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Veröffentlicht am 15.01.2025

Wirre Szenen in Berlin

Berlin Heat
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Inhalt:

Berlin, im Sommer nach der Pandemie. In Berlin tobt das Leben. Tom Lohoff vermietet Wohnung an Menschen aus der ganzen Welt und versorgt seine Gäste auch mit anderen Services. Tom hat aber auch ...

Inhalt:

Berlin, im Sommer nach der Pandemie. In Berlin tobt das Leben. Tom Lohoff vermietet Wohnung an Menschen aus der ganzen Welt und versorgt seine Gäste auch mit anderen Services. Tom hat aber auch ein anderes Problem, er ist spielsüchtig und hat hohe Spielschulden bei einer Größe der lokalen Unterwelt. Als dieser Gangster ihm ein Ultimatum stellt, braucht Tom dringend Geld, um seine Schulden begleichen zu können.

In Deutschland stehen die Bundestagswahlen an und eine rechte Partei simuliert die Entführung ihres Vorsitzenden, um damit ihren Stimmenanteil zu erhöhen. Ausgerechnet Tom vermietet dieser Gruppierung eine Wohnung.

Meine Meinung:

Mich hat dieses Buch verwirrt zurück gelassen. Die Geschichte fängt sehr interessant an. Tom ist in einer verzweifelten Situation. Er muss seine Spielschulden kurzfristig zurückzahlen und da kommt ihm die Möglichkeit, eine seine Wohnungen kurzfristig zu vermieten sehr gelegen. Jedoch gerät er damit direkt in diese fingierte Entführung und dann wird die ganze Handlung etwas chaotisch und verliert die Struktur.

Interessant ist sicher, dass dieses Buch die Idee aufnimmt, was im Berlin der Nach-Corona-Zeit passieren könnte. Das Leben nimmt wieder Fahrt auf, internationale Besucher sind in der Stadt. Es ist auch sicher nicht unrealistisch, dass eine politische Partei auf seltsame Ideen kommt, ob ein paar Prozentpunkte bei der Wahl hinzu zu gewinnen. Jedoch fehlte mir, ein runder Abschluss der Handlung. Worauf will die Geschichte hinaus?

Wir erleben die Ereignisse aus Toms Perspektive und haben so einen guten Einblick in seine Gedanken und Gefühle. Sehr gut erleben wir hier, wie seine Gedanken immer wieder um seine Spielsucht kreisen. Die anderen Charakter bleiben eher etwas blass und tragen wenig zur Handlung bei.

Das Finale ist sehr dramatisch, auf mich wirkte es schon beinahe übertrieben. Ich frage mich bis jetzt, welche Aussage dieses Buch dem Leser vermittelt, bei mir ist sie jedenfalls nicht angekommen.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2025

5 Frauen auf dem Weg in eine neue Zeitl

Die Telefonistinnen - Verbindungen fürs Leben
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Aus der Buchbeschreibung:

1949. Die unmittelbare Besatzungszeit ist beendet, die Republik gegründet; ein erster Aufschwung zeichnet sich ab. Auch die Telefonistinnen der Kölner Versicherung Pering hoffen ...

Aus der Buchbeschreibung:

1949. Die unmittelbare Besatzungszeit ist beendet, die Republik gegründet; ein erster Aufschwung zeichnet sich ab. Auch die Telefonistinnen der Kölner Versicherung Pering hoffen auf gute Zeiten. Charlie setzt sich mit aller Kraft für die Gleichberechtigung der Frau ein, will einen Betriebsrat gründen und den Arzt Michael heiraten. Gisela und Anton haben sich nach langer Heimlichtuerei endlich zueinander bekannt und planen vorsichtig die nächsten Schritte. Hanni hingegen ist enttäuscht von der Liebe und konzentriert sich mit Julias Hilfe auf die Gründung ihres Nähateliers. Doch Julias Aufmerksamkeit wird auf ein altes, sorgfältig verborgenes Familiengeheimnis gelenkt ...

Meine Meinung:

Das Buch entführt den Leser in die Nachkriegszeit in Köln. Langsam beginnt der Wiederaufbau Deutschlands und auch die Freundinnen aus der Telefonzentrale finden ihren Weg.
Auch in diesem Teil der Reihe erleben wir die Freundinnen als starke Frauen, die zum Teil auch für ihre Zeit unübliche Wege als selbständige Unternehmerin oder Gewerkschafterin gehen.
Leider trüben auch die Ereignisse des Krieges und der Verfolgung das ansonsten recht positive Geschehen etwas ein. Besonders die Geschichte um Agnes und Julia zeigt das recht deutlich.
Insgesamt nimmt das Buch ein positives Ende für alle Freundinnen und so ergibt sich ein runder Abschluss der Reihe.
Ein schönes Buch für entspannte Lesestunden. Wie die ganze Reihe ist auch dieser Teil sehr zu empfehlen.

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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 01.01.2025

Eine starke Frau in unruhigen Zeiten

Die Tochter der Drachenkrone
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Wales 1197:

Gwenllian ist die Tochter eines mächtigen, walisischen Fürsten. Die Zeit ist von Kämpfen gegen die eindringenden Normannen gekennzeichnet, aber auch die walisischen Adligen sind in vielen ...

Wales 1197:

Gwenllian ist die Tochter eines mächtigen, walisischen Fürsten. Die Zeit ist von Kämpfen gegen die eindringenden Normannen gekennzeichnet, aber auch die walisischen Adligen sind in vielen Kleinkriegen zerstritten. Auch die Frauen werden zum Spielball in diesen Machtkämpfen, werden sie doch als Ehefrauen zwischen den Parteien vermittelt.

Meine Meinung:

Die Autorin schafft es in ihrem Roman ein grosses Historiengemälde der damaligen Zeit zu zeichnen. Eine Geschichte von starken Männern, schönen Frauen und auch von Liebe und Streit. So richtig schön für spannende Lesestunden an kalten, dunklen Winterabenden.

Gwenllian ist eine starke Frau, die trotz der damaligen Machtlosigkeit der Frauen für ihre Interessen eintritt und sie auch gegen Widerstände verteidigt. Ganz im Gegensatz zu einigen anderen Frauen, die wir in diesem Buch kennenlernen.

Auch historisch beruht der Roman weitestgehend auf den historischen Tatsachen, auch wenn sich die Autorin einige künstlerische Freiheiten genommen hat. Sehr gut hat mir hierzu die Einordnung am Ende des Buches gefallen.

Das Buch ist insgesamt sehr lesenswert und ich kann es nur weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 19.12.2024

Hoch und Tiefs einer Freundschaft

Was uns zusammenhält
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Inhalt:

Billie und Cassie sind seit Jahren beste Freundinnen. Zusammen habe sie die Schul- und Studienzeit verbracht. Doch danach laufen die gemeinsamen Wege auseinander. Cassie lernt einen Mann kennen ...

Inhalt:

Billie und Cassie sind seit Jahren beste Freundinnen. Zusammen habe sie die Schul- und Studienzeit verbracht. Doch danach laufen die gemeinsamen Wege auseinander. Cassie lernt einen Mann kennen und wird Mutter, nebenher ist sie noch eine erfolgreiche Influencerin und betreibt ein eigenes Geschäft. Ihr Vergangenheit möchte sie hinter sich lassen und so auch Billie, die nicht mehr in ihre neue Welt passt. Billie ist weiterhin alleinstehend und hat auch keine Kinder und sie trauert ihrer Freundschaft zu Cassie nach und es fällt ihr schwer, zu verstehen warum Cassie sich nicht mehr meldet. Billie kennt aber Cassie schlimmste Geheimnisse aus der Vergangenheit.
Als eines Abends bei einer Feier in Cassies Wohnung ihre Tochter verschwindet, gerät sie in Panik und sucht wieder die Nähe zu Billie……


Meine Meinung:

Dieses Buch hat eine ruhige Spannung, die sich sehr stark auf der psychologischen Eben bewegt. Eine gelungenen Mischung aus Erzählungen der Vergangenheit und der Gegenwart, die sich zu einer spannenden Gesamtgeschichte verweben.
Billie tat mir lange Zeit leid, fällt es ihr doch schwer zu verstehen, warum ihre Freundin sie ablehnt. Leider wurde nicht ganz klar, warum Billie zur Entführerin von Cassies Baby wurde, war es Eifersucht, Enttäuschung…
Cassie hingegen wirkt recht oberflächlich, aber im Laufe der Geschichte wird hier deutlich, warum sie zu der Person wurde, die wir hier in diesem Buch kennenlernen. Verdrängte Ängste und eine alte Geschichte, die wahrscheinlich zum Bruch mit Billie geführt hat.
Insgesamt ist das Buch sehr angenehm zu lesen, der Schreibstil ist angenehm flüssig und gut zu lesen. Die Handlung und auch die psychologischen Entwicklungen der Protagonisten ist meistens gut nachvollziehbar und spannend zu lesen.
Ein spannender Roman über die Entwicklung einer Freundschaft durch die verschiedenen Phasen des Lebens, durchaus lesenswert.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Spannend, nichts für schwache Nerven

Blutrotes Karma
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Inhalt:

Paris 1968 zur Zeit der Studentenunruhen:

Herve ist Student und ist in den Protestaktionen aktiv, sein Halbbruder JL Mersch ist Polizist, der auch mal mit unkonventionellen Mitteln arbeitet.
Nachdem ...

Inhalt:

Paris 1968 zur Zeit der Studentenunruhen:

Herve ist Student und ist in den Protestaktionen aktiv, sein Halbbruder JL Mersch ist Polizist, der auch mal mit unkonventionellen Mitteln arbeitet.
Nachdem eine Freundin von Herve brutal ermordet wird, treffen die beiden Brüder bei den Ermittlungen aufeinander. Das Opfer wurde in einer Yogaposition vorgefunden. Als eine weitere Freundin in einer ähnlichen Position gefunden wird führen die Spuren in die spirituelle Bewegung Indiens. Zusammen machen sich die Brüder für weitere Ermittlungen auf den Weg nach Indien und stoßen auf erschreckende Zusammenhänge, in denen auf Herve eine wichtige Rolle spielt.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Die Beschreibung der Mordopfer ist sehr brutal und auch weitere Szenen haben mich schlucken lassen. Insgesamt ist die Stimmung sehr düster.
Die Handlung ist insgesamt sehr spannend und es war teilweise schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Besonders hat mir die Reise nach Indien gefallen, da es hier einen tiefen Einblick in die spirituellen Welt des Landes gibt und man auch einen Blick hinter die geschönte Touristenfassade bekommt.
Sehr interessant fand ich auch die Schilderungen der Studentenunruhen in Frankreich. Das Thema war mir gar nicht so präsent und so war die Beschreibung der Stimmung in der Stadt zu dieser Zeit sehr interessant.
Herve ist als Person sehr sympathisch, seine Entwicklung und auch die Erkenntnisse, die sein Verhalten während der Ermittlungen stark beeinflussen, werden sehr gut und nachvollziehbar beschrieben. JL Mersch ist eine schwer greifbarer Charakter, den ich bis zum Ende des Buches nicht wirklich greifen konnte.
Mir fällt es schwer in Gesamturteil zu diesem Buch abzugeben. Es ist spannend, die Orte der Handlung sind sehr interessant, aber die Charaktere sind zum Teils wenig greifbar, die Handlung teilweise sehr brutal und blutig. Mir stellte sich die Frage, wie realistisch ist die ganze Handlung….

Mein Fazit: Spannende Unterhaltung für Leser mit starken Nerven.

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