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Veröffentlicht am 07.01.2026

Ein Fantasy Highlight!

Heir of Illusion
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"Heir of Illusion" hat alles, was ein perfektes Romantasy Buch braucht: Götter und Fae, dazu eine Badass Protagonistin und einen mysteriösen Shadow Daddy.

Darum geht's:
Ivy ist Illusionistin und als ...

"Heir of Illusion" hat alles, was ein perfektes Romantasy Buch braucht: Götter und Fae, dazu eine Badass Protagonistin und einen mysteriösen Shadow Daddy.

Darum geht's:
Ivy ist Illusionistin und als Phantom des Königs nutzt sie ihre Fähigkeiten, um dessen Feinde auszulöschen. Viel Mitspracherecht hat sie nicht, da der König sie mit einem verzauberte Halsring seinem Willen unterwirft. Es gibt genau eine Waffe, mit der Ivy sich befreien könnte - doch genau die wurde gestohlen. Bei der Suche nach der Waffe geht Ivy ein Bündnis mit dem Seelenfänger Thorne ein - doch kann sie ihm trauen?

Meinung:
Die vielschichtigen Charaktere, die fühlbare Tension zwischen Ivy und Thorne, die Geheimnisse und Wendungen - all das hat mich wirklich begeistert. Dazu kam dann noch ein Ende, mit dem mich die Autorin kalt erwischt.

Fazit: ein mitreißender Auftakt mit starken Figuren, einem stimmigen Weltenbau und einer knisternden Liebesgeschichte!

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Dystopie mit Stärken und Schwächen

To Cage a Wild Bird
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Ein düsteres Endzeit-Szenario und ein grausamer Wettkampf um Leben und Tod. Wenn ihr auf Tribute von Panem Vibes steht, ist "To Cage a Wild Bird" genau das Richtige für euch!

Darum geht's:
Raven ist ...

Ein düsteres Endzeit-Szenario und ein grausamer Wettkampf um Leben und Tod. Wenn ihr auf Tribute von Panem Vibes steht, ist "To Cage a Wild Bird" genau das Richtige für euch!

Darum geht's:
Raven ist Kopfgeldjägerin und hat schon viele Verbrecher ins gefürchtete Gefängnis Endlock gebracht. Als ihr eigener Bruder dort landet, folgt sie ihm und versucht das Unschaffbare: den Ausbruch. Dabei bekommt sie unerhoffte Unterstützung - nicht nur von Mitgefangenen, sondern auch vom attraktiven Wachmann Vale.

Meinung:
Das Setting im Gefängnis war abwechslungsreich und die grausamen Jagdspiele haben den Spannungsbogen bis zum Schluss hochgehalten.

Die Liebesgeschichte zwischen Raven und Vale hätte ein schöner Gegenpol sein können, entwickelte sich aber zu schnell und war zu gewollt. Dafür überzeugt der Found Family Aspekt zwischen der kleinen Gruppe aus Gefangenen, die den Widerstand plant.

Die dystopische Welt von Dividium bleibt lange Zeit blass und wage, hier hätte ich mir an früherer Stelle im Buch mehr Details gewünscht. Dennoch ist der Konflikt zwischen den gesellschaftlichen Klassen gut ausgearbeitet. Ich hoffe, im nächsten Teil bekommen wir noch tiefere Einblicke.

Fazit: solider Auftakt, der neugierig auf die Fortsetzung macht!

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Starker Debütroman mit wichtiger Thematik

Hazel sagt Nein
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Mit "Hazel sagt Nein" erzählt die Autorin Jessica Berger Gross eine erschreckend reale und höchst aktuelle Geschichte. Die Thematik ist keine leichte Kost, und doch schafft die Autorin es, Leichtigkeit ...

Mit "Hazel sagt Nein" erzählt die Autorin Jessica Berger Gross eine erschreckend reale und höchst aktuelle Geschichte. Die Thematik ist keine leichte Kost, und doch schafft die Autorin es, Leichtigkeit und Humor mit einzuweben.

Darum geht's:
Am ersten Schultag am neuen Wohnort wird Hazel von ihrem Direktor sexuell belästigt. Mit ihrem entschiedenen Nein löst Hazel eine Kettenreaktion aus, die bald große Wellen schlägt und das Leben der ganzen Familie auf den Kopf stellt.

Meinung:
Hazel, ihr Bruder Wolf und deren Eltern werden authentisch dargestellt. Die wechselnden Perspektiven dieser vier Personen beleuchten die Ereignisse dabei von allen Seiten und erzählen nachvollziehbar von den täglichen Kämpfen, die jeder von ihnen bestreiten muss. Dazu gehören Hazels Zerrissenheit, die Anpassungsschwierigkeiten des pubertären und neurodiversen Wolf, Claires Midlife-Crisis und Gus' Fehltritt an der Uni.

Beleuchtet wird nicht nur der Übergriff und Machtmissbrauch durch den Direktor, sondern auch die Macht der sozialen Medien mit all seinen positiven und negativen Seiten sowie die soziale Dynamik in der Kleinstadt.

Fazit: Ein berührender Gesellschaftsroman, der zum Nachdenken anregt und mich noch länger beschäftigt hat.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Stärke liegt im Schreibstil

Die Reise der verlorenen Worte
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Hinter "Die Reise der verlorenen Worte" steckt eine wahnsinnig schöne Plotidee, deren Umsetzung für mich ein paar Schwachstellen hat.

Darum geht's:
Die Postbeamtin Janne kümmert sich jeden Tag mit Herzblut ...

Hinter "Die Reise der verlorenen Worte" steckt eine wahnsinnig schöne Plotidee, deren Umsetzung für mich ein paar Schwachstellen hat.

Darum geht's:
Die Postbeamtin Janne kümmert sich jeden Tag mit Herzblut darum, unzustellbare Briefe an ihre Empfänger zu bringen. Sie entziffert, rätselz und recherchiert. Als einiges Tages ein Brief an ihren entfremdeten Großvater bei ihr landet, verlässt sie ihre Komfortzone und macht sich auf eine ganz persönliche Recherche-Reise.

Meinung:
Schon der Einstieg ins Buch fiel mir schwer: die Mischung aus langen inneren Monologen, Ausschnitten aus verlorenen Briefen und zeitlichen Rückblenden machen die Story sehr sprunghaft und abgehackt.
Was mir aber gut gefallen hat, war die fast poetische Sprache. Es gab so einige Stellen, die mich wirklich berührt haben.

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Wissenschaft versus Magie

Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1)
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Nhika ist eine der letzten Bloodcarver. Mit einer einzigen Berührung kann sie töten - aber auch heilen. Doch im technokratischen Stadtstaat Theuma ist ihre Magie verpönt und gefürchtet, hier zählt nur ...

Nhika ist eine der letzten Bloodcarver. Mit einer einzigen Berührung kann sie töten - aber auch heilen. Doch im technokratischen Stadtstaat Theuma ist ihre Magie verpönt und gefürchtet, hier zählt nur Wissenschaft und Technik. Als Nhikas geheime Identität aufgedeckt wird und sie in Gefangenschaft gerät, wird sie in letzter Minute von der reichen Familie Congmi gerettet. Diese braucht ihre Kräfte nämlich, um ein Familienmitglied aus dem Koma zu erwecken und einen Kriminalfall aufzulösen.

Die Autorin Vanessa Le hat ihre vietnamesisch-amerikanische Herkunft und ihren Abschluss im Bereich Health and Human Biology einfließen lassen, um eine ganz besondere historische Welt zu erschaffen. Wissenschaftlicher Aufbruch und technische Erneuerungen treffen auf aisatische Kulturelemente und einen Hauch von Magie. Ein wenig hat mich das Ganze an die Werke der schwarzen Romantik erinnert.

Besonders gefallen hat mir die bildliche Beschreibung der Heilkunst der Bloodcarver und die Mischung aus Fantasy, Suspense und einer zarten Liebesgeschichte. Aber auch ernste Themen wie Verfolgung, Verlust und Medizinethik bekommen ihren Platz.

Fazit: Originelle, wissenschaftlich angehauchte Fantasygeschichte mit einem gelungenen Spannungsbogen!

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