ausführungen sehr bewegend. Ich fand es sehr traurig, dass Vida immer mehr in ihrer Depression und in ihren Psychosen versank, während Ruth verzweifelt versuchte, den Alltag zu bewältigen. Sie übernahm die Verantwortung für ihre Mutter und war damit vollkommen überfordert. Ständig versuchte sie, Ordnung in das häusliche Chaos zu bringen und den Behörden ein intaktes Familienleben vorzuspielen.
Leider endet die Handlung im Jahr 1995 nach einem Besuch von Vida und Ruth bei der Großmutter und lässt mich mit vielen Fragen zurück. Vielleicht mag die Autorin in einer Fortsetzung erzählen, wie es mit Vida und Ruth weitergegangen ist. Wenn man bei YouTube den Namen Vida Vaitkuté eingibt, kann man sich mehrere Lieder von Ruths Mutter anhören - eine schöne Ergänzung zum Roman, wie ich finde.
Leseempfehlung für Ruth Olshans sehr persönliche Geschichte, in der es neben ihrer schwierigen Kindheit und Jugend auch um Entwurzelung, Sprachbarrieren und Neuanfang geht.
Dieses Buch klang für mich sehr interessant: Eine ukrainisch-litauische Frau, die zwei Urnen von Deutschland nach Litauen bringen möchte, um sie dort in das Familiengrab beizusetzen. In den Urnen befinden ...
Dieses Buch klang für mich sehr interessant: Eine ukrainisch-litauische Frau, die zwei Urnen von Deutschland nach Litauen bringen möchte, um sie dort in das Familiengrab beizusetzen. In den Urnen befinden sich die Asche ihrer Mutter und Großmutter, beide am selben Tag gestorben, aber mit Jahren Abstand dazwischen. Eine Fahrt in die Heimat, die Erinnerungen aufleben lässt - von der Mutter, dem Vater, der Familie - das Aufwachsen in der Sowjetunion, das Emigrieren nach Israel, welches anders war als vorgestellt, um dann in das gelobte Land, Deutschland, zu fahren. Die fehlende Sprache, die nicht anerkannten Abschlüsse, die Verzweiflung, das Unglück, das sich aufs Familienleben ausweitet, die Tochter, die keine Struktur bekommt und viele Aufgaben der Eltern erledigen muss. Eltern, die nur noch schreiend miteinander kommunizieren, und Geld, das fehlt. Familienmitglieder, die vermisst werden, getrennt vom Eisernen Vorhang.
Sehr persönliche und emotionale Themen, die sachlich beschrieben werden. Dieser nüchterne Schreibstil war für mich nachvollziehbar, da vieles in der Familie auch ungesagt geblieben ist, aber es hat bei mir dazu geführt, dass ich auf Distanz zum Text geblieben bin. Hier und da blitzen poetische Abschnitte durch, die mich tatsächlich auch sofort näher an die Geschichte gebracht haben, aber leider waren diese Abschnitte für mich zu selten. Ich konnte die Verzweiflung der Eltern nachempfinden: ein jüdischer Regisseur aus der Ukraine und eine litauische, jüdische Sängerin, die für sich und ihren Nachwuchs ein anderes Leben planen als das in der antisemitischen Sowjetunion. Die Realität, die einen auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Erst in Israel nicht das Leben führen zu können wie gedacht: zu wenig Geld, zu heiß und politisch unsicher. Dann in Deutschland angekommen, keine Möglichkeit, das gewünschte künstlerische Leben weiterzuführen. Die Abschlüsse, die nicht anerkannt werden, die Sprache, die noch nicht gesprochen wird, und das Geld, das immer noch zu wenig vorhanden ist. Eine Geschichte, die nicht nur in Deutschland auf der Suche nach Identität ist, sondern auch innerhalb der Familie. Ich habe durch diesen Roman Neues dazugelernt, wie vielfältig die Sowjetunion war und wie entmutigend und deprimierend der Neuanfang sein kann. Ich hätte es mir allerdings etwas intensiver gewünscht, aber vielleicht ist hier zu viel Biografisches enthalten, welches nur mit Abstand erzählt werden kann.