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Veröffentlicht am 11.03.2026

Das Landleben aus erster Hand!

Gekommen, um zu bleiben
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Im Goldmann Verlag erscheint Madeleine Beckers Biografie Gekommen, um zu bleiben.

Madeleine Becker zog mit Freund Lukas und ihrer zahlreichen Tierschar auf einen alten Bauernhof in der Steiermark. Vor ...

Im Goldmann Verlag erscheint Madeleine Beckers Biografie Gekommen, um zu bleiben.

Madeleine Becker zog mit Freund Lukas und ihrer zahlreichen Tierschar auf einen alten Bauernhof in der Steiermark. Vor dem Hofleben musste jedoch erst einmal gründlich renoviert werden und das klappte nicht immer reibungslos. Es geht um den wunderbaren Anblick der in goldenes Licht getauchten Obstwiese, um tierische Geschichten, die sich um Krähen, Schweine, Katzen und Hühner ranken.


Madeleine Becker bloggt unter dem Pseudonym @frau_freudig und zeigt darin Einblicke in das landwirtschaftliche Leben mit Tieren in der Steiermark. Mir war sie nicht bekannt und ich wollte mehr über ihr Projekt Hofgründung wissen.

Dieses Buch ist eine Art Tagebuch über das Hofleben, Madeleine Becker erzählt von ihren täglichen Abenteuern auf dem Hof. Besonders authentisch finde ich, dass die Autorin uns an ihren Zweifeln und Problemen am Hof und in der Beziehung zu ihrem Partner teilhaben lässt. Denn einfach mal so einen Hof mit tierischem Leben zu füllen, ihn ertragbringend und unter dem Motto Tierwohl zu bewirtschaften und dann am Laufen zu halten, ist stets von äußeren Faktoren abhängig und nicht unbedingt eine sichere Erfolgsgeschichte. Die Aufgaben erfordern harte körperliche Arbeit und man muss gemeinsame Entscheidungen treffen und dahinter stehen, um dieses Leben genießen zu können, glücklich zu sein und das Projekt als Erfüllung zu sehen.

Ich mag vor allem den Fototeil, der uns das Hofleben von seiner schönen Seite vor Augen hält. Die einzelnen Erzählungen und besonders die Tiergeschichten sind unterhaltsam und von die fachlichen Inhalte rund um die Landwirtschaft in Verbindung mit Nachhaltigkeit aufklärend. Ich habe in vielen Szenen die beschriebenen glücklichen Momente mit der Natur und den Tieren nachvollziehen können und glaube, dass man auf dem Land ein erfülltes Leben führen kann.

Der Erzählstil ist gefällig und gut lesbar, einzelne Teile habe ich als zu auserzählt empfunden und da ich die Autorin nicht kannte, haben mich viele Ausführungen und Erklärungen auch nicht abgeholt. Ich denke mal, dass ich wohl nicht zur entsprechenden Zielgruppe gehöre und wünsche dem Buch und der Autorin viele interessierte Leser:innen, die sich über das Landleben, Huhn, Katze und Maus informieren lassen mögen. Das Ganze als komplette Biografie anzubieten, hat mich insgesamt nicht ganz so gefesselt. Ich kann mir die einzelnen Kapitel sehr gut als wöchentliche Kolumne in einer Zeitschrift vorstellen.

Dieses Buch spricht alle diejenigen an, die sich für das Bauernhofleben interessieren und speziell Madeleines Erfahrungen zu Tierwohl und Umweltthemen erfahren möchten.

Veröffentlicht am 10.03.2026

Die geniale Welt der Pflanzen: So macht Lernen Spaß!

Der Stoff, aus dem die Dinge sind
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Im Midas Verlag erscheint das großformatige Kindersachbuch Der Stoff, aus dem die Dinge sind von Jonathan Drori mit Illustrationen von Raxenne Maniquiz und Jiatong Liu.

Jonathan Drori stellt uns 30 ...

Im Midas Verlag erscheint das großformatige Kindersachbuch Der Stoff, aus dem die Dinge sind von Jonathan Drori mit Illustrationen von Raxenne Maniquiz und Jiatong Liu.

Jonathan Drori stellt uns 30 Pflanzen, Früchte, Wurzeln und Sprossen anhand ihrer Geschichten vor und erklärt kenntnisreich und auf unterhaltsame Weise, welchen Nutzen die Pflanzen haben, was ihre Besondheiten sind, wo sie herstammen und wie sie mit unserer Welt und unserer Geschichte verknüpft sind. Von den uns bekannt vorkommenden Vanille, Tee, Kakao, Tomate, Kartoffel über die Baumwolle, Zuckerrohr und Muskatnuss bis hin zum exotisch klingenden Guttapercha und der merkwürdigen Alraune - jede dieser Pflanzen hat bestimmte Eigenschaften und ihre besondere Geschichte, die für die Menschheit von Bedeutung ist.

Pflanzen gehören zu unseren wichtigsten Nahrungsgrundlagen überhaupt, wir sind zum Überleben auf Pflanzen und ihre Früchte, Sprossen und Wurzeln angewiesen. Doch Pflanzen bieten und können noch viel mehr als nur Nahrung zu sein, ihre Eigenschaften machen sie für uns als geniale Vorbilder für Erfindungen oder technische Errungenschaften.

So wird das Holz der Buche für Möbel oder Papier verarbeitet und LKW-Reifen enthalten sogar Teile vom Löwenzahn.

Pro Doppelseite wird in Großansicht eine Pflanze detailreich vorgestellt. Aufgelockert wird die Ansicht durch ergänzende, kurze Textteile, die viel Wissen und Fakten bereithalten, aber auch unterhaltsame Dinge beeinhalten. Hier wird man nicht mit Wissen überfordert, sondern mit interessanten Geschichten an die Hintergründe und Besonderheiten herangeführt.

Auf abwechslungsreiche Weise zeigen die naturnahen, wunderschönen Illustrationen und verständlichen Texte jungen Lesern, welche natürlichen Materialien in unseren täglich benutzten Gegenständen enthalten sind, für welche Technologie sie benutzt werden und welche speziellen Geschichten es über sie zu erzählen gibt.

Wir erfahren geniale Erfindungen, so wie Papyrus zu Papier gepresst wird und wie Kakao zu Schokolade wird. Außerdem erfährt man wie Teile der Affenbrotbäume zu Seilen werden und wie Baumwolle zu Banknoten gesponnen wird. Einige Geschichten sind sogar für Erwachsene neu und interessant.

Sehr geniale Präsentation von Pflanzen und ihrer speziellen Bedeutung für die Menschheit. So macht Lernen Spaß!

Veröffentlicht am 09.03.2026

Lustiges Bilderbuch übers Angeben

Großmaul
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Im Tulipan Verlag erscheint das Bilderbuch Großmaul von Dirk Pope mit Illustrationen von Sabine Kranz. Für die Altersklasse ab drei Jahren geeignet.

Der Frosch ist voll der Angeber, er meint, er hätte ...

Im Tulipan Verlag erscheint das Bilderbuch Großmaul von Dirk Pope mit Illustrationen von Sabine Kranz. Für die Altersklasse ab drei Jahren geeignet.

Der Frosch ist voll der Angeber, er meint, er hätte das größte Maul am Seerosenteich und schnappt sich eine Fliege. Doch es gibt noch mehr Großmäuler, die ihm beweisen wollen, dass sie das größte Maul haben. Nach dem Frosch folgt der Storch, der den Frosch verschluckt, danach verschluckt der Fuchs den Storch und so weiter, bis am Ende das Tier mit dem größten Maul dieser Prahlerei ein Ende macht.

Es ist ein Spaß, Sabine Kranz farbenfrohe Illustrationen anzusehen, die sich auf das Geschehen der Tiere fokussieren und überaus witzig wirken. Das Geschehen wird mit wenig Text beschrieben und prägt sich den Kindern beim Vorlesen durch die ständigen Wiederholungen der sich gegenseitig verschluckenden Tiere wunderbar ein. Im Grunde wird hier das Spiel "Ich packe meinen Koffer" aufgeführt und der Hit ist nicht das größte Tier am Ende, sondern das Kleinste.

Auf lustige Weise bieten sich ein paar Aufschneider einen Wettkampf, immer größer sind die Tiere, die sie verschlingen können. Dann macht ein ganz Großer, der Angeberei gar nicht leiden kann, dem Spuk ein Ende und bringt damit die Prahlhänse zurück zur Normalität. Wer wirklich etwas kann, prahlt selten damit! Und Bescheidenheit ist wahre Stärke.

Dieses lustige Bilderbuch zeigt, wahre Stärke liegt nicht im Aufschneiden, sondern in den Taten.

Veröffentlicht am 06.03.2026

Der Tote an Karfreitag

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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Bei dtv erscheint Fabio Nolas Krimi Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl, der zweite Teil seiner Reihe "Gaetano ermittelt".

In der Osterwoche finden in Neapel viele Prozessionen statt, daran ...

Bei dtv erscheint Fabio Nolas Krimi Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl, der zweite Teil seiner Reihe "Gaetano ermittelt".

In der Osterwoche finden in Neapel viele Prozessionen statt, daran nehmen die Neapolitaner zahlreich statt. Sie feiern ausgelassennicht und füllen die Straßen und Fischrestaurants. Commissario Gaetano genießt die Feiertage lieber auf dem Weingut seines Vaters im kampanischen Hinterland, wo auch sein pflegebedürftiger Bruder Aniello und seine Nichte Carla mit ihrem Mann Michele anwesend sind. Gaetanos Auszeit endet schon am Karfreitag als Gaetanos Urlaubsvertretung Beppa Bellucci ihm einen Leichenfund im Hafenbecken meldet und ihn um Mithilfe bei den Ermittlungen bittet. Mitten im Ostertrubel tauchen beide in die quirlige Statt ein, wo alte Traditionen sich gegen die Moderne behaupten wollen.

Nach dem ersten Band der Reihe war ich besonders gespannt auf den neuen Fall Gaetanos und wurde nicht enttäuscht. Für alle Neueinsteiger, der Krimi lässt sich eigenständig und ohne Vorkenntnisse lesen.

Der Tote heißt Paolo Marchesi, ob er durch Fremdverschulden oder einen Unfall zu Tode kam, muss erst noch geklärt werden. Die junge Beppa Bellucci benötigt Gaetanos Hilfe, sie ist ein pfiffiger Kopf, scheitert aber am Chauvinismus der Neapolitaner und wird von Kollegen in ihrer Arbeit behindert. Marchesi arbeitet in einem Betrieb, der Algenpräparate herstellt und an die Börse strebt. Nähere Informationen über den Toten bekommen die Ermittler von Paolos Tochter Franca, die ihnen auch von Paolos schwangerer Geliebten Ilaira Dubbio erzählt. Der Fall führt in unterschiedliche Bereiche und bringt viele Rätsel und Tatverdächtige mit sich. Das Miträtseln wird auf eine schwierige Stufe gestellt und ich habe den Ermittlern interessiert über die Schulter geschaut.

Die Ermittlungen werden aufgelockert durch das Privatleben Gaetanos und wir erfahren auch die Sorgen seiner Familie. Damit erleben wir die italienische Kultur, die Traditionen zu Ostern und auch das Kulinarische dieser Gegend. Ich habe mich durch die verschiedenen neapolitanischen Begriffe und Namen wie in Italien gefühlt und besonders beim Essen sofort Appetit bekommen und in Urlaubserinnerungen geschwelgt. Sprachlich fremde Ausdrücke werden im Glossar übersetzt und so hat man keine Schwierigkeiten mit der Sprache.

Der Kriminalfall ist knifflig und enthält einige Spuren, die sich im Handlungsverlauf immer mehr verdichten. Die Spannung verläuft auf einem niedrigen Level, dafür taucht man sehr authentisch ins trubelige Neapel ein und erlebt mittendrin die Osterfeiertage. Zum Ende hin zieht die Spannung des Krimis dann noch einmal deutlich an und die Auflösung hat mich sehr überrascht.

Einfach nur toll geschrieben! Ein raffiniert gestrickter Fall, lebendige Ermittler und viel italienisches Flair!

Veröffentlicht am 06.03.2026

Imaginäre Freunde ebnen den Weg für reale Freundschaften!

Mein Freund Leo Löwenherz
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Im Midas Verlag erscheint das Bilderbuch Mein Freund Leo Löwenherz von David Litchfield für Kinder ab vier Jahren.

Eine Kindheit ohne Freunde ist nicht schön, denn durch Freunde reift man, entwickelt ...

Im Midas Verlag erscheint das Bilderbuch Mein Freund Leo Löwenherz von David Litchfield für Kinder ab vier Jahren.

Eine Kindheit ohne Freunde ist nicht schön, denn durch Freunde reift man, entwickelt Selbstbewusstsein und hat jede Menge Spaß. Da kann es helfen, wenn man imaginäre Freunde hat, die einem immer zur Seite stehen, wenn man es braucht und die gedanklich als Gesellschaft dienen.

Patrick schaut oft zu, wenn die anderne Kinder spielen. Doch allein ist er nicht, weil er seinen imaginären Freund Leo Löwenherz hat, den nur er sehen kann. Leo ist immer für Patrick da, er hört ihm zu, wenn er traurig ist oder Sorgen hat und das gibt Patrick Halt und Kraft. Mit Leo fühlt er sich nicht allein.

An einem verschneiten Tag spielen die Kinder ausgelassen im Schnee, nur Patrick sitzt alleine auf einer Bank. Wobei, richtig allein ist er nicht, denn sein imaginärer Freund Leo Löwenherz ist bei ihm. Leo hört sich Patricks Sorgen geduldig an, geht mit ihm Kakao trinken, sie schaukeln und klettern auf einen Baum. Leo ist immer da! Gestärkt durch die gemeinsamen Aktionen findet Patrick schließlich den Mut, endlich einmal ein Kind auf dem Spielplatz anzusprechen. Er wird gefragt, ob er mitspielen möchte und entdeckt, dass die anderen Kinder richtig nett sind und von dem Moment an, braucht er Leo Löwenherz nur noch sehr selten.

Bei diesem Buch haben mich die Illustrationen bezaubert, mal in traumhaft schönen Pastelltönen, dann wieder in kräftigen Farben und alles mit einer magischen Ausstrahlung. David Litchfield zeigt verschiedene Ansichten der realen und der imaginären Welt, in die man versinken möchte.

Die Botschaft des Buches ist die Kraft der Freundschaft, die uns Mut macht und durchs Leben trägt. Manchmal braucht man imaginäre Freunde, denen man alles anvertrauen kann, bis man soweit ist, um sich den echten Menschen öffnen zu können.

Lehrreiche und wunderschön illustrierte Mutmachgeschichte über die hilfreiche Kraft imaginärer und echter Freunde! Denn Freundschaften führen dazu, dass wir wachsen und an uns glauben.