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Veröffentlicht am 04.07.2018

Das schönste Felixbuch, unterhaltsam und lehrreich!

Abenteuerliche Briefe von Felix
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Eigentlich wollte Felix nur einen kleinen Testflug mit dem Brötchenkorb und den Luftballons machen - und dann war er auch schon verschwunden. Wieder einmal macht sich Sophie Sorgen um Felix. Doch dann ...

Eigentlich wollte Felix nur einen kleinen Testflug mit dem Brötchenkorb und den Luftballons machen - und dann war er auch schon verschwunden. Wieder einmal macht sich Sophie Sorgen um Felix. Doch dann kommen wie gewohnt Briefe von ihm, dieses Mal vom Mond, vom Nordpol, von den Weltmeeren, aus dem Regenwald und vom australischen Kontinent.
Auf kindgerechte Art bringt Felix mit seinen Abenteuern dem Leser die Erde näher.

Dieses Buch ist mein liebstes der Felix-Reihe, denn hier wird Kindern Wissen anschaulich vermittelt. Mit bunten Bildern bekommen Kinder einen Eindruck von verschiedenen Klimazonen der Erde und auch über Flora und Fauna erfahren sie einiges. Ihr geografisches Interesse wird geweckt. Die Reiseziele von Felix sind auf einer aufblasbaren Weltkugel eingezeichnet und so wird Kindern die Anordnung der Klimazonen auf der Erdkugel näher gebracht.

Die Texte sind wieder relativ kurz gehalten und eignen sich für eine Gute-Nacht-Geschichte und auch für Selbstleser ist die Länge genau richtig. Die Altersklasse würde ich zwischen 3 und 7 Jahren ansiedeln.


Die Abenteuer von Felix wecken bei Kindern das Interesse an ihrer Umwelt und an den Gegebenheiten auf der Erde. Durch die beigefügte Weltkugel bekommen Kinder schon früh einen Eindruck vom Erdball und von den verschiedenen Zonen mit spezieller Tier- und Pflanzenwelt.

Veröffentlicht am 04.07.2018

Cozy Crime mit Cosa Nostra und italienischer Lebensart

Tante Poldi und die sizilianischen Löwen
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Mit 60 Jahren zieht Poldi nach dem Tod ihres Mannes von München in seine sizilianische Heimat, um Meerblick, Sonne und Ruhe zu geniessen. Ihre Familie lässt diese Ruhe nicht zu, das Dolce Vita tobt sozusagen ...

Mit 60 Jahren zieht Poldi nach dem Tod ihres Mannes von München in seine sizilianische Heimat, um Meerblick, Sonne und Ruhe zu geniessen. Ihre Familie lässt diese Ruhe nicht zu, das Dolce Vita tobt sozusagen und Poldi macht temperamentvoll mit.
Als ihr Gärtner Valentino spurlos verschwindet, vermutet Poldi die Mafia dahinter und macht sich auf die Suche. Dabei kreuzt schon bald der attraktive Commissario Montana ihren Weg.

Dieser Kriminalroman führt den Leser tief in die sizilianische Seele und lässt italienische Lebensart munter sprudeln. Aber dank Poldi mischen sich auch bayrische Worte in Form von wahren Fluchtiraden in die Geschichte hinein.
Dadurch gewinnt man den Eindruck, einer deutschen Miss Marple bei den Ermittlungen in Sizilien zu folgen.

Der Erzähler ist der unproduktive Neffe Poldis, der eigentlich einen Roman schreiben will, aber nicht so recht voran kommt. Als Vorlage könnte ihm eigentlich dieser Fall dienen, aber über seine Berichterstattung kommt er scheinbar nicht hinaus. Er ist der stille Beobachter der Szenerie und dabei kommt man ihm nicht richtig nahe, seine erfrischende Ansicht des Geschehens aber ist sehr gelungen.

Poldi ist eine echte Pfundsfrau, trinkfest, liebenswert und sympathisch und mit ihrem bayrischen Mundwerk manchmal auch recht deftig. Sie besitzt trotz ihres Alters noch genügend Anziehungskraft auf die Männer und das nutzt sie auch mal aus. In erster Linie hilft ihr das auch beim Ermitteln, denn ihrem unwiderstehlichen Charme erliegen so einige Sizilianer und Stück für Stück tastet sie sich im vorliegenden Fall vorwärts. Dabei kann der Leser munter miträtseln und durch gekonnte Situationskomik kommt keine Langeweile auf.

Die heitere Erzählweise Giordanos wird mit derben Sprüchen und Flüchen aus Poldis Mund aufgemischt und so entsteht ein durchgängig humorvoller Wohlfühlkrimi mit sizilianischem Lebensgefühl. Der Autor zeigt uns sizilianisches Lebensgefühl und verschweigt auch negative Seiten nicht. Dabei lernt man so einiges über Sizilien, seine Entstehung, Blütezeit und über die Produktion in den Schwefelminen, aber auch die kulinarischen Einblicke sind vielfältig und appetitanregend.


Dieser Krimi ist vielleicht nicht der spannendste, aber mit seinem rätselhaften Mord und den vielschichtigen Personen hat man so seinen Spaß. Besonders die schillernde Poldi ist ein Garant für lustige Unterhaltung und das Leben auf Sizilien wird so temperamentvoll beschrieben, wie man es Tür an Tür mit dem Aetna auch erwartet. Feurig und heiß!

Veröffentlicht am 04.07.2018

Der allerbeste Michelband zum Vorlesen und Lachen

Michel aus Lönneberga 1. Michel in der Suppenschüssel
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Michel aus Lönneberga ist fünf Jahre alt und stark wie ein kleiner Ochse. Er ist ein niedlicher Junge, aber er ist schon recht eigensinnig und hat jede Menge Unsinn im Kopf. Wie zum Beispiel an dem Tag, ...

Michel aus Lönneberga ist fünf Jahre alt und stark wie ein kleiner Ochse. Er ist ein niedlicher Junge, aber er ist schon recht eigensinnig und hat jede Menge Unsinn im Kopf. Wie zum Beispiel an dem Tag, als Michel seinen Kopf in die Suppenschüssel steckt …

Über diese Episode aus Michels Leben kann man eigentlich immer wieder lachen. Er ist so begeistert von der leckeren Rindfleischsuppe, dass er unbedingt den letzten Rest davon haben muss. Also steckt er den Kopf in die Schüssel. Die Folge ist eine Fahrt der Svensons zum Doktor. Der sieht es mit Humor. Für Michel allerdings endet dieser Tag mal wieder im Tischlerschuppen, wo er seine Holzfigürchen schnitzt.

Es ist so schön, wie Astrid Lindgren die Streiche von Michel auf eine ganz alltägliche einfache Weise beschreibt und damit voll den Nagel auf den Kopf trifft. Man kann von diesem Buch einfach nur begeistert sein, so gut unterhält es und macht richtig Spaß.

Worüber ich dann doch etwas erschrocken war, ist die Tatsache, dass
die Dorfbewohner für Michels Eltern Geld sammeln und dadurch erreichen wollen, dass die Eltern ihn nach Amerika schicken, weil er in ihren Augen zu viel Unfug macht.
Doch Kinder sehen dahinter wohl nicht so sehr die böse Absicht, als eher das Grausen was Michels Streiche mit sich bringt.

Dieses Kinderbuch unterhält auf humorvolle Weise, zeigt Kindern die Grenzen von bösen Streichen auf und ist dennoch nicht mit erhobenem Zeigefinger erzählt. Eine wunderbare lustige Geschichte, die man immer wieder lesen kann.

Veröffentlicht am 04.07.2018

Literarisches Meisterwerk über den Platz des einzelnen Menschen in der Gesellschaft

Der Steppenwolf
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Harry Haller hat sich der bürgerlichen Welt entfremdet. Er leidet an seiner Zerissenheit und empfindet halb als Mensch, halb als Wolf. Er sehnt sich nach Zugehörigkeit, nach Harmonie und Liebe, will aber ...

Harry Haller hat sich der bürgerlichen Welt entfremdet. Er leidet an seiner Zerissenheit und empfindet halb als Mensch, halb als Wolf. Er sehnt sich nach Zugehörigkeit, nach Harmonie und Liebe, will aber auch unabhängig und frei sein und verabscheut alles Normale. Dieser Zwiespalt führt ihn immer tiefer in eine existenzielle Krise, in der er Selbstmord als einzigen Ausweg sieht. Doch Hermine, eine Prostituierte, und das Magische Theater helfen ihm, sich selbst zu erkennen und das Leben leichter zu nehmen.

Dieses Werk Hesses ist durch seine intensive Sprache ein ganz besonderes Leseerlebnis. Man muss hier die Sätze auf sich wirken lassen und das braucht Zeit. Aber die Zeit sollte man sich nehmen, um auch die eigene Position im Leben und in unserer Welt zu überdenken.

Harry Haller versucht seine Ideale zu leben. Genau das wünscht sich jeder junge Mensch bis er erlebt, dass die Lebensgrundlage auch auf Routine und Alltagsgeschäft und damit einem angepasstem Leben besteht.

Harry will einerseits unabhängig sein, andererseits sucht er aber auch den Schutz durch die Gesellschaft. Auf jeden Fall hinterfragt er das Leben und so findet sich der Leser in der Situation, für sich selbst die Parallelen zwischen dem Buch und seinem eigenen Leben zu suchen.

Steppenwolf ist sicherlich keine Mainstream-Lektüre, man muss sich auf dieses Werk einlassen und auch die magische Theaterwelt ein wenig als selbst erschaffene Lebensphilosophie oder als eigenes Leben anerkennen, dann findet man hier interessante Denkanstösse.


Was ich aus diesem Buch für mich selbst mitgenommen habe, ist die Erkenntnis: nie aufgeben und das Leben so annehmen wie es kommt. Man kann immer noch das Beste daraus machen.

Der Steppenwolf ist zeitlos und lesenswert. Er spricht all die Menschen an, die das Leben hinterfragen und die noch Ideale haben. Die ihren Platz im Leben sinnvoll nutzen wollen und nicht der Allgemeinheit hinterher rennen und jedem modischen Hype nacheifern.

Veröffentlicht am 04.07.2018

Michel macht nicht nur Blödsinn, sondern auch eine gute Tat!

Michel muss mehr Männchen machen
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Michel ist kleiner blonder schwedischer Junge, der auf Katthult lebt und ständig mit seiner überbordenden Fantasie Dinge anstellt, die eigentlich gar nicht böse gemeint sind, aber häufig für seinen Vater ...

Michel ist kleiner blonder schwedischer Junge, der auf Katthult lebt und ständig mit seiner überbordenden Fantasie Dinge anstellt, die eigentlich gar nicht böse gemeint sind, aber häufig für seinen Vater böse enden. Wie zum Beispiel an dem Tag, als Michel die Mausefalle ausgerechnet so hinstellt, dass sein Papa mit dem großen Zeh hineintappt.

Wer die Familie Svenson kennt, weiß was das für Michel bedeutet:
Er muss im Tischlerschuppen seine Strafe absitzen und dort vertreibt er sich die Zeit mit dem Schnitzen von Holzmännchen. Er ist schon ein recht geübter Schnitzer und hat schon eine Holzmännchen-Sammlung von mehr als 100 Stück zusammen, was ja leider heißt, dass er allerlei Unfug angestellt hat.
Doch wie auch immer, Michel hat ein gutes Herz und so ist er derjenige, der Knecht Alfred mitten in der Nacht während eines heftigen Schneesturms zum Arzt bringt. Alfred hat eine Blutvergiftung und verdankt schließlich sein Leben dem kleinen mutigen Jungen.

Michel besucht eine Auktion und obwohl ihn sein Vater, Alfred und auch Lina nicht mitnehmen wollen, besteht die Mutter auf seine Teilnahme. Was er dort alles anstellt und wie er absolutes Verhandlungsgeschick beweist, ist äußerst lesenswert. Denn Michel mag klein sein, etwas eigensinnig und durchaus auch frech, aber an Bauernschläue kann ihn kaum jemand überbieten.

Ein witziges Kinderbuch mit einem tollen kleinen Helden, der Alt und Jung Freude macht, vielleicht nicht gerade seinen Eltern, aber allen Lesern auf alle Fälle!