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Veröffentlicht am 11.02.2019

Ein Aufruf zu Toleranz und freier Meinungsäußerung

Regenbogenfisch, komm hilf mir!
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"Regenbogenfisch, komm hilf mir" ist das zweite Bilderbuch der Reihe von Marcus Pfister aus dem NordSüd Verlag.

Ein kleiner Fisch hat seinen Schwarm verloren und möchte bei der Gruppe der schillernden ...

"Regenbogenfisch, komm hilf mir" ist das zweite Bilderbuch der Reihe von Marcus Pfister aus dem NordSüd Verlag.

Ein kleiner Fisch hat seinen Schwarm verloren und möchte bei der Gruppe der schillernden Fisch bleiben. Der Zackenbarsch duldet keine Fremdlinge im eigenen Schwarm und der Regenbogenfisch traut sich nicht zu widersprechen. Als aber ein Räuberfisch auftaucht und der kleine Fisch ihm allein ausgeliefert ist, nimmt der Regenbogenfisch seinen Mut zusammen und eilt dem kleinen Fisch zu Hilfe.

Auch dieses Buch ist wieder allerliebst anzusehen, durch die harmonischen Farben und die Glitzereffekte verlockt es zum Ansehen und Vorlesen.

Der Regenbogenfisch lebt mit seinem Schwarm in einer beschützenden Felsspalte im Riff . Als ein kleiner fremder Fisch bei den Glitzerfischen bleiben möchte, ist die Gruppe ablehnend und sie überlassen ihn allein seinem Schicksal. Dieses Misstrauen verwundert den Regenbogenfisch, er traut sich jedoch nicht, etwas dagegen zu sagen. Aber als Gefahr droht, schwimmt er dem Kleinen zu Hilfe.


Dieses Buch ruft zu Toleranz und Hilfsbereitschaft auf. Hier wird Kindern klar gezeigt, dass Andersartigkeit und Fremdheit auch überwunden werden kann. Der Einzelne, in diesem Fall der kleine Fisch, kann nichts für seine Individualität und fühlt sich in einer Gruppe natürlich auch sicherer und wohler. Natürlich greift der Regenbogenfisch helfend ein, als ein Räuberfisch auftaucht und alle und ganz besonders den Kleinen bedroht.

Man kann auch mal seine eigene Meinung äußern, auch wenn es der Allgemeinheit vielleicht nicht gefällt.


Marcus Pfister ist hiermit ein wunderbares Kinderbuch mit schönen Bildern gelungen, das zu Toleranz und der eigenen Meinungsäußerung aufruft.
Ein Muss für jede Kitagruppe oder Grundschulklasse!

Veröffentlicht am 11.02.2019

Eines der schönsten Bilderbücher und auch noch sehr lehrreich für die Kleinen

Der Regenbogenfisch: Der Bilderbuch-Klassiker für Kinder ab 4 Jahren!
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Das wunderschöne Bilderbuch "Der Regenbogenfisch" von Marcus Pfister erschien im NordSüd Verlag 1992 und es war eines der erfolgreichsten Bücher im Kinderbuchbereich.



Der Regenbogenfisch ist wunderschön ...



Das wunderschöne Bilderbuch "Der Regenbogenfisch" von Marcus Pfister erschien im NordSüd Verlag 1992 und es war eines der erfolgreichsten Bücher im Kinderbuchbereich.



Der Regenbogenfisch ist wunderschön anzusehen, es war das erste Buch, bei dem man mit hübschen und farbenfrohen Glitzerelementen gearbeitet hat. Schon allein daher ist der Fisch auch heute noch so beliebt.



Marcus Pfister erzählt darin eine Geschichte von einem wunderschönen Fisch, der aber sehr einsam ist. Weil der Regenbogenfisch aber ein mitfühlender und hilfsbereiter Fisch ist, verschenkt er einige seiner Glitzerschuppen und gewinnt dadurch viele neue Freunde.

Die Themen vom Teilen und von Solidarität untereinander kann man kleinen Kindern mit diesem Buch schnell und äußerst überzeugend verständlich machen. Schon allein darum lieben den Regenbogenfisch groß und klein. Mit Freundschaft geht alles besser und niemand möchte gern allein sein. Das verstehen auch Kindergartenkinder schon sehr gut.


Dieses Bilderbuch ist ewig aktuell und passt in jede neue Kindergeneration.
Und der herrliche Glitzereffekt ist das besondere Erkennungsmerkmal dieses einzigartigen Fisches, der alle Herzen auch mit seinem Charakter bezaubert.

Veröffentlicht am 09.02.2019

Ein sehr beeindruckendes und polarisierendes Buch

Niemals ohne sie
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In "Niemals ohne sie" zeigt Jocelyne Saucier das Leben einer Großfamilie in Kanada. Der Roman erscheint am 11.3.2019 im Insel Verlag.


Die Cardinals ist keine gewöhnliche Familie. Sie sind genau 23 Personen ...

In "Niemals ohne sie" zeigt Jocelyne Saucier das Leben einer Großfamilie in Kanada. Der Roman erscheint am 11.3.2019 im Insel Verlag.


Die Cardinals ist keine gewöhnliche Familie. Sie sind genau 23 Personen und wohnen in der Bergbaustadt Norcoville in Quebec, dort entdeckt der Vater in einer stillgelegten Mine Zinkvorkommen. Das Ende ihrer Armut scheint nahe, jeder rechnet mit einem Anteil am Gewinn. Doch es kommt leider nicht zum finanziellen Erfolg für die Familie. Deshalb planen sie einen gewaltigen Befreiungsschlag, der jedoch zu einer Belastung für die ganze Familie wird.


"Wir hätten den Teufelskreis aus Schikanen, Demütigungen und Verrat, an den wir uns mittlerweile gewöhnt hatten, weiter ertragen können, und eines Tages hätten wir Norco verlassen, unversehrt, mit unseren Hofnungen im Gepäck, und hätten bekommen, was wir vom Leben forderten." Zitat Seite 108/109


Die Familie Cardinal ist groß und beeindruckt allein schon von ihrer Anzahl her, bei ihnen steht die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Dieser Roman zeigt aus der Sicht einzelner Geschwister eine Großfamilie, deren Kinder vom Freiheitsdrang erfüllt sind und wie ihre Hoffnung auf ein besseres Leben aussieht.

Die Charaktere werden mit Tauf- und Spitznamen vorgestellt, das macht es bei einer Kinderzahl von 21 ziemlich unüberschaubar. Doch man lernt die wesentlichen Figuren wie Geronimo, Matz, Angèle, Tommy und Magnum durch ihr Handeln ausführlich und genau kennen.

Die Autorin zeigt ihre Wünsche, ihre Lebensbedingungen, wie sie sich trotz der Armut in ihrer Familien wohlfühlen. Jedes Kind unterliegt untereinander einer Hierarchie, nicht jeder findet ein Bett und sucht sich irgendwo im Haus einen Schlafplatz. Die Mutter ist ständig in der Küche bei ihren Töpfen zu finden, ob alle am Tisch sitzen, zählt sie bei jeder Mahlzeit. Und der Vater hegt und pflegt seine Dynamitstangen und sucht in den Minen den Claim seines Lebens. Doch der gewünschte Erfolg bleibt aus. Als die Mine stillgelegt wird, zersteuen sich die Cardinals in alle Welt und erst dreißig Jahre später, zur Ehrung ihres Vaters auf einer Bergbaukonferenz, kommen sie wieder in Norco zusammen. Der Zeitpunkt für die Wahrheit ist gekommen.


Diese Geschichte wird sehr ruhig erzählt, doch die prägnanten Sätze drücken Stimmungen und Erlebnisse aus und verleihen jede Menge Atmosphäre und sorgen damit für Fesselung an diese ungewöhnliche Familie. Die Cardinals sind wild und fast schon unberechenbar, denn ihr Hobby führt in den Berg, Sprengungen und die donnernden Explosion in ihrer Mine erfüllen sie mit Stolz.


Einzig Angèle ist anders, sie entdeckt bei einer Pflegefamile, den McDougalls die große weite Welt. Welches Schicksal sie ereilt, wird im Roman zum inhaltgebenden Thema. Das ist das Ereignis, das die Familie auseinander reißt, ein unaussprechliches Unglück, das als Lüge über der Familie liegt wie ein gewaltiger Felsbrocken.

Schon früh lässt die Autorin das schlimme Schicksal durchblicken, das macht neugierig und man verfolgt das Buch gespannt, bis am Ende alles genau aufgeklärt wird.
Mich hat bei dieser Geschichte beeindruckt, wie diese Familie erst von ihrem dunklen Geheimnis auseinander gerissen wurde und einzelne Personen damit umgingen.

Der Schreibstil von Jocelyne Saucier ist teilweise poetisch, aber immer bildhaft und atmosphärisch dicht. Die Naturbeschreibungen führen hier unter die Erde und zeigen die wilde Schönheit von Goldquarzfunden im Berg und die Besonderheit von Sprengungen. Das ist Ehrfurcht gebietend und anschaulich, aber auch etwas bedrückend. Denn trotz der ganzen Plackerei bleibt der Familie nicht viel zum Leben.


Dieses Buch fesselt, es polarisiert und lässt einen nicht los. Ein sehr beeindruckendes und atmosphärischer Roman, der zeigt, wie diese ungewöhnliche Familie mit ihrem persönlichen Familien-Unglück umgeht.

Veröffentlicht am 09.02.2019

Ein zauberhaftes Bilderbuch zum Verlieben

Wie sagt man eigentlich: Ich liebe dich
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Michael Engler schrieb den Text zum Bilderbuch "Wie sagt man eigentlich: Ich liebe dich", die zarten und zauberhaften Illustrationen sind von Martina Matos. Das Vorlesebuch ist ab 4 Jahren geeignet und ...

Michael Engler schrieb den Text zum Bilderbuch "Wie sagt man eigentlich: Ich liebe dich", die zarten und zauberhaften Illustrationen sind von Martina Matos. Das Vorlesebuch ist ab 4 Jahren geeignet und es erscheint im Boje Verlag.


Roberto ist ein kleiner Junge, er liebt Abenteuer und träumt davon, mit einer Rakete zu den Sternen zu fliegen. Als er Isabella zum ersten Mal sieht, steht sein Herz in Flammen für dieses schöne Mädchen. Er hat sich verliebt, doch wie soll er Isabella seine Liebe gestehen? Er hat viele Ideen, doch eine ist ganz besonders schön und sie überzeugt auch Isabella.


Als Liebhaberin von Kinderbüchern musste ich dieses Buch unbedingt lesen, denn schon das Bild auf dem Cover mutet traumhaft schön an.



Es ist ein Vorlesebuch mit wenig Text, die wunderschönen, sehr zarten Bilder sind darin der eigentliche Hingucker und man kann sich darin verlieren. Die erste Liebe wird hier bildhaft dargestellt und man kann gar nicht anders, als sich in dieses Buch zu verlieben.


Es geht um das zarte Pflänzchen der ersten Liebe von Roberto für seine angebetete und natürlich wunderschöne Isabella. Die ahnt nichts von seiner Verliebtheit, sie macht sich nichts aus Jungen, denn ihre große Liebe gilt den Schmetterlingen. Sie kann stundenlang in ihre Bücher über diese zarten, tänzelnden und farbenprächtigen Geschöpfe abtauchen und möchte alles über Schmetterlinge wissen.

Roberto macht sich Gedanken darüber, was er Isabella alles sagen könnte. "Ich mag dich" und "Hab dich lieb" würde er ihr sogar auf den Mond malen. Doch dann entdeckt er Isabellas Vorliebe für Schmetterlinge und beginnt welche zu sammeln. Im Buch werden Taubenschwänzchen, Aurorafalter, Kohlweißlinge und Weinschwärmer genannt.

Bei dieser Aufzählung kommt auch gleich mein Kritikpunkt zum Tragen. Es wird leider weder ein Weinschwärmer, noch ein einziges Taubenschwänzchen abgebildet. Das ist für die Geschichte nun nicht besonders problematisch, ich hätte dann doch lieber von den abgebildeten Schmetterlingen die Namen gelesen.


Isabella ist beim Anblick der vielen Schmetterlinge natürlich hin und weg und tanzt und wirbelt mit ihren Traumgeschöpfen umher. Das ist der Moment, wo auch bei ihr Verliebheit zu Roberto entsteht.

Ein magischer Moment, der auch mit einem Kuß belohnt wird.



Es ist eine ganz zauberhafte Geschichte, die mitten ins Herz trifft und für alle großen und kleinen Verliebten passt.

Veröffentlicht am 08.02.2019

Eine lustige und hübsch bebilderte Weihnachtsgeschichte

Der kleine Drache Kokosnuss feiert Weihnachten
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"Der kleine Drache Kokosnuss feiert Weihnachten" ist der zweite Band einer inzwischen 36 teiligen Buchreihe um den kleinen Drachen von Ingo Siegner. Dieses Vorlesebuch erschien früher unter dem Titel "Kokosnuss ...

"Der kleine Drache Kokosnuss feiert Weihnachten" ist der zweite Band einer inzwischen 36 teiligen Buchreihe um den kleinen Drachen von Ingo Siegner. Dieses Vorlesebuch erschien früher unter dem Titel "Kokosnuss besucht den Weihnachtsmann". Die Neuauflage aus dem cbj Verlag von 2017 trägt den oben genannten neuen Titel.


Kokosnuss ist ein schlauer und vor allem sehr neugieriger kleiner Drache, der auf einer bisher unentdeckten Dracheninsel lebt. Im Winter gibt es dort reichlich Schnee und als Kokosnuss und das Stachelschwein Matilda gerade spielen, tauchen zwei Tiere im schwarzen Frack auf. Sie fragen nach dem Weg zum Südpol. Die Freunde fragen bei Yeminee um Rat, der schickt die Pinguine zum Weihnachtsmann, denn der kennt sich durch seine Reise zu Weihnachten auf der ganzen Welt aus.

Kokosnuss und Matilda kennen kein Weihnachten und als Yeminee ihnen begeistert von Heiligabend erzählt, wollen sie auch dieses Fest erleben. Also suchen sie gemeinsam mit den Pinguinen den Weihnachtsmann. Schliesslich soll er sie zu Weihnachten auch mal besuchen.


Wer freut sich nicht auf Weihnachten? Zu Weihnachten gehört die Geschichte vom Jesuskind, viele schöne Lieder, das Krippenspiel, Plätzchen backen und natürlich Geschenke. Alle Kinder bekommen leuchtende Augen, wenn sie davon nur hören. Als der kleine Drache und Matilda von Yeminee von diesem Fest erfahren, möchten sie es unbedingt auch erleben. Der Weihnachtsmann bringt auch Geschenke, hören sie erstaunt. Das möchten sie auch! Und weil der Weihnachtsmann den Pinguinen den Weg zum Südpol verraten soll, suchen sie ihn gleich mit auf.


Welche Abenteuer sie auf ihrer Reise erleben, wie ihr Ballon fliegen kann, wie sie das Weihnachtsdorf erreichen und ob sie den Weihnachtsmann überzeugen können, sie auf der Dracheninsel zu besuchen, ist mit vielen tollen Erlebnissen verbunden.


Mit diesem Buch wächst die Vorfreude auf das Weihnachtsfest und für kleine Kinder ist es durch die Abenteuer und die Suche nach dem Weihnachtsmann auch ein großer Spaß.

Die Texte sind kindgerecht und für die Altersklasse von 4-6 Jahren geeignet.

Nur die Namen Yeminee und Proselinde finde ich merkwürdig und welchen Sinn die Färbung von Yeminees Nase für diese Handlung haben soll, erschliesst sich mir aus diesem Buch nicht.


Die bunten Bilder sind hübsch anzuschauen, die Figuren sind sehr fantasievoll und die Geschichte von Weihnachten bringt Kinderherzen zum Frohlocken. Die Vorfreude auf das Fest des Jahres steigt mit diesem Buch auf alle Fälle.