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Veröffentlicht am 02.04.2025

Ein einmaliges Kunsterlebnis mit Großaufnahmen der Gemälde!

MONET
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Im Prestel Verlag erscheint das Buch MONET: Meisterwerke – Kunst groß im Bild von Anne Sefrioui.

Claude Monet (1840 - 1926) zählte zu den bedeutendsten französischen Malern und gehörte zu den Gründervätern ...

Im Prestel Verlag erscheint das Buch MONET: Meisterwerke – Kunst groß im Bild von Anne Sefrioui.

Claude Monet (1840 - 1926) zählte zu den bedeutendsten französischen Malern und gehörte zu den Gründervätern des Impressionismus. In seinen Gemälden stellte er besonders gern die Natur mit Licht und Schatten dar und dieses Kunsterlebnis kann man in diesem Buch sogar in Großaufnahmen genießen.

"Ein weiterer beständiger Charakterzug des Künstlers war seine Liebe zur Natur... Dabei suchte er stets nach ihrem immateriellsten Bestandteil: dem Licht." Zitat Anne Sefrioui S. 16

Das edel in Leinen gebundene Buch ist reich bebildert und zeigt neben ganzseitigen Abbildungen von Meisterwerken auch Ansichten im Großformat, so dass man die spezielle Technik und die einzelnen Pinselstriche des Künstlers aus nächster Nähe erfassen kann.

Claude Monet wurde durch seine spezielle Maltechnik berühmt, seine Gemälde bestehen aus einer Vielzahl von fragmentierten Pinselstrichen, womit Monet besonders die Farbintensität und Leuchtkraft steigerte. Seine Bilder zeigen Landschaften, in denen die Wirkung des Lichts den speziellen Reiz ausmacht. Das Licht sorgt für Lebendigkeit in den Bildern, es spiegelt sich im Wasser, verändert die Natur mit jeder Wolke und dem Licht der unterschiedlichen Tageszeiten.

Die Kunsthistorikerin Anne Sefrioui stellt in diesem hochwertigen Bildband anhand von rund 60 Abbildungen die Schaffensbreite von Monets Werken vor und lässt interessante Erklärungen zu Monets Leben, seiner künstlerischen Entwicklung und zu den Hintergründen der Bilder einfließen. Die Abbildungen der Gemälde enthalten Angaben über Titel, Entstehungsjahr, Größe, Malweise und Ort der Ausstellung.

Nachdem ich den ersten Band der Reihe Meisterwerke – Kunst groß im Bild über Vincent van Gogh begeistert gelesen habe, erfreue ich mich nun an der Fortsetzung zu Monets Kunst.

Das Besondere sind auch hier die ausklappbaren Seiten mit Großaufnahmen, die jeden Pinselstrich erkennen lassen, als würde man dem Künstler beim Malen über die Schulter sehen.

Ein wunderbarer Bildband mit interessanten Erklärungen zu den Gemälden, tollen Großaufnahmen und Informationen zu Monets Schaffen und Lebensstationen. Claude Monets Meisterwerke als besonderes Kunsterlebnis für alle Fans des Impressionismus!

Veröffentlicht am 01.04.2025

Eine Familie zwischen schönem Schein und Pleite!

Bis die Sonne scheint
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Der Familienroman Bis die Sonne scheint von Christian Scheunemann erscheint bei Diogenes.

1983: Daniel Hormann freut sich auf seine Konfirmation und den Schüleraustausch nach Frankreich. Doch die finanzielle ...

Der Familienroman Bis die Sonne scheint von Christian Scheunemann erscheint bei Diogenes.

1983: Daniel Hormann freut sich auf seine Konfirmation und den Schüleraustausch nach Frankreich. Doch die finanzielle Situation der Eltern sieht schlecht aus. Das lassen die Eltern aber nicht offen erkennen, sie wahren den Schein und trotzen selbst dem Gerichtsvollzieher. Ihr Motto ist: Selbst ohne Geld muss man sich noch etwas gönnen.

Christian Scheunemann blickt auf seine Jugendzeit und das Leben seiner Familie zurück. Die Handlung spielt in den 80er Jahren, eine Zeit, die ich selbst sehr intensiv erlebt habe. Das weckt Erinnungen und nostalgische Momente, ich konnte mich wunderbar in die bildhaft beschriebene Szenerie einfühlen und hatte viele Erinnerungsmomente, die sich mit dem Zeitgeist der Geschichte decken. Die Familie besteht aus Eltern und vier Kindern, sie wohnen in einem großzügigen Bungalow, den der Vater selbst entworfen hat.
In Rückblenden tauchen wir in das Leben in der Nachkriegszeit der Großeltern ein, erfahren, wie sich Daniels Eltern kennen lernen, Nachwuchs bekommen, ein Haus bauen, eine Firma gründen, gut leben und finanziell in einer Abwärtsspirale enden.

Die Geschichte wird zu keiner Zeit langweilig und die liebenswürdigen Charaktere sind ein entscheidender Faktor, dass ich dieses Buch so gern gelesen habe. Ich habe mit Daniel gehofft, dass er die gewünschte Hose bekommt und mit ihm gelitten, als das Konfirmationsgeld flöten geht. Durch den lockeren, ruhigen Erzählstil werden die Erlebnisse der Hormanns lebendig und bildhaft genau geschildert und entwickeln sich durch das Familienleben und den lockeren Umgang mit Geld zu einer packenden Geschichte, die mit etwas Situationskomik durchzogen ist, authentisch fühlbar wird und richtig gut zu lesen ist. Sparen ist für die Hormanns ein Fremdwort und einer Pleite wird ausgewichen, indem man einfach in Richtung Süden der Sonne entgegen fährt. Ist doch ganz einfach, nur dass die Gläubiger sich damit nicht zufrieden geben. Beim Lesen tauche ich in wechselnde Emotionen ein, die Handlung springt zwischen Tragik, Witz und dem hilflos scheinenden Ansinnen, neue finanzielle Möglichkeiten zu entwickeln.
Der Bungalow steht von Anfang an für die Pleite, er ist noch nicht alt, doch das Wasser bahnt sich seinen Weg durch das Dach, eine grundlegende Renovierung ist unausweichlich. Christian Scheunemann beschreibt diesen Umstand sehr bildhaft, dass es schon fast grotesk und humorös erscheint. Vielleicht ist Lachen in dieser schwierigen Lage die beste Medizin.

Die Geschichte zeigt den Familienalltag in den 80er Jahren, sie macht die Wünsche, Sorgen und Hoffnungen des Protagonisten sichtbar, spiegelt den Bankrott der Eltern mit dem gleichzeitigen Verdrängen der Probleme.

Ein Leseerlebnis, das nachhallt und mich gespannt in seinen Bann gezogen hat. 4,5 Sterne, die ich gerne aufrunde!

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Guter Einstieg für Leseanfänger!

Milli Meerjungfee legt los
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Das Erstlesebuch Milli Meerjungfee legt los von Linda Sturm mit Illustrationen von Angela Glökler erscheint bei Penguin Kinderbuch. Es ist der sechste Band der Reihe Einfach selbst lesen: 1. Lesestufe.

Auf ...

Das Erstlesebuch Milli Meerjungfee legt los von Linda Sturm mit Illustrationen von Angela Glökler erscheint bei Penguin Kinderbuch. Es ist der sechste Band der Reihe Einfach selbst lesen: 1. Lesestufe.

Auf dem Stundenplan von Meerjungfrau Milli steht eine Wassertanz-Stunde, doch darauf hat Milli gar keine Lust. Das ist einfach nur langweilig und Milli hat eher Lust auf ein echtes Abenteuer. Zum Glück bekommt sie eine Feen-Ausrüstung geschenkt, die bis eintausend Meter wasserfest sein soll. Das muss sie gleich ausprobieren und soll als echte Meerjungfee auch gleich einen ersten Wunsch erfüllen. Doch die Zauberei als richtige Fee ist gar nicht so leicht und hat ihre Tücken, vor allem für kleine Heringe...

Dieses Buch bietet Erstlesern eine lustige Geschichte von Milli und ihrem Freund Mo, die sich auf die Suche nach dem verschwundenen Hering Nr. 8 machen und dabei spannende Abenteuer erleben.

Das erste Kapitel ist die Einführung in die Geschichte, sie sollte vorgelesen werden. Als kleine Mitleseaufgabe werden die Namen Milli, Mo und Fee im Text eingebunden, sie sind besonders gut erkennbar weil sie farbig hervorstechen. Die weiteren Kapitel enthalten kurze Sätze zum Selberlesen, die in großer Erstleseschrift in Druckbuchstaben gut lesbar ausgeführt werden.

Die Suche nach dem kleinen Hering durchzieht die ganze Geschichte und beschreibt ein Abenteuer mit einem Fischer und einem Hai. Sehr deutlich hervorgehoben werden die Dialoge in Form von Sprechblasen, was mir sehr gut gefällt.

Die Texte enthalten auch einige Reime, so macht das Lesen auch richtig Spaß. Einen Kritikpunkt habe ich mit dem für mich ungewöhnlichen Satz "Der Stab tut nicht." in einer Sprechblase. Das hätte man auch besser formulieren können.

Die farbigen Illustrationen wirken sehr lebendig und sind niedlich anzusehen, sie begleiten die Texte auf verständliche Weise.
Am Ende des Buches befindet sich ein einfaches Lesequiz, das Inhalte aus dem Text abfragt.

Diese abenteuerliche Geschichte weckt Interesse zum Selberlesen und unterhält mit seinen schönen Illustrationen und liebenswerten Figuren.

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Lehrreiches Sachbilderbuch, das Interesse weckt!

Tricksen, Täuschen, Tarnen
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Im Tulipan Verlag erscheint für Kinder ab vier Jahren das Sachbilderbuch Tricksen, Täuschen, Tarnen von Babette Pribbenow mit Illustrationen von Rinah Lang.

Tiere haben erstaunliche Tricks auf Lager, ...

Im Tulipan Verlag erscheint für Kinder ab vier Jahren das Sachbilderbuch Tricksen, Täuschen, Tarnen von Babette Pribbenow mit Illustrationen von Rinah Lang.

Tiere haben erstaunliche Tricks auf Lager, um sich vor Feinden zu schützen oder um sich selbst ungesehen an ihre Beute heran zu machen. Manche erwecken mit ihrem Äußeren den Eindruck, ein anderes, gefährliches oder ungefährliches Tier zu sein. Diese Täuschung nennt man Mimikry und findet sie sowohl bei Beutetieren, als auch bei Räubern.

Die Schwebfliege sieht zur Abschreckung einer gefährlichen Wespe täuschend ähnlich und entgeht damit einigen Feinden. Der Seeteufel sieht auf dem Meeresboden aus wie ein mit Algen besetzter Stein und lockt mit seiner Angel Beutetiere heran.

Das Chamäleon ist ein Meister der farblichen Verwandlung und passt sich geschickt an seine Umgebung an. Diese Form der Tarnung nennt man Mimese und wird auch vom Fetzenfisch und vom Polarfuchs genutzt.

Manche Tiere sind besonders auffällig und farbprächtig und deuten damit auf ein wehrhaftes Verhalten hin. Ein Beispiel dafür sind die Pfeilgiftfrösche im Amazonas-Regenwald.

Richtig gut gefallen mir die Abbildungen der Tiere und Pflanzen, sie kommen den Originalen sehr nahe. Geschickt vermittelt die Farbwahl des Hintergrundes den natürlichen Eindruck von Blumenwiese, Regenwald, Unterwasserwelt oder verschneiter Landschaft.

Dieses Buch stellt viele Tarn- und Verwandlungskünstler aus dem Tierreich vor, die zu ihrem Schutz oder zum besserem Beutefang bestimmte Tricks entwickelt haben. Man erfährt interessante Fakten zu Zweihöcker-Spinnenfressern, Glühwürmchen, Feuerfisch oder Oktopuss, manche Inhalte sind sehr einzigartig und erfordern biologisches Interesse und Wissen, was bei Kleinkindern noch nicht entsprechend vorliegt.

Vom inhaltlichen Anspruch her erscheinen mir die Texte für die Altersklasse ab vier Jahren etwas hoch gegriffen. Besser gelingt die Wissensvermittlung durch die den naturnah gestalteten Bilder, sie vermitteln optisch die speziellen Tarn- und Täuschungstricks recht eindeutig.

Ein thematisch gut aufbereitetes Sachbuch über Mimikry und Mimese, die an mehreren Beispielen aus dem Tierreich interessant erläutert wird. Um diese Fakten gut zu verstehenen, würde ich die Altersklasse allerdings um einige Jahre nach oben korrigieren.

Veröffentlicht am 24.03.2025

Ein tiefgründiger Roman über Wendungen des Lebens!

Flusslinien
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Katharina Hagenas Generationenroman Flusslinien erscheint bei Kiepenheuer & Witsch.

Margrit war früher Atemtherapeutin und Stimmbildnerin, sie ist 102 Jahre alt und lebt in einer Seniorenresidenz nahe ...

Katharina Hagenas Generationenroman Flusslinien erscheint bei Kiepenheuer & Witsch.

Margrit war früher Atemtherapeutin und Stimmbildnerin, sie ist 102 Jahre alt und lebt in einer Seniorenresidenz nahe der Elbe. Täglich bringt sie ihr Fahrer Arthur in den Römischen Garten, wo sie beim Anblick der Elbe ihre Gedanken in die Vergangenheit schweifen lässt. Sie hat viel erlebt und denkt an ihre Jugend zurück, an die Kriegsjahre und an die Beziehung ihrer Mutter Johanne zu einer anderen Frau. In dieser Zeit sucht Arthur mit einem Metalldetektor das Flussufer ab. Margrits Enkelin Luzie hat kurz vor dem Abi die Schule abgebrochen, sie möchte Tätowiererin werden. Alle drei Figuren haben ihre persönlichen Geheimnisse und Traumata, die ihnen zusetzen.
In "Flusslinien" begleiten wir Margrit, Arthur und Luzie über einen Zeitraum von zwölf Tagen und tauchen in ihre Gedanken und tiefsten Geheimnisse ein. Katharina Hagena hat eine erzählerische Kraft, die mich besonders mit den zwölf Beschreibungen der Atmosphäre des Elbstrandes fasziniert hat. Die Elbe ist die Lebensader der Geschichte, die die Lebensgeschichten der Figuren miteinander verbindet.

Für mich war Margrit die interessanteste Figur im Roman, sie besitzt trotz ihres Alters noch erstaunlich viel Lebenskraft. Als frühere Atemtherapeutin bestimmt die Atmung ihr Innerstes und während ihrer Erzählperspektive konnte ich gut mit ihr fühlen. Bei ihren täglichen Besuchen des Römischen Gartens erinnert sich sie an Else Hoffa, die Schöpferin des Gartens und gleichzeitig Geliebte ihrer Mutter. Doch sie denkt auch an die Kriegstage in Hamburg, an Menschen, die verschwanden und nie wieder kehrten. Und sie sorgt sich um ihre Enkelin Luzie, weil die aktuellen gesellschaftlichen Probleme sie auch an früher erinnern.

Durch die Erzählweise, die zwischen Margrits, Luzies und Arthurs Perspektive wechselt, tauchen wir in die unterschiedlichen Geschichten ein, die das Leben am Fluss geprägt haben. Nicht nur die Vergangenheit hatte dunkle Schatten, auch die Jugend erfährt schlimme und prägende Erlebnisse, die wie bei Luzie und Arthur schon traumatische Auswirkungen haben. Nach und nach taucht man in die verschiedenen Geheimnisse ein, so wird der Roman zu einer nebulösen Geschichte, aus der die Vorgänge allmählich sichtbar werden und aus dem Nebel aufsteigen.

Aufgrund der sich langsam öffnendem Sichtweise hat mir "Flusslinien" sehr gut gefallen, trotzdem führten mich einige Szenen zu weit über die eigentliche Handlung hinaus und ich hätte auf diese Längen verzichten können. Ich konnte auch nicht nachvollziehen, dass sich Margrit von Luzie eine Tätowierung in Form von Flusslinien stechen lässt und bis auf die Verbindung zur Elbe fand ich es etwas unglaubwürdig.


Die unterschiedlichen Perspektiven lassen tiefe Einsichten in die drei Schicksale zu und verleihen dem Roman eine tiefgründige Aussage, die zum Nachdenken anregt. Für mich war besonders die gegenseitige Beziehung der Protagonisten ein schöner Aspekt, der das Buch zu einer warmherzigen Geschichte gemacht hat.

Ein tiefgründiger Roman mit vielen Facetten, auf den man sich einlassen muss, damit er seine volle Wirkung entfalten kann!

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