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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2024

Mythologie trifft auf Neuzeit

The Games Gods Play – Schattenverführt
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In "The Games Gods Play" verbindet die Autorin Abigail Owen Romantasy mit griechischer Mythologie. Das war auf jeden Fall eine neue Kombination für mich!

Mir hat der lockere Schreibstil sehr gefallen. ...

In "The Games Gods Play" verbindet die Autorin Abigail Owen Romantasy mit griechischer Mythologie. Das war auf jeden Fall eine neue Kombination für mich!

Mir hat der lockere Schreibstil sehr gefallen. Durch die kurzen Kapitel bin ich nur so durch die Kapitel geflogen. Lyra war mit ihrer Schlagfertigkeit ein sehr erfrischender Charakter, die Spannung zwischen ihr und dem düsteren Hades hat die Story sehr spannend gemacht. Die 12 Heldentaten, die die Champions der Götter durchlaufen müssen waren sehr abwechslungsreich. Allerdings hätte ich mir zwischendurch etwas mehr Erklärungen der mythischen Kreaturen gewünscht, weil ich einfach nicht so gut in griechischer Mythologie bewandert bin.

Der einzige Minuspunkt: ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass das Buch ein Einzelband mit einer abgeschlossenen Geschichte ist. Allerdings lässt das offene Ende auf eine Fortsetzung schließen. Jetzt heißt es also warten auf den nächsten Band!

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Veröffentlicht am 01.10.2024

Schrecklich schöner historischer Liebesroman

A Song to Drown Rivers
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Ich lese eigentlich keine historischen Romanen, aber bei diesem Roman hat mich Titel und Klappentext neugierig gemacht. Und ich muss sagen: die Geschichte hat mich wirklich von Anfang bis Ende gefesselt!

Zur ...

Ich lese eigentlich keine historischen Romanen, aber bei diesem Roman hat mich Titel und Klappentext neugierig gemacht. Und ich muss sagen: die Geschichte hat mich wirklich von Anfang bis Ende gefesselt!

Zur Story:

"A Song to Drown Rivers" spielt in China um das Jahr 500 und erzählt die Geschichte der wunderschönen Xishi aus deren Sicht. Xishi wird auserwählt, als Konkurbine getarnt den König des Nachbarreiches auszuspionieren.

Fazit:

Die Story ist zugleich schön und schrecklich. Die Autorin Ann Liang hat es mit ihrer detaillierten, fast lyrischen Sprache geschafft, dass ich Charaktere und Welt bildlich vor Augen hatte.
Xishi muss ihre Heimat und die Yue verlassen und unter den befeindeten Wu leben. Sie hat allen Grund, die Wu zu hassen. Doch je länger sie im fremden Land weilt, desto mehr merkt sie, dass auch die Wu nur normale Menschen sind, die unter dem Krieg der Herrscher leiden. Man kann Xishis Zwiespalt fast mit den Händen greifen: einerseits möchte sie Rache für sich und ihr Land, andererseits empfindet sie zunehmend Zuneigung zum königlichen Personal und sogar zum König selbst. Und dann ist da noch die verbotene Schwärmerei für ihren Ausbilder und Berater des Yue-Königs Fanli.... Ich habe sehr mit Xishis Schicksal mitgefiebert und das Ende hat mich geschockt zurückgelassen!

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Veröffentlicht am 29.09.2024

Interessant, aber kein Highlight

Immortal Longings
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In "Immortal Longings" trifft Fantasy auf Tribute von Panem. Die Story spielt im Königreich Talin, deren Einwohner in der Lage sind, ihren Geist zwischen Körpern springen zu lassen.

Positiv gefallen hat ...

In "Immortal Longings" trifft Fantasy auf Tribute von Panem. Die Story spielt im Königreich Talin, deren Einwohner in der Lage sind, ihren Geist zwischen Körpern springen zu lassen.

Positiv gefallen hat mir das World Building: man bekommt schnell Überblick über die Verhältnisse im Königreich Talin und über die Rolle von Calla in seiner jüngsten Geschichte. Allerdings hat mich die Welt von Talin nicht so sehr gefesselt und auch mit den Charakteren Calla und Anton konnte ich mich nicht so sehr anfreunden. Jedoch macht die Spannung zwischen den beiden Protagonisten die Story wieder interessant.

Im Buch vermischt sich fernöstliche Kultur mit Überwachungstechnologie und brutalen Kampfszenen. Diese Kombination war neu und ganz unterhaltsam, aber nicht ganz nach meinem Geschmack. Die Story enthält einige Wendungen, die mich dann doch haben weiterlesen lassen. Auch das Ende macht Lust auf die folgenden zwei Bände der Reihe.

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Veröffentlicht am 27.09.2024

Romantasy trifft auf New Adult

Jewel & Blade, Band 1 - Die Wächter von Knightsbridge
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"Jewel & Blade" ist der Auftakt einer Fantasy-Dilogie, die in England spielt. Die Autorin Anne Lück bedient sich einer der berühmtesten englischen Sagen, der Artus-Sage, und setzt diese im modernen Zeitalter ...

"Jewel & Blade" ist der Auftakt einer Fantasy-Dilogie, die in England spielt. Die Autorin Anne Lück bedient sich einer der berühmtesten englischen Sagen, der Artus-Sage, und setzt diese im modernen Zeitalter fort.

Zum Inhalt:

Im Zentrum der Geschichte steht die junge Harper, die nach einem familiären Schicksalsschlag ihr Studium abgebrochen hat und nun in der Goldschmiede ihrer Mutter arbeitet. Dann überschlagen sich die Ereignisse: Harper verhindert gerade noch einen Einbruch in den Laden ihrer Mutter, während in der selben Nacht noch ihre Lieblingsbar in Flammen aufgeht. Am nächsten Tag bringt ein gutaussehender Mann einen Ring in die Goldschmiede - und dieser scheint magische Kräfte zu haben! Harper beginnt, der Sache auf den Grund zu gehen und erhält schockierende Neuigkeiten über ihre Familie.

Fazit:

Der Roman ist eher im Bereich New-Adult einzuordnen und hat mich deswegen nicht ganz so abgeholt (wahrscheinlich zähle ich mit Ü30 auch einfach nicht zur Zielgruppe). Auch die Thematik rund um König Artus und die Ritter der Tafelrunde war nicht ganz so mein Fall. An manchen Stellen war die Story für mich auch nicht ganz rund und hat mich mit ein paar Fragezeichen zurückgelassen.

Positiv gefallen hat mir aber der allgemeine Schreibstil und die langsame Einführung in das Magiesystem. Fans von Romantasy kommen auch ein wenig auf ihre Kosten.

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Veröffentlicht am 26.09.2024

Überraschender Auftakt

Nightbirds, Band 1 - Der Kuss der Nachtigall
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"Nightbirds" ist eigentlich ein Fantasy-Roman, aber er ist auch ein bisschen mehr: nämlich eine feministischer Roman mit starken Frauenfiguren. Das hatte ich nicht erwartet, hat mich aber positiv überrascht.

Zum ...

"Nightbirds" ist eigentlich ein Fantasy-Roman, aber er ist auch ein bisschen mehr: nämlich eine feministischer Roman mit starken Frauenfiguren. Das hatte ich nicht erwartet, hat mich aber positiv überrascht.

Zum Inhalt:
Früher gab es mächtige Hexen, die sogenannten Fyrebirds. Ihre Nachfahren, die Nightbirds, können ihre Magie nicht mehr für sich benutzen, sondern nur an andere Menschen mithilfe eines Kusses weitergeben. Da Magie und Alchemie inzwischen landesweit verboten ist, müssen diese Frauen im Verborgenen arbeiten.

Die Geschichte wird aus Sicht der drei Nightbirds erzählt: Matilde, Æsa und Sayer stammen aus verschiedenen Familienverhältnissen und unterscheiden sich stark in ihren Charakteren. Auf ganz unterschiedliche Art reagieren die Drei auf die Einschränkungen durch ihren Lebensstil als Nightbirds und auf die wachsende Bedrohung durch Magiegegner. Es war interessant, die Entwicklung der Drei auf persönlicher Ebene und als Team zu verfolgen. Zwischendurch hätte ich mir aber ein wenig mehr Tempo in der Geschichte gewünscht.

Fazit:
Das Magiesystem ist auf jeden Fall etwas besonderes und wurde ohne großen Infodump langsam eingeführt und war daher leicht verständlich. Mir hat gefallen, dass die Geschichte immer wieder durch Auszüge aus Briefen und Lehrschriften unterbrochen wurde, wodurch man noch mehr Hintergrundinformationen bekam.
In der Geschichte findet man viele Parallelen zur heutigen Gesellschaft: es geht um Feminismus, Radikalisierung von religiösen Gruppen und Verbot beziehungsweise Legalisierung von "Drogen" (im Buch Alchemie/Magie).
Die Geschichte ist nicht in sich abgeschlossen und wird im zweiten Teil (erscheint 2025) fortgesetzt.

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